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    <title>www.westropolis.de - Westropolis.de</title>
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    <copyright>www.westropolis.de</copyright>
    <pubDate>Fri, 19 Mar 2010 18:34:20 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>&quot;Kehren wir zum Wesentlichen zurück&quot;</title>
      <link>http://www.westropolis.de/nadine.albach/stories/60465/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sie ist eine engagierte Umweltaktivistin, k&amp;auml;mpft in ihren Romanen f&amp;uuml;r die Rolle der Frau und mahnt gesellschaftliche Fehlentwicklungen an: Die kanadische Autorin Margaret Atwood gilt als Nobelpreis-Anw&amp;auml;rterin. Am Sonntag wird ihr in Dortmund der mit 15 000 Euro dotierte Nelly-Sachs-Preis verliehen. Nadine Albach und Franz Luthe (Foto) trafen sie vorab in K&amp;ouml;ln.&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nelly Sachs ist eine besondere Schriftstellerin gewesen, die als Mahnerin gesellschaftliche Fehlentwicklungen anprangerte. Sehen Sie Parallelen zu sich?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist eine der Sachen, die Schriftsteller machen k&amp;ouml;nnen. Und &amp;uuml;ber viele, viele Jahren haben sie es auch getan. Tats&amp;auml;chlich funktioniert einiges in der Bibel als Mahnung. Das ist sicherlich eine der Rollen, die Autoren annehmen k&amp;ouml;nnen. Wenn ich etwa jungen Menschen schreiben beibringe, bitte ich sie, eine Lobpreisung und eine Anprangerung zu verfassen. Das Lob schreiben sie ohne Probleme. Aber andere anzugreifen - das wollen sie nicht. Sie empfinden es als unh&amp;ouml;flich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Haben Sie ein Problem damit?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein. Ich habe nur ein Problem damit, gemein zu Menschen im echten Leben zu sein - es sei denn, sie sind zuerst gemein zu mir.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der Nelly-Sachs-Preis wird an Menschen vergeben, die sich f&amp;uuml;r Toleranz und V&amp;ouml;lkerverst&amp;auml;ndigung einsetzen. Glauben Sie, dass Worte diese Macht haben?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie haben gro&amp;szlig;e Macht in die entgegengesetze Richtung. Man kann Hass provozieren. Man wei&amp;szlig; aus neurologischen Studien, dass es viel einfacher ist, Angst anzustacheln als Vertrauen. Vertrauen braucht l&amp;auml;nger; Angst ist augenblicklich da. Einen hexenverbrennenden Mob zu provozieren, ist einfach. Dagegen anzustehen und zu sagen: &amp;#8222;Das k&amp;ouml;nnt ihr nicht machen&amp;quot; - das ist hart. Es ist viel h&amp;auml;rter, etwas entgegenzutreten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;In ihren B&amp;uuml;chern vermitteln Sie aber den Eindruck, dass es noch Hoffnung gibt.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sicher. Das ist nur viel schwieriger. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;In &amp;#8222;Payback&amp;quot; bezeichnen Sie Geschichten als Erweiterung des menschlichen Ged&amp;auml;chtnisses. Was sollen Menschen von ihren Texten erinnern?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das kann man nicht diktieren. Jeder Lesevorgang ist eine einzigartige Begegnung von einem Leser und einem Text. Jeder Leser ist einzigartig. Man kann W&amp;uuml;nsche haben, aber nicht bestimmen. Man kann es noch nicht mal vorhersehen. Es ist wie im echten Leben, wo man ein Gespr&amp;auml;ch f&amp;uuml;hrt und der andere einen v&amp;ouml;llig missversteht. Sie k&amp;ouml;nnen sich vorstellen, was dann mit einem mehrschichtigen Text passiert. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Was w&amp;uuml;nschen Sie sich denn, welche Beziehung Leser zu Ihren Texten haben sollen?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich w&amp;uuml;nsche mir dasselbe wie Beethoven. Er wollte, dass seine Musik auf Menschen trifft, die wissen, wie man sie spielt. Die Verbindung von Lesern zu Texten ist wie die von Musikern zu Notenbl&amp;auml;ttern - sie &amp;uuml;bersetzen die Zeichen auf dem Papier zur&amp;uuml;ck in Stimmen. Zeichen sind eingefrorene Stimmen. Wenn der Leser liest, werden sie zu echten Stimmen - wenn auch nicht zwangsl&amp;auml;ufig zu der des Autors. Sondern zu etwas Neuem.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Oft geben Sie Umweltthemen eine Stimme: Gab es eine Initialz&amp;uuml;ndung?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Themen bestimmen unsere heutige Welt. Ich bin mit ihnen aufgewachsen. Der Klimawandel wurde mir erst 1972 bewusst, als der Club of Rome seine Ergebnisse ver&amp;ouml;ffentlichte. Aber die Verschlechterung der Umwelt konnte man schon lange sehen. Im Norden von Ontario ist ein Ort namens Sudbury. Dort wuchs nichts - es gab nur Felsen. Vor einigen Jahren sollte das ver&amp;auml;ndert werden, weil niemand mehr dort leben wollte. Sie haben es geschafft, das Gebiet wiederzubeleben. Dieser Kreislauf des Negativen und Positiven begleitet mich schon lange. Man kann Umweltverschmutzung an vielen Orten sehen - genauso, wie Renaturierungen. Wenn man den Dingen erlaubt, sich zu erholen, wird die Natur wieder einziehen. Einer der besten Orte f&amp;uuml;r die Tierwelt ist die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und S&amp;uuml;dkorea - dort gibt es keine Menschen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;In ihren Texten kommen die Menschen ohnehin nicht sonderlich gut weg.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir sind wie eine gemischte T&amp;uuml;te: Es gibt einige sehr gute Dinge an uns - aber wir sind keine Engel. Wenn man sich in der Weltgeschichte umschaut, wird das sehr schnell deutlich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Aber Sie sehen Hoffnung auf eine Wende im Umgang mit unserer Umwelt?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist ein Problem, das sich auf die eine oder andere Weise l&amp;ouml;st. Entweder &amp;auml;ndern wir unser Verhalten oder es wird f&amp;uuml;r uns ge&amp;auml;ndert. Ich bevorzuge den ersten Weg - der zweite w&amp;auml;re sehr unangenehm. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sie waren beim &amp;#8222;World Economic Forum&amp;quot; in Davos und sagten Sie h&amp;auml;tten das Gef&amp;uuml;hl, es g&amp;auml;be ein gewachsenes Bewusstsein unter den politischen F&amp;uuml;hrungspers&amp;ouml;nlichkeiten...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn ich da vor 15 Jahren gewesen w&amp;auml;re, w&amp;auml;re es etwas ganz anderes gewesen. Heute wei&amp;szlig; jeder, dass wir Probleme haben. Das ist kein Geheimnis mehr. Ich war in der Klimawandel-Gruppe, die sehr intensiv &amp;uuml;ber gr&amp;uuml;ne Energie debattierte. Das h&amp;auml;tte vor 15 Jahren niemand getan.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;In ihrem aktuellen Buch &amp;#8222;Jahr der Flut&amp;quot; &amp;uuml;bernimmt die Privatwirtschaft die Macht. Ist das au&amp;szlig;er ihrer Perspektive realistisch?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja. Wo ist die Kutsche und wo das Pferd - wer steuert heute? Die Regierungen oder die Unternehmen? Diese Menschen sind nicht v&amp;ouml;llig verdummt und wissen, dass es Aufst&amp;auml;nde in der Bev&amp;ouml;lkerung g&amp;auml;be, wenn das Gleichgewicht zu sehr gest&amp;ouml;rt w&amp;auml;re. Aber es ist sehr interessant, das Handlungsschema zum Beispiel von Pharmaunternehmen zu beobachten. Sie geben Studien in Auftrag - wie objektiv k&amp;ouml;nnen die sein? Und von den anderen, unabh&amp;auml;ngigen Studien h&amp;ouml;rt man einfach nichts. Das wird an dem Punkt gef&amp;auml;hrlich, wo man stirbt, weil einem Informationen vorenthalten wurden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Was f&amp;uuml;r eine Chance sehen Sie f&amp;uuml;r die Menschheit, diese Entwicklung aufzuhalten?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es gibt nie nur einen Spieler in solchen Situationen. So lange wir demokratische Regierungsformen haben, mit gew&amp;auml;hlten Vertretern und einer unabh&amp;auml;ngigen Judikative, gibt es die M&amp;ouml;glichkeit zum Beispiel Gemeinschaftsklagen einzureichen. Auch die Presse ist wichtig. Es w&amp;auml;re sehr traurig, wenn eine unabh&amp;auml;ngige Presse verschw&amp;auml;nde - dann w&amp;uuml;rde man &amp;uuml;ber nichts informiert. Und auch das Internet ist eine Chance, etwas herauszufinden - aber es ist sehr unzuverl&amp;auml;ssig, weil man nicht immer wei&amp;szlig;, was wahr ist. Es gibt so etwas wie ein kollektives Bewusstsein, aber auch das hat gute und schlechte Seiten. Die Bauernaufst&amp;auml;nde im Mittelalter - waren die gut oder schlecht? Von beidem etwas. Und die Pest? Nat&amp;uuml;rlich w&amp;uuml;rde man sagen, dass sie schrecklich war. Aber f&amp;uuml;r die, die &amp;uuml;berlebten, hatte sich die Situation deutlich verbessert. Es gibt also unerwartete gute wie schlechte Effekte. Lassen Sie uns einfach sagen, dass die menschliche Geschichte weitergeht und wir den Plot nicht vorhersagen k&amp;ouml;nnen. Wir wissen, dass wir uns in einer Krise befinden und viele Menschen &amp;uuml;ber L&amp;ouml;sungen nachdenken. Der Punkt, an dem es keine Chance mehr gibt, ist erreicht, wenn wir die Atmosph&amp;auml;re so ruiniert haben, dass wir nicht mehr atmen k&amp;ouml;nnen. Die Kakerlaken w&amp;uuml;rden &amp;uuml;berleben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;In &amp;#8222;Jahr der Flut&amp;quot; gibt es viele religi&amp;ouml;se Verweise wie die G&amp;auml;rtner Gottes und ihren Anf&amp;uuml;hrer Adam Eins. Welche Rolle wird die Religion in Zukunft Ihrer Ansicht nach spielen?