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ALEXANDER VELJANOV - Porta Mecedonia

Genial, so nennt man das, liebe Kinder, wenn etwas besonders toll ist

Das ist der Herr Veljanov. Sieht eigentlich ganz lustig aus mit seinen Haaren. und der bemalten Haut. Der ist Künstler, deshalb hat der das mal ausnahmsweise gemacht. Das wollt ihr, liebe Kinder, aber nicht nachmachen. Herr Veljanov ist Musiker und macht so auf seine neue CD, das sind diese kleinen silbernen Scheiben, auf denen euch eure Mami immer Benjamin Blümchen vorgespielt hat, aufmerksam.

 

Die CD heißt ´Porta Macedonia´, was so viel heißt wie Tor Mazedoniens. Herr Veljanov stammt nämlich aus dieser Gegend und macht damit deutlich, dass er als Musiker und Mensch zwischen den Welten steht. Dem guten Herrn mit den lustigen Haaren fällt natürlich auch nicht alles in den Schoß, so sagt man, wenn man für das, was man erreichen will, hart arbeiten muss. Und so dauerte die Arbeit an der CD auch vier Jahre. Es ist auch schon das dritte Mal, dass er ganz alleine eine CD macht, denn eigentlich ist er der eine Teil von der Band ´Deine Lakaien´. Von einer Band, liebe Kinder, spricht man, wenn mehrere Leute gleichzeitig miteinander Musik machen.

 

Herr Veljanov schafft es auf dieser CD wieder, sich von den vorherigen Alben, gänzlich zu unterscheiden. Die Musik ist ruhiger, als zuvor und wesentlich eindringlicher als bisher. Schon beim ersten Hören werdet ihr merken, dass euch die Musik mit dieser ganz, ganz tollen Stimme, von innen her berührt. Ihr werdet den Großteil auch problemlos verstehen können, da der Mann überwiegend in deutscher Sprache singt, was zur Verständigkeit wesentlich beiträgt.

Herr Veljanov stellt eine großartige Mischung verschiedener Elemente der Musik dar. Viele Stücke laden zum tanzen ein, das ist, wenn Papi und Mami sich an die Hand nehmen und heftig die Hüften schwingen, obwohl die Texte inhaltlich sehr nachdenklich gestaltet sind. Das macht der Mann, liebe Kinder, weil man eben über die Texte nachdenken soll, denn er hält der Menschheit den Spiegel vor und zeigt Missstände von Menschen auf.

 

Bestes Beispiel ist hier ´Der Kongress´, wo von Menschen die Rede ist, die nur noch für solche Zusammenkünfte, bei denen ganz wichtige Menschen, ganz wichtige Sachen besprechen, leben.


Die Virtuosität, so sagt man, wenn jemand ganz toll Musik machen kann, zeigt sich auch in ´Nie mehr´, das abwechslungsreich, flott und verzaubernd ist. Doch bei der Schönheit dieses Gesamtkunstwerkes, denn so muss man die CD nennen, ist es schwer, einzelne Stücke herauszustellen. Denn auch Lieder wie ´Zwei vor drei zurück´, ´Mein Weg´ oder ´Lilly B.´, eigentlich alle, haben ihren ganz besonderen Charme und Reiz mit Klängen, dass sind Teile von musikalischen Einwürfen, die so weit im Hintergrund gehalten werden, dass man sie erst beim dritten oder vierten Hören wahrnimmt.

 

So erfährt man ein Stück oftmals nach mehrmaligem Anhören völlig neu. Nein, liebe Kinder, der Mann, der euch dies alles erzählt, spinnt nicht. Wenn ihr groß seid, werdet ihr das verstehen.

 

Auf jeden Fall solltet ihr Papi und Mami ganz doll bitten, euch diese CD zu kaufen. Denn wenn ihr wiederum so groß seid wie ich es jetzt bin, werdet ihr sie immer noch hören. Es ist ein zeitloses Werk, welches nie vergehen wird., so sagt man, liebe Kinder, wenn einem heute etwas gefällt und man es auch in zwanzig, oder dreißig Jahren noch gut findet.


Favoriten, das sind, liebe Kinder, die Lieder die mir am besten gefallen: Nie mehr, Lilly B, His Vita

Für Freunde von, das heißt, dass Leute, die diese gut finden, auch Herrn Veljanov gut finden: Deine Lakaien, DAF, Qntal, Letzte Instanz

Veröffentlichung, so nennt man den Tag, ab dem Papi und Mami euch die CD kaufen können: 07.11.2008

Zu Hause, da dürft ihr nur schauen, wenn euch der Papi an den PC lässt: www.veljanov.de

Unterwegs im Westen, da könnt ihr dann mit Papi und Mami hinfahren und seit gar nicht lange unterwegs: 17.02.2009, Köln, Live Music Hall,

20.02.2008, Bochum, Zeche

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8 Trackbacks

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933 Kommentare

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ein wenig mehr Sorgfalt vorausgesetzt; so bleibt der Eindruck, durchaus zur Zielscheibe des eigenen Spotts zu taugen.

#1 von Ömer B am 30.10.08 um 11:22

 

Zusammenhang kann nicht verstanden werden.

Bei den Fotos handelt es sich um die offiziellen Pressefotos des Agentur.

#2 von Ludger Heitmann am 30.10.08 um 11:38

 

Wieder mal eine herrliche Betrachtung, lieber Herr Heitmann. Amüsant und inhaltlich sehr schön und neugierig machend.

Ich freue mich auf die nächsten.

#3 von Regina Funk am 30.10.08 um 11:46

 

Den Einstieg fand ich etwas übertrieben, aber der zweite Teil Ihres Beitrages (Abs. 3ff) gefiel mir ganz gut.

Herr Veljanov (seine Musik) ist großartig.

#4 von blackangel am 30.10.08 um 12:20

 

#1: Wortklauberei eines (hier altbekannten) Trolls. Pfui Deibel.

#5 von Döner D am 30.10.08 um 12:38

 

nachstehend noch ein interessantes Interview mit Alexander Veljanov vom 19.09.2008:

http://www.frankenpost.de/nachrichten/serien/interview/art3294,901384


mehr zu PM auch hier:


http://www.veljanov.de/

#6 von BlackAngeltwo am 30.10.08 um 13:15

 

Und noch ein Interview aus dem vergangenen Jahr. Hier zeigt er sich ungewöhnlich redewillig:):

http://www.tagesspiegel.de/kultur/Interview-Veljanov-Deine-Lakaien;art117,1877090

#7 von BlackAngeltwo am 30.10.08 um 13:34

 

ich habe grad die CD vorbestellt. Ihr Bericht machte mich neugierig -originell und anregend geschrieben!

#8 von Frank A. am 30.10.08 um 14:43

 

Herr Heitmann, könnten Sie bitte diesen Beitrag auch in englischer Sprache verfassen und online stellen?

#9 von Isabel am 30.10.08 um 16:51

 

Liebe Isabel, mit meinem Schulenglisch bis Klasse 10, welche vor gut 20 Jahren endete, würde ich mich hier wohl mehr als lächerlich machen. Daher muss ich leider passen.

#10 von Ludger Heitmann am 30.10.08 um 17:50

 

hut ab vor herrn veljanov! die fesselnden melodien und texte seiner neuen lieder gehen direkt unter die haut, um dort gefühle auszulösen, die wir leider nur selten erleben dürfen.

#11 von Janka am 30.10.08 um 18:26

 

Nach den Statements, auch zur Single, habe ich bereits an verschiedenen Stellen des Netzes in die CD dieses mir bis dato unbekannten Künstlers gehört.

Es ist der Wahnsinn. Insbesondere die Stimme, jedoch auch die kompletten Arrangements, sind träumerisch wundervoll. Ich warte auf den 07.11.

#12 von Herr Stefan am 31.10.08 um 07:28

 

Warte auch auf den 07.11. und auf den 19.02.;)

#13 von Nicole am 31.10.08 um 10:36

 

was ist am 19.02?

#14 von momi am 31.10.08 um 10:43

 

Am 19.02.09 singt Alexander Veljanov noch einmal in Berlin – in der Passionskirche. Freu mich schon darauf. Sehr!

Mehr Infos, Tourdaten etc. gibt es hier:

http://www.veljanov.de/

VG aus B.

#15 von Nicole am 31.10.08 um 11:01

 

Oder hier, hat sie gerade geholt:

11.02.2009 Darmstadt - Centralstation
12.02.2009 Osnabrück - Rosenhof
13.02.2009 München - Backstage (Werk)
14.02.2009 Leipzig - TheaterFabrik
15.02.2009 Dresden - Lukaskirche
17.02.2009 Köln - LiveMusicHall
18.02.2009 Hamburg - Grünspan
20.02.2009 Bochum - Zeche
22.02.2009 Stuttgart - Theaterhaus

#16 von Franziska P. am 31.10.08 um 11:11

 

Die stimmen nicht gant, Berlin ist nicht dabei:) Hier:
http://www.veljanov.de/
unter "Tourdaten"

#17 von Nicole am 31.10.08 um 11:16

 

Und morgen (01.11.) wird Alexander Veljanov mit seiner Band „Deine Lakaien“ auf einer extravaganten Veranstaltung „Goethe – Nacht“ in Peking (China) auftreten und die ganze Nacht für das Publikum live singen:)

#18 von BlackAngeltwo am 31.10.08 um 13:17

 

Haben Deine Lakaien das Konzert in China nicht abgesagt???

#19 von Alexandra am 31.10.08 um 13:40

 

Die beiden Konzerte im Mai 08 (Konzertveranstalter: das auswärtige Amt) sind abgesagt worden, aufgrund der Erdbebenkatastrophe! Ich meinte aber das Konzert, das morgen stattfindet, 01.11.08(!), Veranstalter: Goethe – Institut.

#20 von BlackAngeltwo am 31.10.08 um 14:00

 

Das habe ich gar nicht mitbekommen…

#21 von Alexandra am 31.10.08 um 14:06

 

Erdbebenkatastrophe in China?

#22 von BlackAngeltwo am 31.10.08 um 14:09

 

War ein Scherz:) Hol dir doch einen kostenlosen(!) Veljanov – Newsletter:)

#23 von BlackAngeltwo am 31.10.08 um 14:15

 

:)))))Krass!

... wie wär’s mit veljanov - Klingelton
http://www.musik-base.de/Bands/V/Veljanov/

#24 von daniel am 31.10.08 um 14:19

 

Warum "krass"??? und müsste es nicht „wie wäre es(!) mit einem(!) V(!)eljanov – Klingelton“ heißen?

Aber naja…

#25 von BlackAngeltwo am 31.10.08 um 15:13

 

Krieg dich wieder ein!

Ich freue mich auch schon sehr auf das neue Album. Bin ein großer Fan von Alexander und seiner Musik:-)

#26 von Alexandra am 31.10.08 um 16:23

 

Am Sonnabend, den 15. November 2008 um 15 Uhr ist Alexander Veljanov zu Gast in der Sendung „Corso“, im Deutschlandfunk.

#27 von Konstanze am 12.11.08 um 13:51

 

http://www.whiskey-soda.de/review.php?id=21247

#28 von Alexandra am 12.11.08 um 18:20

 

Ad Alexandra:
Ein interessant geschriebener Bericht… Aber ich glaube, A. Veljanov ist in allem, was er macht (oder eben nicht macht) schreibt, singt, sagt (oder nicht sagt) so unvergleichbar einzigartig und unikal, dass ALLES was er der Öffentlichkeit (den Konsumenten) anbietet von dieser (diesen) dankbar angenommen wird. Er wird vom Publikum stets bejubelt, zelebriert, anbetend verehrt.

#29 von Konstanze am 13.11.08 um 13:03

 

China – Konzert vom 01.11.08

Nachstehend sind noch einige Fotos, die eine Anwesende gemacht hat:

http://viewmorepics.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewPicture&friendID=286990284&albumId=847863

#30 von Konstanze am 13.11.08 um 14:09

 

Nachtrag:
Herr Heitmann, wie wäre es mit einem netten Bericht? Im Hinblick auf das Konzert in China? Es wäre doch interessant darüber etwas mehr zu erfahren.

#31 von Konstanze am 13.11.08 um 14:10

 

@30hihi die Frisur sitzt!

#32 von momi am 13.11.08 um 14:27

 

geht man auf die webseite von alex veljanov (www.veljanov.de), sieht man veljaaanov…
und sonstige schräge outfits.
spätestens jetzt wird klar: der Mann ist anders!

#33 von momi am 13.11.08 um 16:22

 

Ah, wie sieht denn der klassische MOMIlook aus?

#34 von kein Name am 13.11.08 um 16:34

 

Nachstehend noch ein tiefsinniges und intelligentes Interview mit Herrn Veljanov:
„Es gibt Künstler, die nur in ihrer Scheinwelt leben, nicht wissen, wie sich die Regierung zusammensetzt oder wie der Bürgermeister heißt, die sich dafür entschieden, die Realität zu ignorieren. Mir ist es wichtig zu beobachten. "Mein Weg" beschreibt eine Vision, wie man durchs Leben geht, ohne ständig hinzufallen. Viele begnügen sich mit ihrem Job, der Familie. Das ist legitim, es ist schwierig, damit umzugehen, dass man eigentlich sterben muss, bevor man verstanden hat, worum es geht.“ A. Veljanov

http://www.newsflex.de/musik/interview208549.html

#35 von Konstanze am 13.11.08 um 18:13

 

#Konstanze: Ein "Chinabericht" ist mir leider nicht möglich, da ich das Konzert bisher nicht gesehen habe und mit meiner Technik auch immer nur bröckchenweise, d.h. 5 Sekunden schauen - 5 Sekundenpassiert nichts, ansehen kann. Das wäre zu müßig.

#36 von Ludger Heitmann am 14.11.08 um 06:31

 

Schade.
Ihre Musikrezensionen gefallen mir außerordentlich gut – jedenfalls die die ich auf Westropolis gelesen habe – ich finde, Sie schreiben objektiv und… ja irgendwie unpersönlich. Bei den Musikbewertungen ist es – meiner Ansicht nach – äußerst wichtig objektiv zu bleiben, um den Lesern die Musik (z.B. die von Herrn Veljanov) näher zu bringen bzw. sie (die Leser, das Publikum) auch für andere Musikrichtungen zu begeistern.

#37 von Konstanze am 14.11.08 um 10:22

 

#37: Danke für die Blumen. Ich bemühe mich... :-)
Spätestens im Februar gibt es mehr zum Thema Veljanov. Ich werde beim Konzert in Bochum sein und wohl auch ein Interview machen.

#38 von Ludger Heitmann am 14.11.08 um 10:34

 

#37 ich denke, eine Rezension kann nie ganz objektiv sein. Eine objektive Rezension habe ich noch nie gelesen.

#39 von Paul K. am 14.11.08 um 10:45

 

Da haben Sie, Paul K., nicht ganz Unrecht, wenn man unter dem Grad der Vernachlässigung von Objektivität das persönliche Interesse des Rezensenten sieht. Eine Rezension für US5, Bauer Heinrich oder was weiß ich was, wäre für mich nicht einfach. Da ich die musik scheußlich finde. Daher rezensiere ich diese nicht, denn eine CD/DVD/ein Konzert zu verreißen, weil es den persönlichen Geschmack nicht trifft, finde ich nicht in Ordnung.

Dann ist die Gefahr, dass eine CD gut wegkommt, unweigerlich gegeben. Ich habe aber auch schon Dinge schlechter beurteilt, weil es zwar mein grundsätzlicher Geschmack, oder von den Bands einer meiner Favoriten war, diese gemessen an was auch immer, negativ ausschlugen.

Trotzdem bin ich wirklich bemüht, mich einerseits auf Neues einzulassen, dies folgt nächste Woche, un eben objektiv zu bleiben.

Beispielsweise gab es von mir einmal eine, auch hier veröffentlichte Rezension, für die sich der Künstler auf eine spezielle Weise bei mir bedankt hat, obwohl ich auch hier besonders bei einem Lied geschrieben habe, dass dies besser nicht veröffentlicht worden wäre.

#40 von Ludger Heitmann am 14.11.08 um 11:10

 

Ad Paul K:
Freilich darf eine Rezension durchaus subjektive Elemente enthalten. Dennoch muss das Gleichgewicht zwischen subjektiver Meinungsäußerung und objektiver Interpretation stets gewahrt bleiben.
Das primäre Ziel einer Rezension ist doch 1. informieren und 2. objektiv(!) bewerten. Wenn ich in diesem Zusammenhang anVeljanov – Konzertbesprechungen - an verschiedenen Stellen im Netz - („The Sweet Life“, „Porta Macedonia“ etc.) denke, fällt mir unentwegt auf, dass die Rezensenten Herrn Veljanov und seine musikalische Werke äußerst euphorisch bewerten. Was ja nicht schlecht ist, weil Alexander Veljanov – meiner Ansicht nach – eine überragend interessante Persönlichkeit ist. Nur sind das keine kritischen(!) Rezensionen mehr. Die Musikberichterstattungen von Herrn Heitmann sind hingegen äußerst objektiv gehalten.

#41 von Konstanze am 14.11.08 um 12:55

 

Ad Herrn Heitmann:
"Ich werde beim Konzert in Bochum sein und wohl auch ein Interview machen."
Das ist ja klasse! Berichten Sie hierüber, bitte.

#42 von Konstanze am 14.11.08 um 12:59

 

#41 „Freilich darf eine Rezension durchaus subjektive Elemente enthalten. Dennoch muss das Gleichgewicht zwischen subjektiver Meinungsäußerung und objektiver Interpretation stets gewahrt bleiben.“

AHA!

"Einzigartige Musik, die eine unglaubliche Tiefe besitzt, düstere Klänge und poetisch nachdenkliche, elegische Texte, die sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigen, die zum Nachdenken anregen, und die es in der Popmusik nicht gibt/nicht geben wird; sein Projekt wurde meiner Ansicht nach von Anfang an darauf angelegt, die Grenzen zu überschreiten, sich außerhalb dessen zu präsentieren, was durch unsere Gesellschaft als „Norm“ (dies bezogen auf Berlin, nicht auf sein musikalisches Schaffen in London) vorgegeben wird, und das gefällt mir."

von Konstanze am 15.10.08 um 13:02

"Sein „Porta Macedonia” (erscheint am 07. November 2008(?)) empfinde ich auch als sehr gelungen; neben all der unglaublichen Aura, die A. Veljanov umgibt - er gibt sich ja so... geheimnisvoll... unnahbar – berühren mich vor allem seine Aufrichtigkeit und Authentizität…

von Konstanze am 15.10.08 um 15:52

#43 von Paul K. am 14.11.08 um 13:34

 

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so eine ausserordentlich große Diskrepanz von auf der einen Seite für meine Begriffe schon regelrecht anbetende, einhellige und euphorisch klingende Kritiken und auf der anderen Seite mein eigenes Empfinden erlebt.
Was ist das hier - ein VELJANOV Fan Forum?
Gibt es denn niemanden hier der diese Musik und auch das Auftreten dieses Mannes zumindest annähernd grottig findet wie ich? Ich habe mich eben durchs gesamte net gehört und geschaut, auf der Suche nach etwas was ich dieser Musik abgewinnen kann. Aber da ist nichts. Ich empfinde Musik/ Attitude albern und schlecht. Ich krieg richtig miese Stimmung beim anhören. Das kann doch nicht wahr sein. Das musste ich mal loswerden in diesem so einhelligen Thread, in anderen darf man ja auch seine Meinung äussern.

#44 von Michaela am 14.11.08 um 14:01

 

Ad Michaela:
Dass Veljanovs – Musik nicht jeden Geschmack trifft, ist normal. Wissen Sie, es gibt Musik, die erst nach mehrfachem Anhören wirklich gut gefällt, Musik bei der man sich positive Empfindungen erst erarbeiten muss, indem man sich mit den musikalischen Werken des jeweiligen Künstlers (auch mit den Motiven) entsprechend auseinandersetzt. Ich bin der Auffassung, dass Veljanovs Soloalben, insbesondere „Porta Macedonia“, zu der Musik gehören, die ihre Qualitäten und Einzigartigkeiten erst entfaltet, wenn man sich intensiver und eingehender mit ihr befasst. Weil eben sehr persönlich ist.

Was das Auftreten und den Darstellungsstil von Herrn Veljanov betrifft… ich glaube nicht, dass Sie wirklich imstande sind, dies zu beurteilen. Haben Sie ihn live erlebt? Waren Sie auf einem Lakaien- oder Veljanovkonzert? Auf einem einzigen?

Die die ihn erlebt haben sind sowohl von seiner Musik als auch von seinem unverwechselbar einzigartigen Stil geprägt. Aus diesem Grund „zu viel Euphorie“, die mir auch etwas missfällt, s. hierzu meine Ausführungen unter #41.
Aber A. Veljanov ist zweifellos einer der bedeutendsten Sänger Deutschlands – darüber hinaus Songwriter und Interpret.

#45 von Konstanze am 14.11.08 um 16:12

 

Ad Paul K:
Ich weiß nicht, worauf Sie hinaus wollen. Daher die Bitte: Zitieren Sie nicht aus dem Zusammenhang gerissene Passagen.

Bei den von Ihnen zitierten Kommentaren handelt es sich um meine(!) persönliche Ansicht, die nicht als eine „Rezension“, sondern vielmehr als Reaktion auf den Beitrag von Herrn Heitmann zu verstehen ist. Insofern mag ich Ihren #43 nicht nachvollziehen.

#46 von Konstanze am 14.11.08 um 16:16

 

#44 Michaela
Ich interessiere mich nicht dafür und sage deswegen dazu nichts. Mich macht nur stutzig, wie schnell jemand als "genial" bezeichnet wird. Aber vielleicht stimmt es ja. (Ich werde es dennoch nicht überprüfen. Anders wäre es, wenn ein mir nahestehender Mensch diesen Künstler ganz hoch preisen würde. Aber auch dazu kann es ja noch kommen.)

#47 von Günter Landsberger am 14.11.08 um 16:41

 

also ich sehe da überhaupt kein problem, wenn sie sein album nicht mögen, dann müssen sie es sich nicht anhören. esja keine Pflicht, veljanov zu mögen.

#48 von toni am 14.11.08 um 17:28

 

Nein, es besteht tatsächlich keine Pflicht, Herrn Veljanov zu mögen.

Er erschafft nur anspruchsvolle Musik mit einzigartigen Klangelementen, abseits jeglicher Trends und Strömungen des gewöhnlichen Mainstreams.

"...wie schnell jemand als "genial" bezeichnet wird."
„Schnell“ ist gut. Die Band „Deine Lakaien“ gibt es seit 1985. Aber geschenkt!

#49 von Konstanze am 14.11.08 um 17:57

 

#@konstanze Ich verstehe manche Leute nicht. Seit 44 noch ein bisschen weniger.

#50 von Alexandra am 14.11.08 um 18:27

 

#49 Konstanze
Bitte nur zur Information für mich Unwissenden: Wann wurde Herr Veljanov zum ersten Mal verbreitet als genial bezeichnet? Wie lange haben z. B. Shakespeare, Bach und van Gogh oder Picasso auf so eine Bezeichnung warten müssen?

#51 von Günter Landsberger am 14.11.08 um 18:37

 

Hm...wann ist denn etwas anspruchsvoll und wann nicht? Und was ist denn das Kriterium für Mainstream? Volle Konzerthallen und solch einstimmige Lobeshymnen wie hier sind doch schon sehr mainstream oder? Ist doch auch nicht schlimm.

"Aber A. Veljanov ist zweifellos einer der bedeutendsten Sänger Deutschlands – darüber hinaus Songwriter und Interpret."

Das ist doch nun wirklich Geschmacksache und kein Fakt! Sie tun ja gerade so als würde jeder der diese Musik nicht mag keine Ahnung haben und Gott sei Dank eh nicht zum erlauchten Kreis derer gehören die die geistige Reife besitzen diese Musik zu verstehen. Deshalb "finde ich" sollte man einfach öfter mal die Worte "ich finde" "für mich" oder meiner "Meinung nach" gebrauchen.
Einfach weil es feiner ist.

#52 von Michaela am 14.11.08 um 18:41

 

#50: Ach Gott, so etwas bringt bereits Ihr Weltbild durcheinander? Das tut mir aber aufrichtig Leid. Ich habe bei ganz anderen Gelegenheiten das Problem Menschen nicht zu verstehen, aber sicher nicht wenn sie irgendeine Musik die ich liebe als grottig bezeichnen.

#53 von Michaela am 14.11.08 um 18:45

 

Gerade hab' ich, wie ich es an Samstagen häufiger tue, im Deutschlandfunk von 10.05 bis 11.00 Uhr die Sendung "Klassik, Pop etc." gehört. Diesmal war der Gast und Moderator der Sendung der "Popmusiker und Komponist Ernst Horn. Der wählte u. a. als Musikbeispiel ein "etwas ruhigeres" Lied von "Alexander Veljanov" aus. Auf diese Weise hörte ich den Sänger zum ersten Mal in meinem Leben. Angekündigt wurde er von Horn als der "Sänger mit der besten Stimme in der Popmusik". Nachdem ich mir das Lied aufmerksam angehört habe, muss ich sagen: Das kann schon sein. Der Mann hat eine sehr gute, ansprechende Stimme; für mein Gefühl: zu 85% guter Opernsänger und zu 15% Elvis Presley in seinen gefühlvolleren Liedern. Jetzt weiß ich aber auch, Frau Konstanzes Formulierung "genial" war Jugendsprache, nicht aufzufassen im Sinne einer Rede von "Universalgenies". Immerhin es handelte sich für mich um eine auch nebenbei durchaus hörenswerte Musik. Ich kann jetzt die von Veljanov Begeisterten etwas besser verstehen.

#54 von Günter Landsberger am 15.11.08 um 11:11

 

Ad Herrn Landsberger:
Herr Veljanov ist meiner Ansicht nach einer der faszinierendsten Protagonisten der deutschen Künstlerszene. Wenn Sie sich mit seinen musikalischen Werken eingehender auseinandersetzen, werden Sie diese sehr mögen. Es ist… das Unberechenbare, das mich an diesem Künstler so sehr fasziniert. In diesem Zusammenhang denke ich nicht zuletzt an sein aktuelles Album „Porta Mecedonia“. Aber auch andere Songs und Alben u.a. Deine Lakaien – Alben sind voller Überraschungen und bieten viel Abwechslung. Alles Eintönige und Einfallslose ist diesem herausragenden Künstler fremd.

#55 von Konstanze am 15.11.08 um 17:11

 

Ad Herrn Landsberger, #51:
William Shakespeare hatte bereits zu Lebzeiten zahlreiche Theaterstücke geschrieben (z.B. Hamlet), aber die gebührende Anerkennung für seine außergewöhnlichen schriftstellerischen/dramaturgischen Leistungen wurde Shakespeare erst nach seinem Tod zuteil. Herr Veljanov studierte übrigens Film- und Theaterwissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaften; in einem Interview äußerte er einmal den Wunsch, als Theaterregisseur und Autor zu arbeiten...

#56 von Konstanze am 15.11.08 um 17:16

 

Ad Alexandra:
Manchmal empfinde ich es auch so.

Hast Du Dir eigentlich heute das Radio – Interview mit Herrn Veljanov angehört? Ich musste heute arbeiten (bei uns ist übrigens die Hölle los wg. Verjährung und so, aber vermutlich sieht es bei euch auch nicht viel anders aus..) Jedenfalls habe ich das Veljanov – Interview wieder einmal verpasst.

Aber ich wünsche trotzdem allen ein schönes Wochenende.

#57 von Konstanze am 15.11.08 um 17:18

 

Einmal ein Lob an alle: Ich finde es im Übrigen zeimlich belebend, dass auf westropolis inzwischen eine recht kontruktive Diskussion in den Threads geführt wird.

Zu der beurteilung möchte ich noch zu meiner Person sagen, dass man daraus grundsätzlich ein ganzes Tema eröffnen könnte.

Grundsätzlich schreibe ich eine Rezension (zu deutsch Musterung). Das kann durchaus eine komplette persönliche Meinung involvieren.

Hiervon versuche ich mich aber stets frei zu machen, da ich zunächst neutral schreibe. Die Sternchenvergabe, bzw. der Abschluss,kann natürlich nicht komplett ohne persönliche Wertung erfolgen. Dieser versuche ich aber ebenfalls dann auch so darzustellen.

