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Ruhr hoch n – TeamworkCapital

„Hoppala!“

Ich komme gerade von der Presse-Preview zum Kampagnenkonzept der Agentur Grey Worldwide (Düsseldorf), das im Auftrag des Initiativkreises Ruhrgebiet entwickelt wurde und im Rahmen des Projekts „Zukunft Ruhr 2030" weltweite Aufmerksamkeit auf die Region lenken soll. Auf der Bühne im RWE-Pavillion der Essener Philharmonie saßen Peter Lampe, Geschäftsführer des Initiativkreises, und Frank Dopheide, Chairman von Grey.

 

Zu beneiden waren die beiden Herren wahrlich nicht, mussten Sie doch eine Kampagne vor den ca. 50 Medienvertretern präsentieren, deren zentrales Element, Markenname und Slogan (oder meinetwegen auch Claim) bereits vor der Vollversammlung des Initiativkreises am vergangenen Samstag durch eine Indiskretion in der Öffentlichkeit bekannt geworden war und dort im günstigen Fall Hohn und Spott, im ungünstigen Ärger und Unverständnis auf sich gezogen hatte.

 

Auf Befragen war Dopheide immerhin so ehrlich, dies einen kommunikationstechnischen Megagau zu nennen. Als er allerding dann die Medien mit der inständigen Bitte in die Pflicht zu nehmen versuchte, den entstandenen Schaden nicht weiter zu vergrößern; als er von 200 wertvollen Tagen sprach, die dem Projekt „Place-Branding-Ruhr" auf der Reise in die Zukunft durch die Kritik jetzt schon fehlen würden; und als er schließlich gar damit drohte, diese Reibungsverluste würden vor allem den sechs Millionen Menschen in der Region schaden (und nicht etwa der Agentur Grey) - da offenbarte Dopheide dann doch eine gewisse Hilflosigkeit angesichts des selbst verschuldeten Scherbenhaufens.

 

Die breite Ablehnung, auf die Marke und Claim bei den Menschen im Revier gestoßen sind, kann man nicht vom Tisch wischen, indem man sie allein mit der vorzeitigen, unautorisierten und dazu noch leicht fehlerhaften Bekanntgabe erklärt. Schön und gut, es heißt also nicht „Ruhrn - Team-Work-Capital", sondern „Ruhrn - TeamworkCapital". Das bleibt trotzdem in hohem Maße erklärungsbedürftig, auch wenn der Chairman beteuert, seine Agentur habe die Wirksamkeit dieser Markenformel in etlichen Metropolen „international im Vorfeld mit Erfolg getestet".

 

Das zweite Argument, das man gegen die „Stimme des Volkes" im Revier ins „Vorfeld" führen kann, lautet: Kusch! Ihr seid doch gar nicht gemeint. Es geht uns um eine ganz andere Kernzielgruppe. Die heutige Pressemitteilung des Initiativkreises Ruhr definiert diese so: „Die Kernzielgruppe sind Menschen, die den Unternehmen im Ruhrgebiet zunehmend fehlen werden, nämlich junge, gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte, die mit ihrer Kreativität und ihren Ideen die wirtschaftliche Zukunft des Ruhrgebiets gestalten können. Diese Menschen suchen nicht nur nach persönlichem ökonomischen Erfolg, sondern Lebensräume, die zu ihren Werten und Einstellungen passen."

 

Wohlgemerkt, es war Frank Dopheide, der visionär das Jahr 2030 ins Auge gefasst hat. Das bedeutet aber für seine Kernzielgruppe, dass sie heute noch gar nicht geboren ist. Liegt es aber nicht nahe, wenn man schon so zukunftsorientiert ist, und mit der Erfahrung von immer schneller sich abwechselnden Trends und Moden, bescheiden zuzugeben, dass eine Marke und ein Claim, der uns im Jahr 2008 vielleicht noch so gerade chic vorkommt, im Rückblick aus dem Jahr 2030 ungefähr so antiquiert sein wird wie aus heutiger Sicht die Sütterlinschrift?

 

Das hochgestellte n ist übrigens ja nun wahrlich kein kreativer Geniestreich, sondern bloß der zweite Aufguss des mittlerweile auch schon in die Jahre gekommenen Markennamens O2. Es gehört wenig Phantasie dazu sich vorzustellen, dass Handys dieser Marke im Jahr 2030 mindestens so megaout sein werden wie heute die Elektroherde von Küppersbusch.

 

Die per Beamer offerierten Werbefilme, die Handouts und Container-Laster im Matchbox-Format als Präsente auf den Tischen der Medienvertreter, das provozierende Opening mit einem Aushang des (nebenbei bemerkt: tragisch gescheiterten) Südpolforschers Shackleton - das alles mag ja aus Sicht eines eifrigen Düsseldorfer Marketingexperten an Professionalität kaum zu überbieten sein. Und nicht umsonst hat ja Grey Worldwide den Pitch gegen drei Mitbewerber gewonnen. Viel Geld ist im Spiel - und einen potenten Auftraggeber für 22 Jahre an sich zu binden, ist wohl der schönste Traum jeder Werbeagentur.

 

Aber! Mag die Inszenierung noch so gelungen gewesen sein - an meiner Meinung, dass der Satz, die Marke, der Claim „Ruhrn - TeamworkCapital" schlicht Nonsens ist und ein Flop erster Güte, ändert das nichts. Dazu noch ein paar bescheidene Gedanken.