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die gro&amp;szlig;en Religionen m&amp;uuml;ssen verstehen, dass sie eine Position zur Umwelt haben m&amp;uuml;ssen. Manche haben sie nie verloren, wie Buddhismus, Hinduismus oder Shinto in Japan. Das Christentum hat seine gr&amp;uuml;nen Wurzeln im sp&amp;auml;ten 17., 18. Jahrhundert verloren und wechselte zu einem mechanistischen Modell des Universums. Tiere wurden als Maschinen betrachtet, ohne Bewusstsein. Manche Menschen sprachen ihnen ab, dass sie Schmerz empfinden. Heute bewegen wir uns zu einer ganzheitlichen Sicht zur&amp;uuml;ck. Was in den letzten 20 Jahren &amp;uuml;ber tierische Intelligenz herausgefunden wurde, ist erstaunlich. Menschen erkennen, wie schlau Tiere eigentlich sind. Unsere Verbindung zum Rest der Natur wird mehr akzeptiert als noch vor 100 Jahren. Wenn die Religion das nicht erkennt, wird sie sehr schnell irrelevant sein. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sie sind also nicht religi&amp;ouml;s?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nicht in einem konventionellen Sinne. Aber man w&amp;auml;re dumm zu denken, dass man das schlaueste und gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Lebewesen auf dem Planeten ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Werden Sie jemals m&amp;uuml;de zu k&amp;auml;mpfen?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich denke, ich habe nie gek&amp;auml;mpft. Ich glaube, Schriftsteller werden einfach vorgeschoben, weil sie keine Jobs haben. Sie sagen Dinge lauter, die andere denken, aber nicht aussprechen, weil sie Angst haben, ihre Jobs zu verlieren. Aber ich habe das Gef&amp;uuml;hl, &amp;uuml;berarbeitet zu sein. Als h&amp;auml;tte ich f&amp;uuml;nf verschiedene Jobs. Viele Menschen wollen, dass ich noch mehr tue und ich muss sehr oft ablehnen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sie f&amp;uuml;hren zwei Leben - in Toronto und, jeden Sommer, in einer H&amp;uuml;tte ohne Strom und flie&amp;szlig;endes Wasser. Warum ist Ihnen diese Balance wichtig?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Warum sollte es irgendwem wichtig sein, Kontakt zur Natur zu haben? Weil das der Ort ist, wo wir wirklich leben. Die Menschen haben sich nicht in Hotelzimmern entwickelt. Solche Zimmer, elektrisches Licht, H&amp;uuml;hnchen aus dem Supermarkt sind relativ neu f&amp;uuml;r uns. Das, was f&amp;uuml;r uns essentiell ist, die Dinge, die wir zum &amp;Uuml;berleben brauchen, stecken in keinem Hotelzimmer. Es ist wichtig zu verstehen, dass alles was wir essen, trinken und atmen, nicht wirklich von uns gemacht wurde. Kehren wir zum Wesentlichen zur&amp;uuml;ck.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fotos: Franz Luthe&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der Nelly-Sachs-Preis wird am Sonntag, 21. M&amp;auml;rz, im Dortmunder Rathaus verliehen. Die Verleihung ist &amp;ouml;ffentlich.&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Margaret Atwood: Das Jahr der Flut. ISBN-13: 9783827008848. 22 Euro. Berlin Verlag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Margaret Atwood: Payback. ISBN-13: 9783833306570. 8.95 Euro. Berlin Verlag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Foto: Franz Luthe&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 19 Mar 2010 18:34:20 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Nadine Albach [WR]]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-19T18:34:20Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Das Grinsen des Grauens</title>
      <link>http://www.westropolis.de/ingo.juknat/stories/60450/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Seit Monaten baut sich ein Wunsch in mir auf. Mit jeder Wok-WM, &amp;quot;Stockcar Challenge&amp;quot;, jedem Turmspringen, TV-Total-Superfun-Curling und Poker-Turnier wird er st&amp;auml;rker. Ich m&amp;ouml;chte, dass Stefan Raab weggeht. Ich m&amp;ouml;chte, dass er sein Imperium von Schwachmaten-Sendungen einpackt und so lange wegbleibt wie m&amp;ouml;glich. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Oft h&amp;ouml;rt man Prominente sagen, wie sehr Fans ihr Privatleben einengen, wie penetrant sie sind. Stefan Raab ist das beste Beispiel f&amp;uuml;r den umgekehrten Fall &amp;#8211; ein Prominenter, dessen Aufdringlichkeitspotenzial selbst das von Barbara Sch&amp;ouml;neberger toppt. Es vergeht einfach kein Tag, an dem Pro Siebens Ex-Metzger nicht irgendwo auf Sendung ist, kein Tag, an dem nicht irgendein Spin-off von &amp;quot;TV Total&amp;quot; l&amp;auml;uft.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wenn ihm doch mal jemand sagen w&amp;uuml;rde, wie trist das alles ist &amp;#8211; dieser immergleiche Klumpatsch aus ironisierter Sport&amp;uuml;bertragung und nicht-ironischem Sponsoren-Overkill; der ungef&amp;auml;hr seit dem Fall der Mauer wiederholte Gag mit der Unsportlichkeit von Elton; die Tatsache, dass sich Olympia-Sieger und Popstars wie Thomas D. f&amp;uuml;r Monster-Truck-Shows einspannen lassen; und schlie&amp;szlig;lich Raabs Ehrgeiz, der im rekordverd&amp;auml;chtig banalen Rahmen seiner Sendungen nur noch unsympathischer wirkt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Ich glaube, der einzige Grund, weshalb dieser Mann nicht genauso wahrgenommen wird wie Mario Barth sind Formate wie &amp;quot;Unser Star f&amp;uuml;r Oslo.&amp;quot; Nur: Ein halbseri&amp;ouml;ses Gesangscasting entsch&amp;auml;digt nicht f&amp;uuml;r 50 Tage Apr&amp;egrave;s-Ski-TV. Und genau darauf l&amp;auml;uft es bei Raab am Ende hinaus. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dass es Schlimmeres gibt als Wok-WMs, ist klar. Dass man nicht jede Unterhaltungssendung mit ARTE-Standards messen muss, auch. In ihrer schieren H&amp;auml;ufung zerren die Raabschen Sendungen aber schwer an den Nerven. Zumindest meinen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 19 Mar 2010 01:12:25 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Ingo Juknat]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-19T01:12:25Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Fünf Bücherwürmer gesucht!</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60384/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Mal ehrlich: Ein fesselndes Buch kann spannender sein, also so manche Hollywood-Produktion. F&amp;uuml;r diejenigen, die dieser Meinung sind haben wir auch diese Woche zwei Exemplare f&amp;uuml;r ihr Kino im Kopf. Au&amp;szlig;erdem stehen auch zwei Autobiografien zur Auswahl und ein Schlaf-Ratgeber. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1. Adrian McKinty - Der sichere Tod&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Bronx. Harlem. Mehr als 2000 Morde pro Jahr. Nicht gerade das, was Michael Forsythe, illegal aus Belfast eingereist, sich von New York erhofft hat. Aber als Neuling in der &lt;em&gt;street gang&lt;/em&gt; des m&amp;auml;chtigen Darkey White macht Michael sich gut. Jung, clever, mit wenig Skrupeln, erwirbt er sich schnell Darkeys Vertrauen. Bis er sich mit dessen Freundin einl&amp;auml;&amp;szlig;t. Was jetzt gegen Michael in Gang gesetzt wird, ist teuflisch &amp;#8211; und bedeutet seinen sicheren Tod. Doch Darkey hat Michael untersch&amp;auml;tzt: seine Z&amp;auml;higkeit und seinen eisernen Willen, sich an allen zu r&amp;auml;chen, die ihn verraten haben. &lt;em&gt;(suhrkamp)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Jill Mansell - Liebesfilmriss&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sturmfreie Bude, denkt Ginny, als ihre Tochter Jem zum Studieren nach Bristol zieht. Endlich die Chance, mal ohne Jems strafenden Blick im Nacken zu flirten. Bl&amp;ouml;d nur, dass bei ihrem ersten Versuch der attraktive Antiquit&amp;auml;tenh&amp;auml;ndler Finn sie f&amp;uuml;r eine Ladendiebin h&amp;auml;lt. Jem schwebt derweil auf Wolken: sie hat eine Aff&amp;auml;re mit dem angesagtesten Typen auf dem Campus. Leider will der aber ihre Liebe geheim halten. Was tun?, fragt sich Jem. Da hat ihre Mutter einen genialen Plan&amp;#8230; &lt;em&gt;(Fischerverlage)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. Balian Buschbaum - Blaue Augen bleiben blau&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Balian Buschbaum wurde 1980 als Yvonne in Ulm geboren, errang mehrfach den Titel der deutschen Jugendmeisterin und wurde 1999 erstmals deutsche Meisterin im Stabhochsprung. Bei den Europameisterschaften 1998 und 2002 gewann sie die Bronzemedaille. 2007 k&amp;uuml;ndigt Balian Buschbaum seine geschlechtsanpassende Operation an, verabschiedet sich vom aktiven Spitzensport und lebt seither als Mann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die mitrei&amp;szlig;ende Lebensgeschichte einer Spitzensportlerin, die sich mutig aus den Fesseln ihres eigenen K&amp;ouml;rpers befreite. &lt;em&gt;(Fischerverlage)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Royston Maldoom - Tanz um dein Leben&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Rhythm Is It!