Allerdings, davon spreche ich mich nicht frei, gelingt dies nicht immer, sowohl im positive als auch negativen Sinn.

#58 von Ludger Heitmann am 17.11.08 um 07:54

 

#@57 Nein, ich war am Samstag den ganzen Tag unterwegs.
Apropos Verjährung: Ich habe soeben den aktuellen Newsletter gelesen. BFH-Leitsatz-Entscheidungen-91/2008…
Die Hoffnung stirbt zuletzt!

#59 von Alexandra am 17.11.08 um 09:09

 

#46
Dann bleiben Sie bitte bei Ihren Kommentaren sachlich.

#60 von Paul K. am 17.11.08 um 10:24

 

Mit „Porta Macedonia“ hat Veljanov seine Individualität um 300% gesteigert.

Ganz besonders gefällt mir persönlich die melancholische Ballade „Mein Weg“.

#61 von Klemens Troy am 17.11.08 um 12:27

 

#61: Der Begriff Individualität passt an dieser Stelle, meiner Meinung nach, hervorragend. Natürlich ist es veljanov bei Deine Lakaien nicht so sehr möglich, seine eigene Individualität einzubringen, wie hier solo.

Dennoch ist, wie ich finde, seine Art eine solche, die mindestens sehr selten, wenn nicht einzigartig ist, ohne aber nur eine Spartenmusik darzustellen.

Diesen schwierigen Spagat schafft er meiserlich.

#62 von Ludger Heitmann am 17.11.08 um 12:34

 

Herr Heitmann, würden Sie bitte im Februar Herrn Veljanov fragen – soweit möglich – wie er sich politisch positioniert, in Mazedonien? In fast jedem Interview betont A. Veljanov, sein neues Album "Porta Mecedonia" sei äußerst politisch; er habe Angst, dass in Mazedonien ein Bürgerkrieg ausbricht und das Völkerrecht gebrochen wird. Aber, waren es nicht gerade Mazedoniern, die ihren Widerstand gegen das Friedensabkommen mit zahlreichen Gewaltausbrüchen zum Ausdruck brachten? - behinderten/behindern die Gesetzgebungsreform in Mezedonien - Das Rahmenabkommen, das ausschließlich unter Vermittlung der USA(!) vereinbart und umgesetzt werden konnte, und das die mazedonische(!) Regierung für völkerrechtlich nicht verbindlich hält! Wie steht er dazu?

Des weiteren würde mich interessieren, wie er zur Todesstrafe steht.

#63 von Konstanze am 17.11.08 um 14:24

 

Ad Alexandra:
Die BFH – Entscheidung habe ich noch am Sonntag gelesen. Hm… man kann ja noch vor den EuGH gehen...

#64 von Konstanze am 17.11.08 um 14:25

 

Wenn der EuGH sich die Verjährungsfragen anguckt…:-)))))

#65 von till am 17.11.08 um 14:45

 

@63 machen wir doch gleich einen Fragenbogen…..

#66 von till am 17.11.08 um 14:47

 

Ad Till:
"Wenn der EuGH sich die Verjährungsfragen anguckt"

Unmittelbar vielleicht nicht, aber mittelbar… Immerhin sind die Bestimmungen des AStG mit der im EG – Vertrag verankerten Niederlassungsfreiheit nicht vereinbar.
Und was soll daran so lustig sein? Ich finde es eher traurig. Die höchsten Gerichte könnten ruhig ein wenig konzernfreundlichere Urteile erlassen. Denn derartige Urteile haben gravierende Folgen für die gesamte Wirtschaft. Und das ist Fakt! Und genau dieser Fakt gibt dem großen Senat die wichtige und edle Aufgabe, mit seiner „Macht“ mit Augenmaß umzugehen!

#67 von Konstanze am 17.11.08 um 15:49

 

"machen wir doch gleich einen Fragenbogen….."

Ja, Sie müssen ja ALLES ins Lächerliche ziehen. Also gut, ich ziehe meinen Kommentar unter #63 zurück. Kann doch Herr Heitmann A. Veljanov zum millionsten Mal fragen, wie „Porta Macedonia“ entstand. Und möge Herr Veljanov zum millionsten Mal darauf antworten (antworten müssen).

#68 von Konstanze am 17.11.08 um 15:51

 

Du verstehst wohl keinen Spaß?

#69 von till am 17.11.08 um 16:15

 

So etwas, liebe Kinder, nennt man ein Spiel mit verteilten Rollen. Und heraus kommt der wohl langweiligste, selbstbezüglichste Thread der gesamten Westropolis-Geschichte.

#70 von Gähn am 17.11.08 um 16:40

 

#70: sh. #5

#71 von Döner D. am 18.11.08 um 06:33

 

@63
„Das Rahmenabkommen, das ausschließlich unter Vermittlung der USA(!) vereinbart und umgesetzt werden konnte, und das die mazedonische(!) Regierung für völkerrechtlich nicht verbindlich hält!“

Ehe Du über dieses Thema in einem öffentlich zugänglichen Thread schreibst, solltest Du Dich dringend weiter belesen. Was ich damit sagen will: Ich habe bestimmt nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen und es gibt auf dieser Welt eine Reihe von Leuten, die über die Situation im ehemaligen Jugoslawien deutlich besser Bescheid wissen, als ich. Und Du weisst darüber auch nicht viel mehr, als ich. Unser Wissen reicht, um sich eine eigene Meinung zu bilden und diese mit anderen am Stammtisch zu diskutieren, aber nicht, um diese in einem öffentlichen Forum zu veröffentlichen. Hierzu wäre erforderlich, sich zumindest mal 2, 3 oder gar 6 Monate intensiv mit diesem Land zu beschäftigen, um ersteinmal aus Sekundärquellen sich ein fundiertes Bild zu verschaffen.

#72 von Jonathan am 18.11.08 um 08:37

 

#70: für Sie empfehle Horst Geyer
"Über die Dummheit"

#73 von blackangel am 18.11.08 um 08:58

 

#68
Ihre Kommentare sprechen Bände über Ihre „Werte“ und „Ideale“. Ich habe aber noch nie einen Juristen getroffen, der außerhalb seines „Berufslebens“ nach den Prinzipien leben könnte, von denen er ständig spricht.

#74 von Alchimist am 18.11.08 um 10:55

 

#68 Wenn Sie nurbereit wären, keine einseitigen Genugtuungen zu haben, die Genugtuung nicht so zu empfinden, "wie gut, daß die anderen morden und foltern, denn das ist ja die Rechtfertigung meiner Grundeinstellung", also keine Genugtuung darüber empfänden, daß zum Beispiel auf der einen Seite die Russen so böse in Kaukasus sind, und daß auf der anderen Seite wieder ein Verurteilter in den USA exekutiert wurde, wenn Sie also keine einseitigen Genugtuungen hätten, so würden Sie sich darüber empören, im Namen einer Ethik, denn daß man sich empört, fußt natürlich auf einer Moral.

#75 von Alchimist am 18.11.08 um 11:00

 

#68 Ist traurig, ich weiß, aber wer der Realität ins Auge schaut, wird nicht irgendwann
von ihr im unrechten Moment aus den Träumen gerissen.

#76 von Alchimist am 18.11.08 um 11:02

 

"So etwas, liebe Kinder, nennt man ein Spiel mit verteilten Rollen. Und heraus kommt der wohl langweiligste, selbstbezüglichste Thread der gesamten Westropolis-Geschichte."

Richtig so, Herr oder Frau Gähn. Immer drauf hauen. Jedwede Konstruktivität außen vor lassen und nur um sich wichtig zu machen, oder die eigene Wichtigkeit vorzutragen, wie eine offene Hose in der Essener Straßenbahn, irgendeinen Mist ablassen.

Weiter so. Westropolitaner sind stolz auf so ergiebige Beiträge. Sicherlich beneidet man Sie, weil Sie ein so toller Hecht sind, der als einziger in der bemerkenswert glücklichen Lage ist, den ganzen lieben, langen Tag bei sich selbser sein zu dürfen.

Weiter so. Man braucht Sie hier.

#77 von Gelangweilter Obergähner am 18.11.08 um 13:05

 

Ad Alchimist:
Ich habe Ihren Kommentar unter #75 - offen gestanden – nicht verstanden. Außerdem: ich habe bereits in dem RAF - Thread http://www.westropolis.de/buschheuer/stories/40688/
ausdrücklich geschrieben, dass ich jede Form grausamer und unmenschlicher Behandlung von Gefangenen ablehne. Insofern mag ich Ihre Ausführungen unter #75 nicht nachvollziehen.

Ihren Komm. unter #74 habe ich ebenfalls nicht verstanden. Über welche Prinzipien sprechen wir hier???

#78 von Konstanze am 18.11.08 um 13:15

 

Hey Jonathan,

Ich zog doch den Kommentar zurück! (s. #68).

Ich habe aber auch niemals behauptet, ich verfüge im Hinblick auf Mazedonien bzw. auf die dort herrschende politische Philosophie und Struktur über ein fundiertes Wissen. Insofern…

Aber, es wäre doch interessant etwas mehr über Herrn Veljanov zu erfahren. Oder?

#79 von Konstanze am 18.11.08 um 13:17

 

also mich würde auch mal interessieren
was er sonst noch für interessen hat. außer musik.

#80 von toni am 18.11.08 um 14:16

 

Ich beurteile es mal, na sagen wir als erstaunlich, dass es A. Velanjov schafft, sich musikalisch trotz dessen, dass er als "The Brain" von Deine Lakaien gilt, zumindest soviel ich weiß, sich musikalisch als Solokünstler relativ stark von diesem Projekt abzukapseln.

Ich bin kein ausgesprochener Fan, kenne aber beides ganz gut und habe mich aufgrund dieser Debatte, die ich schon seit Tagen verfolge, genauer hineingehört.

Die Porta Macedonia, da teile ich die hier überwiegende Meinung, ist sehr gut, wenn auch teils avantgardistisch, was nicht jedermanns Geschmack ist.

#82 von Peer Ol. am 18.11.08 um 14:52

 

Ja, sein Repertoire ist sehr vielfältig.

#83 von Camilla von Götz am 18.11.08 um 16:34

 

Nachstehend ein Auszug aus einem umfassenden und tiefsinnigen Interview mit Alexander Veljanov:

Frage: „ich denke, makedonien ist leider seit längerem der ewige verlierer - politisch gesehen. es ist bestimmt auch jetzt ein ganz blödes gefühl, zu wissen, dass man zu europäern zweiter klasse degradiert wird...“

Antwort: „Dritte Kategorie, würde ich sagen. Die zweite Kategorie sind die kleinen, armen neue EU Ankömmlinge; Polen, Ungarn, Slowakei. „Aber Makedonien ist leider die dritte Kategorie, weil es natürlich niemals unabhängiger Staat war, immer aufgeteilt wurde mit Unterstützung der Entente der Großmächte Europas. Es wurde immer zwischen Griechen und Bulgaren zerschnitten. Ich persönlich bin kein Nationalist und bin der letzte, der hier jegliche Ländergrenzen in Frage stellt, aber ich finde, dass dieses kleine Land mit seiner sich als Makedonier definierenden Bevölkerung es verdient hat, selbständig sein zu dürfen, ohne dass größere Nachbarn das verhindern und ich denke, der ganze europäische Gedanke basiert darauf, dass die größeren Nationen den kleineren Nationen, dass die Mehrheiten den Minderheiten das Selbstbestimmungsrecht erlauben, tolerieren und dass alle zusammen eine europäische Idee bauen. Leider haben wir ein Europa erster, zweiter und dritter Klasse. Ich hoffe, dass ich es noch erleben werde, dass es sich ändert und dass es nicht wieder zu irgendwelchen grauenhaften kriegerischen Situationen kommt, wie im Laufe der letzten Jahrhunderte. Das ganze 20. Jahrhundert war geprägt von schrecklichsten Kriegen in ganz Europa.“ Alexander Veljanov

http://www.musik.terrorverlag.de/interviews.php?id=618

#84 von Konstanze am 18.11.08 um 17:53

 

Danke für den Link :-)

#85 von Alexandra am 18.11.08 um 18:35

 

Heitmann, fallen Ihnen keine Nicknames mehr ein, unter denen Sie weiter mit sich selbst reden können?

#86 von Gähn hoch drei am 18.11.08 um 19:54

 

@ # 86 Sie sind sehr respecktlos.

#87 von Ziggy - The USA Connection am 19.11.08 um 01:40

 

#86: Gähn, ansonsten geht´s? Schließen Sie bitte nicht von sich auf mich. Ist ja lächerlich.

#87: Danke Ziggy.

#88 von Ludger Heitmann am 19.11.08 um 06:40

 

@87
und frech obendrein

#89 von blackangel am 19.11.08 um 08:36

 

Damit hat Herr Veljanov doch irgendwie recht: „Popmusik war mal was ganz Großartiges, heutzutage wird an billigen Computern mit billigen Sounds, billige Drecksmusik gemacht und an die Leute verkauft.“ A. Veljanov

Es gibt tatsächlich immer weniger Bands wie „Abba“, „Scorpions“, "Deine Lakaien", „Beatles“, „Depeche Mode“, die mit ihrer Musik beleben, faszinieren und bewegen, (und die in den Interviews etwas Sinnvolles und Interessantes erzählen). Dafür steigt aber „tokio Hotel“ auf Platz 1 der Single-Charts ein, bekommt Bambi, Comet, Goldene Schalplatte… Das kann doch irgendwie nicht wahr sein, oder? Diese Musiker (tokio Hotel) erfüllen meiner Ansicht nach absolut alle Klischees, die die Generation meiner Eltern im Hinblick auf die Popmusikentwicklung, insbesondere auf die Entfaltung ihrer „Formen“ und Strukturen, aufstellten.
Naja…

#90 von Konstanze am 19.11.08 um 09:33

 

Hm… letztendlich hast Du selbst in Deinen Worten schon erkannt, wo die Musikbranche heute steht. Es ist ein ausschließlich monetären Interessen
folgender Berufszweig. Diese Interessen können nur durch hohe Verkaufszahlen
befriedigt werden. Hohe Verkaufzahlen heißt Massenkompatibilität. Die beworbene Masse,
also der Großteil unserer Bevölkerung ist dumm (hierzu eben Erinnerung an die Pisa-Studie). Also müssen die Plattenfirmen, um finanziell erfolgreich zu sein für die Dummen
produzieren. Und so ist dann zwangsläufig das Niveau.

Hiervon ausgenommen sind selbstverständlich jeglichePlattenfirmen und Künstler, die ohne
primären Blick auf Verkaufszahlen in oben genannter Weise
arbeiten. Nur fehlt diesen meist die wirtschaftliche Stärke, um dauerhaft
gegen die Massen- und Billigproduktion zu bestehen, sodass sie untergehen
oder dann doch nur die Hure des dummen Volkes bleiben.

#91 von Jonathan am 19.11.08 um 10:06

 

##90 und 91: Ich denke, ein Problem ist es, dass sich viele nicht mehr die Zeit nehmen, Musik wirklich zu hören. Sich die Zeit zum ZuHören zu nehmen. Vielleicht ist die Schnelllebigkeit der Zeit hierfür eine Ursache.

Zu meiner Sturm und Drang Zeit musste ich mir eine LP, die 15 Mark kostete, echt abknappsen. Das war ein Highlight und man trug den zumeist sehr gut durchdachten Kauf stolz nach Hause und hütete ihn dort, wie den sprichwörtlichen Augapfel.

Dem entsprechend lief tagelang nichts anderes als die neue Errungenschaft und man las das komplette Booklet u.s.w.

Allein weil heute die außerordentliche Konsummöglichkeit besteht, in welcher Art auch immer, setzen sich nach meiner Meinung viele nur noch oberflächlich mit Musik auseinander. Da sind dann auch textliche Inhalte Wurscht.

#92 von Ludger Heitmann am 19.11.08 um 10:36

 

Wissen wir nicht alle, wer hinter Gähn oder Gähn hoch drei steckt? Sicher wissen Sie es, Herr Heitmann, wie viele andere auch. Es ist der eine ganz bestimmte dieser ehemaligen Typen hier, auf deren selbstgerechtes und selbstgefälliges Ejakulat die Leute hier irgendwann einfach keinen Bock mehr hatten, aufstanden und ihnen die Meinung geigten, die diese natürlich nicht akzeptierten.

Und wenn sich manche nicht mehr öffentlich ans Bein pinkeln ließen – oder diese personifizierte Selbstherrlichkeit ignorierten – hauten diese, zum Glück für alle, ab.

Seitdem diese Fraktion hier die Segel gestrichen hat – oder wurden sie ihnen gestrichen? – lebt westropolis doch regelrecht auf.

Nun ist man zwar öffentlich fort, aber man möchte ja mit seinem liebsten Spielzeug weiterspielen, wenn man schon den ganzen Tag nichts sinnvolles zu tun weiß in seiner Hucke – außer vielleicht die eigene Homepage pflegen, die eh keiner besucht. Doch es soll keiner merken, da denkt man sich dann andere Namen aus, wie Gähn. Ui, das ist ganz toll und ganz einfallsreich. Regelrecht originell.

Ich bin, zugegebenermaßen, nicht anders. Aber aus welchem Grund sollte ich mich als früherer Besucher hier zu erkennen geben, wenn sich Gähn einen anderen Namen gibt? Lustig ist das bekannte Rätselraten, wer hinter den Namen steckt, allemal. Nur mit dem Unterschied, dass selbst Sie, Herr Heitmann, so weit ich das Ganze hier verfolge, wohl erst nach mir erschienen sind, während Gähn erkannt ist, und selbst Sie mich nicht kennen.

Daher wird dann mal eben wieder behauptet, der Autor kommentiert sich selbst unter anderem Namen. Auch eine typische Facette aus hoffentlich für immer vergangenen Zeiten. Das ist, da haben Sie Recht, Ziggy, respektlos – und, da haben Sie Recht, Herr Heitmann, lächerlich – und, da haben Sie Recht blackangel, frech.

Aber genau darauf sind diese Typen doch aus. Man soll sich möglichst noch aufregen, damit sie ein neuerlicher Schwall selbstbefriedigender Glückseligkeit heimsucht, welcher ihnen einen neuen Rinnsal Sabber aus den Mundwinkeln laufen lässt..

Ignorieren Sie diese Typen einfach. Alle die sie hier sind sollten dies tun. Nachdem diese Leute offiziell fort sind, wollen sie nicht, dass andere Menschen dieses Forum zum Austausch nutzen.

Denn was sie nicht haben, sollen andere auch nicht haben. Dann lieber einfach blind um sich schlagen. Irgendwen wird man schon treffen, nach dem Motto: „Wenn mich keiner mitspielen lässt, will ich wenigstens alles kaputt schlagen.“ Das ist das Allerletzte von solchen Typen, gehört aber wohl zu deren originären Lebensphilosophien.

Arme Menschen.

#93 von Gelangweilter Obergähner hoch drei am 19.11.08 um 12:53

 

Ad Jonathan und Herrn Heitmann:
Der Mangel an Intellekt oder geistiger Reife, der Mangel an Interesse oder Zeit… das mag alles sein. Aber was ist mit den Medien, die derartige „Musik“ bewusst zum nationalen „Kulturgut“ hochstilisieren. Ich frage mich nämlich, welche herausragende musikalische, schöpferische, intellektuelle Leistung diese Band (Tokio Hotel) erbrachte, die Bambi-, Comet – Auszeichnungen etc. rechtfertigen würde. Meiner Ansicht nach gar keine.

Herr Velajnov schon.

Ad Gelangweilter Obergähner hoch drei:
Im Endeffekt hat doch Frau Buschheuer recht. Irgendwie. (der Boden hier ist tatsächlich voller Schlipse). Daher würde ich vorschlagen, derartige Kommentare (#70, 86 etc.)einfach zu ignorieren.

#94 von Konstanze am 19.11.08 um 13:53

 

Ad Jonathan:
Hat Dir das aktuelle Veljanov – Album (Porta Mecedonia) gefallen? Du hast Dich hierzu noch nicht geäußert.

#95 von Konstanze am 19.11.08 um 13:55

 

@ # 93 Danke fuer das sehr gute Kommentar.Ich bin ganz Ihrer Meinung.
You made my day.

#96 von Ziggy - The USA Connection am 19.11.08 um 13:57

 

Konstanze: Ich will deine Meinung keineswegs in Abrede stellen. Bill und Kollegen von Tokio Hotel haben ein gutes management und entsprechen dem Jugendstil und -ideal.

Klar, grundsätzlich können sie auch singen. Das muss man anerkennen. Ich sehe diese Band aber genauso oberflächlich. Ich laufe bei der Musik nicht schreiend weg, aber sie gibt mir auch nichts.

#97 von Ludger Heitmann am 19.11.08 um 14:04

 

@95
Ganz allgemein muss ich dir meinen ersten Eindruck so schildern, dass ich Mühe hatte, das Album zu Ende zu hören und es nur meinem Interesse an Veljanovs Arbeit zu verdanken ist, dass ich es tat. Eine solche CD eines Musikers XY hätte ich nach dem ersten Probehören weggelegt.

#98 von Jonathan am 19.11.08 um 16:27

 

Ist halt ein Album, das ein wenig Zeit braucht, aber mit dem wiederholten Hören immer besser wird ;)

#99 von Jonathan am 19.11.08 um 16:29

 

# 84
Vielen Dank für den Link :-) habe gerade reingelesen..

Tolles Album, tolle Songs, großartige Stimme, charismatischer und sehr sympathischer Veljanov :-)

#100 von Jocelyn am 19.11.08 um 17:38

 

@#93 von Gelangweilter Obergähner hoch drei: Ich schaue hier ja nur noch sehr sporadisch rein und wundere mich dann schon über mancherlei. Meint der Autor dieses Kommentars am Ende etwa mich? Dann liegt er jedenfalls ganz falsch, denn ich habe Besseres zu tun, als mir meine Zeit mit solchen Bagatellen zu vertreiben wie den hier inkriminierten Kommentaren, die übrigens ja auch schon an der dürftigen Artikulationsfähigkeit unschwer als kaum meiner Feder entsprossene zu erkennen sein müssten, wenn man immer seine fünf Sinne noch beieinander und sich ein letztes Restchen an kritischer Urteilsfähigkeit bewahrt hat. Dass nun selbst der treue Kämpfer um ein Restchen Niveau bei Westropolis, Bernd Berke, wie üblich kommentarlos die Segel gestrichen hat, macht wohl evident, welche Zukunft diesem WAZ-Blog beschieden ist: nämlich keine. Ziemlich peinlich, wo diese hoffnungsvoll gestartete Veranstaltung mittlerweile gelandet ist. Else Buschheuer schreibt auf, was uns die Glotze tagtäglich für Blödigkeiten präsentiert, als wenn das eine brandheiße neue Erkenntnis wäre. Ludger Heitmann findet es immer noch Klasse, dass die Musiker seiner Wahl in Kirchen auftreten dürfen. Hatice Akyün macht post festum Reklame für ihre Lesereise. Und damit überhaupt noch ein paar Gesichter im Fenster unter der Überschrift "Gästeliste" auftauchen, muss man den armen Hans-Martin Gross vom Nebentisch im Großraumbüro in die Zwangsjacke stecken, der sich eher sporadisch einen abquält. Zu Nadine Albach schweigt des Sängers Höflichkeit. Einzig leid tut es mir um den armen Ingo Juknat, der mehr verdient hätte, als sich auf einer solch platten Platform zu verschleißen. - Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis Juliette Guttmann diesen Kommentar in den Orkus befördert hat.

#101 von Revierflaneur am 20.11.08 um 00:37

 

Sporadisch, so, so. So ein Zufall aber auch, ausgerechnet dann auf diesen einen Kommentar zu treffen.

Peinlich bist hier einzig und alleine du, in deiner durch nichts Nennensweretes gerechtfertigten Arroganz . Du hast hier lange keine Freunde mehr. Was willst du also dann?

Der Unerträglichkeit eines nicht mehr so stark beachteten Egos entkommen? Ach, Armer.

#102 von Sunzi Sonnenschein am 20.11.08 um 05:02

 

#101 Revierflaneur
Wer hier fast nur noch beleidigt, (zunächst in berechtigter Verwahrung gegen #93), darf sich nicht wundern, dass auch Sachliches, Inhaltliches aus der eigenen "Feder" hier und andernorts nicht mehr ernsthaft gewürdigt wird.

#103 von Günter Landsberger am 20.11.08 um 07:47

 

Jonathan,
"Porta Macedonia" ist definitiv kein Album zum Nebenbeihören. Und ich habe bereits an anderer Stelle in diesem Thread ausgeführt, dass man sich bei den … ja anspruchsvolleren Musikstücken, bei denen der Gesamtverlauf eben nicht berechenbar ist, gewisse positive Empfindungen oder Glückseligkeitsmomente zunächst erarbeiten muss. Ich meine, nehmen wir doch Bach als Beispiel, wir würden uns doch niemals die „Matthäuspassion“ nebenbei anhören… od. anhören ohne die Intentionen und Motivationen des Komponisten hiterfragt zu haben…

Was ich persönlich an dem aktuellen Album aber zu bemängeln hätte (wobei hier „bemängeln“ bitte nicht überbewerten), ist die Tatsache, dass Herr Veljanov sehr viel auf Deutsch singt und somit den potenziellen „Kundenkreis“ zu sehr auf Deutschland beschränkt. Denn gerade „Porta Macedonia“ ist meiner Ansicht nach sehr speziell und… ja… äußerst textbezogen, so dass die Gefahr besteht, dass die potenziellen Konsumenten zum Beispiel aus dem englischsprachigen Raum möglicherweise die Songs anders wahrnehmen, interpretieren, bewerten werden. Aber naja… Dein Deutsch ist ja sehr gut, jedenfalls soweit ich das als Nichtmuttersprachlerin beurteilen kann:-)

#104 von Konstanze am 20.11.08 um 11:12

 

"nehmen wir doch Bach als Beispiel, wir würden uns doch niemals die „Matthäuspassion“ nebenbei anhören… od. anhören ohne die Intentionen und Motivationen des Komponisten hiterfragt zu haben…"

Huch? Also ich höre die Matthäuspassion schlicht und ergreifend weil sie so großartig ist und mir unglaublich zu Herzen geht. Insbesondere wenn Anne Sofie von Otter daran beteiligt ist. Und ich gestehe: Intention und Motivation des Komponisten habe ich dabei noch nie hinterfragt.

#105 von Michaela am 20.11.08 um 11:34

 

Aus Matthäus ist übrigens:

"Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird."

Kunst, die erklärt, hinterfragt werden muss oder will?

Nicht mein Ding.

#106 von Sunzi Sonnenschein am 20.11.08 um 11:44

 

Grundlage aus Wikipedia zum Thema TROLL:
In einem Internetmedium wird ein Autor als Troll bezeichnet, dessen Beitrag nicht zu dem Thema beiträgt (eigener Kommentar: sh. ##70, 86, 101), sondern der vor allem das Ziel hat, weitere Reaktionen hervorzurufen, ohne am eigentlichen Thema interessiert zu sein (eigener Kommentar: sh. ##70, 86, 101).
Ziel eines Trolls ist es, Diskussionen um ihrer selbst willen auszulösen, ohne wirklich am Thema interessiert zu sein, beispielsweise wütende Antworten, auch bekannt unter der englischen Bezeichnung Flames zu provozieren (eigener Kommentar: sh. ##70, 86, 101), Menschen mit anderer Meinung zu diskreditieren (eigener Kommentar: sh. ##70, 86, 101) oder eine Diskussion zu sabotieren, indem eine unangenehme Atmosphäre geschaffen wird (eigener Kommentar: sh. ##70, 86, 101).

Armer Revierflaneur, tuck, tuck, tuck, tuck. Ihre alberne und nicht enden wollende Endzeitstimmung „macht wohl evident, welche Zukunft diesem WAZ-Blog beschieden ist: nämlich keine.“ interessiert hier doch niemanden die Bohne, ebenso wie ihr stets überflüssiges Gejammere. Abgesehen vom x-ten und, ach ja, rein zufälligen, Wiederauftauchen nach dem xx-ten Abgang hier. Sie sind ein einziger Langweiler. Wenn Sie das hier doch nicht interessiert, warum kehren Sie immer wieder zurück? Nein, ich ziehe die Frage zurück, sonst antworten Sie darauf auch noch und dadurch würde man Ihnen noch mehr Aufmerksamkeit zubilligen, wie ich es hiermit schon mache.