 

Erstens zum Teamwork. Die Alleinstellung der Gruppenarbeit, als vermeintlich konkurrenzlos selig machender Kreativfaktor, hat ihre beste Zeit doch längst gesehen, auch wenn das in den (ebenso vermeintlich) stets innovativen Werbe- und Marketingagenturen dieser Welt noch immer nicht angekommen ist. Wenn sich die Region an der Ruhr international gut verkaufen und attraktiv darstellen will, dann täte sie besser daran, sich auf ältere und beständigere Werte zu beziehen, die weltweit mit Deutschland und den Deutschen verbunden werden: „Das Volk der Dichter und Denker." Mit Blick auf unsere Geschichte, so man sie denn kennt, ist doch wohl kaum zu übersehen, dass es gerade einsame Einzelleistungen waren - von Bach und Goethe, Dürer und Kant bis hin zu Paul Hindemith und Bert Brecht, Kurt Schwitters und Walter Benjamin - die eine bedeutsame, weiter wirkende Spur hinterlassen haben. Und gerade diese singulären Leistungen verbindet man anderswo nach wie vor mit uns, den Deutschen. Teamwork? Das wurde bei Ford in Detroit erfunden, am Fließband. Hängt das Zauberwort doch endlich mal dahin, wo es hingehört: in die Rumpelkammer abgehalfterter Ideale!

 

Zweitens zu Capital. Was ist denn nun gemeint? Das Kapital der 70 führenden Wirtschaftsunternehmen, die zusammen rund 2,5 Millionen Menschen weltweit beschäftigen, knapp 700 Milliarden Euro Umsatz machen und sich zum Initiativkreis Ruhr zusammengeschlossen haben, der die Kampagne initiiert hat? Oder die Kapitale an der Ruhr, die nach wie vor in fein säuberlich voneinander geschiedene Städte und Landkreise zerfällt, welche sich untereinander nicht grün sind, ihre Kirchturmspolitik pflegen und alle miteinander bevölkerungspolitisch unter schmerzlichen Auszehrungserscheinungen leiden? Man weiß es nicht genau. Doch es wird sich auch kaum was dran ändern, wenn man schon im Namen für die Sache seine Zuflucht bei solchen Doppeldeutigkeiten nimmt. Ein bewährtes Markenzeichen des Reviers ist, dass die Leute hier eine klare Sprache bevorzugen, und eben keine vagen Vieldeutigkeiten. Und damit wären wir schon beim nächsten Kritikpunkt.

 

Drittens das Englisch. Ich gebe ja zu, dass ich beides gleichermaßen zum Gähnen finde. Sowohl die Penetranz, mit der die Werbemacher hierzulande sich an die Weltsprache anschleimen; aber ebenso die Dumpfheit, mit der jeder Anglizismus mit fast schon völkisch zu nennender Borniertheit zum K.o.-Kriterium der eigenen Verständnisbereitschaft erklärt wird, bloß weil Otto Normalverbraucher zu faul ist, mal einen Volkshochschulkurs Basic-English zu besuchen, um Anschluss an die multilinguale Gegenwart zu finden. Und doch! Es müsste sich auch ein deutsches Wortgebilde finden lassen, das ohne Sinnverlust ins Englische zu übersetzen ist - das also bei den Menschen hier vor Ort ebenso ankommt wie in der Welt, die sich gegenwärtig hauptsächlich in englischer Sprache verständigt.

 

Viertens und schließlich: das hochgestellte „n". Und damit komme ich, nach all den lässlichen Sünden des missglückten Claims zu meiner in aller Bescheidenheit vorgetragenen Hauptkritik an der Missgeburt der Brainstormer bei Grey (Düsseldorf). Chairman Dopheide wollte uns den schwebenden Buchstaben heute als einen Platzhalter verkaufen, bei dem sich jeder denken kann, was immer er mag. Dem einen möge dazu „neu" einfallen, dem anderen was anderes. Es sei jedenfalls ein Signal für Potenz - und diese Botschaft sei eigentlich gemeint. Ich kann mir nicht helfen, aber ein solches Bekenntnis zur nebulösen Indifferenz ist nach meinem Empfinden eher die Offenbarung kreativer Impotenz.

 

Fazit: Schade. Denn was bei dieser Pressekonferenz sonst noch so an guten Ideen vorgestellt wurde: der um die Welt reisende Container oder die vielfältig modifizierbaren bunten Flecken, die das Kulturhauptstadt.2010-Logo aufgreifen und fortführten - das fand ja durchaus mein Gefallen. Mit ungeteilter Zustimmung vernahm ich, dass Grey den Fehler der Verantwortlichen bei der Durchsetzung des Kulturhauptstadt-Logos nicht wiederholen will: dessen Nutzung  zu limitieren und eine zwar kostenlose, aber triste Sparversion unters Volk zu bringen. Auch der Bäckermeister an der Ecke soll sich das Initiativkreis-Logo auf die Papiertüten drucken lassen. Jetzt muss Grey nur noch die Souveränität aufbringen, ihre missglückte Dachmarke komplett übern Haufen zu schmeißen: und den Fleiß, sich was Besseres einfallen zu lassen. Dann schreib ich vielleicht einen dritten Beitrag zu diesem Thema, mit ehrlichem Kompliment.

 

Nachtrag vom 14. März 2007:

 

Mittlerweile gibt es eine farbenprächtige Diskussion zum Thema in den Blogs. Lauter bunte Luftballons. Hier ein paar Kostproben.