&amp;quot; war der erfolgreichste deutsche Dokumentarfilm der letzten Jahrzehnte. Der eigentliche Star des Films ist Royston Maldoom, ein Zauberer, der &amp;uuml;berall auf der Welt selbst schwierigsten Jugendlichen neues Selbstvertrauen gibt. Er zeigt, dass er mit seiner Arbeit, seinem Credo - &amp;quot;Du kannst durch Tanzen dein Leben ver&amp;auml;ndern&amp;quot; - mehr bewirkt als alle theoretischen Erziehungsratgeber. Wenn er erz&amp;auml;hlt, wie er mit Berliner Sch&amp;uuml;lern Strawinsky oder mit &amp;auml;thiopischen Stra&amp;szlig;enkindern die Carmina Burana einstudiert, wird deutlich, dass er ihnen, wie kein anderer, die M&amp;ouml;glichkeit gibt, sich selbst, ihre Leidenschaften und ihr K&amp;ouml;nnen zu entdecken. Und er verlangt viel von seinen T&amp;auml;nzern: Disziplin, Hingabe und Konzentration. So bringt er ihnen nicht nur das Tanzen, sondern auch das Leben bei. Die Erfahrungen, die er dabei gesammelt hat, bilden das Fundament seiner Authentizit&amp;auml;t, seines Charismas und seiner intuitiven P&amp;auml;dagogik. &lt;em&gt;(Fischerverlage)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Gabriele Rossbach - Endlich wieder gut schlafen&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer m&amp;ouml;chte nicht gut einschlafen, tief durchschlafen und morgens erholt aufwachen? Immer mehr Menschen haben in unserer aufreibenden Zeit damit Probleme. Gabriele Rossbach ist eine ausgewiesene Schlafexpertin, die seit 30 Jahren Seminare gibt und schon zahlreichen Menschen zu gutem Schlaf verholfen hat. Ihr ganzheitlicher Ansatz umfasst viele Methoden von mentalen &amp;Uuml;bungen wie dem Autogenen Training, der K&amp;ouml;rperarbeit nach Jacobson bis hin zu meditativen Visualisationen und Yoga im Liegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Werden Sie Ihre eigener Schlafexperte und finden Sie auf dem neusten Stand der wissenschaftlichen Schlafforschung die L&amp;ouml;sung Ihres Schlafproblems! &lt;em&gt;(Fischerverlage)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die einzige Bedingung, die wir an Ihren B&amp;uuml;cherwunsch kn&amp;uuml;pfen, ist es im Gegenzug eine Rezension des von Ihnen gelesenen Exemplars zu erhalten. Sind die an diesem Tauschgesch&amp;auml;ft interessiert?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann senden Sie uns bis Donnerstag,&lt;span style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt; 18. M&amp;auml;rz 2010, 10 Uhr&lt;/span&gt; eine E-Mail mit Ihrem B&amp;uuml;cherwunsch und Ihrer Anschrift an kritiken@westeins.de.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir erwarten innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt des Buches eine Rezension an Westropolis. Gehen mehrere E-Mails zu einem Titel ein, entscheidet das Los. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Rezensionsexemplar d&amp;uuml;rfen Sie selbstverst&amp;auml;ndlich behalten.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bild: imago &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 14:07:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Kinga Golomb]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-16T14:07:50Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Lesenswert !</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60382/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Der japanische Verlobte ist mein erster Nothomb Roman - und wird  nicht mein Letzter sein!&lt;br /&gt;Doch der Reihe nach. Vorneweg muss gesagt  sein, dass dieses Buch teilweise autobiographisch geschrieben wurde.  Am&amp;eacute;lie Nothomb wuchs als belgische Diplomatentochter die ersten f&amp;uuml;nf  Jahre ihres Lebens in Japan auf. Wurde von Kinderm&amp;auml;dchen liebevoll  gro&amp;szlig;gezogen und verw&amp;ouml;hnt. Doch, so ist es Teil eines Diplomatenlebens,  musste die Familie weiterziehen, den Himmel auf Erden f&amp;uuml;r die kleine  Am&amp;eacute;lie und ihre Schwester Juliette verlassen. Es folgten u.a. China,  USA, Frankreich. Doch mit 21, im Jahr 1989, beschlie&amp;szlig;t Am&amp;eacute;lie in ihr  Heimatland zur&amp;uuml;ckzukehren. Sie nimmt einen Job bei einer renommierten  japanischen Firma an und g&amp;ouml;nnt sich davor ein Jahr lang eine Auszeit, um  Land und Leute und vor allem die ihr fremdgewordene Sprache wieder  kennen zulernen. Um sich finanziell &amp;uuml;ber Wasser halten zu k&amp;ouml;nnen gibt  Am&amp;eacute;lie Franz&amp;ouml;sischunterricht und trifft dort Rinri...ihren japanischen  Verlobten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier f&amp;auml;ngt der eigentliche Roman an. Ein paar Tage  nachdem sie eine Announce f&amp;uuml;r ihren Franz&amp;ouml;sischkurs aufgab trifft sie  sich mit Rinri in einem angesagten Cafe. Rinri ist 20 Jahre alt,  gutaussehend und studiert - eigentlich - schon drei Jahre lang  Franz&amp;ouml;sisch. Doch was Rinri so von sich gibt ersch&amp;uuml;ttert die sprachbegabte Ausl&amp;auml;nderin. Seine  Aussprache ist ein Kauderwelsch aus Japanisch, Englisch und einem Hauch  von Franz&amp;ouml;sisch. Mit H&amp;auml;nden und F&amp;uuml;&amp;szlig;en versucht Am&amp;eacute;lie Rinri einfache  W&amp;ouml;rter und S&amp;auml;tze beizubringen - vergebens. Nach der vorher ausgemachten  Stunde zum Kennenlernen, sch&amp;auml;tzt die Laienp&amp;auml;dagogin ihre Chancen auf diesen Job eher  gering ein. Doch Rinri scheint an ihr Gefallen gefunden zu haben. Er  m&amp;ouml;chte sie als seine Sensei - als seine Meisterin der franz&amp;ouml;sischen  Sprache. Sie verabreden sich zu einer weiteren Unterrichtsstunde. Doch  bei dem einfachen Unterricht bleibt es nicht lange. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was folgt ist  mit eigenen Worten schwer zu beschreiben. Platt und Oberfl&amp;auml;chlich  k&amp;ouml;nnte man jetzt einfach schreiben, dass Amelie &amp;quot;ihr&amp;quot; Land und &amp;quot;ihre&amp;quot;  Kultur wieder entdeckt. Sie einatmet und lebt. Doch das w&amp;uuml;rde der  Geschichte des &amp;quot;japanischen Verlobten&amp;quot; nicht gerecht werden. Am&amp;eacute;lie  Nothomb entf&amp;uuml;hrt den Leser in ihr Japan, in ihren Alltag. Durch die  Beziehung zwischen ihr und Rinri hat die Autorin einen tollen Vergleich  zwischen der westlichen Welt und der japanischen Welt aufbauen k&amp;ouml;nnen,  ohne lehrerhaft die Unterschiede zu verdeutlichen. Beide lernen  voneinander, sind voneinander fasziniert, ziehen sich gegenseitig an. Rinri, der weltoffene, neugierige Japaner von Am&amp;eacute;lie. Und  Am&amp;eacute;lie, die japanverliebte Ausl&amp;auml;nderin, die so gerne eine echte  Japanerin werden m&amp;ouml;chte. Am&amp;eacute;lie Nothomb hat eine tolle, leichte Sprache  benutzt um uns in ihr Leben hineinzuziehen. Mit viel Charm und gut  gesetztem Humor erz&amp;auml;hlt sie, wie sie Japan entdeckt, Rinri n&amp;auml;her kommt  und letztenendes auch wieder flieht - vor Japan und Rinri.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 14:13:09 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[silverincu]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-16T14:13:09Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Tote Stimmen</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60380/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Im Buch &amp;quot;Tote Stimmen&amp;quot; geht es um einen Killder, der Frauen entf&amp;uuml;hrt, ans Bett fesselt, qualvoll sterben l&amp;auml;sst. Familien und Freunden schickt er E-Mails und SMS, um vorzut&amp;auml;uschen, dass alles in Ordnung sei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Journalist Dave Lewis interessiert sich f&amp;uuml;r den Fall, da eines der Opfer eine fr&amp;uuml;here Freundin von ihm ist und auch eine weitere Freundin von ihm verschwindet. Dadurch ger&amp;auml;t Lewis bei der Polizei in Verdacht, der T&amp;auml;ter zu sein. Lewis allerdings bekommt Kontakt zu dem wahren M&amp;ouml;rder, der mit ihm ein Spiel spielt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein sehr spannender und lesenwerter Roman von Steve Mosby. Man m&amp;ouml;chte das Buch kaum aus der Hand legen. Sehr gelungen!&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 14:14:49 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[ulrike erbskorn]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-16T14:14:49Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Popgefahr</title>