#107 von inzwischen eingenickter Obergähner am 20.11.08 um 12:39

 

@104
Wie gesagt, ich finde die CD nicht grottenschlecht, aber sie kann mich persönlich nicht wirklich überzeugen. Aber das ist lediglich meine Meinung, aus Konsumentensicht, die keinen Anspruch darauf hat, sich mit den Einschätzungen von Leuten messen zu lassen, die Musik gelernt oder studiert haben. Und ich denke, Du solltest mir das nicht übel nehmen und Dich eigentlich über meine offenen Worte freuen.

#108 von Jonathan am 20.11.08 um 13:11

 

Jonathan: Es wäre ja auch schade, wenn wir alle den gleichen Geschmack hätten:-)

Konstanze: Die (Musik)sprache ist heutzutage ein "Problem", welches zum Tanz auf des Messers Schneide einlädt.

Viele, viele Jahre waren englische Texte auch für deutsche Interpreten nahezu selbstverständlich. Nunmehr wird aber von vielen in deutsch gesungen. Vielleicht kann man ja auch erwarten, dass der anderssprachige Hörer sich so sehr mit der deutschen Sprache auseinandersetzt, wir es der Deutsche lange mit der englischen gemacht hat?

Ich habe schon häufiger betont, dass auch ich nur Schulenglisch gelernt habe, welches auch noch so weit vorhanden ist. Das reicht oftmals aber nicht aus, textzusammenhänge zu verstehen. Auch diesem Umstand ist die Tatsache geschuldet, dass ich ohenhin überwiegend deutschsprachige Musik höre.

#109 von Ludger Heitmann am 20.11.08 um 13:24

 

#105 MIchaela
Gute Musik überzeugt meistens von Anfang an, manchmal aber auch erst nach mehrmaligem intensiven Hören. Manche Musik kann man so oft hören, wie man will, sie wird dadurch auch nicht besser. Allerdings läuft man manchmal Gefahr, etwas zu überschätzen.
(Bei Bachs "Matthäus"- oder "Johannespassion" sind wir uns einig. Bei Jánacek vielleicht nicht.) Aber von "Ranking-Listen" (egal welcher Art) habe ich noch nie etwas gehalten.
Gute Musik kann man auf verschiedenen Ebenen hören; etwas mehr über sie zu wissen, ist nicht unbedingt nötig, wird aber sicher nicht schaden. Oft ist dadurch ein noch reicheres, differenzierteres Hören möglich.

#110 von Günter Landsberger am 20.11.08 um 13:38

 

"es der Deutsche lange mit der englischen gemacht hat?"

Zumindest für die letzten fünf Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts halte ich das - was die Masse der Musikhörer angeht - für ein Gerücht.

#111 von Sunzi Sonnenschein am 20.11.08 um 13:56

 

Apropos Bach und fremdsprachige Texte. Witzig und lesenwert:

http://de.wikipedia.org/wiki/A_Whiter_Shade_of_Pale

Nicht einverstanden bin ich mit dem Hinweis auf den "verwirrenden Text".

Für mich macht der Text absolut Sinn.

Aber ich habe ja auch geraucht.

#112 von Sunzi Sonnenschein am 20.11.08 um 13:58

 

Ad Ludger Heitmann:
Ja, aber das Ziel ist doch, „Porta Mecedonia“ einem möglichst breitem Publikum zugänglich zu machen. In diesem Zusammenhang denke ich nicht nur an englischsprachige Länder (obwohl Herr Veljanov im GB – jedenfalls in London – eine gewisse Popularität genießt, jedenfalls soweit ich dies beurteilen kann, weil viele die ich dort kenne, Deine Lakaien kennen), sondern auch an anderssprachige Länder, wie Russland (in Moskau ist er sehr populär), Polen, China, Griechenland und nicht zuletzt Mazedonien. Die Weltsprache ist nun mal English und „Porta Macedonia“ ist nun mal sehr textbezogen.

#113 von Konstanze am 20.11.08 um 14:14

 

Ad Michaela:
"Intention und Motivation des Komponisten habe ich dabei noch nie hinterfragt."

Tja, ich schon.

#114 von Konstanze am 20.11.08 um 14:15

 

Jonathan,
ich bin wegen Deiner Ansicht selbstverständlich nicht sauer…
Dem Inhalt Deiner Kommentare entnehme ich aber, dass Du die Songs (inhaltlich) einfach nicht verstanden hast (s. hierzu meinen Kommentar unter #104 II).
Vielleicht solltest Du Dir in Anbetracht Veljanovs objektiven(!) Erfolges Gedanken machen, ob Du mit Deiner „Bewertung“ nicht falsch liegst.

#115 von Konstanze am 20.11.08 um 14:17

 

#115 Weil ich ja ein neugieriges Kerlchen bin: Wie misst man diesen "objektiven Erfolg"? Chart-Platzierungen? Verkaufte Tonträger? Bekanntheitsgrad bei Umfragen? Oder noch etwas ganz anderes?

#116 von Sunzi Sonnenschein am 20.11.08 um 14:38

 

@ 115
Ich finde, Du bist zu schnell euphorisch und wertest alles andere, was nicht in dieses Schema passt zu schnell ab.

#117 von Jonathan am 20.11.08 um 17:51

 

veljanov ist geil und hat eine geile stimme :-))))))))

#118 von till am 20.11.08 um 18:14

 

Erfolg ist relativ. Ich denke, keiner von uns kennt Veljanovs tatsächliche Absicht. Wenn ein Künstler sein Werk, egal ob CD, ob Bild, ob Bildhauerei u.s.w., mit vollster Überzeugung fertig gestellt hat, ist der Erfolg und somit auch der Kommerz mitunter, nicht immer, zweitrangig.

Ungeachtet dessen verstehe ich die Leute, denen Veljanov nicht zusagt. Denn die hier auch schon mal angesprochene Avantgarde ist wirklich nicht jedermanns Sache.

Ich verstehe auch die Kommentare, die die CD als grottenschlecht beurteilen. Dies stellt das persönliche Empfinden da, und das ist jedem zuzubilligen.

Das ändert aber objektiv nicht zwingend etwas an einer guten CD.

Ich finde die Kastelruther Spatzen oder die Wildecker Herzbuben beispielsweise ganz schlimm. Daher habe ich aber dem Grunde nach nicht das Recht, zu sagen, dass die Musik im Allgemeinen schlecht ist. Denn auch die treffen die Töne und haben ihre Anhänger.

Diese Differenzierung ist meiner Meinung nach ganz wichtig.

Das lässt einen dann natürlich dazu kommen, dass es im Allgemeinen objektiv keine schlechte Musik gibt, wenn, dann nur subjektiv.

#119 von Ludger Heitmann am 20.11.08 um 21:02

 

102 und 103 heulen mit den Wölfen. Traurig.

#120 von meister petz am 20.11.08 um 23:53

 

#120 meister petz
#103 hat bewusst differenziert ge-schrieben, wie die Teilaussage ("zunächst in BERECHTIGTER Verwahrung gegen #93") eindeutig belegt und auch der Umstand, dass ich mich jetzt EINMAL (und nie wieder) dazu geäußert habe. Da wo für mich eine Grenze ist, melde auch ich mich wenigstens einmal deutlich zu Wort, ohne jetzt etwa ständig in diese Kerbe hauen zu wollen. Gegen die hervorragende Pianistin und Wolfsfreundin Hélène Grimaud habe ich übrigens tatsächlich nichts. Ihr Schumann- und Brahmsspiel ist meisterhaft.

#121 von Günter Landsberger am 21.11.08 um 00:21

 

#120 Jo. Mir kommen auch schon die Tränen. Ist es dein Hobby, aus Tätern Opfer zu machen?

#122 von Sunzi Sonnenschein am 21.11.08 um 04:08

 

Ad Jonathan:
Ich bin keineswegs euphorisch!

Weißt Du, ich weiß nicht… ich weiß wirklich nicht, ob es an der unterschiedlichen Mentalität liegt oder vielmehr an der Tatsache, dass Du nicht erkennen willst(!), dass hier (damit meine ich „Porta Macedonia“) ein herausragender Musiker… ja… in gewisser Weise ein Visionär am Werk war… oder vielleicht dies nicht erkennen kannst?! Mag sein. Denn Intelligenz war schon immer Frauensache!

#123 von Konstanze am 21.11.08 um 09:14

 

@123
"Denn Intelligenz war schon immer Frauensache!"

Wenn dem so wäre, dann lässt das nur zwei Schlüsse zu:

Entweder Deine Geschlechtsgenossinnen haben sich ein paar tausend Jahre ganz schön veräppeln lassen oder die Intelligenz spielt für das Erreichen einer dominanten Rolle doch nicht die Rolle, die ihr gemeinhin zugesprochen wird... ;))

#124 von Jonathan am 21.11.08 um 10:13

 

P.S. Aber schließlich ist es doch so, dass man zwar eine gewisse Grundintelligenz benötigt, diese aber auch für das Erreichen von Außergewöhnlichem für nahezu alle gesellschaftlich bedeutenden Bereiche ausreichend ist, da zum Erreichen von Außergewöhnlichem viele andere Eigenschaften gut bis hervorragend ausgeprägt sein müssen. Außergewöhnliche Intelligenz allein hat noch nie gereicht. Für Gegenbeispiele, die diese Behauptung widerlegen, bin ich dankbar.

Fazit: Nicht auf Intelligenz ausruhen, sondern die Vielzahl derer Eigenschaften schulen, die heute unter SOZIALER KOMPETENZ zusammengefasst werden: Kommunikationsfähigkeit oder Nachgiebigkeit im richtigen Moment... Wie wärs damit?

#125 von Jonathan am 21.11.08 um 10:22

 

#105: Ich glaube Konstanze wollte damit sagen, dass man sich diesem Thema im Rahmen des Hörens widmen muss. Also wirkliches Hören und nicht berieseln lassen.

#126 von Ludger Heitmann am 21.11.08 um 11:49

 

#125 Man kann auch ohne jedwede soziale Kompetenz Jura studieren…

# 123 „ein herausragender Musiker… ja… in gewisser Weise ein Visionär am Werk war…“ Ah, was für ein Jammer: ich bin nicht intellektuell genug für diese Platte…

#127 von Florian am 21.11.08 um 11:50

 

@127: Viel Spaß beiDacklschauen der D-Prominenz…

@104: Ich war bis jetzt nur beim "Deine-Lakaien-Konzert" in Leipzig, im Gewandhaus. Die
machten 20-jahre-Jubiläums-Tour und haben zusammen mit den Frankfurter Philharmonikern ein großartiges 3 Stunden Konzert gespielt. Alex (Veljanov) hatte zwar die ersten drei Lieder einen leichten Hänger und sang permanent eine gefühlte halbe Sekunde dem Orchester hinterher, aber dann wurde es besser. Bei "overpaid" hatte er am Anfang auch noch mal ein kleines Problem, ins Lied zu kommen, dafür war dann das Liedfinale um so stärker. Auch "over and done" war ein Genuss, auch wenn, was ich befürchtete es am Anfang durch die klassische Begleitung nicht so "krachte", wie die Studioversion oder die "normale" Konzertversion. Aber zum Finale des Liedes hin haben die Philharmoniker auch dort gezeigt, dass man mit klassischen Instrumenten auch richtig "Leben in die Bude" bringen kann. Krönendes Finale war natürlich "Love me to the end" in einer großartigen auf das Orchester zugeschnittenen Version. Leipzig hatt die "Musikgötter" dann bestimmt noch eine viertel Stunde gefeiert. Es war gigantisch; und ich nutze dieses Wort selten...;)

Ich bin noch nicht so richtig dazu gekommen, mir „Porta-Macedonia-Album“ anzuhören; das werde ich aber nachholen!

#128 von Daniel Barth am 21.11.08 um 13:03

 

"Ah, was für ein Jammer: ich bin nicht intellektuell genug für diese Platte…"

Ich bin so etwas von abgrundtief genervt von diesem dämlichen, gehaltslosen, einfallslosen, argumentationslosen, verklausulierten „Gequatsche“, von diesen Menschen, die Alexanders aktuelles Album als „schlecht“ oder „grottenschlecht“ bezeichnen, nur weil ihnen die Fähigkeit fehlt, die elementarsten Zusammenhänge zu erkennen oder sich auf das Wesentliche der Musik zu konzentrieren.

Was Sie persönlich betrifft, 127, so hoffe inständig, dass Sie kein(!) Jurist sind. Wo kämen wir dann hin?!

#129 von Konstanze am 21.11.08 um 14:55

 

Ad Daniel:
Es war mir leider nicht möglich dem Lakaien – Konzert in Leipzig beizuwohnen. Ich war damals studiums- und berufsbedingt verhindert, habe aber viel darüber gelesen. Das Konzert war wohl phänomenal…

Unter dem nachstehenden Link findest Du „Einführungsinfos“:)
Viel Vergnügen beim CD – Anhören :-)

http://www.musik.terrorverlag.de/interviews.php?id=618

#130 von Konstanze am 21.11.08 um 15:01

 

@#129 Konstanze

Inhaltlich ist mir dieser Thread so ziemlich egal, ich habe mangels näherer Kenntnis nichts für oder gegen Veljanov einzuwenden.

Aber, großes Aber:
Wollen Sie bei Westropolis etwa eine Geschmacks-Diktatur errichten? Soll es jetzt erlaubt oder wünschenswert sein, dass man jemanden quasi zwingt, die gleichen Bücher / Bilder / Musikstücke zu mögen wie man selbst, widrigenfalls jene(r) andere als geistig-seelisch minderbemittelt geschmäht wird? In der Tat: Wo kämen wir da hin?

#131 von Bernd Berke am 21.11.08 um 15:06

 

Nein Herr Berke, Sie haben mich in diesem Zusammenhang falsch verstanden. Mein Kommentar unter #129 richtet sich ausschließlich und ausdrücklich an 127 (der bl… und verbl… ist), und nicht an ALLE.

#132 von Konstanze am 21.11.08 um 15:18

 

@#132
Nun, Sie reden aber in #129 von "diesen Menschen", die das Album schlecht finden - und schwenken erst dann auf die #127 persönlich ein. Mit anderen Worten: Sie geben etwaigen Missverständnissen Nahrung.

#133 von Bernd Berke am 21.11.08 um 15:25

 

Ach, Herr Berke, Konstanze fährt doch immer dieselbe Tour: Sie reißt den Thread mehr oder weniger an sich, verjuristiert ihn zum großen Teil, und wer ihrer Ansicht nicht folgen mag, dem werden Dummheit und Nicht-folgen-K ö n n e n attestiert.

#134 von Gesche Mercks am 21.11.08 um 16:41

 

@129
Nochmal: Ich find das Album nicht schlecht. Die Songs lassen sich alle gut hören, hauen mich aber nicht vom Hocker!

#135 von Jonathan am 21.11.08 um 16:45

 

@129
Vielleicht können wir uns ja gedanklich (virtuell:-) so weit annähern, dass wir uns zumindest auf einen Kaffee interessant unterhalten können...

#136 von Jonathan am 21.11.08 um 16:47

 

@#134 Gesche Mercks

Schon klar. Aber soll ich deshalb jeglichen Widerspruchsgeist an der Garderobe abgeben? Nö, wa?

Und zum "Verjuristieren": Da sehnt man sich doch nach dem einen oder anderen rechtsfreien Raum.

#137 von Bernd Berke am 21.11.08 um 17:57

 

@#137:
1- Aber auf gar keinen Fall!

2- Jawohl, und zwar in verschiedener Hinsicht.

#138 von Gesche Mercks am 21.11.08 um 18:01

 

Dass Veljanov nicht gerade den Mainstream bedient, zeigt seine, zumindest so viel ich weiß, nicht vorhandene TOP 100 Bewertung der Album Charts. Das lässt natürlich den Schluss zu, dass sich dahinter nicht zu viel verbirgt.

Aber: Was sind schon Chartplatzierungen? Die Alben, die meinen Geschmack treffen, sind nicht häufig in den TOP 50, auch wenn es in der letzten Zeit mit ASP oder Polarkreis 18 Ausnahmen gab.

Über Geschmack lässt sich grundsätzlich baer ja bekanntlich ...

#139 von Ludger Heitmann am 21.11.08 um 18:48

 

"Es wird so viel über Musik gesprochen und so wenig gesagt. Ich glaube überhaupt, die Worte reichen nicht hin zu, und fände ich, daß sie hinreichten, so würde ich am Ende keine Musik mehr machen." (Felix Mendelssohn Bartholdy)

"Zitat des Tages" der aktuellen Seite von "classic.com"

#140 von Günter Landsberger am 22.11.08 um 05:16

 

Ich habe hier Niemandem Dummheit etc. attestiert. Es ist vielmehr so, dass einige „Randfiguren“ in diesem Forum, die inhaltlich zu einer Diskussion nichts, aber absolut gar nichts, beigetragen haben (s. hierzu auch den RAF – Thread), stets versuchen die Diskussion durch ihre gehaltlose (ihr intellektuelles Elend belegende) Einlassungen zu sabotieren.

Und ja, ich halte einige Kommentare in diesem Forum für gehaltlos, oberflächlich und dämlich, zumindest für einen gebildeten, auf der Höhe der Zeit lebenden, über den Tellerrand blickenden und an aktuellen Ereignissen interessierten Menschen nicht diskutierbar und nicht nachvollziehbar!

#141 von Konstanze am 22.11.08 um 13:19

 

Ad Herrn Heitmann:
„Das lässt natürlich den Schluss zu, dass sich dahinter nicht zu viel verbirgt.“

Und was soll das heißen?

Herr Veljanov ist sehr erfolgreich und gehört wahrscheinlich nicht zu dem törichten und mediengeilen Bodensatz der Ungeziefer, die ihre Wichtigkeit danach bestimmen, ob irgendeine Entertainmentjournalistin interessiert, was sie von sich zu geben haben, um es dann via Emmissionsterror via TV an die mit wenig zufrieden zu stellenden niveauarme Konsumentenschicht weiter zu verkaufen.

Ad Alle: In diesem Sinne viel Spass noch beim „konstruktiven Diskutieren“ und ein schönes Wochenende!

#142 von Konstanze am 22.11.08 um 13:24

 

#142 Konstanze
"Ungeziefer" auf Menschen angewandt? Wollen Sie als gebildete Frau in die Nähe des Vokabulars des "Wörterbuch(s) des Unmenschen" bzw. der "LTI" gerückt werden?

#143 von Günter Landsberger am 22.11.08 um 13:47

 

#142
Ich verstehe nicht wie ein Mensch der sich derart gebildet gibt so boshaft sein kann. Sie klingen so boshaft dass es bereits verbittert anmutet. Haben Sie eigentlich Freunde?

#144 von Michaela am 22.11.08 um 14:40

 

ad144: na, bildung und boshaftigkeit ist eben leider kein widerspruch. das ist ja das fatale.

#145 von Else Buschheuer am 22.11.08 um 15:35

 

@145: Schon klar. Aber die Kommentare 141 und 142 sind Gossenjargon verpackt in intellektuelle Worthülsen. Menschen als "Ungeziefer" zu betiteln, als "Randfiguren" als intellektuell verelendigt, dämlich und so weiter, läßt mich hier wirklich fassungslos zurück.

#146 von Michaela am 22.11.08 um 16:22

 

konstanze schafft es immer wieder, unser aller kleine volksseele abzukochen. respekt!

#147 von Else Buschheuer am 22.11.08 um 16:26

 

Aber nur wenn "Respekt" neuerdings ein Synonym für Fassungslosigkeit un Entsetzen ist.

#148 von Michaela am 22.11.08 um 16:43

 

#145eb
Ich bitte darum, einen Unterschied zu machen zwischen Bildung und Ausbildung. (Fachliche) Ausbildung und Boshaftigkeit mögen sich tatsächlich nicht ausschließen. Leider!
Geht es hier aber nur darum?
Für mein Gefühl hat menschenverachtendes Vokabular nichts mit Boshaftigkeit zu tun. Man kann boshaft sein, ohne anderen Menschen gegenüber deswegen gleich ungebührlich verächtlich zu werden.

#149 von Günter Landsberger am 22.11.08 um 18:49

 

was mich vielmehr irritiert am unterton dieses threads - und zwar ganz unabhängig von konstanzes entgleisungen, aber nicht trennbar davon - ist die kollektive empörung, die aufforderung, sich umgehend zu positionieren und starke gefühle wie "fassungslosigkeit" und "entsetzen" zu teilen. und wehe nicht.
sorry, ich kann das nicht nachvollziehen.

#150 von Else Buschheuer am 22.11.08 um 19:15

 

#150 eb
unbedachte entgleisungen kann es geben. dafür kann man sich auch entschuldigen.

Übrigens: Nirgends (weder in #142 noch in #149) habe ich andere zu "Positionierungen" (noch dazu "kollektiven") aufgerufen. Und auch andere in diesem Thread haben das nicht getan. Man müsste auch hier differenzieren.

#151 von Günter Landsberger am 22.11.08 um 19:31

 

#150 eb
Ich z. B. bin allergisch gegen alles nationalsozialistische Vokabular. Ich kann da (gerade auch als Einzelperson! fern von allem Kollektiven, in der Hoffnung aber, dass andere da ähnlich empfindlich sind) nicht schweigen.

#152 von Günter Landsberger am 22.11.08 um 19:36

 

boden voller schlipse

#153 von Else Buschheuer am 22.11.08 um 19:49

 

#147 #150

1. Sie nehmen mich ja schon wieder in Beschlag, ohne vorher gefragt zu haben, Frau Else. Angesichts der Fälle, in denen Sie das wiederholt tun, muss ich mir das langsam verbitten. Ihre "unser aller kleiner volksseele" behalten Sie mal schön für sich. Respektieren Sie, wen Sie wollen und sympathisieren Sie mit wem auch immer. Meine Bewunderung oder meinen Respekt vergebe ich dann doch schon lieber selbst.

2. Jede Gemeinschaft gibt sich Regeln. Verfasste oder unausgesprochen geltende, in Stein gemeißelte oder virtuelle. Das ist sicher auch bei Westropolis nicht anders. Können Sie mir einen einleuchtenden Grund nennen, warum die Gemeinschaft in dem einen Fall richtig handelt, wenn Sie beispielsweise den "Revierflaneur" verstößt, sie andererseits aber daneben liegt, wenn sie Konstanze bei nicht weniger ätzendem Verhalten zu mäßigen versucht?

"Weils mir persönlich grad so in den Kram passt" ist für mich persönlich übrigens *kein* einleuchtender Grund. Da können Sie noch so viele Schlipse sehen, wie Sie möchten.

#155 von Sunzi Sonnenschein am 22.11.08 um 21:57

 

#153 eb
Machen Sie es sich da nicht etwas zu leicht, liebe Frau Buschheuer? Ich fühle mich durch niemandem (ohne Ausnahme!) in diesem Thread persönlich auf den Schlips getreten.

Nur gegen Frau Konstanzes auf andere (!) Menschen bezogene Wortwahl "Ungeziefer" habe ich - und ich glaube, nach wie vor, zu Recht - etwas einzuwenden gehabt. Und ich weiß, dass ich mit dieser Bezeichnung nicht gemeint war und nicht gemeint sein konnte. Ich habe nur reagiert (#142), weil niemand anderer reagiert hatte. Hätte jemand anderer reagiert, hätte ich selbst nichts mehr dazu gesagt, wie ich mich auch an den anderen Querellen dieses Threads bewusst nicht beteiligt habe, allenfalls einige wenige rein sachliche Beiträge beigesteuert habe.

#156 von Günter Landsberger am 22.11.08 um 22:02

 

freunde, mal ganz ruhig bleiben. ich schreibe seit fast zwei jahren regelmäßig für westropolis. ich respektiere alle, die hier schreiben. das ist erst mal die grundhaltung. im übrigen kann mich nicht erinnern, hier jemals jemanden beleidigt zu haben.
hab auch heute wirklich gute laune heute. die kriegt auch glaub ich niemand kaputt.
hielt vorhin ein altes schulzeugnis in der hand, in welchem stand "fügt sich nicht ins klassenkollektiv ein". eine uralte charakterschwäche also.
ich bereue aufrichtig, mich in diesem thread zu wort gemeldet zu haben, wo ich es doch wirklich mittlerweile besser wissen sollte. ich bitte die gemeinschaft in angemessener zerknirschung um verzeihung und küsse wahllos alle herumliegenden schlipse.

#157 von Else Buschheuer am 22.11.08 um 22:27

 

@#157: ...den Arsch nicht vergessen :D

#158 von Dr. No am 22.11.08 um 22:37

 

@ 151 Herr Landsberger:

"Übrigens: Nirgends (weder in #142 noch in #149) habe ich andere zu "Positionierungen" (noch dazu "kollektiven") aufgerufen. Und auch andere in diesem Thread haben das nicht getan."

Das war ja wohl von Frau EB auf mich gemünzt, zumindest formuliuert sie ihren Vorwurf in Zusammenhang mit den von mir einen Post zuvor geäusserten Begriffen.
Danke dass sie darauf hinweisen dass "auch andere dies in diesem Thread nicht getan haben"
Hier in diesem Forum wird laufend verletzt und unterstellt und beleidigt und dann hebt ein jeder umgehend beide Hände wie ein Fussballer nach nem bösen Foul und will es nicht gewesen sein. Was ich aber richtig schlimm finde: Man glaubt sogar dran dass man es nicht war.
Ganz schön viel Gefühl auf der Strecke geblieben.

#159 von Michaela am 22.11.08 um 23:18

 

oooch:
http://de.youtube.com/watch?v=CyBcHUe4WeQ

#160 von Sinnen! am 22.11.08 um 23:51

 

Diese Selbstgefälligkeit im willkürlichen Vertauschen von Ursache und Wirkung. Die Pervertierung von Täter- und Opferrollen - wird das jetzt hier zur Mode? Oder darf ich die Verwendung von Nazi-Jargon weiterhin Scheisse finden ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben?

#161 von Sunzi Sonnenschein am 23.11.08 um 01:56

 

Und immer weiter, seh ich gerade, hat es einen Nachklatsch gegeben?

Es tut mir leid, auch ich hatte und habe gute Laune, verstehe nur nicht, was es mit Schlips zu tun haben soll, wenn ich mich - individuell! - an dem einen entmenschlichenden, menschenverachtenden Nazi-Wort "Ungeziefer" gestoßen habe? Nur darum geht und ging es. Alle anderen Scharmützel und Sticheleien um des Sängers Bart hatten mich erkennbar (!) hier doch gar nicht interessiert. Nun stoße ich mich - zumindest (!)subjektiv doch berechtigt und auch nicht beleidigt! - an einem einzigen, für mein Empfinden und Urteil sehr (!) schlimmen Wort und schon sehe ich mich in völliger Verkehrung des Sachverhalts eingereiht in Kollektiv und kochende Volksseele. Auch das haben Sie, liebe Frau Buschheuer, so nicht gemeint, ist mir ja klar; aber es kommt sachlich so rüber. Ist aber nicht die Hauptsache. Mir ging es nur um den einen (!)Ausgangspunkt, den des sich in der gezielten (?) Wortwahl spiegelnden verbalradikalen Verhaltens von Frau Konstanze. Wenn das Wort "Ungeziefer" ein unwillkürlicher Fehlgriff war, kann es ja jenseits und diesseits von Schlipsen, die hier gar nicht zur Debatte stehen, unschwer zurückgenommen werden. Dann werde ich mich in aller Form entschuldigen, dass ich so feinfühlig gewesen bin, dieses eine (!) Wort als völlig fehl am Platze zu empfinden.