 

Lars Heppner nennt es „ein ,no go‘, dass diese Kampagne von einer Düsseldorfer Agentur und nicht von einer aus dem ,Ruhrpott‘ entwickelt wurde." - Jens Matheuszik vom Pottblog leidet leider unter akutem Zeitmangel, setzt aber immerhin ein paar Links auf Blogs zum gleichen Thema und bemerkt zum Thema „Indiskretion": „[...] wenn man sich aufregt, dass der Slogan vorab bekannt wurde, dann sollte man sich mal an die eigene Nase fassen, denn außer Mitgliedern im Initativkreis Ruhrgebiet (der ab sofort ,Initiativkreis Ruhr‘ heißt), wird wohl kaum jemand vorher den Slogan gekannt und für die frühzeitige Veröffentlichung gesorgt haben." - Djure Meinen von blog.50hz sieht nach anfänglicher Kritik das Positive. Die freie Verfügbarkeit für alle, im Gegensatz zum First-Class-Kulturhauptstadt-Logo, aber auch die Umsetzung des Textes in Bildsprache finden seine Zustimmung. Eine Einschränkung hat aber auch Meinen: „Der Begriff Capital bleibt gleichwohl im Inland zweideutig. Wie wäre es mit einer deutschen Variante?" - Mittlerweile kam sogar schon der Verdacht auf, dass es sich beim bunten Rasterbild im Logo von Grey um ein Plagiat handeln könnte. - Zuerst hatte Thomas Knüwer vom Handelsblatt ein ähnliches Bild im Hinterstübchen, kam aber nicht drauf. Interessant auch sein Zitat von einem der „Verantwortlichen des Initiativkreises [...] ,Diese Scheiß-Blogger‘." Bleibt abzuwarten wie lange es noch dauert, bis die „Verantwortlichen" Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland abgeschafft haben.

 
 

1 Trackback

Momentan leider ich unter akutem Zeitmangel und kann daher zum Thema Ruhrn TeamworkCapital nicht viel schreiben. Die Hoffnung einiger, dass das nur ein viraler Scherz war, hat sich somit erledigt. Sta... weiter

#1 von Pottblog am 14.03.08 um 17:03

 

47 Kommentare

Der Beitrag lässt an Eindringlichkeit, Entschiedenheit und Ausführlichkeit in nichts zu wünschen übrig. Ich will ihn nicht weiter kommentieren, um ihn nur zu verdoppeln. Er spricht und spreche für sich.

#1 von Günter Landsberger am 13.03.08 um 18:37

 

Bei allem Respekt vor Ihren oft brillianten Besinnungsaufsätzen - das Nachrichtengeschäft liegt Ihnen nicht.

Der Text ist lang - und langweilig.

Was die Geschichte nicht besser macht: Aus nichtigem Anlass fangen Sie Ihren Bericht mit "ich" an; dass Sie sich unmittelbar nach einer Pressekonferenz an den Rechner setzen, ist selbst für journalismusferne Leser nicht ganz überraschend; für uns Printleute gehört es zum Tagesgeschäft, ist also nicht der Rede wert.

#2 von Jürgen Overkott [WR] am 13.03.08 um 18:38

 

Interessant! Die Zielgruppe sind gut ausgebildete Fachkräfte im AUSLAND, die noch gar nicht geboren wurden!
Was ist mit den jetzt hier lebenden Kindern mit oder ohne MIGRATIONSHINTERGRUND, die hier keine Ausbildung finden und auch nicht gefördert werden - auch wenn sie begabt sind?

#3 von rednealrhur am 13.03.08 um 18:41

 

@#2 Jürgen Overkott: Aus nichtigem Anlass antworte ich Ihnen mal ausnahmsweise. Was Ihr Tagesgeschäft in den Printmedien angeht, steht mir ein Urteil nur zu, was das Ergebnis betrifft. Und das finde ich nun wieder schrecklich langweilig. Dass ich hier jemals Besinnungsaufsätze veröffentlicht hätte, ist mir nicht erinnerlich. Insofern vermag ich zu deren Brillanz auch nicht viel zu sagen. Ob die Ergebnisse Ihrer altbewährten journalistischen Routine sich auf längere Sicht am Markt behaupten können, das mögen und werden allein die Leser entscheiden. Und ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen bis dahin weiterhin viel Erfolg bei Ihrem Tagesgeschäft.

Sehr gespannt bin ich nun freilich auf den routinierten Printartikel der "Westfälischen Rundschau" zur besagten Pressekonferenz, der ganz gewiss nicht mit dem Personalpronomen in der ersten Person Singular beginnen wird. Hat er, außer kürzer zu sein als mein allerdings sehr persönlicher und ausführlicher Blogbeitrag, noch weitere Qualitäten aufzuweisen? Vielleicht können Sie so freundlich sein, ihn mir zuzuschicken. Ich kann das Blatt hier in Essen nämlich nirgends kaufen und lese es nur sporadisch, wenn ich mal in Ihrer Gegend bin.

#4 von Revierflaneur am 13.03.08 um 19:25

 

@#4 Ergänzung: Ach, auch dieser Kommentar ist mir wieder viel zu lang geraten. Ich wollte im Grunde nur sagen: Es ist doch völlig klar, dass wir hier nicht in der selben Liga spielen. Das sieht doch jeder, der Augen hat zu lesen. Warum also eigens der Hinweis auf unsere offenkundigen Qualitätsunterschiede?