      <link>http://www.westropolis.de/ludger.heitmann/stories/60374/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Meine erste CD-Rezension, die vielleicht gar keine ist. Eigentlich. Oder vielleicht doch? Wer wei&amp;szlig;. Grunds&amp;auml;tzlich aber bin ich sicherlich nicht der Einzige, dem es DE/VISION mit dem am Freitag erscheinenden Longplayer &amp;#8222;Popgefahr&amp;quot; schwer macht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unter dem neu gegr&amp;uuml;ndeten, eigenen Label kn&amp;uuml;pfen Steffen Keth und Thomas Adam zweieinhalb Jahre nach der letzten Ver&amp;ouml;ffentlichung, die auf den Namen &amp;#8222;Noob&amp;quot; h&amp;ouml;rte, unverkennbar an ihren Stil an. Ein wenig getragener und in die 80er-Jahre zur&amp;uuml;ckschwenkend, wissen alle St&amp;uuml;cke auf Anhieb zu gefallen. Es ist kein Ausrei&amp;szlig;er dabei, welcher einen sofort die &amp;#8222;Skip&amp;quot;-Taste bedienen l&amp;auml;sst. Tiefgr&amp;uuml;ndig, teils tanzbar, mitunter aber auch nahezu schwerm&amp;uuml;tig mit runden Melodien gibt es einen solchen allerdings auch nicht nach oben. Vielmehr bewegen sich alles Songs auf einem, durchaus ansprechenden, Level. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So ist beispielsweise &amp;#8222;Time to be alive&amp;quot; als sehr gutes, tanzbares St&amp;uuml;ck jeder gut positionierten Discothek dringend ans Herz zu legen, w&amp;auml;hrend auch &amp;#8222;Rage&amp;quot; eing&amp;auml;ngig gef&amp;auml;llt. Gro&amp;szlig;e Gef&amp;uuml;hle, regelrechte Sensibilit&amp;auml;t und Sentimentalit&amp;auml;t dr&amp;uuml;ckt das Duo in &amp;#8222;Be a light to yourself&amp;quot; aus und bedienen so die Sparte der Zuh&amp;ouml;rer, die sich mit der Musik tats&amp;auml;chlich besch&amp;auml;ftigt und sie nicht nur konsumieren wollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch das Er&amp;ouml;ffnungsst&amp;uuml;ck des Albums &amp;#8222;mAndroids&amp;quot; ist derart gestrickt, dass es sogleich neugierig auf den Rest der Scheibe macht. Grunds&amp;auml;tzlich wird die Neugierde auch nicht entt&amp;auml;uscht. Dennoch bin ich hin- und hergerissen. Die Scheibe kann begeistern, beim n&amp;auml;chsten Mal h&amp;ouml;ren kommt sie &amp;uuml;ber das gestiegene Mittelma&amp;szlig; nicht hinaus um beim n&amp;auml;chsten Mal wieder absolut zu &amp;uuml;berzeugen. Dieses Ph&amp;auml;nomen war mir bisher nicht bekannt und ist einmal eine neue Erkenntnis. Eines steht aber auf jeden Fall fest: Das Album zeigt nach wie vor die Klasse von DE/VISION. Nahtlos wird letztlich an die letzten Alben angekn&amp;uuml;pft und man kann auch &amp;#8222;Popgefahr&amp;quot; immer h&amp;ouml;ren. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die recht gro&amp;szlig;e Fanschar der Gruppe wird sich auf diesem Silberling viel neues erschlie&amp;szlig;en und vieles davon ist f&amp;uuml;r die anstehende Tournee absolut geeignet, um gemeinsam ein Fest zu feiern. Und in der Sammlung der Anh&amp;auml;nger darf dieses Album eben aufgrund seiner mitunter versp&amp;uuml;rten Andersartigkeit auf keinen Fall fehlen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;_____________________&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Favoriten: Rage, Flash of life, Twisted Story&lt;/p&gt;&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Freunde von: Depeche Mode, Schiller, Unheilig&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ver&amp;ouml;ffentlichung: das Album ist ab dem 19.03.2010 erh&amp;auml;ltlich&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu Hause: &lt;a href=&quot;http://www.devision-music.de/&quot;&gt;http://www.devision-music.de/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unterwegs im Westen:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;09.05.2010, Bochum, Matrix&lt;/p&gt;&lt;p&gt;11.05.2010, K&amp;ouml;ln, Essigfabrik&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 10:14:51 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Ludger Heitmann]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-16T10:14:51Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Ein Abenteuerroman von Weltliteraturform...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60362/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Gro&amp;szlig;e Ferien. Der &amp;#8222;&amp;Auml;ltere Bruder&amp;#8220; verletzt sich gleich zu Beginn bei einem Fahrradunfall und muss von seinen Freunden in einem Zwillingskinderwagen durch den Sommer geschoben werden. Sp&amp;auml;ter erh&amp;auml;lt er Kr&amp;uuml;cken, von denen ihm die eine auch als Speer dient.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Er bleibt nicht der einzige Invalide in der Neubausiedlung, Anfang der Sechzigerjahre. Kriegsversehrte tauchen auf; f&amp;uuml;r die Kinder &amp;auml;hneln sie dem Personal der Piratengeschichten, die der &amp;Auml;ltere Bruder zu ihrer Faszination erz&amp;auml;hlt. &lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Sieben Freunde sind es, darunter ein M&amp;auml;dchen, plus deren nicht zu z&amp;auml;hmende kleine Schwester &amp;#8211; ein Spezialfall, denn sie ist nicht immer f&amp;uuml;r alle Erwachsenen sichtbar. Und nur besonders feinf&amp;uuml;hlige oder kriegsgesch&amp;auml;digte Romanfiguren ahnen etwas von dem wunderbar vieldeutigen &amp;#8222;Nichtchen&amp;#8220;.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Mit den Heimkehrern aus dem Krieg zieht auch das Erfordernis von S&amp;uuml;hne in die Gesellschaft ein &amp;#8211; sei es wegen der vielen Hundert aus Vogelnestern geraubten und ausgesaugten oder nur zum Spa&amp;szlig; zerschlagenen Eiern; sei es als Strafe f&amp;uuml;r die B&amp;auml;renjagden unserer steinzeitlichen Vorfahren, &amp;uuml;ber die das Bildersammelalbum eines Nudelherstellers die Kinder belehrt. &amp;Uuml;berhaupt: Der B&amp;auml;r, der Wolf, der Tiger &amp;#8211; mythische Wesen und Plastiktiere auf Kinderzimmerregalen &amp;#8211; ziehen durch den Roman, von der &amp;#8222;B&amp;auml;renmarke&amp;#8220; zum &amp;#8222;B&amp;auml;renbr&amp;auml;u&amp;#8220; (sp&amp;auml;ter &amp;#8222;Mohrenbr&amp;auml;u&amp;#8220;), vom Wolfgang zum Wolfskopf. Dazu Bienen und V&amp;ouml;gel, letztere unergr&amp;uuml;ndlich wie bei Hitchcock. Sonnentage folgen auf Regentage; im zweiten Teil, nach der einzigen Illustration im Buch, beginnt eine Reihe mysteri&amp;ouml;ser Sommern&amp;auml;chte.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Der Roman schildert die Kindheit mehr als nur einer, aber ganz besonders der Generation, die mit Wundert&amp;uuml;ten, Wertmarken auf Nudelpackungen, Waschk&amp;uuml;chen mit Kupferkesseln, Drehschaltern, vereinzelten schwarzen Bakelit-Telefonen und dem flimmernden Testbild der ersten Schwarzwei&amp;szlig;-Fernsehern aufgewachsen ist.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Schauplatz ist eine Neubausiedlung am Rand eines &amp;#8222;Oberhausen&amp;#8220;, das zwar durch Ankl&amp;auml;nge an das Gasometer oder an die verzweigten Sch&amp;auml;chte &amp;#8222;unter Tage&amp;#8220; aufs Ruhrgebiet hindeuten k&amp;ouml;nnte, jedoch wegen der Pr&amp;auml;senz amerikanischer Truppen wohl in S&amp;uuml;ddeutschland liegen muss. Ohnehin w&amp;auml;re das literarisch ausgekl&amp;uuml;gelte Stadtmodell auf keiner Satellitenaufnahme zu lokalisieren. &lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Denn beim &amp;#8222;Roman unserer Kindheit&amp;#8220; handelt es sich nicht &amp;#8211; wie der Titel suggerieren k&amp;ouml;nnte &amp;#8211; um ein St&amp;uuml;ck mehr oder weniger fiktionalisierte Autobiographie; vielmehr um einen &amp;#8222;echten&amp;#8220; Roman von noch gr&amp;ouml;&amp;szlig;erem Kaliber als die vorangegangenen Werke des Autors. &lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Spielte Georg Klein bisher souver&amp;auml;n mit Formen des Agentenkrimis (&lt;em&gt;Libidissi&lt;/em&gt;), der Detektivgeschichte (&lt;em&gt;Barbar Rosa&lt;/em&gt;), des Horror- (&lt;em&gt;Die Sonne scheint uns&lt;/em&gt;) oder des &amp;Auml;rzteromans (&lt;em&gt;S&amp;uuml;nde G&amp;uuml;te Blitz&lt;/em&gt;), so scheint sich seine Ironie diesmal bekannte Abenteuerromane f&amp;uuml;r (nicht nur) Jugendliche &amp;agrave; la &amp;#8222;Die Schatzinsel&amp;#8220; vorgenommen zu haben, oder auch phantastische Welten unter den Kaninchenl&amp;ouml;chern, wie sie Lewis Carrolls &amp;#8222;Alice in Wonderland&amp;#8220; in die Literatur eingef&amp;uuml;hrt hat. &lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Der &amp;#8222;B&amp;auml;renkeller&amp;#8220; ist solch ein Antichthon, eine unterirdische Gegenwelt, die Schattenseite eines Sommernachtstraums, durch Sch&amp;auml;chte und Trichter mit der Oberfl&amp;auml;che verbunden. Fantasy ger&amp;auml;t hier nicht zur Weltflucht, sie entsteht in den &amp;#8222;starken Augen&amp;#8220; der Kinder, im &amp;uuml;berscharfen Detail, bevor &amp;#8222;der kleine Schrecken des Sex und das Schwarzwei&amp;szlig; des Fernsehens&amp;#8220; den Blick lindern k&amp;ouml;nnen. Dabei vermeidet es der Autor, einen retrospektiv &amp;#8222;kindlichen&amp;#8220; Tonfall zu imitieren; er bleibt der fein ironische, meisterhafte Sprachk&amp;uuml;nstler, als der er sich seit seinem Erstlingswerk in die Gegenwartsliteratur eingeschrieben hat.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Georg Klein macht es spannend. Was f&amp;uuml;r eine Art Wesen uns eigentlich die Geschichte dieses Sommers erz&amp;auml;hlt, wird auf den knapp 450 Seiten zun&amp;auml;chst in r&amp;auml;tselhaften Andeutungen eingestreut, aber erst im Endspurt, beim gro&amp;szlig;en Showdown, in aller Deutlichkeit verraten. Und warum die Hauptstra&amp;szlig;e der Siedlung mit ihren vielen Einzelhandel-L&amp;auml;den &amp;#8222;Kreuzt&amp;ouml;terweg&amp;#8220; hei&amp;szlig;t, wird am Ende ebenfalls klar.&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;em&gt;Georg Klein&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Roman unserer Kindheit&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span&gt;rowohlt / Hardcover, 448 S. 12.03.2010 22,95 &amp;#8364; / 978-3-498-03533-4&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Wed, 17 Mar 2010 15:19:41 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Wolfgang Cziesla]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-17T15:19:41Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Wachsende Verbitterung</title>