Ich gebe es ja zu: Ich sehe persönlich (!) auch folgenden Zusammenhang: Hatte Raskolnikoff die Pfandleiherin, die er anschließend umbrachte, nicht vorweg mehr und mehr als "Laus" bezeichnet und sich von da her für seine Tat ein gutes Gewissen verschafft? Erst kommen die "Worte", dann (manchmal früher,manchmal später, oft auch von ganz anderen) die "Taten".
Daher: Wehret den Anfängen.
-----------------------------

Theodor W. Adorno: "Aller politische Unterricht sollte darum zentriert sein, dass Auschwitz sich nicht wiederhole." (Zitat aus der Erinnerung)

#162 von Günter Landsberger am 23.11.08 um 06:29

 

Heute haben Geburtstag:

Otto I., der Große
Francois Noel Babeuf
Paul Celan

Namenspatrone des Tages sind:

Felicitas
Columban
Klemens

"Dem heiligen Klemens traue nicht,
er hat selten ein mild' Gesicht."

#163 von Günter Landsberger am 23.11.08 um 09:54

 

#142: Ich wollte damit sagen, dass dieser Schluß durch die breite Öffentlichkeit gezogen werden könnte. Ich habe ja bereits klar zum Ausdruck gebracht, was ich von der Scheibe und Veljanov selbst halte.

#164 von Ludger Heitmann am 23.11.08 um 19:42

 

Herr Landsberger, Sie haben recht. Das Vokabular ist mitunter ein Problem. Ich will es auchnicht klein reden. ich habe aber auch mal in einem völlig andren Zusammenhang das Wort Untermensch ohne irgendwelche Hintergedanken genutzt, Sie werden sich erinnern und wurde dafür fast mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt. Ich weiß nicht wie alt Konstanze ist. Ich gehöre aber, rückblicken dzur braunen Vergangenheit, zur jüngeren Generation. Da benutzt man ein Wort schon mal, wie der Sauerländer sagt, aus dem Schisselameng heraus.

Ungeachtet dessen sollte, inhaltlich zum thema, jedem seine Meinung belassen werden. Ich habe die CD mittlerweile zig-mal gehört und höre immer noch neue Töne.

#165 von Ludger Heitmann am 23.11.08 um 19:50

 

Ob nun mit braunen Hintergedanken oder ohne - Menschen sollten nicht als Ungeziefer bezeichnet werden, und schon gar nicht in den hier "diskutierten" (?) Zusammenhängen.

Und: Möchte jemand einem Juristen solchen Schlages - egal auf welcher Seite - vor Gericht begegnen? Mir graust 's bei dem Gedanken!

#166 von Gesche Mercks am 23.11.08 um 19:58

 

Nicht mal ich möchte Ungeziefer genannt werden! Unverschämtheit!

#167 von Mücke am 23.11.08 um 20:09

 

Vom Hirnvolumen her dürftest du den passenden Nick gewählt haben. Glückwunsch!

#168 von Sunzi Sonnenschein am 23.11.08 um 22:22

 

Toll, wie sich hier manche (insonderheit 142 und 147) wieder in einer ach so provokanten Amoralität suhlen.

Leute, wie froh bin ich, aus dieser Art von Westropolis-Wichse ausgestiegen zu sein - wenn auch etwas zu spät. Aber besser spät als nie.

#169 von Bernd Berke am 24.11.08 um 00:29

 

ad169: sie sind also clean, kollege berke? was machen sie denn hier in dieser, ich zitiere, "westropolis-wichse", zu so später stunde?
doch nicht ganz clean?
noch mal bißchen mitspielen, hm?

#170 von Else Buschheuer am 24.11.08 um 01:53

 

#166: "Ob nun mit braunen Hintergedanken oder ohne - Menschen sollten nicht als Ungeziefer bezeichnet werden, und schon gar nicht in den hier "diskutierten" (?) Zusammenhängen."

Das wollte ich damit auch nicht in Abrede stellen.

#170, Frau Buschheuer: Das führt zu nichts, das wissen wir beide. Oder wollen wir jetzt anfangen zu diskutieren, warum hier eine Connection abgezogen ist, weil ja alles Mist, trotzdem immer wieder kommt, weil vielleicht doch nicht so ein Mist? Natürlich sind wir, also Sie, ich und andere, doch nur kleine niveauarme Schisser, die sich für westropolis interessieren. Oder wollten manche halt einfach nur angebettelt werden, hier wieder mitzutun? Oder, oder, oder.

Aber wollen wir das alles hier öffentlich diskutieren? Ich glaube nicht.

#171 von Ludger Heitmann am 24.11.08 um 07:40

 

Meine Kommentare unter #141, 142 werden wie folgt redigiert:

141: Ich habe hier Niemandem Dummheit etc. attestiert. Es ist vielmehr so, dass einige Autoren und Kommentatoren in diesem Forum, die inhaltlich zu einer Diskussion nichts, aber absolut gar nichts, beigetragen haben (s. hierzu auch den RAF – Thread), stets versuchen die Diskussion mit ihren gehaltlosen Einlassungen zu sabotieren.
Und ja, ich halte einige Kommentare in diesem Forum für gehaltlos und oberflächlich, zumindest für einen gebildeten, auf der Höhe der Zeit lebenden, über den Tellerrand blickenden und an aktuellen Ereignissen in kulturellen Bereichen interessierten Menschen nicht diskutierbar und nicht nachvollziehbar!

142: Herr Veljanov ist sehr erfolgreich und gehört nicht zu dem törichten und mediengeilen Bodensatz der „Künstler“, die ihre Wichtigkeit danach bestimmen, ob irgendeine Entertainmentjournalistin interessiert, was sie von sich zu geben haben, um es dann via Emissionsterror via TV an die mit wenig zufrieden zu stellenden niveauarme Konsumentenschicht weiter zu verkaufen.

#172 von Konstanze am 24.11.08 um 08:53

 

at104: Nachdem ich jetzt die neue CD mehrmals geehört habe, bin ich der Meinung, dass Veljanovs "Porta Macedonia" sehr gut ist, auch wenn man sich am Anfang einzelne Titel mehrmals anhören muss, bevor man sie richtig mag.
Alexanders Gänsehaut erregende Stimme bezaubert magisch.

#173 von Sarah Wheatley am 24.11.08 um 11:24

 

Da sind Sie, liebe Frau Wheatley, eben eine solche, die sich die zeit für eine CD nimmt. Das ist, wie ich schon mal schrieb, heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Das Auseinandersetzen mit einer CD, das zweite oder dritte Hören wenn es beim ersten mal nicht gleich funkt, diese Mühe machen sich die Menschen heutzutage nachmeiner Meinung zu selten.

#174 von Ludger Heitmann am 24.11.08 um 11:34

 

Ja, Sie haben so Recht, Herr Heitmann.

#175 von Sarah Wheatley am 24.11.08 um 12:04

 

171: nojo.

#176 von Else Buschheuer am 24.11.08 um 12:08

 

#172 Konstanze
Meinungsäußerungen wie diese nun dankenswerterweise von Ihnen in eigener Redaktion veränderten, so subjektiv und vehement sie auch immer sein mögen, müssen natürlich gestattet sein. (Warum nur, Frau Konstanze, nicht gleich so? - Egal. Totschka.)
Zu Veljanov habe ich meine mir derzeit mögliche Aussage ja bereits geschrieben (#54). Mehr als dieses eine Lied von ihm habe ich bislang noch nicht gehört.

#177 von Günter Landsberger am 24.11.08 um 12:17

 

#176: :-)

#178 von Ludger Heitmann am 24.11.08 um 12:52

 

"Sarah Wheatley" = "Konstanze"?
Just a hunch.

#179 von miss marple am 24.11.08 um 13:49

 

"miss marple" = "Troll"?
Just a hunch.

#180 von aufgeweckter eingenickter Obergähner am 24.11.08 um 14:11

 

ad180: hunch = kamelhöcker
aufgeweckter eingenickter obergähner = mücke?

#181 von Else Buschheuer am 24.11.08 um 14:41

 

#181: aber wir wollen jetzt nicht auf #170/171 zurückkommen?

#182 von Ludger Heitmann am 24.11.08 um 15:07

 

Tun Sie mir und vielen hier, vermutlich auch sich selbst, einen Gefallen: Lassen Sie es lieber. Egal ob Herr Heßling, Herr Berke, Revierflanuer, Sockensu oder Matta Schimanski.

Mir für meinen Teil sind keine Verzweiflungsrufe jener, die sie vermissen könnten, zu Ohren bzw. hier unter die Augen gekommen.

#183 von wacher Obergähner am 24.11.08 um 15:39

 

Ad Herrn Landsberger:
"...so subjektiv und vehement sie auch immer sein mögen..."

Herr Landsberger, wenn Sie die Kommentare unter #127, 137, 134 etc. objektiv(!) als äußerst gehaltvoll und angemessen empfinden, dann haben Sie ein vollkommen anderes Verständnis von diskussionswürdigen Tatbeständen als ich.

"Mehr als dieses eine Lied von ihm habe ich bislang noch nicht gehört."

Dann hören Sie sich doch das gesamte Album an… „Porta Macedonia“ überzeugte sogar(!) (jedenfalls zum überwiegenden Teil) meine Mum…

Wissen Sie, Alexanders „Porta Macedonia“ ist sehr vielfältig. Das gesamte Album steht meiner Ansicht nach im Zeichen einer gewissen… Ambiguität zwischen Realität und Vision, die eben nur aus der perfekten Verbindung zwischen musikalischer und intellektueller Energie entstehen kann.

#184 von Konstanze am 24.11.08 um 16:15

 

#184 Konstanze
"wenn Sie die Kommentare unter #127, 137, 134 etc. objektiv(!) als äußerst gehaltvoll und angemessen empfinden,"

Hab ich das behauptet?

Ich kann mir schon denken, dass mir diese Musik, die ich aber nicht kaufen will, nicht ausgesprochen missfällt, teilweise sogar gefällt. Aber es gibt so viel gute Musik. Und wenn man auswählen kann ...

Mich hat es nie gestört, wenn andere andere Musik noch lieber mögen als die "meine".

Außerdem hatte ich in meinem Leben durchaus unterschiedliche Musikvorliebephasen und auch jetzt ein recht breites Vorliebespektrum.
Offen für Neues bin ich immer. Dennoch wähle ich aus.

#185 von Günter Landsberger am 24.11.08 um 16:50

 

Ad Herrn Landsberger, #149:
Das unästhetische Vokabular als Inbegriff ästhetischer Bildung?...:

„Der Tausendsackerment! Schlagt ihn tot, den Hund!“ Dies ist nicht etwa der Aufschrei eines Schriftstellers, der bei einem Literatur-Wettbewerb zu kurz gekommen ist, nein: kein geringerer als Goethe(!) war es, der mit diesen Zeilen seinem Unmut über einen Schmähkritiker freien Lauf ließ.
Der Wiener Bühnendichter und Satiriker Johann Nestroy wehrte sich 1849 gegen den Schmähkritiker Saphir mit der blumigen Wortschöpfung: „Sie lächerlicher Vomkunstrichterstuhlherabdieleutevernichtenwoller"….

(den zweiten Absatz entnahm ich dem Aufsatz des Herrn Dr. Klaus Kastner, Vizepräsident des OLG „Die Crux der Kritik in der Literatur und in der Musik“).

#186 von Konstanze am 24.11.08 um 18:15

 

#186 Konstanze

"Das unästhetische Vokabular als Inbegriff ästhetischer Bildung?...:"

Woraus (#149) lesen Sie das denn schon wieder? -

Die großen Polemiker kenne ich natürlich. Sie hätten auch noch Luther, Lessing, Marx und die Xenien Goethes und Schillers nennen können usf. .
Auch das gegen die Kritikaster und üblichen Rezensenten gerichtete Gedicht des jungen Goethe ist mir bestens vertraut. Desgleichen sind mir Shakespeares Thersites und Walther von der Vogelweides Unmutston längst bekannt. Aber was soll das alles hier in diesem genielosen Zusammenhang? Ist vielleicht irgendjemand, der sich hier zu Worte gemeldet hat, ein Genie, das sich zu Recht gegen die Ungebildeten unter seinen Verächtern zur Wehr setzt?

Oder verstehen Sie sich als Sprachrohr bzw. Stellvertreterin des "genialen" Alexander Veljanov?
Glauben Sie mir, Genies sind sehr selten. Vielleicht kommen Sie (hoch gegriffen) nur alle paar hundert Jahre vor.

Wenn sich der angegriffene Lessing gegen den mediokren Haupttpastor Goetze öffentlich schreibend zur Wehr setzt, tut er ihm die Ehre an, das selber zu tun; polemisch zwar, aber mit Witz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung.
Wissen Sie, wie Schopenhauer von Hegel redete? "Windbeutel", "frecher Unsinnschmierer", "Kopfverderber" - das sind nur einige der öffentlichen gedruckten, überzeugungsgeladenen Beschimpfungen, die er für ihn fand. (Und beide waren - obschon Antipoden - auf ihre Art große, bedeutende Philosophen, die ich alle beide nicht missen will.)

#187 von Günter Landsberger am 24.11.08 um 18:46

 

Aber Herr Landsberger! Haben Sie denn nicht gemerkt, dass Konstanze hier das (verkannte) Genie ist? Während die anderen, vor allem die Veljanov-nicht(so-sehr)-Möger und Konstanze-Widersprecher, schwer an ihrem intellektuellen Elend (Nein, nein! Nicht Dummheit!) zu tragen haben?

#188 von Gesche Mercks am 24.11.08 um 21:34

 

Kurz nach dieser außergewöhnlichen Kritik habe ich in das Album gehört. Es gefiel mir nicht so gut. Dann hörte ich ein Stück im Radio. Ich hörte Tage speter in der CD Abteilung erneut rein und glaubte nun, dass es ein ganz anderes Album wäre. So kaufte ich es. Inzwischen habe ich es mehrfahch gehört. Zwischen den Hören liegen immer etwas Zeit, da ich eine CD nie zweimal hinternander höre. Und jetzt? Ich weiß nicht, ob sich noch ein Everklassiker für mich entwickelt daraus, aber bis jetzt alle mal ganz toll.

#189 von Petra M am 25.11.08 um 08:56

 

Ad Herrn Landsberger:
Selbstverständlich stelle ich mich nicht auf eine intellektuelle Stufe mit Shakespeare, Goethe oder Veljanov. Es war auch nicht meine Absicht, 188, Kontroversen(!) in diesem Zusammenhang auszulösen. Meine Absicht war vielmehr, die meiner Ansicht nach fließenden Grenzen zwischen den Bildungs- und Spracharten (sprachliche Artistik … ja… sprachliche Vulgarität, Subtilität) hervorzuheben.
Sprachliche Subtilität und Bildung schließen sich gegenseitig nicht aus.

Und… es gibt großartige Musik- und Theaterstücke, die aber ausschließlich in den entsprechenden Kreisen verstanden werden/werden können. Das beste Beispiel hierfür bietet Shakespeares Komödie „Verlorene Liebesmüh“, die den Höhepunkt sprachlicher Virtuosität… ja… einen Höhepunkt der Subtilität erreichte, der das durchschnittliche(!) Theaterpublikum aber nicht folgen konnte… Das zweite beste Beispiel bietet Veljanovs Album "Porta Macedonia", das in seiner rhetorischer "Ambiguität" einzigartig ist, wird aber von einigen nicht verstanden.

Und in Berlin schneit es so wunderschön…

#190 von Konstanze am 25.11.08 um 10:02

 

Konstanze, Herr Landsberger: Ich denke, man dreht sich hier im Kreis. Ich sprach gestern Abend am Randes des Qntalkonzertes, Bericht folgt :-) , mit Michael Popp, ebenfalls früher bei Deine Lakaien. Wir waren uns schnell einig, wie ich hier bereits auch schon ausgeführt, dass die wenigstens bereit sind, tatsächlich mit einer Musik zu beschäftigen. Das Angebot ist mittlerweile so vielfältig und lässt sich, insbesondere mittels Internet, dermaßen rasend schnell verbreiten, dass viele ihr Urteil nach dem ersten Hören bilden, ohne auch nur den Text oder dessen Inhalt sich vor Augen zu führen.

Dies ist ein Problem aller Sparten, egal ob Veljanov, bach, Kastelruther Spatzen oder Toten Hosen.

#191 von Ludger Heitmann am 25.11.08 um 11:24

 

#191 Ludger Heitmann
Dass ich mich ernsthaft und ausgiebig mit so mancher Musik beschäftigt habe und beschäftige, wissen Sie aber? -

Allerdings wähle ich individuell (je nach reifendem und gereiftem Geschmacksurteil) aus und setze für mich immer wieder (und immer wieder auch vorläufige) Prioritäten.

#192 von Günter Landsberger am 25.11.08 um 11:49

 

#190 Konstanze
Vgl. hierzu Ruth Klüger: "Von hoher und niedriger Literatur" (Göttingen 1996)

#193 von Günter Landsberger am 25.11.08 um 11:53

 

Herr Landsberger: Klar weiß ich das. Ich wollte damit niemandem aus diesem Thread ansprechen. Denn im Allgemeinen befassen sich die hier teilnehmenden wohl schon reichlich mit der ihnen entsrechenden Vorliebe an Musik.
Wenn Sie mich da mißverstanden haben: Sorry

#194 von Ludger Heitmann am 25.11.08 um 11:59

 

#190 Konstanze
Vor etwa 10 Jahren hatte eine meiner Töchter, teils um mich ein bisschen zu ärgern, aber sicher auch mit damaliger Überzeugung, behauptet, die "New Kids on the Block" seien besser als Beethoven und würden ihn und seine Musik überdauern. Ich habe damals dazu nichts gesagt und geduldig das Urteil der fortschreitenden Zeit überlassen. Nun gestehe ich Ihnen, Frau Konstanze, deutlich zu, dass Alexander Veljanov von ganz anderem Kaliber ist als diese früher umjubelte boy-group; dennoch wünsche ich Ihnen, Frau Konstanze, leider nicht ohne sehr großen Zweifel, dass Sie Veljanov berechtigterweise auf eine Stufe mit Shakespeare und Goethe gestellt haben. Von dem einen (sehr gut gesungenen) Lied her, das ich jetzt kenne, kann ich mir diese Gleichstellung leider nicht vorstellen. Aber überhaupt: Wie sollte auch irgendeinem Sänger oder irgendeiner Sängerin (gleich welchem oder welcher) dieser Gleichstand gelingen können? Auch die Callas oder Fischer-Dieskau oder Fjodor Schaljapin würde ich nicht auf eine Stufe mit Shakespeare oder Goethe stellen. Nicht wegen hoch oder niedrig. Sondern weil das ganz unterschiedliche Bereiche sind. Ich mag ja auch Kirschen und Birnen und Weintrauben und spiele diese Früchte nicht gegeneinander aus.

#195 von Günter Landsberger am 25.11.08 um 12:21

 

Ad Herrn Landsberger:
Herr Landsberger, Sie haben mich wieder einmal missverstanden. Ich habe keineswegs A. Veljanov auf eine Stufe mit Shakespeare gestellt. Ich wollte vielmehr zum Ausdruck bringen, dass ich mir nicht anmaße, mich(!) auf eine intellektuelle Stufe mit Shakespeare oder eben mit Veljanov zu stellen (wg. #188). Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Zu Alexanders „Porta Macedonia“ habe ich bereits umfassend Stellung bezogen. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Meine Mum ärgere ich auch (machmal sogar gerne), dies aber eher auf eine unkonventionelle Art und Weise...

#196 von Konstanze am 25.11.08 um 13:38

 

#196 Konstanze
Und Sie bleiben trotzdem ihr Augapfel!?

#197 von Günter Landsberger am 25.11.08 um 14:28

 

Herr Landsberger, Sie wisen doch: Was sich neckt....

#198 von Ludger Heitmann am 25.11.08 um 14:37

 

Ad Herrn Landsberger:
Ja, klar.

#199 von Konstanze am 25.11.08 um 18:13

 

Den Gag erlaube ich mir jetzt - und fetz' die "200" hin.

#200 von Bernd Berke am 25.11.08 um 18:57

 

#31 Ich habe ein Video von dem Deine Lakaien-Auftritt in China auf youtube gefunden. Das Video enthält Ausschnitte von „Down down down“, „Wasted Years“ und „Mirror man“; leider in mieser Qualität :(

http://de.youtube.com/watch?v=K6dwpnfiamQ

#201 von Alexandra am 26.11.08 um 08:43

 

Ja, die Qualität ist wirklich sehr schlecht. Man kann ja gar nichts erkennen… trotzdem Danke! :)

#202 von Konstanze am 26.11.08 um 08:53

 

Ad Herrn Landsberger, #162:
Raskolnikow bewegte sich an einem gedanklichen Ort, an dem sich die Frage, ob Mord an der Pfandleiherin „gerechtfertigt“ werden musste oder konnte, letztlich nicht mehr stellte. Fraglich ist allerdings auf welchem Weg man an diesen Ort gelangen und ob man ihn wieder verlassen kann…

#203 von Konstanze am 27.11.08 um 18:04

 

#203 Konstanze
Dass es Vorüberlegungen und Rechtfertigungsstrategien Raskolnikows gegeben hat, wird im Roman aber deutlich. Auch von ihm geschriebene Artikel werden (u. a. vom Untersuchungsrichter) zitiert. Noch die Formulierung "Laus" ist sprechend genug. Wenn ihm dieses Wort (auf die Wuchererin und Pfandleiherin bezogen) so leicht über die Lippen geht, ist tatsächlich zu fragen, wie Sie es ja auch tun, wie er dazu kommt, es auf Menschen anzuwenden. Zumindest scheint er dadurch und im Endeffekt seines mörderischen Tuns humaner Zweifel enthoben.

#204 von Günter Landsberger am 28.11.08 um 05:35

 

Ad Herrn Landsberger:
„Rechtfertigung“ ist ein schwieriger Begriff, hat seine moralische und seine speziell strafrechtliche Bedeutung... Kants Unterscheidung zwischen der „Legalität“ und „Moralität“ einer Handlung (einer Tat) wird in diesem Roman deutlich. Moralisch waren die quälenden Gedanken des Raskolnikows vor seiner Tat: Wieviel Tote hat Napoleon zu verantworten? Wie berühmt ist er und hochgeehrt? Was ist dagegen der mir nützliche Tod der Pfandleiherin?... Ihm drängte sich die Frage auf, ob er eines Mordes fähig wäre, ob er eine Laus oder ein Mensch (ein Übermensch(!) – hierzu Nietzsche, dessen Sichtweise durch Dostojewskis Romane beeinflusst worden war) sei. Fraglich ist aber, wie Raskolnikow zu dieser (seiner) Auffassung gelangte? (i. H. auf mein #203).

Wenn Sie mir also auf diese Frage, die Dostojewski übrigens offen ließ, antworten können, dann bin ich auf Ihre Antwort gespannt!

#205 von Konstanze am 28.11.08 um 12:48

 

#205 Konstanze
Dostojewskij war längere Zeit selber ganz angetan vom utopischen Frühsozialismus Fouriers. Auch in Raskolnikows Zukunftsvision von einer gerechten Gesellschaft, die als Vision immer wieder durchschimmert, einer Gesellschaft ohne Bosheit, ohne Gewalt und ohne Unterdrückung, ist noch etwas von dieser visionären Idee zu spüren.

Der seiner eigenen früheren geschichtlich-politischen Vision gegenüber kritisch gewordene Dostojewskij trägt in seinem Roman untergründig auch die Spannung zwischen der utopisch-frühsozialistischen Paradiesvorstellung (im Sinne von: Das Paradies hat es noch nie gegeben. Es steht noch aus. Die Menschheit muss es selber allererst herstellen) und der Reich Gottes - Erwartung des Christentums aus, die ihrerseits jegliche Form der Selbsterlösung des Menschen ausschließt und am eschatologischen Vorbehalt festhält. Diese Grundspannúng, die auch in der religiösen Konstellation Raskolnikow - Sonja (atheistischer Mörder und christusgläubige Prostituierte), variiert wird, wurde in der gefeierten fünfstündigen Romanadaption Andrea Breths bei den diesjährigen Salzburger Festspielen (auch in der Theaterkritik) völlig übersehen, was dem Roman gegenüber einer Amputation gleichkommt.

(Nebenbei: "Rechtfertigung" ist vor allem auch ein religiöser Begriff. Vgl. die "Rechtfertigungslehre" Martin Luthers und seine Frage: "Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?"

Zudem: Nietzsche hat zwar Dostojewskij ( diesen "bleichen Verbrecher", wie er einmal schreibt) durch partielle Lektüre gekannt und als Psychologen hochgeschätzt, aber die zarathustrische Chiffre vom "Übermenschen" hat noch einen ganz anderen Wurzelboden. Sie stammt u. a. vom "Genie"- Begriff des jungen Nietzsche der "Unzeitgemäßen Betrachtungen" her, den er von Goethe und seiner Vorstellung einer "großen Gesundheit" her ableitet. ...)

#206 von Günter Landsberger am 28.11.08 um 13:53

 

Ich habe im Netz zufällig viele großartige Veljanov – Bilder (Aufnahmen vom Deine Lakaien – Auftritt in der Akademischen Philharmonie in Sankt Petersburg sowie in Moskau) entdeckt:

http://www.shout.ru/exclusives/deine_lakaien_live_moscow_180606_4_e.htm


http://www.darkside.ru/show/report.phtml?id=1287

#207 von Konstanze am 28.11.08 um 14:46

 

Ad Herrn Landsberger:
Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich muss noch ein wenig darüber reflektieren…

#208 von Konstanze am 28.11.08 um 14:53

 

Ad Herrn Landsberger:
Der Wunsch „Übermenschen“ hervorzubringen entstand noch vor der Sokrateszeit. So sprach bereits König Antigonos von Makedonien von „heros“ (hierzu empfehle Aischylos, Euripides etc., wenn Sie sich für antike Literatur interessieren). Aber auch Alexander der Große und Empedokles (auch Vorsokratiker, den Nietzsche sehr bewunderte) entflammten sich für Achilleus bzw. dessen übermenschliche Fähigkeiten. Alexander der Große sagte einmal, das menschliche Dasein wäre nur dann gerechtfertigt, wenn es „heros“ hervorbringen würde.
Goethe spricht von einem „Übermenschen“ in seiner Tragödie „Faust“, und schließlich legt Friedrich Nietzsche in dem philosophischen Werk „Also sprach Zarathustra“ seine Lehre vom Übermenschen dar…
Folglich war der Begriff „Übermensch“ in allen Kulturen, in allen „Zeitphasen“ der Entwicklung der Menschen präsent, und ist nicht erstmals (in seiner Bedeutung) von Dostojewski, Nietzsche oder Goethe verwendet worden.
Der Goethische „Übermensch“ hat jedenfalls nicht lange überlebt, dafür war Goethe zu sehr der „Kämpfer ums Recht“ im Interesse der Schwachen und Erniedrigten… Ich meine, die Rechtstreitigkeiten, in denen Goethe als Anwalt nachweislich tätig wurde, behandeln durchgehend - von wenigen Ausnahmen abgesehen - Rechtsstreitigkeiten von Repräsentanten der ärmeren Gesellschaftsschicht Frankfurts. Durchgehend handelte es sich um Notfälle, wo äußerst hilfsbedürftige Mandanten am Rand der Gesellschaft um das wenige streiten, was ihnen zum Überleben noch verblieb. Mit äußerst wachem Instinkt spürte Goethe in den Rechtstatsachen die Umstände auf, die zu Gunsten seiner jeweiligen Mandanten sprachen, und die im Interesse der Gerechtigkeit wie Rechtmäßigkeit den Ausgleich suchten. Goethe war also mehr Mensch als „Übermensch“.

""Rechtfertigung" ist vor allem auch ein religiöser Begriff. Vgl. die "Rechtfertigungslehre" Martin Luthers und seine Frage: "Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?""

Ja… um die „Rechtfertigung des Sünders“ kreisten die Gedanken von Luthers Theologie. Seine Lehre war ausgerichtet auf die Wahrung und Reform der einen, wahren Kirche(!). Dieser streng geistliche Ansatz der Reformation des Glaubens und der Kirche hatte zugleich gewaltige Auswirkungen auf die Welt des Rechts: Die Kirchenverfassung und die Reichsverfassung wurden durch die neuen Lehren zutiefst erschüttert und umgestaltet, obwohl Luther weder eine Spaltung und Sezession der christlichen Kirche noch eine Revolution im weltlichen Bereich beabsichtigt hatte.