#5 von Revierflaneur am 13.03.08 um 19:30

 

Geht das schon wieder los!

Übrigens:
Der interessanteste Kommentar hier ist die #3!

#6 von Matta Schimanski am 13.03.08 um 19:45

 

@#6 Matta Schimanski: "Geht das schon wieder los!" Jetzt tust Du mir aber bitter Unrecht. Erstens bleibe ich meinem Vorsatz treu, nur noch zu meinen eigenen Beiträgen zu kommentieren. Zweitens habe ich einen Eimer voll Wohlwollen über Jürgen Overkott ausgeschüttet mit meinem Bekenntnis, dass ich in seiner Liga gar nicht mitspielen will und kann. Er spricht ja eine Wahrheit treffend aus: Das "Nachrichtengeschäft" liegt mir nicht - und weil ich das mindestens so gut weiß wie er, habe ich mich um Teilnahme an diesem Geschäft auch nie beworben. Drittens aber kommst Du mir zuvor. Der Kommentar #3 von rednealrhur war mir auch schon aufgefallen. Aber darüber muss ich nun mal etwas länger nachdenken. Die Antwort kommt schon noch, keine Sorge.

#7 von Revierflaneur am 13.03.08 um 20:14

 

@#3 rednealrhur: "Was ist mit den jetzt hier lebenden Kindern" - so fragen Sie völlig zu Recht. Na, die müssen sich in Zukunft eben auch der globalen Konkurrenz stellen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Je globalisierter die Konkurrenz, desto höher die Effizienz fürs Kapital ("Capital") und desto größer der Ausschuss "vor Ort", wie wir hier im Revier mal bergmännisch sagten. Eigentlich fragen Sie ja, wohin mit dem ganzen Ausschuss, der auf der Strecke bleiben wird und blöderweise nun mal hier siedelt. Aber ich bin ganz sicher, dafür wird sich schon auch noch ein "Transfermodell" finden lassen. Und eine Agentur, die uns das als innovative, zukunfstweisende Perspektive schmackhaft macht.

#8 von Revierflaneur am 13.03.08 um 20:52

 

"n" wie "nonsense". Es gibt eine upper-class, und nun gibt es upper-nonsense. Die deutsche upper-class wird man mit Pidgin-English nicht blamieren können. Die englische lächelt über anglizistisches Phrasengedresch. Und bei Romanen, besonders Franzosen, wird die geistige Souveränität einer deutschen Region, die sich an das Pseudo-Englisch anklatscht, sicher aufmerksam beachtet werden. Freilich - besser als das proletenhafte "Der Pott kocht" ist es schon.

#9 von Alfons P am 13.03.08 um 22:57

 

@#7:
Lieber Manuel, so ganz Unrecht habe ich, glaube ich, nicht.
1. Sieh doch einmal nach bei "Universal sucht den Superstar [...]". Kommentar #5. Da hast du, eigentlich ganz richtig und zu Recht übrigens, das Niveau des Threads bemängelt. (Allerdings muss es gestattet sein,auch mal einfach nur Albernheiten zu schreiben, zumal mitten in der Nacht.) Das war aber nicht dein eigener Beitrag. Ich persönlich finde das völlig in Ordnung.
2. Deine Eimer voll Wohlwollen - und das ist dir natürlich vollkommen bewusst - sind mit etlichen kleinen Boshaftigkeiten angereichert und daher nicht wirklich voll Wohlwollen.
Und 3.: Tja... - Ich bin dir aber nicht tatsächlich zuvorgekommen, weil ich ja keine inhaltliche Antwort geschrieben habe.

Diesen zweiten Beitrag über das Logo, den Slogan des Initiativkreises Ruhrgebiet finde ich nicht langweilig, weil er sozusagen die Fortsetzung des ersten bzw. die "Erhellung" darstellt und ein bisschen mehr hinter die Kulissen schaut.
Er mag journalistischen Ansprüchen nicht voll genügen, aber das erwarte ich von einem Blogbeitrag auch nicht unbedingt.
Dem Absatz über Teamwork kann ich aber nicht zustimmen. Ich denke, es ist wichtig, mit anderen zusammenarbeiten zu können. Es ist auch wichtig, alleine arbeiten zu können, ohne sich immer von anderen abhängig zu machen. Beides eben zu seiner Zeit.

#10 von Matta Schimanski am 13.03.08 um 23:41

 

Das Rhein-Main-Gebiet versucht auch schon seit Jahrzehnten eine Marke zu werden und kriegts nicht hin.

Rhein-Main - TeamworkCapital passt auch.

#11 von Reiner Stock am 14.03.08 um 01:58

 

#12 Reiner Stock:
Das passt verbal wahrscheinlich überall. Wird es aber inflationär, dann läuft es sich tot und hebt sich wechselseitig auf. Der Abhebeffekt, wenn er jemals da war, verschwindet.

#12 von Günter Landsberger am 14.03.08 um 06:13

 

@ 6, Frau Schimanski: Doch, doch es geht schon wieder los: http://www.westropolis.de/ludger.heitmann/stories/31058/
Leider muss ich mich vorerst hier verabschieden, wollte Ihnen den hinweis aber noch geben. Würde das Ganze nämlich gern verfolgen. Manche Autoren - und hier meine ich ausdrücklich nicht Revierflanuer - sollten sich echt mal Gedanken machen.