      <link>http://www.westropolis.de/bernd.berke/stories/60342/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Also schreibt Martin Walser: &amp;#8222;Ich schlug G&amp;uuml;nter vor, in ein Pornokino am Ku&amp;#8217;damm zu gehen. G&amp;uuml;nter wollte nicht. Ich habe Phantasie, ich geh doch in keinen Porno.&amp;#8220;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Richtig geraten. Jener G&amp;uuml;nter ist G&amp;uuml;nter Grass. Nach einem langen Diskussionstag in der Berliner Akademie der K&amp;uuml;nste mochte er sich offenbar nicht &amp;#8222;unter Niveau&amp;#8220; entspannen. Oder war es die unverhoffte Gelegenheit, dem Marktkonkurrenten Walser &amp;#8222;Phantasielosigkeit&amp;#8220; zu unterstellen? Egal.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die l&amp;auml;ppische Episode begab sich im Mai 1976 und ist in Martin Walsers Tageb&amp;uuml;chern verzeichnet. Er h&amp;auml;tte die Passage, in der Grass vermeintlich &amp;#8222;besser wegkommt&amp;#8220; als er selbst, gewiss nicht in den neuen Band aufnehmen m&amp;uuml;ssen. Doch er hat es getan. Auch sonst ging er in den jetzt erschienenen Tageb&amp;uuml;chern der Jahre 1974-1978 nicht gerade schonend mit sich um. Seine Wahrheit muss heraus. Mit anderen Worten: Dies ist ein notwendiges Buch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man kann hier noch einmal tief in den Kultur- und Literaturbetrieb der 70er Jahre eintauchen, als Autoren wie Grass und Walser, Max Frisch, Heinrich B&amp;ouml;ll, Uwe Johnson und Hans Magnus Enzensberger die hiesigen Debatten pr&amp;auml;gten. Als dominanter Pr&amp;auml;zeptor des Betriebs, ja als geradezu mythische Gestalt &amp;#8211; jedoch mit manchen menschlichen Schw&amp;auml;chen &amp;#8211; erscheint der offenbar allzeit virile Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld, der sich au&amp;szlig;erehelich gern mit ausgesprochen jungen Gespielinnen schm&amp;uuml;ckte wie nur je ein &amp;#8222;Pate&amp;#8220;. Auf &amp;auml;hnlichen Anh&amp;ouml;hen thronte Max Frisch, den Walser als eitlen Altvorderen schildert. Und Enzensberger? War demzufolge ein Hallodri. Das durfte man erwarten.&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Doch hier geht es weder um Tratsch noch um blo&amp;szlig;es name dropping. Das hat Walser wahrlich nicht n&amp;ouml;tig. Er hat die meisten Kulturschaffenden (und Politiker), die er erw&amp;auml;hnt, sehr gut gekannt und wei&amp;szlig; Treffliches &amp;uuml;ber sie mitzuteilen. Dabei werden Strukturen und Mechanismen des Betriebs blo&amp;szlig;gelegt. So erf&amp;auml;hrt man einiges &amp;uuml;ber Mauscheleien im Vorfeld wichtiger Literaturpreise, &amp;uuml;ber bezeichnende Interna des Leitfossils Suhrkamp-Verlag oder &amp;uuml;ber die teilweise geh&amp;auml;ssige Konkurrenz zwischen Schriftstellern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch Walser ist nat&amp;uuml;rlich nicht g&amp;auml;nzlich frei von Anwandlungen der Missgunst. Mehrfach l&amp;auml;sst er Futterneid just auf Grass durchblicken, der f&amp;uuml;r Lesungen deutlich h&amp;ouml;here Honorare kassierte und zudem h&amp;ouml;here Prozentanteile an Buchverk&amp;auml;ufen einstrich. Im Zuge der damaligen Tendenzwende (Zur&amp;uuml;ckdr&amp;auml;ngung linker Positionen w&amp;auml;hrend des deutschen RAF-Terrorherbstes) fallen auch bissige Bemerkungen etwa &amp;uuml;ber Peter Handke, der sich auf &amp;#8222;wahre Empfindung&amp;#8220; kapriziert, w&amp;auml;hrend Walser seinerzeit immer noch im Umfeld der DKP (deren Mitglied er nie war) angesiedelt wird. Dabei ist auch er l&amp;auml;ngst in andere Richtungen unterwegs.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Allerdings plagt sich Walser mit einer typischen 70er Jahre-Bef&amp;uuml;rchtung, n&amp;auml;mlich der, dass er als Hauseigent&amp;uuml;mer zu den verhassten Besitzenden gez&amp;auml;hlt werden k&amp;ouml;nne.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Andererseits treiben den doch einigerma&amp;szlig;en arrivierten Autor st&amp;auml;ndige, kleinm&amp;uuml;tig (und kleinb&amp;uuml;rgerlich) anmutende Geldsorgen um. Zitat: &amp;#8222;B&amp;ouml;ll und Grass haben ihre enormen Geldreserven. Ich habe nichts.&amp;#8220; Jeder selbst bezahlte Hotelaufenthalt und erst recht ein Autokauf bereiten ihm Kopfzerbrechen. Will sich etwa jemand dar&amp;uuml;ber mokieren? Wer steht schon f&amp;uuml;r alle Zeit auf sicherem Grund?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den bleiernen Schwerpunkt des Bandes bildet denn auch ein existenzgef&amp;auml;hrdender Vorgang, bei dem Walser &amp;uuml;bel mitgespielt worden ist, und zwar vom damaligen FAZ-Literaturchef Marcel Reich-Ranicki. Der hat am 27. M&amp;auml;rz 1976 Walsers Roman &amp;#8222;Jenseits der Liebe&amp;#8220; total verrissen, ja geradewegs verbal zerfetzt und dabei die literarische Eignung Walsers grunds&amp;auml;tzlich in Zweifel gezogen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Walser protokolliert in jenen Tagen, Wochen und Monaten seine nachhaltige Verbitterung. In der Rezension Reich-Ranickis glaubt er einen veritablen Vernichtungswillen zu sp&amp;uuml;ren. Der Kritiker wolle ihn, Walser, &amp;#8222;heraus haben&amp;#8220; aus der Literatur. Daran arbeitet sich Walser m&amp;uuml;hsam ab - zwischen Selbstzweifeln, Selbstzerfleischung und Selbstbehauptung, zwischen Rachedurst, Verfolgungswahn und aufblitzenden Selbstmordgedanken. Seine n&amp;auml;chste Begegnung mit Reich-Ranicki stellt er sich im Tagebuch so vor: &amp;#8222;Ich sage Ihnen also, dass ich Ihnen, wenn Sie in meine Reichweite kommen, ins Gesicht schlagen werde.&amp;#8220;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Martin Walser erhielt damals etliche Solidarit&amp;auml;tsbekundungen, so auch vom Freund J&amp;uuml;rgen Habermas. Doch so gut wie niemand von medialem Belang wagte es, Reich-Ranicki &amp;ouml;ffentlich zu widersprechen. Besonders entt&amp;auml;uscht ist Walser &amp;uuml;ber sozusagen schulterklopfende Gro&amp;szlig;kritiker wie Joachim Kaiser (&amp;#8222;S&amp;uuml;ddeutsche Zeitung&amp;#8220;) und Rolf Michaelis (&amp;#8222;Die Zeit&amp;#8220;), die ihre Ablehnung in fadenscheinige Komplimente kleiden.&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Walser kommt immer wieder auf seine notorischen Bauchschmerzen zu sprechen. Psychosomatische Symptome? Wer wei&amp;szlig;. Jedenfalls vernimmt man einen Grundton des Verzagens, wechselnd mit&amp;nbsp; trotzigen Wallungen und nur gelegentlichem &amp;Uuml;bermut, der auf versch&amp;uuml;ttete Lebenslust schlie&amp;szlig;en l&amp;auml;sst. Erst ein mehrmonatiger Arbeitsaufenthalt in West Virginia/USA bringt Linderung durch Distanz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Ganze ist kein geringes Lehrbeispiel f&amp;uuml;r Rezensenten aller Kunstgattungen, denn hieran l&amp;auml;sst sich ermessen, was eine r&amp;uuml;cksichtslose Kritik mit einem Autor machen kann. Sie kann ihm schlimmstenfalls an die Lebensgeister gehen. Diese Feststellung ist beileibe kein Pl&amp;auml;doyer f&amp;uuml;r lediglich ergriffen nachzeichnende &amp;#8222;Kunstbetrachtung&amp;#8220;, wohl aber eine Mahnung zum Anstand. Auch entschiedenste Kritik sollte ihre Grenzen kennen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das rastlose Leben auf Lesetourneen (deprimierende Hotels, Provokateure im Publikum usw.) h&amp;auml;lt nur selten Trost bereit. Walsers auff&amp;auml;llige Marotte: Wie ein akribischer Kursbuchhalter nennt er all die An- und Abfahrtzeiten der Z&amp;uuml;ge, die er benutzt. Seine nerv&amp;ouml;sen Zettel-Kritzeleien, deren Faksimiles den ganzen Band durchziehen, zeugen in kryptischer Form von seelischen Aufregungen (mit einem damals entstehenden Walser-Romantitel gesagt: von &amp;#8222;Seelenarbeit&amp;#8220;), sie geben dem Leser zudem das Gef&amp;uuml;hl einer gro&amp;szlig;en N&amp;auml;he zum Entstehungsmoment der Notizen. Ein sinnreicher Kunstgriff dieser Edition, die im Anhang aufschlussreiche Erl&amp;auml;uterungen zum zeitgeschichtlichen Kontext enth&amp;auml;lt. Der vielleicht einzige Schwachpunkt des Prim&amp;auml;rtextes sind pseudo-lyrische Einsprengsel. Walser war und ist kein Lyriker. Er hat gut daran getan, sich anders zu orientieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zauber der N&amp;auml;he in vertrauter Region, heilsame Verwurzelung: Penibel h&amp;auml;lt der in literarischer Fron weltweit gereiste Walser fest, bis zu welchem Punkt er jeweils im heimischen Bodensee hinausgeschwommen ist. Und was der zuweilen arg besorgte Vater von vier T&amp;ouml;chtern &amp;uuml;bers Famili&amp;auml;re &amp;auml;u&amp;szlig;ert, ist auch nachtr&amp;auml;glich interessant. Franziska, Johanna, Alissa und Theresia Walser haben schlie&amp;szlig;lich ihre je eigenst&amp;auml;ndigen Wege als Autorinnen und beim Schauspiel (Franziska) beschritten. Es gibt bewegende Stellen in diesem Buch, die besagen, dass das Wachsen und Werden der Kinder Walser mindestens ebenso wichtig ist wie die eigenen Werke. Beispielsweise diese Aufzeichnung vom 31.8.1975:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#8222;Die einzige Freude, die ich hatte, sind die Kinder. Wenn es zweien von diesen vieren gut ginge, k&amp;ouml;nnte ich im Anschauen dieses Gutgehens meine restliche Zeit verbringen&amp;#8230;&amp;#8220;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Martin Walser: &amp;#8222;Leben und Schreiben. Tageb&amp;uuml;cher 1974-1978&amp;#8220;. Rowohlt Verlag. 