#209 von Konstanze am 01.12.08 um 13:41

 

# 207 danke für den link :-) und er hat so schöne hände :-)

#210 von blackangel am 01.12.08 um 16:51

 

#209 Konstanze
Lesen Sie bitte neben vielen möglichen das folgende Zitat aus Nietzsches 3. Unzeitgemäßer Betrachtung im Zusammenhang. Dann werden Sie vielleicht besser verstehen, was ich meine. Der Begriff des Übermenschen, wie Sie ihn benutzen, ist mir zwar als der gängige geläufig. (Ich kenne in diesem Sinne umgekehrt z. B. auch den programmatischen Antititanismus Jean Pauls.) Aber ich bestreite, dass das von Anfang an der einzige oder gar der zentrale Begriff vom "Übermenschen" war, den Nietzsche im Blick hatte. Die Ambivalenz der Vorgeschichte dieses Begriffes bei Nietzsche wird gerne übersehen.
Also das Zitat: "dein wahres Wesen liegt nicht tief verborgen in dir, sondern unermeßlich hoch über (!) dir, oder wenigstens über (!) dem, was du gewöhnlich als dein Ich nimmst."

http://www.zeno.org/Philosophie/M/Nietzsche,+Friedrich/Unzeitgem%C3%A4%C3%9Fe+Betrachtungen/3.+Schopenhauer+als+Erzieher

#211 von Günter Landsberger am 01.12.08 um 17:31

 

Ad Herrn Landsberger:
Vielen Dank für den Link. Sehr umfassend. Ich werde den Text gegebenenfalls durchlesen. Ich muss dies noch einmal in Ruhe durchdenken. Wissen Sie, mit meinem Kommentar unter #209 I wollte ich zum Ausdruck bringen, dass das Problem des „Übermenschlichen“ viel älter ist, als wir annehmen… Aber, ich weiß, was Nietzsche u.a. meinte… oder… besser.. ich glaube dies zu wissen… dass der Mensch mehr sein könne als er ist? Dass in ihm eine Seinssteigerung angelegt ist? Dass er noch nicht ist, was er eigentlich ist? Dass er seine ganze humane Wirklichkeit noch nicht erreicht habe?...Ach, Herr Landsberger...

#212 von Konstanze am 01.12.08 um 18:25

 

Ad Blackangel:
„Er“ A. Veljanov? Ja, das ist allerdings wahr ;-) u.a. hat Herr Veljanov wundervolle Hände…

#213 von Konstanze am 01.12.08 um 18:26

 

Nachtrag: Also, wenn man den Photographien Glauben schenken darf… :)

#214 von Konstanze am 01.12.08 um 18:28

 

Nachtrag 2:
Naja… Sie haben Recht, Blackangel, er hat wirklich sehr schöne Hände..

#215 von Konstanze am 01.12.08 um 18:30

 

#212
Ach, Frau Konstanze ... Auch ich kenne Aischylos und die anderen griechischen Tragiker, habe auch schon etwas von Hybris gehört ...

Ich kenne auch das Buch von Passmore: "Der vollkommene Mensch" (gemeint ist der Traum davon) ...

Aber ich kenne auch vieles nicht.

#216 von Günter Landsberger am 01.12.08 um 18:35

 

Ist besser so, Günter. Sonst kämen wir hier vor Zitaten gar nicht mehr weg... :o)

Ich würde nicht allzu lange darüber streiten wollen, wann der Traum vom Übermenschen et.al. bei wem wohl zuerst aufgetaucht ist sondern behaupten, die (zunächst) unerträgliche Spannung zwischen dem "Affen und Engel zugleich" ist der Bewusstseinsentstehung immanent. Für mich muss da immer das Bild aus der Bibel herhalten. Kein Naschen am Baum der Erkenntnis - kein Mensch. Aber wir haben genascht und alles hat seinen Preis. Adios "Übermensch".

Ist aber auch kein Problem, sobald man sich mit der eigenen Endlichkeit abgefunden oder arrangiert hat. Mir genügt das Menschsein vollkommen.

#217 von Sunzi Sonnenschein am 01.12.08 um 19:30

 

"Mir genügt das Menschsein vollkommen" -
Mir auch.

#218 von Günter Landsberger am 01.12.08 um 23:28

 

Hm... So viel Harmonie will belohnt werden - mit einem Zitat! Und wenn du ein lyrisches beibringen kannst, das in noch kürzerer Form das ontologische Dilemma beschreibt, schenke ich dir eine Veljanov-CD. :)

In Swifts Cassimus und Peter heißt es:

"Dies Wissen nun mein Herz zerreißt,
Oh, Caelia, Caelia, Caelia scheißt!"

#219 von Sunzi Sonnenschein am 02.12.08 um 02:12

 

#219 Sunzi Sonnenschein

Wenn schon entkoten,
dann bitte nach Noten.
(Augenblickseingebung)

"Wir lieben das reine Ebenmaß
der Kunst
und die herbe Unerbittlichkeit
des Denkens."
(Perikles)

#220 von Günter Landsberger am 02.12.08 um 04:58

 

"Wenn einem aber die Natur kommt, Herr Hauptmann?" (frei nach Büchner)

"Natur und Kunst
sie scheinen sich zu fliehn
und haben sich, eh man es denkt,
gefunden" (frei nach Goethe)

#221 von Günter Landsberger am 02.12.08 um 05:01

 

„Der Mensch weiß gewöhnlich nicht, dass er glauben muss, mehr zu sein, um das sein zu können, was er ist.“
Robert Musil aus „Der Mann ohne Eigenschaften“

#222 von Konstanze am 02.12.08 um 08:51

 

#222 Konstanze
Und ziemlich genau das ist eben das Menschsein (#218).

Inter-esse: Dazwischen-sein.

"L'homme n'est ni ange ni bête, et le malheur veut que qui veut faire l'ange fait la bête." (Blaise Pascal)

#223 von Günter Landsberger am 02.12.08 um 09:44

 

“L'homme est quelque chose qui doit être surmonté.” F.N.

#224 von Konstanze am 02.12.08 um 10:20

 

Parfois, l'homme doit être surmonté:)

#225 von Konstanze am 02.12.08 um 10:22

 

Ad M. Landsberger:
“L'homme est une corde tendue entre la bête et le Surhumain, - une corde sur l'abîme.”

Que pensez-vous de cette citation?

#226 von Konstanze am 02.12.08 um 10:57

 

Ad M. Landsberger:
Voila, nous terminons cette discussion qui ne mene à rien…

#227 von Konstanze am 02.12.08 um 10:58

 

#227 Konstanze
Jetzt sind wir schon beim Nichts gelandet.

"Das Nichts ist der zu gebärende Weltgott." (Georg Büchner: "Dantons Tod") -

Transzendieren, überschreiten gehört schon immer (?) zum Menschsein, aber auch ein "transzendenzloses Transzendieren" á la Bloch?

#228 von Günter Landsberger am 02.12.08 um 11:21

 

#226 Konstanze
In seinem Spätwerk "Also sprach Zarathustra", aus dem Sie zitieren, bedient sich Nietzsche durchweg einer poetischen Chiffren-Sprache. Das darf man dabei nicht vergessen.

#229 von Günter Landsberger am 02.12.08 um 11:29

 

Ad Herrn Landsberger:
In diesem Zusammenhang hat mir meine Mum (die wirklich eine Nietzsche – Kennerin ist) einmal erzählt, dass Friedrich Nietzsche in seinem „Also sprach Zarathustra“ Details bei dem schwäbischen Romantiker Justinus Kerner entlehnte, den er drei Jahrzehnte zuvor als vierzehn- oder fünfzehnjähriger Junge gelesen hatte.

#230 von Konstanze am 02.12.08 um 16:38

 

Ad Herrn Landsberger, 228:
Blochs „Das Prinzip Hoffnung“ werde ich gegebenenfalls noch einmal lesen. Ich habe Blochs Werke u.a. „Das Prinzip Hoffnung“ während meines anderen Nichtjurastudiums nur kurz angeschnitten… ich weiß aber noch, dass ich mit seiner marxistischen Auffassung nicht konform gehen konnte.

#231 von Konstanze am 02.12.08 um 16:42

 

#230 Konstanze
Auch Hölderlin hat er damals schon gelesen. Was für diese Zeit eher eine Seltenheit war. Noch dazu bei einem Nichtschwaben.
#231
Es hält sich bei Bloch bis zuletzt auch etwas von seinem vormarxistischen Konzept "Geist der Utopie" durch.

#232 von Günter Landsberger am 02.12.08 um 19:05

 

#220

Interessant. Aber ich würde Kunst nie mit Liebe gleichsetzen oder Eros. Sie ist bestenfalls beglückendes Derivat, in der Regel jedoch eher eines der gängigen Transmissionsriemen. So wie Religion oder Materialismus. Die Plastiken des Bildhauers stellen sie ins Museum. Der Statue des Eroberers scheissen die Tauben auf den Kopf.

#233 von Sunzi Sonnenschein am 03.12.08 um 03:55

 

#233 Sunzi Sonnenschein
"ich würde Kunst nie mit Liebe gleichsetzen oder Eros":
Gleichsetzen? Wer hat das denn getan?
So habe ich das Zitat nicht verstanden.

#234 von Günter Landsberger am 03.12.08 um 07:06

 

Keine Ahnung, wer das getan hat. Ich hab´ nur erwähnt, was ich nicht tun würde. :)

Wenn, dann hat Konstanze die CD verdient. Ihr Zitat aus dem (ich darf es nochmal betonen) genialen MoE gibt in einem einzigen Satz den Blick auf die condicio humana frei:

„Der Mensch weiß gewöhnlich nicht, dass er glauben muss, mehr zu sein, um das sein zu können, was er ist.“

Man möchte hinzufügen: Er darf es auch nicht wissen, denn dieses Wissen verunmöglichte ihm die menschliche Existenz. Schon aus diesem Grund ist der uns so gut bekannte Prozess der Verdrängung konstitutiv für unseren psychischen Apparat:

"Mache eine Bestandsaufnahme derjenigen, die um dich sind und du wirst (...) hören, wie sie über sich selbst und über ihre Umgebung mit der größten Genauigkeit sprechen, als machten sie sich Gedanken darüber. Fängst du aber erst einmal an, diese Gedanken zu analysieren, wirst du merken, daß diese kaum jemals in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Wirklichkeit stehen, die sie wiederzugeben scheinen, und wenn du dich noch eingehender damit befaßt, wirst du entdecken, daß nicht einmal der Versuch gemacht wird, die Gedanken der Wirklichkeit anzupassen. Im Gegenteil: mittels seiner Ansichten will der Mensch sich nur jeglicher persönlicher Realitätskonzeption, ja seinem eigenem Leben verschließen. Denn schon zu Beginn ist das Leben ein Chaos, in dem wir verloren sind. Der einzelne ahnt dies zwar, ist aber voller Furcht, sich dieser schrecklichen Realität gegenübergestellt zu wissen, und er versucht, einen Vorhang der Phantasie, in der alles klar ist, davor zu ziehen. Es macht ihm nichts, daß seine "Vorstellungen" nicht wahr sind, er braucht sie als Schützengräben zur Verteidigung seiner Existenz, als Vogelscheuchen zum Abschrecken der Realität." (José Ortega y Gasset, Der Aufstand der Massen)

#235 von Sunzi Sonnenschein am 03.12.08 um 08:37

 

Kurzum: Wir Normalos sind die wahren Psychopathen. :)

#236 von Sunzi Sonnenschein am 03.12.08 um 08:38

 

Wo ist eigentlich Ariadne? :)

#237 von Sunzi Sonnenschein am 03.12.08 um 08:40

 

Ad Sunzi Sonnenschein:
Ja… auf diese Weise versucht der Mensch die „Wirklichkeit“ zu verarbeiten, sich dieser zu entziehen. Er verändert und übersteigt sie (die Wirklichkeit). Menschliche Phantasie lässt eine neue „Realität“ entstehen, und wissen Sie, sie kann merkwürdigerweise der wahren viel näher kommen als jene, die wir für realistisch halten oder als Realismus ausgeben.

#238 von Konstanze am 03.12.08 um 10:05

 

Ad Sunzi Sonnenschein:
Wie finden Sie eigentlich das aktuelle Velajnov – Album, „Porta Macedonia“? Sie haben sich diesbezüglich noch gar nicht geäußert.

#239 von Konstanze am 03.12.08 um 10:06

 

Und in Berlin schneit es so wunderschön… Ich freue mich so sehr auf Weihnachten..

#240 von Konstanze am 03.12.08 um 10:09

 

nun aber geht der Schnee in Regen über :(

#241 von Alexandra am 03.12.08 um 11:29

 

der Winterzauber... :)

#242 von Konstanze am 03.12.08 um 11:38

 

Komisch, mein Berliner Winterzauber ist nasser diagonaler Schneeschauer und nasse Strassen. Nix Zauber. Aber vielleicht ist der Winterzauber in Charlottenburg ein anderer als sonstwo in Berlin.

#243 von Michaela am 03.12.08 um 11:43

 

Am Potsdamer Platz (bzw. Ebertstr.) schneit es wieder… Aber mein „Winterzauber“ war eher ironisch gemeint.

#244 von Konstanze am 03.12.08 um 12:00

 

Das geschriebene Wort hat so manches Mal seine Tücken...wunderte mich schon, ich kann mich so lange ich mich zurückentsinnen kann an keinen Berliner Winterzauber erinnern, vielleicht in den siebzigern, als wir den Teufelsberg regelmässig runtergerodelt sind. Aber das geht heutzutage auch nur noch maximal nen Tag, dann ist alles wieder weggetaut. Ist halt hier nicht Garmisch.

#245 von Michaela am 03.12.08 um 12:06

 

Jetzt geht der Schnee mehr in Schneeregen über…

#246 von Konstanze am 03.12.08 um 12:06

 

Sie fallen nicht! sie schweben noch!

#247 von Alexandra am 03.12.08 um 12:08

 

Ad Michaela:
Ja, da haben Sie wohl recht… wobei ich dies allerdings nur bedingt beurteilen kann, da ich erst seit zwei Jahren in Berlin lebe… Aber, in den vergangenen zwei Jahren habe es hier keinen „richtigen Winter“ gegeben – kein „Winterzauber“ also. Naja… ich freue mich trotzdem auf Weihnachten. Sehr.

#248 von Konstanze am 03.12.08 um 12:24

 

Und in diesem Zusammenhang wünsche ich allen einen schönen ersten Advent!

#249 von Konstanze am 03.12.08 um 12:40

 

Das wünsche ich auch. Zum Wetter?
Ich kann Schnee nicht leiden. Habe heute um 4.40 !!! schon geschüppt. Es sind im sauerland regelrechte Massen runtergekommen und gottlob hört es nun, erstmalig heute, auf zu schneien.

#250 von Ludger Heitmann am 03.12.08 um 13:02

 

#238:
dissoziale Persönlichkeitsstörung = Umgang mit der Realität in Form eines geringen Realitätsbezugs

#251 von AxiomX am 03.12.08 um 13:55

 

Das müssen Sie konkretisieren, 151.

#252 von Konstanze am 03.12.08 um 14:39

 

Nachtrag: ich meinte, 251.

#253 von Konstanze am 03.12.08 um 14:40

 

252;253Ich höre Veljanov jetzt jeden Abend zum Einschlafen ;-)
I need Veljanov for falling asleep.
Grüße aus sunny England :-))

#254 von Nikol am 05.12.08 um 13:54

 

music as an ideal choice for falling asleep… and I take natural herbal supplements when I need the extra help in falling asleep

#255 von The Sweet Life am 05.12.08 um 14:22

 

Veljanov+ Kräuterbonbons =ideal:-)))

#256 von The Sweet Life2 am 05.12.08 um 14:42

 

Porta Macedonia weaves a fascinating mix of the traditional and the modern.. Alexander is marvellous as usual…

#257 von Isabel am 05.12.08 um 15:55

 

Nachstehend noch eine Rezension ausFrankreich:
http://www.resmusica.com/article_5971_cote_jazz_pop_rock_premium_records_dark_wave_et_avant-garde_.html

#258 von Konstanze am 05.12.08 um 16:16

 

Ad Nikol: Prima!
Viele Grüsse aus dem "sonnigen" Berlin :)

#259 von Konstanze am 05.12.08 um 16:35

 

Da ich im Ausland war, habe ich erst jetzt das ganze Album gehört. Also, ich persönlich habe eine Schwäche für "Lily B" und "Der Kongress." Zumindest haben mich die zwei Stücke von Anfang an am meisten angesprochen und gefesselt. Teilweise, einfach weil sie ungewöhnlich klingen, bei Kongress und Lily B, klingt es wie eine spannende Story, man weiß nicht was als nächstes kommt und ob der Song noch weiter geht oder nicht. „His Vita“ erinnert SEHR an das Lied „Razgovor so Slepite“ von Mizar :-) "We can't turn back" ist klasse! "Königin aus Eis" auch, aber da muss ich mich noch ein bisschen mehr reinhören. Das geht mir bei deutschen Texten immer so :-) Komisch, dass die Standardversion kein Booklet enthält, vor allem, weil Alexander in seinen Interviews betont hat, wie wichtig es ihm ist, dass die Hörer sich mit den Texten auseinandersetzen… Hm… wer weiß…

#260 von Louise am 10.12.08 um 10:56

 

@ 260:
In Bezug auf Lily sagte Alex (Veljanov) in einem Interview, das Thema wäre ihm zu wichtig, um es untergehen zu lassen :-))))))

#261 von momi am 10.12.08 um 11:23

 

Was Tattoos? Falls er das wirklich gesagt haben soll, so hat er das bestimmt auf das ganze Album bezogen, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass AV tatsächlich findet, Tattoos seien wichtig…

#262 von Louise am 10.12.08 um 11:39

 

„His Vita“ erinnert SEHR an das Lied „Razgovor so Slepite“ von Mizar"

„ICH HABE MICH SELBST ETWAS GEWUNDERT, OB ES KOMMERZIELL SO KLUG WAR, MIT DEN MUSIKERN VON MIZAR...WAREN ES ÜBERHAUPT MEHRERE?

Nein, nur Goran – der hat gerade in der Zeit für Songs das Album von Mizar geschrieben und war deren Sänger, aber er ist nicht mehr dabei. Ich habe in dieser Entstehungsphase das Ganze mitverfolgt und ich war auch mit im Studio. Das erste Stück, das wir zusammen gemacht haben, war „Mein Weg“ , wo Goran mich eben bat, dass ich mit ihm die deutsche Version für Veljanov ausarbeite und er hat für Mizar den Song auf Makedonisch gesungen, allerdings in einer ganz anderen Umsetzung, anders arrangiert und so und auch das andere Stück, das wir zusammen angefangen hatten, das sollte ich als Gast mit ihm als Duett singen, das wurde dann auf Englisch „His Vita“ und ist auf dem Veljanov Album gelandet, so waren die Anfänge unserer Zusammenarbeit. (die makedonische Version gesungen von Goran heißt „Razgovor So Slepite“ und ist auf dem Mizar Album „Kobna Ubavina“ zu finden).

http://www.musik.terrorverlag.de/interviews.php?id=618

#263 von Schneeflöckchen am 10.12.08 um 11:53

 

"Komisch, dass die Standardversion kein Booklet enthält..."

Die Special Edition kaufen!

Aber ja, Alexander Veljanov ist ein wahrer Künstler… hat eine atemberaubende, ausdrucksvolle Stimme, sieht sinnlich aus…

P.S. und hat eine sehr schöne Handschrift.

#264 von Schneeflöckchen am 10.12.08 um 12:22

 

u.a. hier: http://www.amazon.de/Porta-Macedonia-Limited-Veljanov/dp/B001GO09OG

#265 von Schneeflöckchen am 10.12.08 um 12:30

 

Ad Alee:
Wussten Sie, dass Herr Veljanov sieben Sprachen spricht? – mazedonisch, deutsch, englisch, französisch, spanisch, serbisch, bulgarisch – das ist ja der Wahnsinn!!!
http://www.radiorus.ru/news.html?rid=356&date=09-12-2008&id=231178

#266 von Konstanze am 10.12.08 um 16:56

 

ich meinte "alle"

#267 von Konstanze am 10.12.08 um 16:58

 

Die Mazedonier scheinen eh ein sprachbegabtes Völkchen zu sein, meine Freundin ist auch eine Mazedonierin und spricht genau die gleichen Sprachen wie Herr Veljanov. Die slawischen Sprachen scheinen sehr ähnlich zu sein, von daher ist das Erlernen einfacher, sie kann die alle. Englisch und französisch kam dann in der Schule dazu und spanisch als Passion. Russisch versteht sie ganz gut ohne es aber selbst sprechen zu können.

#268 von Michaela am 10.12.08 um 17:38

 

@#261 u. @#262

Lily B. ist zwar ein lustiges Stück aber mit einem ernsten Hintergrund. Es geht um die Verführbarkeit von Massen und dem Hinterlaufen nach Trends
Die Tattoos stehen als Symbol dafür, eine Zeitlang wollte jeder eins haben und da es nun als Ars**geweih verschrien ist läßt man es sich wieder weglasern.

"Es ist erstaunlich was man sich im Laufe seines Lebens so anschafft nur weil man - oder andere- meinen man müßte sowas jetzt unbedingt haben. Und am schlimmsten ist es dann wenn man es eben nicht mehr los wird, es steckt auch ein bisschen Schadenfreude darin, aber im Grunde geht es darum ob man wirklich all das braucht was einem immer suggeriert wird"

Hat Herr V. so ähnlich in einem Interview gesagt.

#269 von Sally am 10.12.08 um 18:08

 

Ad Michaela:
Herr Veljanov beherrscht die o.g. Sprachen fließend in Wort und Schrift… und das ist bemerkenswert, finde ich.

Aber Mazedonisch ist eine sehr interessante Sprache… sie ähnelt dem Russischen sehr, sagen viele. Dennoch verstehe ich diese Sprache nicht. Aber ich würde sie gerne erlernen.

#270 von Konstanze am 10.12.08 um 18:18

 

Ein nettes Porträt, oder?
http://www.gothicart.ru/ga/img1973.htm

#271 von Giovanni am 10.12.08 um 18:32

 

Hmm, finde das hier besser u. realistischer

http://redjuice.deviantart.com/art/A-Veljanov-Deine-Lakaien-6468594

#272 von Sally am 10.12.08 um 18:53

 

#266 der totale Wahnsinn; ich kann mit 11 Sprachen aufwarten (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Latein, Griechisch (alt und neu), Hebräisch, Portugiesisch, Holländisch und Türkisch sowie eher rudimentären Kenntnissen in Russisch) werde ich jetzt zum Gott erhoben?, oder kann das Teil einer stinknormalen, gottgeschenkten Disposition bleiben?

Und n.b. - irgendwo in einem anderen Thread- Sie sollten, gerade als Juristin, lernen, scharia und fiqh zu unterscheiden.

#273 von Ingo_F am 10.12.08 um 22:05

 

An #273 Ingo_F
Endlich mal wieder eine vernünftig klingende Stimme in dieser schwachmatischen, nicht enden wollenden Beweihräucherungs-Orgie.

#274 von Gähn am 10.12.08 um 22:18

 

So ist es.

#275 von Gesche Mercks am 10.12.08 um 22:25

 

Ad Ingo_F:
Wow, elf Sprachen beherrschen Sie, Hut ab! Das ist wirklich bemerkenswert. In meinem ganzen Familien-, Freunden- und Bekanntenkreis (weltweit) gibt es nur eine einzige Person, die mehr als drei Sprachen in Wort und Schrift beherrscht. Aus diesem Grund überraschte mich die Tatsache, dass Herr Veljanov so viele unterschiedliche Sprachen fließend spricht, die natürlich viele unterschiedliche Kulturen verbinden, sehr… das ist außergewöhnlich… jedenfalls für meine Verhältnisse.
Veljanovs Musik und… seine Persönlichkeit besitz eine ganz besondere Anziehungskraft… Finden Sie nicht?

#276 von Konstanze am 11.12.08 um 09:57

 

Ad Giovanni,Sally:
Mir gefallen die beiden Zeichnungen sehr gut. Ich finde, jedes Porträt hat etwas Einzigartiges und Einmaliges… aber Herr Veljanov hat ja ein faszinierend schönes und interessantes Gesicht. Insofern…

#277 von Konstanze am 11.12.08 um 09:59

 

Ad Ingo_F:
Nachtrag:
Das habe ich zunächst überlesen… Sie beherrschen Griechisch??? Auch Altgriechisch? Wow!!! Das ist doch so cool… ich meine, dann können Sie ja die antiken Autoren im Original lesen…cool… diese Sprache fasziniert mich so sehr…

#278 von Konstanze am 11.12.08 um 10:12

 

@ 278
Ich würde das nicht überbewerten.

@ 273
Ich frage mich, wie gut du das alles sprichst? reichts für ein paar worte?

#279 von Ontario am 11.12.08 um 11:11

 

"
@ 273
Ich frage mich, wie gut du das alles sprichst? reichts für ein paar worte? "

Au fein, dann sprech ich 20 Sprachen :-)

Abgesehen davon hat Konstanze Herrn Veljanovs Sprachbegabung doch nur bewundernd erwähnt, und zwar zu Recht. Das würde sie aber sicher auch bewundernd bemerken wenn es sich um einen ihrer Kollegen oder Freunde handeln würde, nur hier gehts halt nunmal um diesen Musiker.

#280 von Michaela am 11.12.08 um 11:42

 

An #274: Leider mal wieder ein überflüssig trolliger Kommentar des bekannten, an maßloser Selbstüberschätzung leidenden, vertriebenen Zeitgenossen.

An #275: Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.

#281 von wacher Obergähner hoch drei zum Quadrat am 11.12.08 um 12:33

 

"wacher Obergähner hoch drei zum Quadrat" - "Gähn"

Phantasievolle Nicknamen. Auch interessant :)

#282 von Konstanze am 11.12.08 um 13:57

 

Ad Michaela und Ontario:
Möglicherweise klingen meine Äußerungen in Bezug auf Herrn Veljanov ein wenig euphorisch… aber… er publiziert in deutscher, englischer, französischer, mazedonischer Sprache… und er beherrscht diese Sprachen im wahrsten Sinne des Wortes… und das ist beeindruckend… und nicht nur das… ich finde… ich vermute, er hat eine sehr facettenreiche Persönlichkeit…

#283 von Konstanze am 11.12.08 um 13:59

 

Das denke ich auch, Konstanze, und soetwas finde ich anerkennenswert auch wenn ich noch immer nicht viel mit seiner Musik anfangen kann.

#284 von Michaela am 11.12.08 um 14:10

 

Ich schließe mich voll und ganz der Meinung von Michaela und Konstanze an.

# 269 Habe ich hier http://www.musik.terrorverlag.de/interviews.php?id=618
auch schon gelesen.

Dank für den Link, Schneeflöckchen.

#285 von Louise am 11.12.08 um 15:52

 

@ 283

möglicherweise???... ein wenig?euphorisch... nöja... :-))

#286 von Jonathan am 11.12.08 um 17:22

 

Ehrfurcht, Euphorie, Anbetung…:

"Würdet ihr Streuner bitte davon Abstand nehmen, diesen heiligen Thread durch die Nennung obszöner Bandnamen zu entweihen?
Danke.
#9 von Sunzi Sonnenschein am 29.05.07 um 14:42"
http://www.westropolis.de/thomas.lau/stories/5120/

#287 von Konstanze am 12.12.08 um 12:20

 

Ad Alle:
Unter dem nachstehenden Link können Sie (wenn Sie möchten) einige Musikinstrumente aus Mazedonien ansehen, die auf Alexandres neuem Album u. a. zu hören sind:
http://www.macedoniadirect.com/instruments/kaval.htm
Die Kaval, die Zurla und die Šupelka. Ich fand es interessant…

#288 von Konstanze am 12.12.08 um 14:20

 

Konstanze, Michaela, Alexandra und Schneeflöckchen und all die anderen Sallys und Giovannis...who cares? Könnt Ihr nicht damit aufhören und einen Fan-Club in Mazedonien gründen?

#289 von michherzog am 12.12.08 um 14:59

 

Huhu, Michi, aufmerksam lesen, das sollte schon sein. Ich gehöre nicht zum Fanclub, allerdings ist Ihr Kommentar einfach nur blöde und unnötig, weil es zwingt Sie ja keiner hier zu lesen. Oder haben Sie nichts besseres zu tun? Mischen Sie gern bisschen auf wenn Ihnen fad ist?