#13 von Langen, das L. am 14.03.08 um 07:46

 

@12 Herr Landsberger,

wenn ich an die Fußball WM denke, dann hat dieses Ereignis viele Menschen in Deutschland erfasst und begeistert. Deshalb erinnern sich viele wahrscheinlich noch an das Logo. An das der WM 74 erinnere ich mich auch noch.
Bei solchen Ereignissen ist es aber wohl egal, wie das Logo aussieht. Mann merkt es sich wegen des begeisternden Ereignisses.

Die Idee hier scheint mir zu sein, dass viele verschiedene Ereignisse mit einem Logo verbunden werden sollen. Damit sich die positive Assoziation die man mit einem Ereignis hatte, sich auf ein anderes überträgt.

Ich glaube das ist einfach ungeheuer schwer.

Wenn ich an vergleichbare Versuche denke wie beispielsweie bei Kommunen, die eine Lokale Agenda haben oder beim Klima Bündnis mitmachen. Da gibts immer ein Logo, das für Veranstaltungen genutzt wird.

Im Bereich Kultur gibt es sicherlich auch viele solcher Projekte mit Logos.

Die Idee ist eigentlich gut. Allerdings wenn ich mir vorstelle, die Stadt Frankfurt würde alle Logos von Initiativen auf den städtischen Briefkopf bringen, bei denen sie Mitglied ist. Das wären wahrscheinlich hunderte.

Da verlieren wahrscheinlich alle die Übersicht.

#14 von Reiner Stock am 14.03.08 um 10:10

 

hoppala. hab mal nachgesehen. na zum glück ist der herr dopheide (!) kein franke sondern ein sportlehrer aus irgendwo der jetzt ne werbekiste leitet. das la anzufügen ist ja leicht fränkisch zu depp wird gern und auch beschwichtigend gern depperla gesagt.das mag ich ganz gern, weil es die schärfe ein wenig nimmt.
aber zum thema:
ruhrpott. find ich einfach gut.
arbeit, kohle, internationalität, witz.
meltingpot ist ein name der auch international einen klang hat wieso dann nicht ruhrpott ?.
passt doch viel.
auf meiner reise seit 2001 durch den osten der republik lernt ich auch die mittelalterliche konstruktion des 6 städte bundes kennen. fand das ganz interessant...
http://de.wikipedia.org/wiki/Oberlausitzer_Sechsst%C3%A4dtebund
http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A4dtebund

#15 von tmk am 14.03.08 um 10:12

 

@15 tmk
meltingpot gefällt mir. Das hat für mich auch was selbstironisches und würde den Aspekt der Einwanderertradition im Meltingpot Ruhr mehr betonen. Wenn man mal googelt, stellt man fest, dass der Name schon öfter genannt wird.

Wie wär´s mit:

Ruhrstadt - MeltingpotCapital

Der Blick in die Vergangenheit ist interessant.

ach ja!
Ich glaube in Franken würde man nicht Hoppala, sondern HopERla sagen. Wenn mich mein fränkischer Migrationshintergrund nicht täuscht.

Die Franken hängen gerne le, la und li an. Je nach dem ob es Ober-, Unter-, oder Mittelfranken sind.

In Unterfranken hätte ich gerade mei Häfele Dee un zwee Weckli gessen.
In Oberfranken dagegen mei Häfela Dee un zwaa Weckla gessen.

#16 von Reiner Stock am 14.03.08 um 11:01

 

Ich finde den Artikel deshalb sehr gut, weil er zeigt, wie man sich auf elegante Weise der Verantwortung für seine Arbeit entledigen und viel Geld in Kreativfabriken verbrennen kann. Warum hat man nicht einfach einen Zeichenblock und 2 Kisten bunte Stifte in einen Kindergarten oder eine Grundschule gebracht und die Kleinen malen lassen. Es wäre etwas vergleichbar Gutes dabei herausgekommen. Leider haben wir es mit einem allgemeinen Phänomen zu tun, das nicht auf Werbe- und Kreativagenturen begrenzt ist. Unternehmensberatungen bzw. Consultingagenturen legen auch gern bunte Bilder ohne messbaren Inhalt vor und lassen sich dafür fürstlich bezahlen. Einmal mehr muss sich das Verwaltungsgremium, das den unsinnigen Auftrag an Grey ausgelöst hat, fragen lassen, warum es nicht einen günstigeren und kreativeren Weg zur Markenbildung gewählt hat (Preisausschreiben, Kindergarten...).

#17 von Matthias Nicht am 14.03.08 um 11:09

 

lieber rainer stock, hoperla ist natürlich richtig.sie kennen sich aus. drei in am weckla..;-), gruss.th

#18 von tmk am 14.03.08 um 11:11

 

@18 tmk
... hervoragende drei in em weckle beim vorbeigehn gibt´s an der alden Meebrücke "Alte Mainmühle" in Würzburch.

Des sollden se sich ned entgeh lass, wenn se da e mal sein sollden.

Für die Nichtfranken: Drei in em Weckle sind drei kleine fränkische Bratwürste in einem Brötchen.

#19 von Reiner Stock am 14.03.08 um 11:28

 

@ 17 Matthia Nicht
Ich finde auch, dass ein kreativerer Weg zur Markenbildung billiger und besser sein könnte. Allerdings hätte ich dafür kein erfolgreiches Beispiel parat.
So ein Weg muss auch organisiert werden kostet auch Geld und kann auch schief gehen.