591 Seiten, 24,95 Euro.&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;________________________________&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eigenes Foto zeigt drei Walser-Tagebuchb&amp;auml;nde aus dem Rowohlt Verlag. Links die Aufzeichnungen 1963-1973, in der Mitte 1951-1962, rechts der jetzt erschienene Band (1974-1978).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;________________________________&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Foto in der Leiste: Detail des Lenk-Brunnens (siehe Kommentar #5) in Konstanz (Bild: Bernd Berke)&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 15 Mar 2010 20:29:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Bernd Berke]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-15T20:29:50Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Michael Nast ist kein besserer Berliner</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60333/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Er wettert gegen Prominente, alleinerziehende M&amp;uuml;tter, stark blondierte Frauen und sogar gegen seinen eigenen Freundeskreis. Der Berliner Autor Michael Nast schreibt, was er denkt, ohne R&amp;uuml;cksicht auf Verluste.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &amp;nbsp;&amp;#8222;Gina-Lisa Lohfink versucht nicht unbedingt, sich intelligenter zu geben, als sie ist&amp;#8220; so lautet nur eine spitze Aussage des Autors. Seine gewagten Umschreibungen prominenter Personen lassen ihn geh&amp;auml;ssig wirken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;strong&gt;Nasts selbstverliebter R&amp;uuml;pel ist durchaus verletzlich&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dabei distanziert sich Nast schon im Vorwort seines Kolumnenbands &amp;#8222;Der bessere Berliner&amp;#8220; von der Figur seines Buches. Diese Figur weckt den Eindruck eines frauenfeindlichen, selbstverliebten R&amp;uuml;pels. Nast hingegen beschreibt seine Figur als &amp;#8222;h&amp;ouml;flich, gut erzogen und durchaus verletzlich&amp;#8220;. In vielen seiner Kurzgeschichten sucht man vergeblich nach diesen Charakterz&amp;uuml;gen. Der Ich-Erz&amp;auml;hler l&amp;auml;sst sich, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, &amp;uuml;ber alleinerziehende M&amp;uuml;tter aus und gibt zu, solchen Frauen direkt aus dem Weg zu gehen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch Schauspieler Wayne Carpendale bekommt in Nasts Erz&amp;auml;hlungen sprichw&amp;ouml;rtlich sein Fett weg. &amp;#8222;Als ich vor einiger Zeit mit Freunden im Rodeo war, lernte ich einen Mann kennen, der (...), mir zun&amp;auml;chst durch seine eher ungew&amp;ouml;hnliche Frisur auffiel&amp;#8220;, beschriebt der Kolumnist den Sohn des Schlagers&amp;auml;ngers. Beim Lesen seiner L&amp;auml;stereien fragt man sich, mit wie vielen Menschen der 34-j&amp;auml;hrige es sich schon verscherzt haben muss. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;F&amp;uuml;r den Autor steht fest: Keine Klarnamen mehr!&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seinen eigenen Aussagen nach sind das nicht wenige. In &amp;#8222;Verbrannte Erde&amp;#8220;, dem letzten Text des Buches, muss der Berliner sich selbst eingestehen, dass gnadenlose Ehrlichkeit kein positives Attribut ist. &amp;#8222;Meine beste Freundin k&amp;uuml;ndigt mir in einer E-Mail (...) f&amp;uuml;r ein halbes Jahr die Freundschaft&amp;#8220;, bedauert Nast. Er gibt auch zu, dass viele seiner Bekanntschaften, die in den Texten &amp;#8222;Die Nacht der N&amp;auml;chte&amp;#8220; und &amp;#8222;Sie lachte mir herzlich zu&amp;#8220; charakterisiert werden, den Kontakt zu ihm abgebrochen haben. Doch der Berliner Autor hat daraus gelernt. Er will zwar nicht darauf verzichten weiter zu schreiben, doch er benutzt keine Klarnamen mehr. Denn: &amp;#8222;Man kann schnell als arrogant und auch oberfl&amp;auml;chlich bezeichnet werden&amp;#8220;, gibt er zu. Und das passt nicht zu den Charaktereigenschaften, die der Geschichtenschreiber im Vorwort &amp;uuml;ber seine Figur offen legt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Ein weiteres Themengebiet, &amp;uuml;ber das sich Nast ausl&amp;auml;sst, ist der Ost-West-Konflikt. Und damit ist nicht das Spannungsverh&amp;auml;ltnis zwischen der Sowjetunion und den nichtkommunistischen Staaten gemeint, sondern der zwischen den Bewohnern Berlins, den Ossis und den Wessis. Er selbst ist in Ost-Berlin geboren und aufgewachsen. Einige Zeit lebte er in K&amp;ouml;ln, bis es ihn in seine Heimat zur&amp;uuml;ck zog. Dort wieder angekommen bemerkte er, dass sich einiges ver&amp;auml;ndert hatte. &amp;#8222;Berlin. Die Weltstadt. Machen wir uns nichts vor, dieses weltgewandte Berlinbild wird nicht von den Menschen, die hier aufgewachsen sind, bestimmt, best&amp;auml;tigt oder kultiviert&amp;#8220;, schreibt Nast deutlich geknickt &amp;uuml;ber seine Eindr&amp;uuml;cke nach der R&amp;uuml;ckkehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;strong&gt;Wahl-Berliner sind die besseren Berliner&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er gesteht sich ein nicht der bessere Berliner zu sein, was einen Kontrast zu dem Buchtitel gibt. In der Geschichte &amp;#8222;Der bessere Berliner&amp;#8220; gibt der Autor zu, sich nicht so gut im Berliner Nachtleben auszukennen, wie Neu-Hinzugezogene. &amp;#8222;In einigen Wochen kennt Christina die Stadt wahrscheinlich besser als ich&amp;#8220;, schreibt er &amp;uuml;ber die Wahl-Berlinerin. Es f&amp;auml;llt ihm sehr schwer sich mit seiner Heimat aufs Neue zu identifizieren. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nasts Kolumnenband ist eine Mischung aus lustigen und melancholischen Geschichten. Er beschreibt das Leben in der Gro&amp;szlig;stadt und die dazugeh&amp;ouml;rigen Gro&amp;szlig;st&amp;auml;dter aus seiner Perspektive. Der Leser findet sich schnell in seinen Geschichten wieder, denn der Berliner beschreibt das Allt&amp;auml;gliche, was der ein oder andere auch so erlebt haben mag. Man f&amp;uuml;hlt sich schnell mit dem Autor verbunden. Und vor allem f&amp;uuml;hlt man sich von ihm verstanden. Das Buch ist eine Empfehlung wert. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 15 Mar 2010 13:43:47 GMT</pubDate>
      <guid isPermaLink="false">http://www.westropolis.de/leser/stories/60333/</guid>
      <dc:creator><![CDATA[Kinga Golomb]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-15T13:43:47Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Singen und Seufzen</title>
      <link>http://www.westropolis.de/akyuen/stories/60332/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;T&amp;uuml;rken k&amp;ouml;nnen wirklich feiern! Das musste neulich auch ein Oberkellner in einem mittelst&amp;auml;ndischen Hotel in einer deutschen Kleinstadt erleben. Am Anfang stand der junge, adrette Mann mit Seitenscheitel in gepflegter Uniform am Eingang des Saals, in dem sich nach und nach eine gut gelaunte Hundertschaft aus Verwandten und Freunden versammelte. Als Anlass f&amp;uuml;r dieses muntere Fest diente eine Verlobung. M&amp;ouml;glichst unauff&amp;auml;llig versuchte der Oberkellner seine Untergebenen zu koordinieren. Schon nach einer halben Stunde verlor er die Kontrolle.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Kellner musste statt Gl&amp;auml;ser gleich Flaschen austeilen, ein anderer versuchte vergeblich sich durch eine Gruppe spielender Kinder mit seinem Tablett zu dr&amp;auml;ngeln, ein weiterer half einigen wild diskutierenden Frauen, selbstgebackene K&amp;ouml;stlichkeiten von Plastiktellern auf Hotelplatten umzuschichten, zwei weitere wurden vom k&amp;uuml;nftigen Brautvater abgestellt, die Tische neu zu sortieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dem Oberkellner stand der Schwei&amp;szlig; auf der flaumigen Oberlippe. Nachdem die Vorspeisen irgendwie doch aufgetragen worden waren, nahm das Fest seinen Lauf. Musik, Tanz und Reden, zwischendurch verlangten einzelne Tische nach der Hauptspeise, andere nach Getr&amp;auml;nken, Kaffee oder schon der Nachspeise. Das Personal schlug sich tapfer und lie&amp;szlig; sich nach und nach auf das Chaos ein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nur der einst so adrette, junge Mann nicht. Sorgenfalten im Gesicht, die Uniform derangiert, rannte er von links nach rechts. Sinnlos. Zumal die Stimmung stieg und das Fest unaufhaltsam seinem H&amp;ouml;hepunkt entgegen strebte. Eine dickbusige entfernte Tante des Br&amp;auml;utigams hatte Mitleid mit dem armen Kerl und dr&amp;uuml;ckte ihn an ihre Brust. Das gab ihm den Rest. Atemlos und mit hochrotem Kopf sank er auf einen Stuhl. Fassungslos starrte er auf die fr&amp;ouml;hlichen G&amp;auml;ste und lockeren Kollegen. Ich reichte ihm ein Wasser und munterte ihn mit t&amp;uuml;rkischer Weisheit auf: Wenn wir singen, h&amp;ouml;ren es alle, aber wenn wir seufzen, h&amp;ouml;rt es niemand. (&amp;#350;ark&amp;#305; s&amp;ouml;yledi&amp;#287;imiz zaman herkes duyar, ah &amp;ccedil;ekti&amp;#287;imiz zaman kimse duymaz).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; L&amp;auml;cheln konnte er aber erst am n&amp;auml;chsten Tag wieder, als wir mit gepackten Koffern die Heimreise antraten.  &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 15 Mar 2010 13:25:57 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Hatice Akyün]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-15T13:25:57Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Kenn ich nicht, spiel ich nicht</title>