#290 von Michaela am 12.12.08 um 15:43

 

#288 Vielen dank für den link. die zurla,supelka sind exotische Instrumente, die ich vorher noch gar nicht kannte; nglaublich, dass du jedes einzelne instrument differenziert heraushörst; kanntest du die klänge schon?

#291 von Alexandra am 12.12.08 um 15:45

 

Nein, natürlich nicht :) Weißt Du, K. aus dem fünften hat mich auf diesen Link aufmerksam gemacht, und ich dachte, Westropolianerwürde dies vielleicht auch interessieren…

Ein schönes Wochenende und einen wundervollen 2. bzw. 3. Advent!

#292 von Konstanze am 12.12.08 um 16:16

 

@konstanze: Thanks :-) The kaval is an extremely beautiful and gentle instrument.

Alexander is a brilliant vocalist, and writes amazing lyrics.

#293 von Isabel am 12.12.08 um 18:35

 

ernst writes most of the lyrics for deine lakaien!

#294 von john am 12.12.08 um 18:41

 

#287

Erstens war das ironisch gemeint und zweitens kann ich für mich in Anspruch nehmen, an dieser Stelle nicht über Herrn Veljanov hergezogen zu haben. Ich habe sogar eine entsprechende Nachfrage bewusst unbeantwortet gelassen.

Just for the records.

#295 von Sunzi Sonnenschein am 14.12.08 um 10:55

 

#292 Ich wünsche dir ebenfalls einen schönen dritten Advent.

Die Kaval ist recht deutlich bei Dirt zu hören; so habe ich Dirt für mich neu entdeckt :-) Alexander ist nicht nur ein großartiger Musiker, er ist auch ein großartiger Poet.

#294 auch ohne Ernst!

#296 von Alexandra am 15.12.08 um 08:56

 

#@ 294ernst horn ist ein begnadeter musiker, aber mit av steht und fällt das projekt namens „deine lakaien“!!!

#297 von blackangel am 15.12.08 um 09:21

 

Ad Isabel:
Thanks for your comments! You are right. Mr. Veljanov is a marvelous singer with a unique voice…

I wish you and your family a great and wonderful Christmas and a Fantastic 2009 :)

P.S. and a wonderful Christmas Vacation ;)

#298 von Konstanze am 15.12.08 um 13:31

 

Ad Sunzi Sonnenschein:
O.K.

#299 von Konstanze am 15.12.08 um 13:33

 

Ad Alexandra:
Also meine persönlichen Favoriten sind nach wie vor „Der Kongress“, „Lily B“, „Mein Weg“, „Dirt“ und … ja… „Königin aus Eis“ (eigentlich die Schneekönigin: Herr Veljanov inspiriert von H. C. Andersens Märchen, weil seine Tochter im Theaterstück „Die Schneekönigin“ mitspielte, komponierte den Song „Königin aus Eis“), aber auch „Zwei vor und drei zurück“, „Your house on my hill“ und „The new order“ gefallen mir außerordentlich gut.

Aber… eigentlich empfinde ich alle Porta Macedonia – Songs als sehr gelungen. Weißt Du, jedes Lied hat etwas Einzigartiges und Unberechenbares… ja… man könnte sagen, jeder Song, jede Note ist ein Stück von ihm… und es wird fast.. körperlich spürbar, mit welcher Energie Herr Veljanov seine Stimme einsetzt, und seine emotionale Ausdruckskraft in Mimik und Gestik verleiht dem ganzen.. Szenario (insb. in „Nie mehr“ u. „Lily B“) noch mehr Authentizität.
Naja…:)

#300 von Konstanze am 15.12.08 um 13:37

 

#298 verfrühteNeujahrswünsche 2009?? :-)

#301 von Alexandra am 15.12.08 um 15:57

 

Naja... sie fährt ja morgen in die Ferien… Insofern empfinde ich dies nicht als „verfrüht“ :)

#302 von Konstanze am 15.12.08 um 18:27

 

Ad Alexandra, 296:
Und bei "His Vita", oder?

#303 von Konstanze am 16.12.08 um 10:50

 

His vita muss ich mir mal genauer anhören :-)

#304 von Alexandra am 16.12.08 um 13:09

 

Dieses Bild ist zwar etwas älter aber auch sehr schön: http://esensja.pl/magazyn/2003/07/img/ilustr/11_70c.jpg

#305 von Konstanze am 16.12.08 um 18:18

 

Weiß nicht ob das hier schon irgendwo steht, aber ich hab gerade im Radio1 (Berliner Sender) gehört dass Alexander Veljanov am 19.Februar in der Berliner Passionskirche ein Konzert gibt. Das ist doch was für Sie, Konstanze.

#306 von Michaela am 18.12.08 um 14:30

 

Hier der link dazu:
http://www.radioeins.de/musik/alle_konzerte/093.html

#307 von Michaela am 18.12.08 um 14:31

 

Ad Michaela:
Ja, ich weiß. Vielen Dank. :)

#308 von Konstanze am 18.12.08 um 20:15

 

konstanze, was ich sie schon lange fragen wollte: sind sie eigentlich verwandt mit alexander veljanow? oder handelt es sich um eine wahlverwandtschaft? eine freundschaft? eine schwärmerei? manchmal nennen sie ihn ja zärtlich beim vornamen. und niemand außer ihm scheint dermaßen in ihrer gunst zu stehen.

#309 von Else Buschheuer am 19.12.08 um 04:21

 

# 39 und niemand außer ihm scheint dermaßen in ihrer gunst zu stehen.

Doch! Shakespeare ;-)

#310 von Alexandra am 19.12.08 um 10:08

 

Ad Frau Buschheuer:
Ich wünsche Ihnen wundervolle Weihnachten, Frau Buschheuer ;)

#312 von Konstanze am 19.12.08 um 20:22

 

@ 300-298konstanze: thank you so much for your good wishes :-) I wish you also merry christmas and the happy new year 2009.

I agree that "lili b" is amazing, it's exactly the rhythm and all these things I like about veljanov music :-) - and I love "his vita" - but my absolutely favoured song is “dirt”.

many greetings from moscow.

#313 von Isabel am 21.12.08 um 18:34

 

#311
Winner of an Amy Whinehouse- look-alike-contest?

#314 von U_Waltzin_Alex am 21.12.08 um 22:10

 

What are you driving at? I see absolutely no resemblance between mr. veljanov and ms. winehouse.
Mr. veljanov looks very well.
beautiful songs sung by a beautiful man - alexander veljanov has an absolutely breathtaking voice - overall appearance is exceptionally beautiful! Don’t be envious!

#315 von sweetblackangel am 22.12.08 um 13:58

 

I love this photo of Alexander with his band "Deine Lakaien": http://www.lastfm.ru/music/Deine+Lakaien/+images/294492

Mr. Veljanov has an extraordinary voice. his voice is so beautiful, his face is so pretty, he is perfect!!!!

#316 von vistalavista am 22.12.08 um 14:43

 

Veljanov ist mindestens Gott. Und ihr habt seine Sekte gegründet. Die Sekte der Langweiler.

#317 von Gähn am 22.12.08 um 15:13

 

I attended its first Porta Macedonia concert in Berlin and loved the Songs and atmosphere...

its incredible voice, extraordinary quality of songs, intensive energy, perfect atmosphere and committed artistic style of individuality and conformity as a whole stroke me in the brain of musical pleasure zone and took my breath away.

During that concert Veljanov gave an autograph to a girl. Also, he gave them to his fans after his performance in Moscow. So I, with hope and impatience, also decided to test my luck and bought on my last scholarship a ticket to his February performance in Berlin :-)

#318 von Estella am 22.12.08 um 17:26

 

@317/Gähn: Ein Kaninchenfurz vor einem ostmongolischen Ochsenstall ist allemal gehaltvoller als ein derartiges Statement eines hier nach wie vor bekannten Trolls, der bis unter die Haarspitzen voll ist mit Neid und Missgunst. Wie armselig. Pfui Deibel.

#319 von Obergähner hoch vier zum Quadrat mal X am 23.12.08 um 08:32

 

Ad Isabel:
Vielen lieben Dank! Das werden wir haљben, und ich werde zuљsehen, dass es ein paar nette Bilder gibt.. ;-)

Ad Estella:
"So I, with hope and impatience, also decided to test my luck and bought on my last scholarship a ticket to his February performance in Berlin"

Du biљst ja echt sљß :-)
Frohe Weihnachten!

#320 von Konstanze am 23.12.08 um 16:14

 

@ 320

http://www.youtube.com/watch?v=m6ZU9ZKGjEc&feature=related

#321 von Ontario am 23.12.08 um 17:27

 

не понимаю, worauђf Sie hinaus wollen... sorry, aber dieђser Song (s. hierzu vorstehђenden Link) triђfft meinen Geschmack nicht. Не беда! :)... nur weil Weihnachten ist... :)

#322 von Konstane am 23.12.08 um 18:00

 

#319 Gähn hat ja nicht ganz unrecht. Die Fans von V. sind krass drauf. Schlimm finde ich weniger die blinde Bewunderung, sondern die Intoleranz gegenüber denen die Veljanov nicht so mögen. Da wird man gleich als Kulturbanause abqualifiziert, wenn man was gegen den Gott sagt und das kotzt mich an!

#323 von ratte am 23.12.08 um 22:41

 

Hat mich auch ne Zeitlang angekotzt weil ich mich ja auch ins Bienennest gehockt habe ganz am Anfang. Aber dann habe ich mir überlegt dass es mir mit ein, zwei Künstlern ähnlich geht, auch da stehe ich relativ alleine mit meiner Bewunderung und sage denen die den Kopf schütteln, na dann hört doch halt nicht hin. Und so ist es ja auch hier.

#324 von Michaela am 23.12.08 um 22:50

 

ad324: na, dann machen sie doch einen eigenen künstler-bewunderungs-thread auf. vielleicht lohnt es ja und die ganze fan-group findet sich auf westropolis und zelebriert ;-)

#325 von Else Buschheuer am 23.12.08 um 23:56

 

#319
1 hoch vier zum Quadrat mal X= auch bloß 10.
3x0 =?

#326 von 15€/h genehm? am 24.12.08 um 01:12

 

ad325: "na, dann machen sie doch einen eigenen künstler-bewunderungs-thread auf."

Nö, das ist mir dann doch fremd. Ich suche ja keine Zustimmung.

#327 von Michaela am 24.12.08 um 08:53

 

@ 1; 314; 309; 317;323;325;326...: Wie kann man nur so abgrundtief kleinkariert, borniert und missgünstig sein?!
Arme Menschen. It is so pitiful and so sad.

#328 von Isabel am 24.12.08 um 13:05

 

#328 Isabel
Inwiefern #309?

#329 von Günter Landsberger am 24.12.08 um 13:16

 

@ Günter Landsberger: Mit dieser grenzenlosen Dreistigkeit hätte Fr. B. yellow press-journalist werden können. Bei uns in Moskau to swarm with vellow press-journo. Ich empfand die Anfrage als unverschämt. Konstanze scheint das aber nicht zu stören.
Merry Christmas and Happy New Yeat to you.

#330 von Isabel am 24.12.08 um 15:32

 

ad330: nun, dann wird sie mir sicher noch antworten.

#331 von Else Buschheuer am 24.12.08 um 16:24

 

328/330 Isabel findet alles abgrundtief und grenzenlos. Lachhaft.
Lächerlich auch, wie hier schon der geringste Zweifel an dem ollen Scharlatan Veljanov als Gotteslästerung gilt. Geiles Fest allseits.

#332 von Gähn am 24.12.08 um 16:53

 

@#332:
Sie sprechen mir aus dem Herzen.

Diese grenzenlose, abgrundtiefe, bedingungs- und völlig kritiklose (Reihe der Adjektive schier beliebig fortsetzbar) Hingabe an einen "Star" ist in meinen Augen albern, relativ hirnlos und überaus kindisch (ebenfalls fortsetzbar). Und dazu noch dieses Gekeile, sollte jemand sich "erdreisten", anderer Meinung zu sein.

Schlichtweg unsäglich.

#333 von Matta Schimanski am 24.12.08 um 17:20

 
 

#333 jetzt mal ein simples Ausrufezeichen von mir (!); d'accord, mit jedem einzelnen Akzent.
Aber, sei's gewahr, das gibt wieder Kloppe von den Verteidigern des heiligen Alex!

Richtig gruselig wird mir um's Gemüte bei der Vorstellung, dass die Protagonisten solcher Backfischschwärmerei im realen Leben mit dem Schicksal anderer Menschen befasst sein könnten.

Was gäbe ich jetzt darum, ganz old- fashioned wieder "Under the New England Moon" zu sein! Thanx a lot!

#335 von socursu am 24.12.08 um 18:12

 

#334 schön- exakt die angesprochene Altersgruppe!

#336 von socursu am 24.12.08 um 18:13

 

http://de.youtube.com/watch?v=0wihvdDU7pE

#337 von QuecksilberFritze am 24.12.08 um 23:00

 

@#334:
Nein, was es bei euch in Moskau so alles gibt: richtig gute Argumente und richtig gute Manieren! Wenn das die Yellow Press erfährt!

@#335:
Naja, wenn man sich gut mit ihnen stellt, kann man ja durchaus profitieren.

And: You're in a good old-fashioned way absolutely welcome!

#338 von Matta Schimanski am 25.12.08 um 00:15

 

"richtig gute Aö'gumente und richtig gute Ma0ieren! Wenn das die Yellow Press erfährt!"

Ach, ach, meine kleine Halbschwester Isabel ist summa cum laude – Neurowissenschaftlerin. Insofern... Ihre eigene Kommentare sind übrigens an Gehaltlösigkeit, um nicht zu sagen, an intellektueller Verelendung (dies auch in den anderen Threads) nicht mehr zu überbieten. Das empfand bzw. empfinde ich persönlich jedenfalls so.

Außerdem: (ad: Gahn) „Die Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen“, sagte seinerzeit Rousseau.

-------------
Herr Veljanov genießt grenzüberschreitend viele Symphatien... Immer mehr Menschen, insbesondere junge Frauen – in meinem Alter und jünger -, verfallen in eine... man könnte sagen, obsessive Bewunderung für diesen außergewöhnlichen Künstler... und möglicherweise... möglicherweise gerade diese Tatsache macht ihn zu etwas Besonderem..
zu etwas Besonderem(?)

#339 von Konstanze am 26.12.08 um 00:47

 

ad339: "junge frauen in meinem alter"

huch, haben sie einen umlaut-virus? darf ich fragen, konstanze, wie alt sie sind?

#340 von Else Buschheuer am 26.12.08 um 00:53

 

"Nein, was es bei euch in Moskau so alles gibt: richtig gute Argumente und richtig gute Manieren!"

Ach, meine kleine Halbschwester Isabel ist summa cum laude – Neurowissenschaftlerin. Insofern... Ihre eigene Kommentare sind übrigens an Gehaltlösigkeit, um nicht zu sagen, an intellektueller Verelendung (dies auch in den anderen Threads) nicht mehr zu überbieten. Das empfand bzw. empfinde ich persönlich jedenfalls so.

Außerdem: (ad Gähn - socursu) „Die Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen“, sagte seinerzeit Rousseau.

---------
Herr Veljanov genießt grenzüberschreitend viele Symphatien... Immer mehr Menschen, insbesondere junge Frauen – in meinem Alter und jünger -, verfallen in eine... man könnte sagen, obsessive Bewunderung für diesen außergewöhnlichen Künstler... und möglicherweise... möglicherweise gerade diese Tatsache macht ihn zu etwas Besonderem..
zu etwas Besonderem(?)

#341 von Konstanze am 26.12.08 um 00:54

 

Hello Frau Buschheuer,
ich bin schon 29 Jahre alt.

#342 von Konstanze am 26.12.08 um 01:01

 

na, was heißt: schon...
dann könnten sie in der tat meine tochter sein. *rechnet nach*... knapp. das wirft ein neues licht auf ihre haltung zur todesstrafe - auch auf ihre schwärmerei für besagten künstler.
also, kennen sie ihn persönlich?

#343 von Else Buschheuer am 26.12.08 um 01:11

 

@# 342
Es mag sein, dass ich Ihnen und Ihrer kleinen Halbschwester, der Neurowissenschaftlerin summa cum laude, in punkto Beleidigungen nicht das Wasser reichen kann. Möchte ich wohl auch gar nicht.

Wenn intellektuelle Verelendung das Gegenteil von dem ist, was S i e hier präsentieren, dann möchte ich aber ganz gerne intellektuell verelendet sein.

Und dass obsessive Bewunderung einen Menschen zu etwas Besonderem macht, wage ich zu bezweifeln. Eher würde ich behaupten, obsessive B e w u n d e r u n g ist etwas Besonderes, nämlich besonders dumm. Schade eigentlich, wenn tatsächlich so viele Frauen da betroffen sind. Bitter.

#344 von Matta Schimanski am 26.12.08 um 01:46

 

ad344: ich glaube, dass auch kluge und/oder gebildete menschen aufs (achtung! kein apostroph! anmerkung bezieht sich auf einen anderen thread) allerdämlichste schwärmen können.
bei isabel habe ich, mit verlaub, meine bedenken, ob sie zu dieser gruppe gehört. bei konstanze, die ziemlich sicher zu dieser gruppe gehört, habe ich wiederum manchmal das gefühl, dass sie ein mann mit einem weiblichen nickname ist. vielleicht der künstler selbst? oder sein presseagent? oder ein freund oder, das ist das wahrscheinlichste, ein fan (um es mit sat.1 zu formulieren, ein fanfan)

#345 von Else Buschheuer am 26.12.08 um 02:03

 

Ich hab das Gefühl, daß Konstanze zumindest in diesem Thread unter verschiedenen Namen mit sich selber redet.

Matta Schimanski der intellektuellen Verelendung zu bezichtigen - wer soll Sie noch ernst nehmen, Konstanze?

Ich kann mir vorstellen, daß an der Diana-Theorie von Mathias Pianowski was dran ist. Diana schrieb auch Schräges, zum Teil Pubertäres, hatte eine "Mom" und machte nach eigener Auskunft was in Journalismus.

Dieser Thread hat bei mir ja eher eine Veljanov-Allergie ausgelöst, obwohl ich den gar nicht kenne, also wenn er es selber wäre, hätte er sich keinen Gefallen getan.

#346 von Anna am 26.12.08 um 02:55

 

@#345 - 1: Das ist mir schon klar; es hätte allerdings auch hier "nur" genervt und wäre nicht so übel aufgestoßen, wenn nicht die eine oder andere Ungeheuerlichkeit dazugekommen wäre.

- 2: Bei Isabel habe ich auch nur die Art der Antwort moniert.

@#346 - 2: Danke, Anna, das ist sehr nett von Ihnen!

- 3: Nach meiner Erinnerung war/ist es nicht nur eine Theorie.

Insgesamt bin ich allerdings für mich zu dem Schluss gekommen, dass es Unsinn wäre, sich weiter mit diesen Dingen hier zu befassen. K. wurde schon viel zu viel Aufmerksamkeit zuteil.

#347 von Matta Schimanski am 26.12.08 um 12:02

 

Frau Buschheuer, meine Haltung zur Todesstrafe hat nichts mit meinem Alter zu tun etc., ist eher studiumsbedingt... wie ich bereits in einem anderen Thread ausführte, musste ich im Rahmen meines Jurastudiums in den USA eine Abschlussarbeit zu diesem Thema verfassen – ich habe mich daher eingehend mit dieser Problematik auseinandergesetzt, nahm zum Teil Einsicht in die Akten der Anklage, besuchte Verhandlungen (die öffentlich waren) und war sogar in einem Vorraum des Todesstraktes... all dies... wissen Sie, ich bin von meiner Zeit in den USA sehr geprägt...
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Damit das ein für alle Mal klar ist: ich verwende auf Westropolis kein anderes Nickname außer Konstanze!
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Frau Schimanski, socursu und all die Gähns und Annas, es entzieht sich völlig meinem Verständnis, was Sie mit Ihren albernen Einlassungen eigentlich bezwecken? (Herr Veljanov ist ein Avangardist, und dass seine Musik nicht jeden Geschmack trifft, ist verständlich) Aber was bezwecken Sie mit Ihren Kommentaren? Diesen Thread zu sabotieren? Ist es das, was Sie wollen?

Nicht die Euphorie in Bezug auf Herrn Veljanov (diese Euphorie ist wenigstens aufrichtig) ist kindisch, sondern Ihre (in diesem Thread) deplazierte und aus dem Zusammenhang gerissene Ausführungen sind kindisch. Ich verstehe nicht, ich verstehe wirklich nicht, wie kann man nur so gehässig sein? Und es sind doch stets die gleichen Missepeter in diesem Forum, die inhaltlich zu einer Diskussion nichts, aber absolut gar nichts, beigetragen haben, jedoch entwürdigende und beleidigende Kommentare verfassen, die einzig und allein dem Zweck dienen, einen Streit zu provozieren. Und dies sogar an Weihnachten... Die Weihnachtszeits ist für micht stets eine Zeit der Nächstenliebe und der Menschenfreundlichkeit, aber manchen hier ist nichts heilig.

Und Isabel hat recht. Arme Menschen.

#348 von Konstanze am 26.12.08 um 13:12

 

@ Konstanze:
"Die Weihnachtszeits ist für micht stets eine Zeit der Nächstenliebe und der Menschenfreundlichkeit, aber manchen hier ist nichts heilig."

Manchen Menschen hält gerade die Weihnachtszeit den Spiegel vor und sie sehen mit aller Härte ihr Dasein. Das macht besonders giftig.

#349 von Michaela am 26.12.08 um 13:35

 

@ Konstanze & ihre diversen Abspaltungen:

Ein besinnungsloser Thread wie dieser ist geeignet, ein Kulturblog als Ganzes unglaubwürdig und lächerlich zu machen. Deshalb ist scharfer Widerspruch gegen eure ebenso naive wie haltlose und (bei Aufkommen etwaiger Gegenmeinungen) gnadenlos intolerante Helden-/Schönlings-Verehrung angebracht. Ich werde mich jedenfalls nicht mundtot machen lassen. Punkt.

#350 von Gähn am 26.12.08 um 14:59

 

Ad Michaela:
Ich bin keineswegs giftig.

#351 von Konstanze am 26.12.08 um 16:37

 

Ad Gähn:
Ach Gähn, Sie können ja meine Kommentare in diesem Thread (aber auch in den anderen Threads) entfernen/entfernen lassen, und somit den außerordentlich hohen Niveaugehalt dieses Forums weiterhin zu gewähren... und zu fördern.

#352 von Konstanze am 26.12.08 um 16:39

 

ad Konstanze, da haben Sie mich gründlichst mißverstanden, Sie habe ich damit nicht gemeint ;-)

#353 von Michaela am 26.12.08 um 17:00

 

O.K. :-)

#354 von Konstanze am 26.12.08 um 17:04

 

@ 352
Kompletter Unsinn. Eine Zensur findet nicht statt. Jeder hat das Recht, das Niveau nach Belieben zu senken. Doch hat auch jeder das Recht, dagegen Stellung zu beziehen.

#355 von Gähn am 26.12.08 um 17:07

 

@#346:"Dieser Thread hat bei mir ja eher eine Veljanov-Allergie ausgelöst, obwohl ich den gar nicht kenne, also wenn er es selber wäre, hätte er sich keinen Gefallen getan."

Ich mag zwar Herrn Veljanov und seine Musik sehr bzw. die Lakaien, eine fanatische Verehrung ist mir jedoch völlig fremd und er ist es sicherlich nicht selbst, da er übertriebenem Fankult ablehnend gegenübersteht.
(selbst gesagt in einem Interview)
Ich hab mal eine zeitlang bei einer Plattenfirma gearbeitet und dort Fanpost betreut; von Heiratsanträgen bis Morddrohungen kommt einem da ja alles unter, manchmal schon echt erschreckend,
ich hab mich oft gefragt was das für Personen sind die soetwas einem eigentlich fremden Menschen schicken.
Die Art der Musik spielt dabei keine Rolle genauso wenig das Alter oder die Bildung des "Fans" das geht quer durch den Gemüsegarten. (vom kreischenden Teenie bis zum 50-jährigen Chirurgen, der ellenlange Liebesbriefe schreibt)
Ich denke das man dafür nicht die Künstler verantwortlich machen kann, denen ist das oft selbst nicht geheuer.
Jedenfalls sollte man sich nicht den Spaß an der Musik nehmen lassen (weder von den übertriebenen Liebhabern noch den Hassern) nur weil manche Leute übers Ziel hinausschießen müssen. Man kann sich seine Fans nicht unbedingt aussuchen. Denken sie nicht das alle die diese Musik mögen so drauf sind.

#356 von Sally am 26.12.08 um 18:16

 

Sally, ich habe mich heute durch das gesamte Forum gelesen und finde, dass „Anna“ wirklich als Randphänomen abgetan werden kann, das keine weitere Beachtung verdient. Ich habe nämlich den Eindruck, dass sie – bis auf wenige Ausnahmen – an einer (irgendeiner) Diskussion überhaupt nicht interessiert ist (Ebenso wenig an der Veljanov – Musik) - sehr wohl aber an einer Sabotage oder einem Streit. Ich vermute, sie ist hier so etwas wie ein „Troll“. Denn, auch in den anderen Threads hatte sie sich zur Sache selbst niemals geäußert und tauchte stets nur dann auf, wenn Aussicht auf einen bösen Streit bestand, um diesen dann noch so richtig zu entfachen. Nur waren die Beteiligten zu klug, um auf ihre Äußerungen einzugehen, so dass ein meistens Streit ausblieb.

Ich vermute des weiteren, dass „Matta Schimanski“, „Anna“, und „Gähn“ eine Person ist, aber vielleicht irre ich mich diesbezüglich. Im Endeffekt ist es aber auch irrelevant.

Dass Herr Veljanov keine übertriebene Euphorie mag, habe ich auch gelesen. Dass ich über das „Ziel hinausgeschossen habe“ ist mir bewusst. Das war doch alles Spaß. Und ich bin ziemlich normal – normal(?)... jedenfalls schreibe ich ihm keine Briefe, auch keine Liebesbriefe, also gar keine Briefe, ich bin nicht einmal in seinem Forum registriert – eigentlich bin ich sein inoffizieller Fan(?). Der Kommentar unter #345 erschien mir reichlich absurd, so dass ich es nicht für notwendig hielt, darauf einzugehen. Aber wenn Sie das anders sehen. Bitte.

#357 von Konstanze am 27.12.08 um 12:09

 

Nachtrag: richtig muss es heißen: "ein Streit meistens ausblieb"

#358 von Konstanze am 27.12.08 um 12:11

 

Ich bin nie ein "Fan" von irgendetwas oder irgendjemandem gewesen und werde es auch nie sein. Dennoch finde ich das Phänomen, dass es Fans (welcher Art auch immer, ob nun Musik- oder Fußballfans) GIBT, interessant, ja manchmal auch symptomatisch.

#359 von Günter Landsberger am 27.12.08 um 12:43

 

@ 356-357

Dem schließe ich mich an und verabschiedemich aus diesem unseligen „Kulturblog“, das größtenteils nur aus Hasstiraden und Missgunst besteht.

#360 von Jonathan am 27.12.08 um 12:44

 

Ad Jonathan:
Das finde ich aufrichtig schade.

#361 von Konstanze am 27.12.08 um 13:36

 

Ad Herrn Landsberger:
"Ich bin nie ein "Fan" von irgendetwas oder irgendjemandem gewesen und werde es auch nie sein."

Ich auch nicht!
Ich mag zwar Herrn Veljanov und seine Musik (insbesondere „Deine Lakaien“ – Musik), aber ich bin definitiv kein fanatischer Fan von ihm... bei uns in der Kanzlei (an dem Standort Berlin) sind mehr als 150 Juristen beschäftigt und 70 % waren einfach begeistert von seinem aktuellen Album. Insofern...

Aber im Endeffekt bin ich der Auffassung, Sally hat in Bezug auf immer häufiger vorkommende Fanobsessionen absolut recht. Und ich sehe ein, dass ich mit meiner „Begeisterung“, in diesem Thread, übertrieben habe, und schließe mich an dieser Stelle ihren Worten an: „Jedenfalls sollte man sich nicht den Spaß an der Musik nehmen lassen (weder von den übertriebenen Liebhabern noch den Hassern) nur weil manche Leute übers Ziel hinausschießen müssen.“, die ich allerdings nicht an „Anna“ richten würde. Hierzu siehe meine Ausführungen unter #357.