#20 von Reiner Stock am 14.03.08 um 11:38

 

@ 19 reiner stock: kenn ich.mag auch würzburg sehr gern. mein weisser lieblingswein u.a. gedeiht dort am main.

#21 von tmk am 14.03.08 um 11:39

 

Na ja, ich finde so verkehrt ist das alles gar nicht. Man muss halt wirklich bedenken, WORUM es dem Initiativkreis geht:

Das Ruhrgebiet soll für internationale Spitzenkräfte attraktiv werden. Und wenn mich Spitzenkräfte in Spanien, Asien oder Australien verstehen sollen, dann bleibt mir wenig über, als Englisch zu reden.
Diese Spitzenkräfte werden Teamwork Capital auch als Hauptstadt des Teamworks verstehen und nicht an "Kapital" denken...

Es ist vielleicht schmerzhaft für den Pottler - aber es geht hier nicht um den normalen Ruhrgebietsmenschen auf der Straße, es geht darum eine Region für Menschen attraktiv zu machen, die sie bisher entweder gar nicht kennen oder die sie mit Schmutz, Dreck und Arbeitslosigkeit verbinden.

Wenn das ganze keine klassische Werbekampagne wird, sondern eher eine Art "Branding" über alle Aktivitäten des Ruhrgebiets, dann sehe ich da schon Chancen für Erfolg...

#22 von Meidricher am 14.03.08 um 11:42

 

Mein Winzerfavorit:
http://www.arnoldwein.de (Randersacker)

#23 von Reiner Stock am 14.03.08 um 11:43

 

@22 Meidricher
meiner Meinung nach ist das Hauptproblem mit dem Immage Deutschlands in anderen Ländern der Mangel an dem Gefühl, dass uns Menschen aus anderen Ländern hier willkommen sind und als Bereicherung empfunden werden.

Am Immage des Arbeitsamen und Reichen brauchen wir nichts mehr zu verbessern. Das haben wir schon.

#24 von Reiner Stock am 14.03.08 um 11:51

 

@23:danke für den tip werd ich probieren.;-) http://www.buergerspital.de/weingut/start/art177,310.html

#25 von tmk am 14.03.08 um 11:56

 

@tmk: Sein Riesling und Silvaner und auch sein Weißburgunder sind extrem gut. Auch sein Perlwein "Secco" gehört zum besten, was ich probiert habe. Wenn man Perlwein mag.(an seinen Secco kommen viele Prosecco nicht ran)

Es ist ein kleiner Familienbetrieb. Der Sohn führt ihn jetzt. Der Vater macht auch noch mit. Drei Generationen in eimem Haus. Sie verbreiten immer eine sehr angenehme Atmosphäre.

A3 Abfahrt Randersacker, 3 Minuten in den Ort, dort sind die Weingüter alle ausgeschildert.

Aber Achtung gegen Ende des Jahres ist er komplett ausverkauft.

#26 von Reiner Stock am 14.03.08 um 12:38

 

@26: werd ich besuchen auf jeden fall, danke nochmals.mein grossvater hat mir als kind von randersacker erzählt und wer weiss? muss jetz mal wieder los.gruss an @

#27 von tmk am 14.03.08 um 13:07

 

Glückwunsch, Herr Revierflaneur!! Dieser Beitrag ist von Rivva (rivva.de) aufgenommen worden - eindeutiges Zeichen dafür, dass der Artikel in der Netzwelt eine beachtliche Reichweite erzielt.
Wenn ich das richtig überblicke, ist es einer der ersten Westropolis-Artikel überhaupt, die es in die Rivva-Übersicht geschafft haben.

#28 von Konstantin am 14.03.08 um 15:18

 

@Konstantin:
Nö, gab schon weitere. Macht es dennoch nicht schlechter.

#29 von Jens am 14.03.08 um 17:07

 

@Jens:
Mist, hab' die übersehen ...

#30 von Konstantin am 14.03.08 um 18:34

 

@#28 Konstantin: Na, so ganz langweilig, wie von professioneller Seite zu hören war, kann der Beitrag dann trotz seiner Länge ja wohl doch nicht gewesen sein :-)

(Ich habe ihn übrigens soeben noch um einen Nachtrag ergänzt, in dem ich auf die interessante Diskussion in anderen Weblogs verweise.)

#31 von Revierflaneur am 14.03.08 um 19:13

 

@Revierflaneur: Nun, auch auf professioneller Seite gibt es zum Glück unterschiedliche Auffassungen zu diesem Themenkomplex. Ich möchte meinem Kollegen Jürgen zwar nicht in den Rücken fallen, doch teile ich in diesem Fall nicht seine Meinung.
(Aus Zeitungssicht ist der Artikel tatsächlich sehr lang: 337 WR-Druckzeilen, ohne den Nachtrag. Allerdings sind wir hier nicht bei der Zeitung.)

#32 von Konstantin Tassidis am 15.03.08 um 00:49

 

#32+#31
Ich hatte von Anfang an (#1) schon eine deziert andere Meinung über diesen Artikel als Herr Overkott (#2), habe allerdings auch nicht nach journalistischen Kriterien geurteilt, sofern es da überhaupt kanonisch bindende geben kann. Und ist nicht auch sonst oft genug die Abweichung vom Schema das Wirksamere und Interessantere?