      <link>http://www.westropolis.de/ingo.juknat/stories/60328/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Wer den Unterschied zwischen der amerikanischen und deutschen Musikkultur verstehen will, sollte z.B. mal bei &amp;quot;Late Night with Jimmy Fallon&amp;quot; reinschalten, einer Sendung mit Millionenpublikum in den USA. Gestern sah ich dort (via YouTube) einen Live-Auftritt von &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=-GdlsaQH6ao&quot;&gt;The National&lt;/a&gt;. Eine solche Band w&amp;uuml;rde man in einer Mainstream-Talkshow in Deutschland niemals sehen, selbst wenn es Gruppen dieses Kalibers hierzulande g&amp;auml;be.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dass es sie nicht gibt, hat viel mit der im deutschen TV und Radio vorherrschenden Denke zu tun, man k&amp;ouml;nne den Leuten nur das servieren, was sie ohnehin schon kennen. So entsteht die immergleiche SilbermondJuliRevolverheld-Gr&amp;uuml;tze, die die deutsche Poplandschaft so provinziell macht.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Es ist nur bezeichnend, dass die einzige Talkshow mit ambitionierten Live-Programm, &amp;quot;Kuttner&amp;quot; auf MTV, nach kurzer Zeit eingestellt wurde. Dabei war sie ein guter Beweis daf&amp;uuml;r, dass auch kleine Shows gro&amp;szlig;e Bands ins Programm holen k&amp;ouml;nnen, ohne sich finanziell zu &amp;uuml;berheben (die meisten der bei Kuttner gezeigten Bands waren ohnehin gerade auf Deutschlandtour).&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Live-Musik findet hierzulande fast ausschlie&amp;szlig;lich im Nachtprogramm von Regionalsendern statt, in Rockpalast-Clips zwischen zwei und drei Uhr morgens. Was man ansonsten sieht, beschr&amp;auml;nkt sich auf Playback-Auftritte von Robbie Williams oder Leonie Lewis bei &amp;quot;Wetten, dass ...?&amp;quot; &amp;#8211; also von Acts, die wahrlich keine Erweiterung der Fan-Basis mehr brauchen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet das angeblich so durchkommerzialisierte und &amp;quot;kulturlose&amp;quot; Amerika in Blockbuster-Sendungen wie Letterman, Leno, Saturday Night Live, der Late Late Show mit Craig Ferguson u.a. anspruchsvolle Bands zeigt, die hierzulande nicht mal im Nachtprogramm von Spartensendern laufen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Abspielplattformen von &amp;quot;Live-Musik&amp;quot; im deutschen Fernsehen sind Castingformate wie DSDS und &amp;quot;Popstars&amp;quot;. Was das &amp;uuml;ber die Vorstellungskraft der Programmverantwortlichen aussagt, muss man vermutlich nicht ausformulieren.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 15 Mar 2010 10:26:20 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Ingo Juknat]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-15T10:26:20Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Heinz Rudolf Kunze im Gemeinschaftshaus...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60323/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Man konnte sich am Samstag Abend den &amp;#8222;Musikantenstadl&amp;#8220; antun, oder ins &lt;strong&gt;Gemeinschaftshaus Wulfen&lt;/strong&gt; gehen und ein wieder mal grandioses Konzert mit &lt;strong&gt;Heinz Rudolf Kunze&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Wolfgang Stute&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Hajo Hoffmann&lt;/strong&gt; erleben.&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Das Programm &lt;strong&gt;&amp;#8222;R&amp;auml;uberzivil&amp;#8220;&lt;/strong&gt; ist ein Wechsel zwischen instrumentalmusikalischem Feuerwerk, Gesang und gelesenen Texten von HRK. Seine Texte sind lustig bis bissig, poetisch bis lyrisch, allgemein bis tagespolitisch, leicht verst&amp;auml;ndlich bis schwer und erschlie&amp;szlig;en sich nicht immer beim ersten H&amp;ouml;ren. Daf&amp;uuml;r versteht wohl jede und jeder seine Liedtexte und seine Musik, die &lt;span class=&quot;apple-style-span&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt;Hits wie &amp;quot;Finden Sie Mabel&amp;quot;, &amp;quot;Meine eigenen Wege&amp;quot;, &amp;quot;Aller Herren L&amp;auml;nder&amp;quot; und &amp;quot;Wenn Du nicht wiederkommst&amp;quot; &lt;/span&gt;sowie&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt; auch neue Songs wie &amp;quot;Irrland&amp;quot;, &amp;quot;Steckbrieflich gesucht&amp;quot;, &amp;quot;Was haben wir angerichtet, &amp;quot;Legt die Waffen nieder&amp;quot;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span class=&quot;apple-converted-space&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt;Heinz Rudolf &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;apple-style-span&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt;Kunze (Gesang, Gitarre, Piano) &amp;uuml;bertr&amp;auml;gt zusammen mit Wolfgang Stute (Gitarre, Cajon) und Hajo Hoffmann (Geige, Mandoline) seine musikalische Spielfreude auf seine Zuh&amp;ouml;rer, &amp;Uuml;ber 10 Minuten lange Improvisationen m&amp;ouml;gen nicht jedermanns&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Geschmackssache sein und h&amp;ouml;ren sich auf der CD nicht so gelungen an wie live, rissen aber das gesamte Publikum von den Sitzen. Standing ovations bescherten den G&amp;auml;sten Zugaben, unter anderem &lt;/span&gt;seinen neuen Song &amp;#8222;Mir ist das Handy ins Klo gefallen&amp;quot;. N&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt;icht nur HRK-Fans gingen zufrieden nach Hause.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span class=&quot;apple-style-span&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt;Eine kleine Bemerkung am Rande: Bedauerlich ist, nicht nur in diesem Fall, dass die &amp;ouml;rtliche Presse in ihren Vorank&amp;uuml;ndigungen solcher Events viel zu zur&amp;uuml;ckhaltend ist (kleine oder keine Bilder) wenig Text = unauff&amp;auml;llig. Die Berichte danach sind im Gegensatz dazu gro&amp;szlig; aufgemacht. Das ist schlicht dumm. Die, die anwesend waren, brauchen das nicht mehr zu lesen, sie haben es miterlebt. Die, die nicht dort waren interessiert es kaum. Was soll das also? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span class=&quot;apple-style-span&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt;&amp;copy; Claudia Peppenhorst&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 06:40:48 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Claudia Peppenhorst]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-16T06:40:48Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Cıvıldamak!</title>
      <link>http://www.westropolis.de/akyuen/stories/60300/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;&lt;span class=&quot;status-body&quot;&gt;&lt;span class=&quot;entry-content&quot;&gt;Twittern hei&amp;szlig;t auf T&amp;uuml;rkisch c&amp;#305;v&amp;#305;ldamak!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;http://twitter.com/HaticeAkyuen &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 12 Mar 2010 20:00:10 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Hatice Akyün]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-12T20:00:10Z</dc:date>
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      <title>Von der Folk-Göre zur Rock-Röhre?</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60294/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die schottische Songwriterin schl&amp;auml;gt auf ihrem zweiten Album deutlich h&amp;auml;rtere T&amp;ouml;ne an. Schon Bob Dylan machte in den 60ern vor, wie man vom Folk zum Rock wechseln kann. MacDonald folgt ihm fast 50 Jahre sp&amp;auml;ter &amp;#8211; manchmal blind.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den vergangenen zwei Jahren ist MacDonalds Stimme rauer geworden, ebenso wie ihre Songs. So klingt die 22-J&amp;auml;hrige Songwriterin auf ihrem neuen Album erwachsener. &amp;quot;A Curious Thing&amp;quot; ist das Nachfolgealbum, welches man von ihr erwartet h&amp;auml;tte: Weg vom Folk und hin zum Pop-Rock. Die Akustikgitarre tritt deutlich in den Hintergrund und macht Platz f&amp;uuml;r &amp;uuml;ppige Streicherarrangements, h&amp;auml;mmernde Drums und f&amp;uuml;r vor allem eines: E-Gitarren. Aber auch das war zu erwarten, schlie&amp;szlig;lich konnte man sich anhand der ersten Single &amp;quot;Don&amp;#39;t tell me that it&amp;#39;s over&amp;quot; schon seit Wochen ein Bild &amp;uuml;ber den neuen Klang der S&amp;auml;ngerin machen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu Beginn der Aufnahmen stand noch nicht fest, ob das Album &amp;quot;A Curious Thing&amp;quot; oder &amp;quot;An Ordinary Life&amp;quot; hei&amp;szlig;en sollte. &amp;quot;Ich glaube ich habe die richtige Wahl getroffen. Denn der Titel spiegelt meine Neugierde auf das Leben und die Zukunft wieder; und die ist seit meinem ersten Album noch gr&amp;ouml;&amp;szlig;er geworden&amp;quot;, so MacDonald in einem Interview. Die Bilder im Booklet zeigen eine deutlich erwachsenere Frau, die trotz des Ruhmes auf dem Boden geblieben ist. &amp;quot;Ich halte nichts von Presserummel. Daher lebe ich noch immer in Glasgow. Denn dort kann ich &amp;uuml;ber die Stra&amp;szlig;e gehen, ohne irgendwie besonders beachtet zu werden&amp;quot;, erz&amp;auml;hlte MacDonald gegen&amp;uuml;ber dem Musikmagazin Rolling Stone.