„Die einzig wahre Quelle der Kunst ist unser Herz“ frei nach CD. Friedrich.

#362 von Konstanze am 27.12.08 um 13:41

 

"...bei uns in der Kanzlei (an dem Standort Berlin) sind mehr als 150 Juristen beschäftigt und 70 % waren einfach begeistert von seinem aktuellen Album. Insofern..."

Logo. 70 Prozent von über 150 Juristen können nicht irren.
Haben Sie in der Kanzlei eigentlich nichts Besseres zu tun, als solche Umfragen zu veranstalten?

#363 von Gähn am 27.12.08 um 13:53

 

#@ 357 Na, habt ihr Weihnachten gut überstanden?

"Sally, ich habe mich heute durch das gesamte Forum gelesen und finde, dass „Anna“ wirklich als Randphänomen abgetan werden kann, das keine weitere Beachtung verdient"

Schließ mich dir voll und ganz an ;-)

#364 von Alexandra am 27.12.08 um 14:10

 

Ad Gähn:
Bei einer Nettoarbeitszeit von 15 Std. täglich, fällt eine zweiminutige hausinterne Rund - Email an Kollegen nicht so sehr ins Gewicht! Außerdem: sie sind ja nicht so verbittert böse und missgünstig, wie Sie. Insofern...

#365 von Konstanze am 27.12.08 um 14:33

 

Ad Alexandra:
Es war sehr schön... aber, wir fahren erst morgen in den Urlaub... und hoffen auf viel Schnee :)

#366 von Konstanze am 27.12.08 um 14:34

 

365: Missgünstig? Unfug. Wenn Sie wüssten, was ich Ihnen alles gönne.

#367 von Gähn am 27.12.08 um 14:48

 

Ad konstanze: tun Sie mich ruhig ab. Und wenn Kritik auch von anderen kommt, machen Sie sich weis, dass die alle dieselbe Person sind, dann gehts mit dem abtun noch leichter. Mir ist es wurscht, ich werde mich zu Ihnen nicht mehr äußern.

#368 von Anna am 28.12.08 um 12:46

 

Ich denke nicht, dass hier über „Gähn“ noch diskutiert werden sollte. Jeder kennt diese Person. Alles wie gehabt. Alles schon einmal da gewesen. Immerhin meint Gähn „Jeder hat das Recht, das Niveau nach Belieben zu senken.“

Auf Fußsohlenhöhe ist Gähn mit der Trollerei schon angekommen. Und der eine Zentimeter, der noch verbleibt, wird auch noch geschafft.

Weiter so, „Gähn“. Immer weiter.


Es gibt nur eine Möglichkeit: Absolute Ignoranz den Trollen gegenüber.

#369 von Obergähner hoch vier zum Quadrat mal X am 29.12.08 um 13:33

 

Absolute Ignoranz gegenüber
den Quadranten

http://tinyurl.com/8undyl

#370 von B.Rechner am 29.12.08 um 14:32

 

#370 B.Rechner
# Gähn
sind sie noch ganz dicht?

#371 von Erik am 29.12.08 um 15:22

 

früher hatte er mehr Power in der Stimme, find ich

http://ru.youtube.com/watch?v=HOueLOeB8uc

#372 von rtlixi am 29.12.08 um 16:45

 

da ist was für sie, konstanze

http://ru.youtube.com/watch?v=YfQ_I5IOclY&feature=related

#373 von ratte am 29.12.08 um 18:17

 

@#369: "Ignoranz" - das trifft's genau!

#374 von (a + b)² am 30.12.08 um 20:18

 

joie de vivre

http://ru.youtube.com/watch?v=GlJnvu1NggI

#375 von rtlixi am 30.12.08 um 20:56

 

@371
http://tinyurl.com/9l3tw2

#376 von Erikssohn am 30.12.08 um 22:48

 

Für Freunde Veljanovs und Deiner Lakeien kann ich auch die Doppel-CD "20 Years Of Electronic Avantgarde" die 2007 zusammen mit der Neuen Philharmonie Frankfurt eingespielt wurde, empfehlen. Sie bietet einen ausgesprochenen Rückblick, gekleidet in klassischem Gewand.

Jedoch wohl eher nichts für "Einsteiger". Zwar spielen sie auch hier mit einer typischen Leichtigkeit der Schwere, doch ist manches sehr melancholisch und hart an der Grenze zu schwer. Dennoch sehr schön.

#377 von Ludger Heitmann am 05.01.09 um 10:48

 

"Für Freunde Veljanovs und Deiner Lakeien kann ich auch die Doppel-CD "20 Years Of Electronic Avantgarde" die 2007 zusammen mit der Neuen Philharmonie Frankfurt eingespielt wurde, empfehlen."

ich habe im februar 07 das orchesterkonzert in leipzig besucht und war sehr begeistert, umso mehr bin ich von der schlechten qualität der live cd enttäuscht.

(@366: veljanov ist ein genialer sänger und ich habe die allerhöchste achtung vor ihm)...
aber die live cd istkeine schöne und anspruchsvolle musik wie ich es von alexander veljanov und „deine lakaien“ gewohnt bin, das ist, gelinde gesagt, eine akustische katastrophe!

#378 von Alexandra am 05.01.09 um 13:57

 

Hm.. der Sound hätte ein wenig besser sein können, finde ihn aber nicht sooo schlecht.

Mir hat die CD sehr gut gefallen - allein schon wegen der außergewöhnlichen Stimme Veljanovs.

#379 von Marienblume am 05.01.09 um 14:31

 

hihi...^^ es ist wirklich amüsant zu verfolgen, wie die Mädels ihn anhimmeln :-)))))

#380 von riverman am 07.01.09 um 11:23

 

"ihn" veljanov?

#381 von DieSchallerin am 07.01.09 um 12:07

 

Mensch, ich hatte schon Entzugserscheinungen, endlich gehts hier weiter :-)

#382 von Michaela am 07.01.09 um 12:11

 

Hallo, ich bin neu dazugestoßen seit gestern :-)
**(Live ist er (Veljanov) einfach großartig – herausragend)

http://de.youtube.com/watch?v=MWjfHERveSI


http://de.youtube.com/watch?v=i0Klrq3Chv0

#383 von Marienblume am 07.01.09 um 12:51

 

@ 378: Deine Lakaien Konzert in Leipzig: Ein tolles Live-Erlebnis. Meine Freundin sagte dann, dass allein das Lied „Love me to the end“ das Kommen und 42 € Eintritt wert war
:-))
Aber auch auf seinem Soloalbum „Porta Macedonia“ erfand Alex einen neuen Stil. Jedes Lied auf dem Album überzeugt auf ganzer Linie!

#384 von Martin Siebert am 07.01.09 um 16:34

 

@384 Martin
was mich aber nach der „porta makedonia- premiere“ in berlin überraschte, war der erfolg, den alex damit hat. die Presse überschlägt sich mit positiver Kritik. europaweit.

#385 von Alexandra am 07.01.09 um 16:54

 

Und die Fans überschlagen sich (in den Foren) mit Lobeshymnen für ihren „Musikgott“ Alexander Veljanov :-))

#386 von Martin Siebert am 07.01.09 um 17:03

 

Ich finds echt okay, man kann doch gerne für jemanden schwärmen. Was ich nur ganz schlimm finde ist dieses vertrauliche und distanzlose "Alex"......
Wahrscheinlich findet gerade "Alex" das ganz fürchterlich, wer mag schon gerne ne Verniedlichung seines Vornamens.

#387 von Michaela am 07.01.09 um 18:00

 

ich glaub, ALEX steht drauf. das ist ja grad das Widerliche.

#388 von widerling am 07.01.09 um 22:16

 

Möchte ich ihm nicht unterstellen - ich kenne ihn ja nicht. Sie etwa?

#389 von Michaela am 07.01.09 um 22:37

 

Einer kennt alle!
Nun das!

#390 von Ellen Matrix am 08.01.09 um 00:19

 

@#388: Unabhängig davon wie der Künstler selbst das sieht, fänd ich es seltsam jemanden beim Spitznamen zu nennen, den ich nicht wirklich kenne.
Aber wieso finden sie das widerlich?

@#387: Gegen das Schwärmen hab ich nichts, fast jeder schwärmt oder hat früher für jemanden geschwärmt, ich denke nur das es gewisse Grenzen gibt.

@#385 u.#386: Also ich habe nicht nur positive Kritiken gehört und gelesen, aber bei den meisten Leuten von denen das kam, hat es mich nicht wirklich überrascht.
Ich hoffe das klingt jetzt nicht zu überheblich, aber wenn man weiß was heutzutage in der "Szene" für Musik gehört wird, wundert es nicht das vielen die Musik zu anstrengend ist.

Ich höre die Musik der Lakaien bzw. Veljanov jetzt schon seit 17 Jahren, dementsprechend sind damit auch viele Erinnerungen u. Emotionen verbunden, die andere nicht unbedingt nachvollziehen können, was auch ok ist.
Damals waren die Lakaien nur in bestimmten Kreisen bekannt. Es freut mich das sie in den letzten Jahren auch "außerhalb" viel mehr Aufmerksamkeit bekommen, denn aus meiner (subjektiven) Sicht haben sie es verdient.

#391 von Sally am 08.01.09 um 00:35

 

@ 391:
Also die Fachpresse (darunter u.a. die rennomierten Musikzeitschriften: „Folker“, „NME“, „Rolling Stone“ geschweige denn die ganzen Gohic – Musikzeitschriften „Orkus“, „Zillo“ etc.) war begeistert und manifestierte einen Umbruch von der Rangordnung seines zweiten Soloalbums „The Sweet Life“.
---------
Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, in Veljanovs außerordentlichem Werk eine hohe musikalische und lyrische Substanz erkennend, meinte seinerzeit: „als intelligente und intensive Musik sei Veljanov wärmstens empfohlen.“ Auch die Wochenzeitung „Die Zeit“ lobte den Künstler.

-------------
Was die „Szene“ betrifft, von der Sie sprechen, nun… es ist einzig dem klischeehaften Denken der deutschen Konsumenten geschuldet, dass eine Band als „Gothicband“ abgestempelt wird, sobald diese einmal mit etwas Speziellem (Dark Wave etc.) in Verbindung gebracht wurde. Dass „Deine Lakaien“ keine „Gruftiband“ ist, ist doch offensichtlich.

#392 von DieSchallerin am 08.01.09 um 14:22

 

Und wer freut sich nicht, dass es in Deutschland nach der wahrlich kurzen "Genieperiode" des 18. Jahrhunderts mal endlich wieder etwas so Ähnliches gibt? Und wäre es nur der nicht enden wollende A.V. - Fest - und Feiertrend bei Westropolis. Aber wir befinden uns eben in einem Haus mit vielen Zimmern: Und warum sollte nicht auch ein ganz besonderer Festsaal dabei sein?

#393 von Günter Landsberger am 08.01.09 um 14:33

 

"Was die „Szene“ betrifft, von der Sie sprechen, nun… es ist einzig dem klischeehaften Denken der deutschen Konsumenten geschuldet, dass eine Band als „Gothicband“ abgestempelt wird, sobald diese einmal mit etwas Speziellem (Dark Wave etc.) in Verbindung gebracht wurde. Dass „Deine Lakaien“ keine „Gruftiband“ ist, ist doch offensichtlich."

dem schließe ich mich an. ein typisch deutsches stereotypendenken eben; wer denkt z.B. im uk oder in polen noch an grufties, wenn der name alexander veljanov fällt??!

#394 von Alexandra am 08.01.09 um 14:51

 

@ Günter Landsberger: Schade dass es hier keine smilies gibt, ich mußte gerade so sehr lachen.

#395 von Michaela am 08.01.09 um 16:14

 

Ich glaube, Alexander Veljanov legte mit "Porta Macedonia“" ein wundervolles MeisterwerkIch habe so etwas noch nie gehört: Leichtgängige Melodielinien („Nie Mehr“) treffen auf melancholische und komplizierte Soundstrukturen („Dirt“, „Mein Weg“, „Your house on my hill“, „His Vita“); clubtaugliche Songs („Königin aus Eis“) treffen auf zynisch-sarkastische (und zugleich zum Nachdenken anregende) Stücke („Zwei vor und drei zurück“, „Lilly B“, „Der Kongress“). Das Gesamte wird sehr abwechslungsreich offeriert – Veljanovs Stimme , die alle Extreme in sich vereinigt, in einem Atemzug heroisch-weich, dunkel-nachgiebig, kraftvoll-zart, einfach unwiderstehlich und triumphierend – dabei verzichtet Herr Veljanov nicht auf den nötigen Pathos, wirkt jedoch in seiner Ausstrahlung stets authentisch.

Fazit: Ein anspruchsvolles und intelligentes Album.

#396 von Rosenrot am 08.01.09 um 16:44

 

Michaela: Warum mussten Sie denn lachen?

#397 von Rosenrot am 08.01.09 um 16:46

 

#397 Rosenrot
"Wenn ihr wüßtet, was ich weiß, würdet ihr viel weinen und wenig lachen." (ein einem auch heute noch sehr bekannten Propheten und Religionsstifter zugeschriebenes Wort, zugleich Motto zu Wilhelm Raabes Roman "Abu Telfan")

#398 von Günter Landsberger am 08.01.09 um 17:13

 

#395 Michaela
Der Weg zu Lach- und Wein-Smilies stünde hier z. B. offen:

http://www.heisoft.de/web/emoticon/emoticon.htm

(rechter Mausklick und "Kopieren" drücken und nach hierhin zum Eingeben mitnehmen: voilá! :-D
Das Ganze nennt man dann Eingabe oder gar Eingebung, wiewohl keineswegs genial))

#399 von Günter Landsberger am 08.01.09 um 17:20

 

Und nun schlägt's gleich Vierhundert! Tusch!
"(Unter stummer Wiederholung allerseitiger Umarmungen fält der Vorhang)"

PS.: "Des wor klassisch", genauer
vorklassisch.
----------------------------------

#400 von Günter Landsberger am 08.01.09 um 17:23

 

Hmmm... Und in welchem Zusammenhang steht dieses Zitat: "Wenn ihr wüßtet, was ich weiß, würdet ihr viel weinen und wenig lachen." zum Veljanovs Album "Porta Macedonia"?(hier wird ja vorwiegend Veljanows Werk "Porta Macedonia" besprochen).

#401 von Rosenrot am 08.01.09 um 17:34

 

#401 Rosenrot
Der sachliche Zusammenhang ist natürlich nicht da. Dennoch werde ich von den meisten wohl verstanden werden. Einen "Jux wollt" er "sich machen". Pardon.

#402 von Günter Landsberger am 08.01.09 um 17:40

 

'401 Rosenrot
Dass ich mich zu all dem vor langer Zeit bereits sachlich und durchaus wohlwollend geäußert habe, beweist im übrigen #54.

#403 von Günter Landsberger am 08.01.09 um 17:46

 

hihi... Herr Landsberger in steter Bemühung seine (literarische)Versiertheit adäquat zum Ausdruck zu bringen :-)))))))

#404 von spiderman am 08.01.09 um 17:57

 

#403 GL
"Dass ich mich zu all dem vor langer Zeit bereits sachlich und durchaus wohlwollend geäußert habe, beweist im übrigen #54."

aha! und diese Tatsache gibt Ihnen also das Recht die Beiträge anderer Teilnehmer (Kommentatoren) zu missachten? zu spotten?

Ne, lassen Sie mal. Die bösen sind immer die anderen.

#405 von Titos am 09.01.09 um 11:25

 

#405 Titos
Nein. Ich seh's ja ein. Zum Spott ist überhaupt kein Anlass. Bei jedem Feinfühligen, der eine völlig unberechtigte feine Ironie gespürt hat, entschuldige ich mich hiermit in aller Form.

#406 von Günter Landsberger am 09.01.09 um 12:14

 

"...clubtaugliche Songs („Königin aus Eis“) treffen auf zynisch-sarkastische (und zugleich zum Nachdenken anregende) Stücke („Zwei vor und drei zurück“, „Lilly B“, „Der Kongress“). Das Gesamte wird sehr abwechslungsreich offeriert – Veljanovs Stimme , die alle Extreme in sich vereinigt, in einem Atemzug heroisch-weich, dunkel-nachgiebig, kraftvoll-zart, einfach unwiderstehlich und triumphierend – dabei verzichtet Herr Veljanov nicht auf den nötigen Pathos, wirkt jedoch in seiner Ausstrahlung stets authentisch."

also ich finde, „porta macedonia“ ist völlig frei von pathos und dunkelheit. an manchen stellen klingt „pm“ sogar fröhlich, besonders bei „lily b“. „lily b“, „zwei vor und drei zurück“, „mein weg“ und „der kongress“ erinnern mich u.a. an das magische theater in hermann hesses roman „der steppenwolf“.

#407 von blackangel am 09.01.09 um 13:09

 

#@ 396: "...clubtaugliche Songs („Königin aus Eis“) treffen auf zynisch-sarkastische (und zugleich zum Nachdenken anregende) Stücke („Zwei vor und drei zurück“, „Lilly B“, „Der Kongress“). Das Gesamte wird sehr abwechslungsreich offeriert – Veljanovs Stimme , die alle Extreme in sich vereinigt, in einem Atemzug heroisch-weich, dunkel-nachgiebig, kraftvoll-zart, einfach unwiderstehlich und triumphierend – dabei verzichtet Herr Veljanov nicht auf den nötigen Pathos, wirkt jedoch in seiner Ausstrahlung stets authentisch."

also ich finde, „porta macedonia“ ist völlig frei von pathos und dunkelheit. an manchen stellen klingt „pm“ sogar fröhlich, besonders bei „lily b“. „lily b“, „zwei vor und drei zurück“, „mein weg“ und „der kongress“ erinnern mich u.a. an das magische theater in hermann hesses roman „der steppenwolf“.

#408 von blackangel am 09.01.09 um 13:17

 

„Der Steppenwolf“ von Hermann Hesse ist übrigens eines seiner (Veljanovs) Lieblingsbücher. (Selbst gesagt in einem Interview)

#409 von AngelofMusic am 09.01.09 um 13:30

 

#@ 409 und ich dchte
kafkas "das schloss"

#410 von blackangel am 09.01.09 um 13:43

 

#409 AngelofMusic
Und haben Sie's auch schon gelesen?
Wie kam das Buch bei Ihnen an?

#411 von Günter Landsberger am 09.01.09 um 13:43

 

blackangel:
Herr Veljanov hat viele Liebelingsbücher ;)

Günter Landsberger:
Sehr gut.
„Der Steppenwolf“ von Hermann Hesse gehört auch zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Es gab ein wichtiger Zeitabschnitt in meinem Leben, der mich enorm geprägt hat; und während dieser Zeit habe ich Hesses wunderbares Werk mehrmals gelesen, wahrscheinlich weil ich mich gut mit dem Hauptprotagonisten (Harry Haller) identifizieren konnte.

#412 von AngelofMusic am 09.01.09 um 14:03

 

#412 AngelofMusic
Und wenn man dann entdeckt, dass jemand, den man aus anderen Gründen ebenfalls mag, auch noch das gleiche Buch mag, dann stärkt das die Verbindung bzw. die Affinität noch mehr? - Das kenn ich auch.

#413 von Günter Landsberger am 09.01.09 um 14:27

 

Das ist natürlich wahr, insbesondere, wenn man ein Romantiker ist :)

***
Glanzzeit: „Das ist der Moment wo du einfach eine Marionette wirst, wo die Sache mit dir macht was sie will. Wenn du von einem Stadion zum anderen geflogen wirst und von einem Land zum anderen, Kontinente abklapperst. Ja, du kannst doch gar nichts mehr! Du bist nur noch ein Abziehbild deiner selbst oder irgendeiner presse- und fan-geschaffenen Person ... oder man heißt Gott.“ Alexander Veljanov

#414 von AngelofMusic am 09.01.09 um 15:13

 

Ich wollte mit obigem Zitat zum Ausdruck bringen, dass Herr Veljanov sich im „Rampenlicht“ nicht immer wohl fühlt. (das hat er selbst in einem Interview gesagt) – wg. #388.

#415 von AngelofMusic am 09.01.09 um 15:30

 

#@408 blackangel: Hm… ich empfand die beiden Stücke „Lilly B“ und „Zwei vor und drei zurück“ nicht als fröhlich, eher sarkastisch, um nicht zu sagen zynisch.

„Der Teufel kam als alles schlief und küsste Lilly B sehr tief. Er nahm sie zärtlich in den Arm und langsam wurde ihr sichtlich warm. Sehr warm.“

Und Zwei vor und drei zurück?... als die Grundlage jeglicher „Diplomatie“…

Aber, in seinen Songtexten kann es manchmal schwierig sein, Sarkasmus zu erkennen. Denn Herr Veljanov hat eine gewisse Vorliebe für Mehrdeutiges - „Die Hörer sollen interpretieren, ihre Phantasie soll ruhig ein wenig gefordert sein“, so Veljanov.

Was das magische Theater betrifft, so haben Sie recht. Genau daran dachte ich auch.

#416 von Rosenrot am 09.01.09 um 16:22

 

Porta Macedonia ist GENIAL aber ich brauche die Texte für die Lieder, die Mr. Veljanov auf Deutsch singt, weil ich nichts verstehen kann. Die CD, die ich geschenkt bekommen habe enthälte kein booklet. Ich habe Limited Edition+ltd. fan bag bestellt und nicht bekommen. Mr. Veljanov, what's responsible for the hold-up?

Greetings from England!!

#417 von Estella am 10.01.09 um 17:58

 

Estella:
Also die Standard Edition enthält kein Booklet. SE ist hier erhältlich: http://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/hnum/5554996?rk=home&rsk=hitlist


Sie liefern ziemlich schnell :-)
Grüsse aus London :)

#418 von AngelofMusic am 12.01.09 um 14:28

 

Thank you very much for your answer. Das Lied “der kongress” verstehe ich nicht. Heißt es „leben“ oder „lieben“ macht keinen Sinn außer auf dem Kongress? Die Zeilen in denen „Walther“ vorkommt habe ich auch nicht verstanden.

#419 von Estella am 13.01.09 um 10:23

 

Estella:
„Liebe“

Die Botschaft ist ganz klar: Der Song (Der Kongress) richtet sich an Manager grenzüberschreitend agierender Konzerne, wobei ich teilweise den Text ein wenig übertrieben finde (aber das ist meine persönliche Ansicht) – denn, es gibt auch Menschen/Manager die international erfolgreiche Unternehmen aufbauten, die es zu den reichsten Deutschlands geschafft haben und dennoch their hearts are in the right place.

#420 von AngelofMusic am 13.01.09 um 14:44

 

#@419: Hier gibts noch ein interessantes Interview:

http://www.gothicparadise.de/gothicparadise/node/557

#421 von Sabine am 14.01.09 um 10:00

 

421!!!!!
Eine meiner liebsten Köchel-Nummern wurde damit schon erreicht.
(Das Werk sei empfohlen, z. B. in der Interpretation des Hagen-Quartetts.)

#422 von Günter Landsberger am 14.01.09 um 12:11

 

Mozarts Streichquartett D-Moll - KV 421… ein Werk, das eine gewisse Schwermut heraufbeschwört.

#423 von Clémence am 14.01.09 um 12:39

 

#423 Clément
Parfait!
Et sans mélancholie:
Clémence - La vie comme elle vient

#424 von Günter Landsberger am 14.01.09 um 15:08

 

#423+424 Clémence (Pardon!)

Clémence - La vie comme elle vient
3 Min. und 36 Sek.
www.youtube.com

#425 von Günter Landsberger am 14.01.09 um 15:15

 

"La mélancolie, c'est le bonheur d'être triste" (Victor Hugo)

"Clémence - La vie comme elle vient
3 Min. und 36 Sek.
www.youtube.com"

Quel dommage que je ne peux pas entendre de chansons dans le bureau..

#426 von Clémence am 14.01.09 um 16:18

 

Oje, warum denn plötzlich so ein französisches Nymphchen? Hab ich was verpasst hier im Thread?

#427 von Michaela am 14.01.09 um 16:34

 

#427 Michaela
Ist doch immer so. Einmal nicht da und schon verpasst man was.
Britten, Haydn und Beethoven waren "zwischendurch" aber auch sehr schön.
In der Mercatorhalle in Duisburg!

#428 von Günter Landsberger am 14.01.09 um 23:13

 

#426 Clémence
Grand merci donc pour la citation magnifique! Merci Victor Hugo!
+ "es ist nichts bezwingender als der portugiesische Tränenschleier über der Freude" (Reinhold Schneider)
+ "le Soleil noir de la Mélancholie" (Gérard de Nerval)

#429 von Günter Landsberger am 15.01.09 um 07:30

 

#423 Clémnce
Aber zu Mozart zurück. Es gibt einige solche Werke bei Mozart: die beiden g-moll-Symphonien, das g-moll-Streichquintett und das g-moll-Klavierquartett. Besonders liebe ich auch seine langsamen Sätze in so manchen seiner Klavierkonzerte, etwa den zweiten Satz im 9. Klavierkonzert, dem Jeunehomme-Konzert, der mich ein wenig an den bezwingenden 2. Satz der Sinfonia Concertante für Violine, Viola und Orchester erinnert. Nicht zu vergessen das mir insgesamt so besonders liebe C-Dur-Streichquintett mit seinem wehmütigen Menuettsatz. Auch unter den Soloklavierwerken Mozarts gäbe es einige Beispiele, etwa die Fantasien in c-moll und d-moll; aber ich will hier nicht alles aufzählen. Man höre und staune. Sie, liebe Clémence, werden das aber kennen.

#430 von Günter Landsberger am 15.01.09 um 07:48

 

Günter Landsberger:
Ja, ich kenne Mozarts Werke sehr gut und sehr eingehend. Insbesondere seine Klaviersonaten gefallen mir außerordentlich gut… Aber mein Verstand und mein Herz waren von Kindheit an von Beethovens Musik fasziniert. Ich liebe die Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven - sie sind weltlich- sinnlich, inspirierend, melancholisch und sind von einer unglaublichen Wärme erfüllt. Einfach bezaubernd. Ich selbst spiele leidenschaftlich gerne Klavier, insbesondere Klavierwerke von Beethoven, allerdings die einfacheren Stücke (Mondschein- „Quasi una Fantasia“ etc.) Hm.. es mag seltsam erscheinen, aber bis auf den - meiner Ansicht nach - brillanten Musiker, Alexander Veljanov (bzw. Deine Lakaien) berührt mich die „moderne Musik“ nicht im Geringsten. Eine Ausnahme hiervon bildet, wie bereits erwähnt, A. Veljanov bzw. „Deine Lakaien“ und noch einige wenige Bands.

#431 von Clémence am 15.01.09 um 12:31

 

#431 Clémence
Meine erste Liebe gehört auch Beethoven. Den Symphonien, den Klaviersonaten, den Klavierkonzerten, dem Violinkonzert, dem Tripelkonzert ... (Gestern das 4. Klavierkonzert mit Evgeni Koroliov und den Duisburger Philharmonikern unter Jonathan Darlington war schon außerordentlich gut.) Aber inzwischen habe ich Mozart manchmal noch lieber. Oft aber auch Schubert. Und auf Haydn lasse ich auch nichts kommen.

#432 von Günter Landsberger am 15.01.09 um 13:33

 

#431 Clémence
Vielleicht gibt es da eine Wesensverwandtschaft? Herr Horn war in seiner Jugend ja auch von Beethoven fasziniert wie man hier lesen kann

http://de.colour-ize.com/interviews_berichte/schwaebische0202_darkwavekapellmeister.htm

Ich habe früher nie klassische Musik gehört, da ich damit nie in Berührung kam da es in meinem Umfeld niemand hört, auch heute nicht. Dann hab ich mir aufgrund des Titels "Frühlingstraum" von den Lakaien Schuberts Winterreise gekauft um mal das "Original" zu hören und es ist bis heute eine meiner liebsten CDs, die ich aber auch nur zu dieser Jahreszeit und in einer gewissen Stimmung hören kann, ganz klischeemäßig mit einem Glas Rotwein vor der Standheizung ;-)

#433 von Sally am 15.01.09 um 15:31

 

#433 Sally
Das Lied "Frühlingstraum" aus Schuberts "Winterreise" ist seit langem mein Lieblingslied daraus. Ich hörte es, wie die ganze "Winterreise", zum ersten Mal im Alter von 20 Jahren, unvergessbar gesungen von Dietrich Fischer-Dieskau, am Flügel begleitet von Gerald Moore.
(Sogar meinen Rotwein, nicht nur mein Bier lasse ich dafür stehn.)