#33 von Günter Landsberger am 15.03.08 um 05:40

 

#33
"dezidiert" statt verstümmelt "deziert"sollte es in der ersten Zeile meines Kommentars heißen.

#34 von Günter Landsberger am 15.03.08 um 05:42

 

@32 Richtig, die Verfasser sind hier nicht bei der Zeitung. Gerade deshalb sollten sie den Anforderungen ihres Mediums gerecht werden. Denn in der Forschung ist inzwischen eindutig bewiesen, dass das Lesen von Onlinetexten wesentlich anstrengender als das Lesen gedruckter Texte ist.

Online-Leser "flüchten" in ein selektierendes Leseverhalten und scannen Bildschirmtexte eigentlich nur oberflächlich ab. Dies führt dazu, dass die Lesegeschwindigkeit der Online-Nutzer im Vergleich zu Papier-Lesern ca. dreimal so hoch ist. Dafür erreichen Online-Nutzer in der Regel nicht das Textverständnis der Papier-Leser.

Diesem Umstand sollte ein Onlinemedienschaffender Rechnung tragen, wenn er denn überhaupt will das seine Texte verstanden werden. Mit der richtigen Textgestaltung kann ein Verfasser, der an seine Online-Leser denkt, die durchschnittliche Konzentrationsfähigkeit - und somit das Textverständnis - deutlich erhöhen. Bandwurmsätze, wie sie zum Beispiel der Hutträger bevorzugt, sind aus dieser Sicht absolut medienuntauglich.

#35 von elefant terrible am 15.03.08 um 09:03

 

@35 sind Sie´s schon wieder? Mensch! Wo haben Sie den Textbaustein schon wieder rauskopiert?

#36 von Reiner Stock am 15.03.08 um 09:10

 

#35 Medienerziehung?

#37 von Günter Landsberger am 15.03.08 um 09:14

 

@35
... wenn wir uns hier schon in der Welt der Märchen bewegen. Troll hat doch was mit sich trollen zu tun. Wie wär´s Sie täten das mal?

Es verschafft offensichtlich eine Art von Befriedigung hier immer als Rumpelstielzchen aufzutreten. Das Rumpelstielzchen ist ganz schön mächtig.

#38 von Reiner Stock am 15.03.08 um 09:27

 

@#35 elefant terrible & die folgenden Kommentare:

Na, "schrecklicher Elefant", Sie haben zunächst mal ja durchaus Recht. Texte am Bildschirm zu lesen ist mühevoller als vom gedruckten Blatt. Und eine mit guten Argumenten vorgetragene Meinung wird nicht dadurch schlechter, dass sie von einem "Troll" vorgetragen wird - so der von Reiner Stock geäußerte Verdacht denn zuträfe.

Wenn ich meinen Text noch mal lese - wie soeben geschehen - wären durchaus einige Vereinfachungen möglich gewesen, die ihn für den Bildschirm-Leser leichter bzw. schneller verständlich gemacht hätten.

Aus meinen eigenen Leseerfahrungen mit Blogtexten muss ich allerdings einwenden, dass das bequeme Lesen in diesem neuen Medium nicht allein (und erst recht nicht hauptsächlich) durch "Bandwurmsätze" erschwert wird.

Da gibt es ja noch eine Vielzahl weiterer Klippen, die ich als Leser umschiffen muss: Fehler aller Art, vom Vertipper über orthographische und grammatikalische Versehen bis hin zu unübersichtlichen Satzstrukturen. (Nebenbei: Selbst ein sehr langer Satz muss nicht schwer verständlich sein, wenn er übersichtlich strukturiert ist. Der Punkt am Ende ist auch nicht unbedingt ein Allheilmittel gegen Unverständlichkeit, fehlende oder falsch gesetzte Kommata richten oft viel mehr Schaden an.)

Ich bemühe mich gewiss, es durch die Gestaltung meiner Texte im Weblog den Lesern so leicht wie eben möglich zu machen, z. B. durch regelmäßige sinnvolle Absätze. Dass man als jemand, der viele Jahre ausschließlich "fürs Papier" geschrieben hat, gelegentlich dieses Erfordernis der Online-Publikation vernachlässigt, ist vielleicht erklärbar, bleibt aber trotzdem ein Schwachpunkt. Insofern bin ich Ihnen für Ihre berechtigte Kritik dankbar.

#39 von Revierflaneur am 15.03.08 um 10:33

 

@#35: Das ist so nicht ganz richtig, bzw. veraltet. Vor mehreren Jahren gab es zwar mal die Auffassung, dass Texte im Netz nicht allzu lang sein dürften und dass der Stil einem veränderten Leseverhalten angepasst werden müsse. Das war zu dem Zeitpunkt zweilfellos richtig, ist aber schon längst überholt. Der Grund dafür ist vornehmlich technisch begründet: Verbesserte Monitore strengen die Augen nicht mehr so an, reduziertes Flimmern erleichtert auch das Erfassen von aufwändigen Satzkonstruktionen. Hinzu kommen optimierte Darstellungsformen von Text auf Webseiten.

Andererseits gilt noch immer die Faustregel, dass Printtexte nicht eins zu eins ins Netz übernommen werden sollten. Das hat aber weniger etwas mit Leseverhalten, sondern vielmehr mit Web-Standards zu tun. SEO-Fanatiker achten beim Formulieren ihrer Texte auf Suchmaschinenfreundlichkeit. Das kann im Extremfall so weit gehen, dass diese Texte zwar eine hohe Trefferrate produzieren, allerdings nicht mehr flüssig zu lesen sind. Dann wären da noch die Links, die bei bewusstem Einsatz (vor allem in Blogs) einen ganz anderen Stil erzwingen. Deshalb können Web-Texte auch nicht unbedingt im Print übernommen werden.