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Album wurde im englischen Ripley in Paul Wellers (&amp;quot;The Jam&amp;quot;, &amp;quot;The Style Council&amp;quot;) umgebauten Scheune, den Black Barn Studios, aufgenommen, wo bereits Brit-Pop Bands wie Oasis und Blur ihre Alben aufnahmen. Weller war es auch, der Amy MacDonald als erster anbot mit ihr als Vor-Band auf Tournee durch Europa zu gehen. &amp;quot;Nach der Ver&amp;ouml;ffentlichung von This is the Life hatte ich eigentlich nicht an ein weiteres Album gedacht. Umso &amp;uuml;berraschter war ich als Paul mich anrief und fragte wie weit ich mit dem Songwriting f&amp;uuml;r ein zweites Album sei&amp;quot;, gestand sie der ddp. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei ihren Songs bleibt sich MacDonald treu &amp;#8211; Das Leben ist ihr Spielplatz und nahezu jede Alltagssituation bietet genug Stoff f&amp;uuml;r neues Liedgut. Das ist es, was einen guten Songwriter auszeichnet: Die erz&amp;auml;hlten Geschichten wirken authentisch; und ihr nimmt man jeden einzelnen Song des Albums ab. Der Sound hingegen ist deutlich in die Pop-Nische gewandert. Besonders klar wird das bei Songs wie &amp;quot;Love Love&amp;quot; oder &amp;quot;Spark&amp;quot;. Diese beiden bilden auch zugleich den Tiefpunkt des Albums, der sich auf das erste Drittel der CD beschr&amp;auml;nkt. Danach erreicht MacDonald mit dem heimlichen Titel-Track &amp;quot;An Ordinary Life&amp;quot; den ersten H&amp;ouml;hepunkt der Platte, die sich von nun an kontinuierlich steigert. Hier und da zieht die Songwriterin auch Parallelen zu seinem Vorg&amp;auml;nger, so klingen &amp;quot;Barrowland Ballroom&amp;quot; und &amp;quot;The Youth of today&amp;quot; in den Songs &amp;quot;This pretty Face&amp;quot; und &amp;quot;Your Time will come&amp;quot; an. Mit &amp;quot;The next big Thing&amp;quot; begegnen wir auch einer anderen Erscheinungsform des &amp;quot;Poison Prince&amp;quot; wieder. Das ruft beim H&amp;ouml;ren den Charme der S&amp;auml;ngerin in das Bewusstsein zur&amp;uuml;ck und man beginnt in Erinnerungen zu schwelgen, wie man damals diese aufsehenerregende Neuentdeckung der Musikwelt zum ersten Mal h&amp;ouml;rte. Man f&amp;uuml;hlte sich versetzt in irgendeinen &amp;uuml;berf&amp;uuml;llten Pub tief in Glasgow, wo sich auf der B&amp;uuml;hne ein zierliches M&amp;auml;dchen durch ihr Repertoire rumpelt und wie Peter Pan nicht erwachsen werden wollte. Es ging um die erste Liebe, um Idole und durchzechte N&amp;auml;chte.&amp;nbsp; Bei &amp;quot;A Curious Thing&amp;quot; bleibt genau dieser Charme manchmal auf der Strecke. Zum Beispiel bei &amp;quot;Love Love&amp;quot;, wenn Produzent Pete Wilkinson einmal zu tief in die Kommerz-Kiste greift, um zusammen mit &amp;quot;Spark&amp;quot; zwei hoffnungslos &amp;uuml;berproduzierte Songs mit auf das Album zu nehmen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Thematisch ist das Album im Vergleich zum Vorg&amp;auml;nger ernster geworden. &amp;quot;Don&amp;#39;t tell me that it&amp;#39;s over&amp;quot; handelt vom Klimawandel und &amp;quot;Troubled Soul&amp;quot; erz&amp;auml;hlt von Depressionen. Zum Ende hin Minimalisiert sie jedoch den letzten Song auf die einfachen kleinen Dinge, die einen Menschen gl&amp;uuml;cklich machen und was sie bedeuten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit &amp;quot;What Happiness&amp;nbsp; means to me&amp;quot; und dem Hidden-Track, einer intimen Live-Version von &amp;quot;Dancing in the Dark&amp;quot; von ihrem Idol Bruce Springsteen findet das Album zu einem runden Abschluss und dann ist er pl&amp;ouml;tzlich wieder da &amp;#8211; dieser Charme einer jungen Frau, die einen mit ihrer Musik in den Bann ziehen kann. &amp;quot;Ich habe in den vergangenen Jahren viel gelernt und bin erwachsener geworden, aber solange ich in Gesch&amp;auml;ften immer noch nach meinem Studentenausweis gefragt werde, ist alles okay&amp;quot;, sagt Amy MacDonald und lacht. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 15 Mar 2010 09:32:04 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Alexander M&ouml;llmann]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-15T09:32:04Z</dc:date>
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    <item>
      <title>Computerfreaks mit Elektrobeats</title>
      <link>http://www.westropolis.de/matthias.kiesel/stories/60283/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Nach zwei Jahren Abwesenheit von deutschen B&amp;uuml;hnen gaben &amp;quot;Hot Chip&amp;quot; am Mittwoch in K&amp;ouml;ln wieder ihr erstes Deutschland-Konzert. Obwohl das neue Album &amp;quot;One Life Stand&amp;quot; der Londoner Elektropop-Formation noch nicht lange in den Regalen steht, war die Live Music Hall bis an den Rande des Sauerstoffmangels gef&amp;uuml;llt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man musste sich schon fragen, wer da gerade die B&amp;uuml;hne betritt, als die sechs nerdigen Gestalten jenseits der 30 sich an die Instrumente und Regler begaben. Den Anschein einer Band erweckten sie nicht gerade, eher den von ein paar Technikern, die letzte Abstimmungen vornehmen wollen. Als sie sich aber mit beinahe akzentfreiem Deutsch als &amp;quot;Hot Chip aus London&amp;quot; zu erkennen gaben, war auch dem Letzten im Publikum klar, dass tats&amp;auml;chlich jenes skurril anmutende Sextett &amp;uuml;ber Wohl und Wehe der Stimmungslage an diesem Abend entscheiden sollte. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Die sechs Londoner lie&amp;szlig;en jedoch von Beginn an gar keinen Zweifel an ihrer B&amp;uuml;hnentauglichkeit aufkommen. Ohne gro&amp;szlig;e Umschweife legten sie sich ins Zeug und erf&amp;uuml;llten die brechend volle K&amp;ouml;lner Live Music Hall mit ihren tanzbaren Electro-Rhythmen, die jegliche Skepsis direkt weichen und in lautstarke Begeisterung umschwingen lie&amp;szlig;en. Und sp&amp;auml;testens als Frontmann Alexis Taylor seine Gesangsqualit&amp;auml;ten zum Besten gab, war klar, dass hier eine Formation auf der B&amp;uuml;hne steht, die ihr Handwerk versteht. Dessen unverwechselbare Falsettstimme, von der man fast glauben k&amp;ouml;nnte, sie sei ein Kunstprodukt aus dem Studio, h&amp;auml;tte sich von CD nicht besser anh&amp;ouml;ren k&amp;ouml;nnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um einen Blick auf die Quelle dieser Stimme zu erlangen, musste man allerdings schon etwas weiter vorne stehen. Der recht klein gewachsene und unscheinbare Taylor verschanzte sich n&amp;auml;mlich die meiste Zeit hinter seinem Keyboard und &amp;uuml;berlie&amp;szlig; Gitarrist, Trompeter, Steel-Drummer und Background-S&amp;auml;nger Al Doyle die Animation des Publikums. Schlie&amp;szlig;lich konnte dieser neben seinen musikalischen Qualit&amp;auml;ten auch mit ein paar Deutschkenntnissen bei den Fans punkten. Wenn Alexis Taylor dann aber doch mal hinter seinem Keyboard hervorkam, konnte man kaum glauben, dass er wirklich f&amp;uuml;r den Gesang und die Texte verantwortlich ist. Mit seiner knallgr&amp;uuml;nen Schlabberhose, einer dicken Hornbrille und einem unsagbar trashigen Wham-T-Shirt h&amp;auml;tte man aus dem Mund dieses Bilderbuchexemplars eines Nerds h&amp;ouml;chstens Einsen und Nullen erwartet. Den Besuchern schien der Style allerdings zu gefallen. Selten hat man unter jungen Leuten einen solch hohen Anteil an Hornbrillentr&amp;auml;gern gesehen. Und sogar ein paar Schnurrb&amp;auml;rte lie&amp;szlig;en sich unter dem jungen Publikum ausmachen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dass bei einer solchen bis zur Selbstaufgabe reichenden Begeisterung die Stimmung kontinuierlich anstieg, versteht sich von selbst. Einen vorl&amp;auml;ufigen H&amp;ouml;hepunkt erreichte der Stimmungs- wie auch der Lautst&amp;auml;rkepegel, als die Band nacheinander den Aufmacher ihres neuen Albums &amp;quot;One Life Stand&amp;quot; und ihren Erfolgshit &amp;quot;Over and Over&amp;quot; zum Besten gab. Von da an war bei mitunter sogar sommerlich-karibischen Kl&amp;auml;ngen kein Halten mehr, und auch die Temperaturen im Publikum n&amp;auml;herten sich mehr und mehr karibischen Verh&amp;auml;ltnissen an. Dass die Band sich dann nach einer guten Stunde Spielzeit zum ersten Mal verabschiedete, wollte dementsprechend nat&amp;uuml;rlich niemand akzeptieren, und so beorderte die Masse die sechs Londoner Elektropop-Virtuosen noch einmal f&amp;uuml;r drei weitere St&amp;uuml;cke auf die B&amp;uuml;hne. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem lange erwarteten 2008er Hit &amp;quot;Ready For The Floor&amp;quot; war dann aber wirklich Schluss, und so blieb der einzige Wermutstropfen dieses stimmungsvollen Abends die relativ kurze Spieldauer von 80 Minuten, nach denen die Fans den Heimweg antreten mussten. Die Hornbrillen behielten sie aber auf, und werden sich zuhause wahrscheinlich direkt an den Computer begeben haben, um ihre Videos ins Netz zu laden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 11 Mar 2010 18:19:45 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Matthias Kiesel]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-11T18:19:45Z</dc:date>
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