Unterm Strich gilt im Wesentlichen aber das, was der Revierflaneur schon in #39 geschrieben hat: Strukturiert aufbauen, Freiraum zwischen den Absätzen lassen, auf Rechtschreibung und vor allem auf Interpunktion achten. Dann sind auch lange Texte kein Problem.

Ob sich jemand diese Texte durchliest, hängt wiederum vom Thema und vom Können des Autors ab. Auch im Print werden Texte erst einmal gescannt. Gelingt es, den Leser in den Text hinenzuziehen oder springt er nach ein paar Zeilen wieder ab? Hat sich zum Beispiel jemand diesen langen Kommentar bis zum Ende durchgelesen oder sich schon nach den ersten drei Zeilen gelangweilt abgewendet? Um wieder auf diesen Revierflaneur-Text zurückzukommen: In diesem Fall war der Beitrag war (für mich) so interessant, dass ich ihn durchgelesen habe, ohne die Länge wahrzunehmen. Andererseits gibt hier in Westropolis auch Texte, die nur ein Fünftel der Länge habe, ich sie aber trotzdem nicht gelesen habe. Es liegt, wie schon gesagt, an der Mischung von Interesse und Stil.

#40 von Konstantin Tassidis am 15.03.08 um 13:21

 

Meine Herren, Herr Stock, kann es sein, dass Sie ein klitzekleines Bisschen an Verfolgungswahn leiden. Im anderen Thread stecken Sie alle möglichen Nicknames in eine Person, werfen das Kopieren von textbausteinen vor und hier auch.

Bleiben Sie doch bitte Mal uf dem Teppich.

Sie brauchen anderen nicht vorzuführen, sie würden sich wie ein Troll benehmen. Trolle könnten Ihresgleichen sein. Schon einmal drüber nachgedacht?

#41 von Ch. Pfaff am 15.03.08 um 14:21

 

@#40 Konstantin Tassidis: Ich danke Ihnen sehr herzlich für diese ausführliche, kompetente und lehrreiche Stellungnahme zum Thema "Blog-Schreibe". So wie Sie's hier zusammengefasst haben, wird es wohl sein. Und das wirklich Neue an Blogs ist ja, dass man viel genauer als bei Print-Veröffentlichungen an der Resonanz und am "Traffic" ablesen kann, was Aufmerksamkeit findet und was nicht. Aber noch einmal: Die Bemühung um den "idealen Text" kommt nie an ein Ende. Es geht immer noch einen Kick besser. Und insofern ist mir jede begründete Kritik jederzeit willkommen.

#42 von Revierflaneur am 15.03.08 um 14:45

 

@#41 Ch. Pfaff: Paranoia kann man in Weblogs schon entwickeln, ohne deswegen gleich behandlungsbedürftig zu sein. Das liegt ja an den speziellen Bedingungen dieser Kommunikations-Plattform. Wenn jeder Teilnehmer gezwungen wäre, unter seinem Klarnamen, mit vollständiger Adresse, Telefonnummer, womöglich noch mit Foto aus dem Personalausweis aufzutreten, würden die Kommentare wesentlich gesitteter ausfallen. Vermutlich würde dann aber auch unterm Strich viel weniger kommentiert. So hat auch dieses Ding seine zwei Seiten.

#43 von Revierflaneur am 15.03.08 um 14:56

 

@#43: Sicherlich, ich teile Ihre Auffassung. Aber hinter jedem Kommentar, der sich offenbar anders als von Hr. Stock gewünscht, ein Rumpelstielzchen oder ähnliches, wie auch in http://www.westropolis.de/akyuen/stories/31387/ zu vermuten, ist schon etwas merkwürdig.

Häufig wird dies gemacht, um von sich selbst abzulenken.

#44 von Ch. Pfaff am 17.03.08 um 09:46

 

@#44 Ch. Pfaff: Ich habe Reiner Stock hier bisher nicht als jemanden erlebt, der von sich selbst ablenken will - und auch nicht als jemanden, der das nötig hätte.

#45 von Revierflaneur am 17.03.08 um 10:16

 

@#45: Inhaltlich stelle ich das auch gar nicht in Abrede. Aber hinsichtlich seiner Trolle, Rumpelstilzchen u.s.w. scheint er sich dennoch in etwas zu verrennen.

Ich beurteile es dann als aufreibend, wenn diese Vermutung immer wieder an allerlei Stellen geäußert wird. Insbesondere, wo auch er bereits unter einem Pseudonym aufgetreten ist.

Und um weiteren Vermutungen zuvor zu kommen, möchte ich nur sagen, dass dies meine persönliche Meinung ist und ich hier keineswegs irgendwelche Gruppen spalten will.

#46 von CH. Pfaff am 17.03.08 um 11:36

 

@CH. Pfaff
Ich möchte Sie bitten, an dieser Stelle wieder zum Thema des Beitrages von Herrn Heßling zurück zu kommen. Alle weitere Einlassungen, die nicht zum Thema sind, werden von mir ab sofort entfernt. Ich bitte, im Interesse der anderen Nutzer, um Verständnis.

#47 von Juliette Guttmann am 17.03.08 um 11:40

 

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