#434 von Günter Landsberger am 15.01.09 um 17:11

 

Sally:
Zunächst vielen Dank für den Link. Die Wesensverwandtschaf?... mag sein… doch es gibt viele Menschen, die diesem Zauber verfallen sind :)

Schuberts „Winterreise“ ist wundervoll, ich höre dieses Werk sehr gerne, auch wenn es mich stets traurig stimmt – aber oft höre ich es absichtlich, um das Gefühl der Schwermut, das ich ohnehin – aus irgendeinem Grund – häufig habe, zu verstärken.
Veljanovs (u. Deine Lakaien) Musik/Songs sind äußerst poetisch und tiefsinnig, nehmen in ihrer Komposition einen (manchmal starken) Bezug auf die dramatische klassische Musik (Musikwerke), und sie berühren so sehr, dass man zuweilen glaubt, man zerfließt vor Sehnsucht. Herr Veljanov selbst hat hierzu zutreffend angemerkt: „In der wirklich interessanten Musik, in den wirklich interessanten Romanen geht es doch immer nur um Tragödien, um das Ernste und Schwierige. Schöne Partymusik ist ok, aber was einen wirklich begleitet, ist die Nachdenklichkeit und das Heranwagen an Abgründe.“
Ihre/seine (Deine Lakaien sowie Veljanovs Solowerk „Porta Macedonia“) Musik hat meiner Ansicht nach etwas Zeitloses und Klares und zugleich etwas Unergründliches.

#435 von Clémence am 16.01.09 um 13:32

 

#@435 clemence „fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus“
ich finde es einfach wunderbar, dass in der musik gefühle so ausgedrückt werden, wie sie in der „realität“ nur wenige zu empfinden scheinen.
ganz liebe grüße aus berlin :-)

#436 von Alexandra am 16.01.09 um 14:37

 

Alexandra:
„Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ (Victor Hugo)

Ldn grüsst zurück! :)

#437 von Clémence am 16.01.09 um 15:28

 

#437 Clémence
Was für schöne Hugo-Zitate Sie doch immer wieder haben! Herzlichen Dank.

#438 von Günter Landsberger am 16.01.09 um 16:41

 

#435: Ach was passt besser zu klassischer Musik als Veljanovs warme Bass-Bariton-Stimme?

Wir freuen uns schon sehr auf den Event am 19.02. :-) und

verbleiben bis dahin mit den besten Grüßen aus der deutschen Hauptstadt :-)

P.S. Ein riesen DANKESCHÖN an Veljanov für soviel Freude, die seine musikalischen Leistungen ausgelöst haben.

#439 von Porta Mazedonia am 17.01.09 um 16:25

 

#439 nun, jede klassisch ausgebildete Stimme, die ohne elektronische Unterstützung gut klingt- und da gibt es einige andere.

#440 von Ingo_F am 17.01.09 um 23:34

 

#439 nun, jede unausgebildete Stimme, die `nen Job suchte, hätte „singen" dürfen!
Warum tat einst John Lennon das?
Can`t imagine his vocal terror.

#441 von Gutshärrbergärr am 18.01.09 um 02:20

 

Günter Landsberger:
Nichts zu danken, Herr Landsberger.

Porta Mazedonia:
Ich freue mich auch auf das Konzert in Berlin. Sehr! :)

Ingo_F:
:(

441: :(

#442 von Clémence am 19.01.09 um 10:51

 

"Musik ist die einzige Kunst, durch die man sein Ego verlieren kann." (Schopenhauer)

#443 von Günter Landsberger am 19.01.09 um 18:13

 

#443 Oder, wie hier, durch die der eine oder andere Kommentator weitere gewinnt, wenn die Stilanalyse nicht völlig versagt.

#444 von Ingo_F am 19.01.09 um 19:53

 

Ad444: Für Sie empfehle "Eine alltägliche Verwirrung" von Franz Kafka.

#445 von Marquise am 20.01.09 um 10:19

 

#445 Marquise
Das war in älteren Kafka-Ausgaben ein weitergeschleppter Lesefehler. Inzwischen hat dieser kurze Text, überprüft an Kafkas originalem handschriftlichen Nachlass, in der "kritischen Ausgabe" den Titel "Ein alltäglicher Heroismus" erhalten. Der alte, falsche Titel wurde ersetzt.

#446 von Günter Landsberger am 20.01.09 um 11:32

 

Nun, zwei Ausgaben („Die Erzählungen“ von Franz Kafka) die ich besitze, führen den Titel „Eine alltägliche Verwirrung“.

Ungeachtet dessen: Vielen Dank für den Hinweis!

#447 von Marquise am 20.01.09 um 14:14

 

#447 Marquise
Bei meiner ersten (älteren) Ausgabe der Erzählungen ist das doch auch so. Ich war selber "verwirrt", als der Titel geändert wurde und mich damit den Text ganz neu lesen ließ.

#448 von Günter Landsberger am 20.01.09 um 16:38

 

"nun, jede klassisch ausgebildete Stimme, die ohne elektronische Unterstützung gut klingt- und da gibt es einige andere."

Alexander Veljanov hat eine sehr charakteristische Stimme. Der Ton seiner Stimme ist allein schon vermögend jede Empfindung des Sittlichen und Leidenschaftlichen in uns zu erwecken - Eine einzige Strophe, die fast gar keine Bedeutung hat als die, die sie durch seine magische Stimme bekommt, kann Zärtlichkeit, Traurigkeit, Mitleiden und andere Empfindungen auslösen.
Sein Gesang wurde immer schon mit Worten wie „faszinierend“, „einzigartig“, „unverwechselbar“ bedacht.

#449 von Der Wiener Walzer am 21.01.09 um 12:28

 

Wie schön es ist
im Irrgarten deiner Illusionen,
wie gut es duftet
nach Phantasie und Sehnsucht,
die sich nicht begnügt
mit dem Möglichen.
Noch hat die Hitze der Entbehrung
sein üppiges Gras nicht verbrannt,
noch hat der Hagel der Enttäuschung
seine bunten Blumen nicht geknickt,
noch können die Bäume flüstern,
und ihre Früchte schmecken
nach ewiger Freude.

Laß sie nicht ein,
die ernsten, forschen Gärtner
mit den Sicheln und Heckenscheren,
den Sägen und Äxten,
die gerade Wege anlegen wollen,
damit niemand sich mehr in dir verirrt.
Sie wissen nicht, was Schönheit ist.

Laß nur jene in dein Labyrinth,
die Hoffnung in den Händen tragen
und Zärtlichkeit in ihren Augen,
die Tage nicht nach Stunden messen
und ihr Herz öffnen
dem Zauber hinter den Erscheinungen –
und dabei ganz vergessen,
den Ausgang zu suchen.

Hans Kruppa

#450 von M'Lord am 21.01.09 um 14:57

 

@ # 450 Danke......ich werde es drucken und uebersetzen.

#451 von Ziggy The USA Connection am 21.01.09 um 16:16

 

Radio Vitalien Interview mit Alexander Veljanov: Alexander Veljanov wird am Dienstag, den 27. Januar um 21:00 Uhr im Radio Vitalien zu hören sein.

#452 von Gretchen am 22.01.09 um 09:57

 

„In nur vier Zeilen was zu sagen, erscheint zwar leicht, doch es ist schwer!“
(Heinz Erhardt)

Vier Zeilen für Alexander Veljanov:

Seine Ausstrahlung verzaubert.
Sein Verstand fesselt.
Seine Stimme raubt den Atem.

Mein Herz dankt!

A.K.

#453 von A.K. (Calla) am 22.01.09 um 12:19

 

á propos #453

Das Klavierkonzert KV 453 in G-Dur ist auch nicht schlecht:

Glückhafte Anmut
strahlt es aus.

Für Barbara Ployer
war es bestimmt.
Jetzt freut es
die Welt.

#454 von Günter Landsberger am 22.01.09 um 12:31

 

Traurige Nachricht für Konzertbesucher außerhalb Westfalens:

Folgende Termine der Veljanov -Tour fallen aus logistischen Gründen aus:

11.02.09 Centralstation in Darmstadt
12.02.09 Rosenhof in Osnabrück
13.02.09 Backstage (Werk) in München

#455 von Ludger Heitmann am 22.01.09 um 14:58

 

# @ 454: Ich bin kein Freund der klassischen Musik.

# @ 455: Tut mit leid für alle, die es betrifft.

#456 von A.K. (Calla) am 22.01.09 um 15:27

 

Tut mir auch leid für alle Betroffenen, insbesondere für die Sympathisanten, die aus dem „fernen“ Ausland (Russland, USA etc.) anreisen… Aber ich glaube, es wird noch weitere Tourkonzerte geben… vielleicht im Sommer oder im Herbst…

Ich freue mich auf den 19.02.

#457 von Clémence am 22.01.09 um 16:29

 

# 455: That’s a very sad piece of news.
But every year, there seems to be a new and fascinating avant-garde tour and his performances make fans go crazy:-D

His autumn tour will kick off in London!

#458 von Maik am 23.01.09 um 12:25

 

Maik:
“His autumn tour will kick off in London!”

What gives you that idea?

“…his performances make fans go crazy”

After all… many of Veljanov hits have topped the charts („Deine Lakaien“).
One secret of his success lies – in my opinion - in his ability to bridge the gap between serious and pop music. Thus he has reached a broad audience and continuously won over new listeners… and “Porta Macedonia” is the ideal mix of nostalgia and emotion.

#459 von Clémence am 23.01.09 um 13:01

 

# 459: That could be but in the late '90s he was at the height of his career, with “Kasmodiah”. It is hard to stay on top in the music business.
As for “porta macedonia”, I think you need a deep appreciation for this kind of music. I am very much interested in this album. This music is a special treat to hear live. Maybe you could keep me up to date on their next performance?

Have you been to any good concert lately? Is there anything you can recommend in Berlin?

#460 von Maik am 23.01.09 um 14:11

 

Maik:
Certainly! If you like this album (“Porta Macedonia”) we can go to the next concert (19.02) together :)
In my opinion, Mr. Veljanov is a very eclectic musician… In fact he is one of the hottest vocalists of our time.

I went to a jazz concert in a small club in Berlin (“b-flat”) last month. The musicians were brilliant and the whole ambience was unique :)
www.b-flat-berlin.de

What kind of music do you like best?

#461 von Clémence am 23.01.09 um 14:48

 

#456 A.K. (Celle)
# @ 454: Ich bin kein Freund der klassischen Musik

Wie kommt's?
Aus einer Erfahrung heraus? Oder aus einem Vorurteil?

Mich beunruhigt übrigens der bestimmte Artikel in " d i e klassische Musik". Ich frag' mich, was da alles unbekannt geblieben ist. Und welcher Zufall es bei Ihnen verhindert hat, mehr kennlernen zu wollen.
Ob die "African Pieces" des Kronos Quartettes bei Ihnen wohl ankommen würden? (So wie sie es z. B. bei mir getan haben?) Oder Strawinskis "Le Sacre du printemps"? Oder Bartóks "Konzert für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta"? Oder Villas-Lobos "Bachianas brasileiras"? Oder des so früh verstorbenen Pergolesi "Stabat mater" (mit Mirella Freni und Teresa Berganza)? Und und und ...
Die Welt der Musik ist so reich. Auch die der "klassischen".
Ich hätte etwas Entscheidendes in meinem Leben versäumt, wäre ich unbeirrbar bei meinen früheren Vorlieben geblieben und hätte nichts Neues und Altes mehr erkunden wollen. Aber jeder, wie er will.

#462 von Günter Landsberger am 23.01.09 um 14:59

 

# 461: "If you like this album (“Porta Macedonia”) we can go to the next concert (19.02) together :" - Great idea!
It’s difficult to say. I like all kinds of music. And you?

#463 von Maik am 23.01.09 um 15:29

 

Günter Landsberger:
Sie sprechen mir aus dem Herzen, lieber Herr Landsberger.

Maik:
I love classical music, particularly Beethoven…opera and musicals… and I love jazz and Veljanov :), but I really can't stand Country and monotonous, stupid pop music. I saw a great performance of “The Beggar’s Opera” in September 08 at Covent Garden… and it was such a wonderful evening… I will always remember it. The performance was given by a very good ensemble and the audience was fascinated.

#464 von Clémence am 23.01.09 um 16:07

 

# 464: I prefer easy listening music. I rather like entertaining bands with famous vocalists, even if you think they are only commercial. I also like “Deine Lakaien” and Beethoven but sometimes I just want to be entertained… maybe the general public have changed their taste as well???

#465 von Maik am 23.01.09 um 16:43

 

Maik, commercial success is simply not what I judge a music/band by!

Mr. Veljanov is brilliant… and he has one of the loveliest bass baritone voices I have ever heard!!!

#466 von Clémence am 23.01.09 um 17:07

 

yes, his bass baritone comes across loud and clear. I feel European listeners like it a lot;-)

#467 von Maik am 23.01.09 um 17:19

 

# 466: O.K., you convinced me:-)

#468 von Maik am 23.01.09 um 17:54

 

Hi Clémence,
There is a new prouction of "the beggar’s opera" at Covent Garden. We only managed to get seats in the back row :(

"The musicians were brilliant and the whole ambience was unique"

I absolutely agree. There is a special ambience at jazz concerts. This music will thrive forever.

Deine Lakaien: Last Year I went to a deine lakaien concert for the first time and I must admit that personally I prefer pop music... but "porta mazedonia" is sublime: this music is deliberately provocative. The album is challenging conventional ways of looking at music :-)
Tanja

#469 von Tanja am 24.01.09 um 12:01

 

#@461/469 many musician claim that jazz is only a black art form.

#470 von Alexandra am 24.01.09 um 14:03

 

Maik:
You have to appreciate the nuances! :)

Tanja:
Hello Tanja,
thank you for your comment :) It would be nice if you could come to the Veljanovconcert on 19.02 :)

Alexandra:
Hm.. I don’t think there is a racial component to these things... the essential part of jazz is the improvisation and the blues element :)

#471 von Clémence am 24.01.09 um 15:08

 

Heitmännchen, spar dir doch endlich die Mühe, unter zig Namen deinen lächerlichen Beitrag zu kommentieren.

#472 von Gähnologe am 24.01.09 um 21:35

 

#472: Falls ich, lieber Gähnologe, mit der Anrede Heitmännchen gemeint sein sollte, bitte ich darum, mich entsprechend eines nötigen Respektes mit Herrn Heitmann anzusprechen und weiterhin schlüssig darzulegen, mit welchen Kommentaren ich Ihrer Meinung nach hier mich selbst kommentieren sollte.

Falls Sie dies nicht können, wovon ich ausgehe, da Ihre Behauptung nicht der Wahrheit entspricht, freue ich mich, dass Sie den Mut haben, immerhin unter einem Anonymismus hier derartige Kommentare zu verfassen.

Auch wenn diese in keiner Form zur Debatte beitragen.

Zitat aus Wikipedia zu Troll: In einem Internet-Medium wird ein Autor als Troll bezeichnet, dessen Beitrag nicht zu dem Thema beiträgt, sondern der vor allem das Ziel hat, weitere Reaktionen hervorzurufen, ohne am eigentlichen Thema interessiert zu sein.

#473 von Ludger Heitmann am 26.01.09 um 12:05

 

#@471clémence: yes, but the blacks surely created it:-)

#474 von Alexandra am 26.01.09 um 13:10

 

@ # 474 Alexandra,please do not say the blacks,it is not appropriate.You can say the black poeple.I have a few black friends,they do not like to be called the blacks.

#475 von Ziggy The USA Connection am 26.01.09 um 14:03

 

#@475 ziggy: sorry! I didn’t want to offend anyone

#476 von Alexandra am 26.01.09 um 14:22

 

Alexandra:
I found a very interesting website:
(Die Bilder sind sehr schön)

http://www.lastfm.de/music/Deine+Lakaien/+images/294492
http://www.lastfm.de/music/Veljanov/+images/15269047

#477 von Clémence am 26.01.09 um 14:56

 

very beautiful pictures. danke;)

#478 von Alexandra am 26.01.09 um 15:20

 

# 479: I love this picture of Veljanov!

#480 von schoengeist am 26.01.09 um 16:34

 

@ # 476 Thank you for writing.

#481 von Ziggy The USA Connection am 26.01.09 um 21:35

 

@# 477&478 Have you seen "revolutionary road?" If so, what did you think? Did you enjoy the film?

#482 von claudi am 27.01.09 um 09:58

 

I’ve seen it before and I think it’s overrated… I have not read the novel but for me, the “revolutionary road” was deeply disappointing. This film shows how low popular taste can sink.

#483 von Alexandra am 27.01.09 um 12:12

 

I saw this film last week and I enjoyed it very much, mainly due to Kate Winslet. K. Winslet is my favorite actress. I really think she gives her entire ability to her roles and has a real… screen persona. The film combines – in my opinion - incredible complex character psychology and the inner conflict and the desperation of this woman… but Kate Winslet has always had a taste for characters outside the norm :)

Résumé: This film is a fine adaptation of a brilliant novel. The acting and staging of the drama are fantastic, as to be expected. Absolutely. Despite the fact that, I’m always a bit prejudiced against films which are based on famous novels.

#484 von Clémence am 27.01.09 um 13:46

 

P.S. There were many sentimental moments. The audience will have to reach for their hankies :)

#485 von Clémence am 27.01.09 um 13:47

 

I found awebsite. Here there is an interesting interview with Richard Yates:

http://www.pshares.org/issues/article.cfm?prmArticleID=128

#486 von Clémence am 27.01.09 um 13:57

 

@# 484 clémence: yes, winslet gives her entire ability to her roles. she has acted in almost every good hollywood film of the past decade (“the reader” is a very controversial film)

I was also impressed by Leonardo dicaprio's acting.

#487 von Alexandra am 27.01.09 um 15:02

 

Also ich fand den Film großartig. Vor allem Kate Winslet. diCaprio ist ebenfalls sehr gut, aber ich habe immer noch meine Schwierigkeiten mit seinem jungenhaften Aussehen....
Hat schon jemand Changeling gesehen? Also der ist ja wohl wirklich ein Ereignis!

#488 von Michaela am 27.01.09 um 15:14

 

Michaela:
Also, mir hat der Film auch außerordentlich gut gefallen. Kate Winslet ist großartig.. eine Darstellerin mit viel Intelligenz und Authentizität, und ist meiner Ansicht nach mit außergewöhnlicher Schönheit gesegnet. Warum Alexandra die Auffassung vertritt, dieser Film zeigt, wie tief der Massengeschmack sinken kann, mag ich überhaupt nicht nachvollziehen.

Alexandra:
“The Reader” was inspired by the book by B. Schlink. (The book is very well written. Brilliant… but you will take no pleasure in this film – “The Reader” will be released on 26.02, in Germany) This is a gentle version of novel!... Originally they wanted N. Kidman but then they put K. Winslet in is place. Naja…

Leo Di Caprio… I think he is actually far better in his serious roles…

#489 von Clémence am 27.01.09 um 15:50

 

#489 Clémence
Schlinks Buch kommt zwar meistens gut an, wird aber meiner Ansicht nach überschätzt. Die zugegeben sehr harte Kritik Jeremy Adlers am "Vorleser" erscheint mir nicht ganz unberechtigt.

#490 von Günter Landsberger am 27.01.09 um 16:00

 

@#484: I admire also actors who are charismatic and have a real screen persona but I think it is almost impossible to make a good book into a film.

@#488: No but I'd love to see that film. Did you enjoy this film?

#491 von claudi am 27.01.09 um 16:08

 

Oh, I enjoyed that film so much!! Angelina Jolie is amazing!

Ich bin sowieso ein riesen Fan von Clint Eastwoods Regiearbeiten, seit "Play Misty for me". Alles was er anpackt wird großartig.
Changeling ist so phantastisch ausgestattet, alleine dafür lohnt es sich schon ins Kino zu gehen.
Und wenn Angelina Jolie in ihrer Karriere nicht so viele grottenschlechte Filme gespielt hätte wäre man auch nicht so erstaut ob ihrer Leistung. So ist man aber wirklich verwundert und erfreut!

#492 von Michaela am 27.01.09 um 16:29

 

Herrn Landsberger:
Ich gestehe zu meiner Beschämung, dass ich die Buchkritik von Jeremy Adlers nicht gelesen habe. Aus diesem Grund kann ich hierzu keine Stellung beziehen. Aber Schlinks Romane, insbesondere „Der Vorleser“ und „Das Wochenende“ sowie die Erzählungen, insbesondere „Liebesfluchten“ haben mich zutiefst ergriffen. Auch (od. insbesondere)das Buch „Vergangenheitsschuld“ stellt meiner Ansicht nach ein bewegendes Zeugnis der NS – Vergangenheitsverarbeitung dar… Wissen Sie, mich fasziniert vor allem der außerordentliche Tiefsinn, den man stets in seinen Überlegungen entdeckt... (dies insbesondere im Hinblick auf das Thema „Recht und Gerechtigkeit“). Äußerst bemerkenswert! Äußerst bemerkenswert, Herr Landsberger.

#493 von Clémence am 27.01.09 um 16:54

 

Danke für Ihre Empfehlung, Michaela. Ich möchte diesen Film gerne sehen.
Übrigens: This film has received very good reviews!

#494 von Clémence am 27.01.09 um 16:59

 

479:
ein traumhaft schöner Mann :)

#495 von Clémence am 27.01.09 um 17:10

 

@# 495 clémence: :-)

@# 489: I didnt enjoyed it at all! was soll’s...

#496 von Alexandra am 28.01.09 um 09:26

 

"I didn't enjoy"

#497 von Alexandra am 28.01.09 um 09:29

 

Hello Alexandra,

wir haben uns diesen Film gestern abend auf Deutsch angesehen - weil ich sehr neugierig auf die deutsche Synchronisation war - und muss gestehen, ich kann jetzt Deine äußerst negative Einschätzung des Films ein wenig besser nachvollziehen. „Revolutionary Road“ (synchronisierte Version) verliert - meiner Ansicht nach – sehr viel durch die Übersetzung. Insbesondere der „Schlussdialog“ zwischen F. Wheeler und J. Givings - der mitunter zu den herausragenden Momenten des Films gehört, weil er die kleinbürgerliche… ja.. erbärmliche Lebensweise/Lebenseinstellung des Ehemanns sowie die morbide Ausweglosigkeit der Ehefrau sehr gut zum Ausdruck bringt – ist nicht originalgetreu synchronisiert worden. Leider. Die Episode in der Wheeler April seine Affäre/amorous escapade mit kleiner Schreiberin gesteht sowie die darauf folgende Auseinandersetzung wurden ebenso nicht korrekt übersetzt. Es mangelte – meiner Ansicht nach – an der (für die Authentizität dieser Szene unabdingbar) dramatischen Satz(Sprach-)entwicklung. Die beiden Protagonisten (Kate & Leo) zeigten eine grandiose Leistung… Den komplexen Charakteren, die sie spielten, sah man unentwegt an, was sie im Innern bewegte… Nur kamen einige Emotionen (Filminhalte) auf der sprachlichen Ebene (deutsche Synchronisation) eingeschränkt zum Vorschein.
Daher: Die Originalversion ist unabdingbar, um den Film richtig einordnen zu können.

P.S. Ein überragendes Sujet darf allerdings nicht erwartet werden. Denn der Film richtet sich – meiner Ansicht nach – in erster Linie an das breite Publikum. Die Handlung ist ziemlich einfach gehalten (in dieser Hinsicht gehe ich mit Deiner Ansicht konform). Man hätte natürlich in dem Film auf das persönliche Drama der Protagonistin – auf die Langweile ihres bürgerlichen Daseins und ihrer Ehe – ein wenig tiefer eingehen können… In diesem Fall wäre aber „Revolutionary Road“ für das breite Publikum zu anspruchsvoll geworden (ungeeignet).

Hm… Wie Herr Veljanov einst sagte: „Wo sind die großen klugen Köpfe unserer Epoche?“…

Dennoch empfehle ich das Original.

#498 von Clémence am 28.01.09 um 12:37

 

ad Herrn Landsberger:
Ich habe nunmehr den Beitrag von J. Adler (Kritik an Schlink: „Der Vorleser“) vorliegen und ich glaube nicht (nach der Lektüre einiger Passagen), dass ich diese Kritik lesen möchte.
In dem o.g. Beitrag wird Herrn Schlink vorgeworfen eine „Travestie der Wahrheit“ betrieben zu haben sowie die Täterin als „virtuelle Heilige“ oder „Analphabetin im Büßergewand“ dargestellt zu haben, die „dem Leser die reinigende Kraft der Literatur vor Augen führe“. Es fallen harte Worte wie „Kulturpornographie“, „Zynismus“, „sentimentale Geschichtsfälschung“ etc. Und ich habe noch niemals eine derartige Verzerrung des Inhalts (der Grundidee) eines Romans erlebt… Niemals!

Daher: ich lege die Rezens. von D.J. Enright, W. Winkler, W. C. Donahue (veröffentl. u.a. in dem anspruchsvollem Magazin "New York Review of Books", aber auch in dem deutschen NM „Der Spiegel“ v. 08. April 2002, S. 178 ff.) wärmstens ans Herz!

#499 von Clémence am 28.01.09 um 14:10

 

Damit es 500 sind:-)

#500 von Samson am 28.01.09 um 14:25

 

#499 Clèmence
Sie müssten beachten, dass sich manche Überspitzung der zugegeben heftigen Kritik, die ich mir, so sehr ich sie auch verstehe, auch nicht Wort für Wort zueigen mache, von der Familiengeschichte Jeremy Adlers her besser verstehen lässt. Es handelt sich bei Jeremy Adler um den Sohn des sehr bedeutenden Schriftstellers und Wissenschaftlers H. G. Adler. (Vgl. neben vielen beachtenswerten anderen seiner Werke die romanhafte, Veza und Elias Canetti gewidmete Erzählung H. G. Adlers "Eine Reise", Würzburg 1962 und das 1955 veröffentlichte, lange vergriffene Standardwerk H.G.Adlers "Theresienstadt 1941 - 1945 / Das Antlitz einer Zwangsgemeinschaft" / Mit einem Nachwort von Jeremy Adler / Reprint der zweiten Auflage von 1960, Göttingen 2005.) H.G.Adlers über 900 Seiten starkes Sachbuch "Theresienstadt 1941 - 1945" ist "GERALDINE ALS TOTENFEIER" gewidmet, mit den in Blockbuchstaben geschriebenen Worten:
"GERALDINE
DR. GERTRUD ADLER-KLEPETAR,
GEBOREN AM 9.12.1905 IN PRAG,
MIT IHRER MUTTER
DURCH GAS ERMORDET UND VERBRANNT AM 14.10.1944
IN AUSCHWITZ-BIRKENAU

SIE GAB DURCH ZWEIUNDDREISSIG MONATE
BIS ZU DEN GRENZEN IHRER GROSSEN KRAFT
IN THERESIENSTADT IHR BESTES FÜR IHRE FAMILIE,
FÜR VIELE FREUNDE UND UNGEZÄHLTE LEIDENDE.
RASTLOS OPFERTE SIE SICH AUF.
FÜR IHRE MUTTER GING SIE IN DEN TOD.

MENSCHENWÜRDE
HAT IN IHR DEN SIEG DER DEMUT ÜBER DIE ANFECHTUNG
DER SCHANDE TÄGLICH GEFEIERT."

#501 von Günter Landsberger am 28.01.09 um 15:50

 

#499 Clémence
Benno Reifenberg schrieb zu H. G. Adlers (über 300 Seiten umfassender) Erzählung "Eine Reise" auf dem Titelumschlag:
"Der Text wirkt wie eine Grisaille, aber darunter eine verborgene Glut. Der Eindruck ist stark und wird lange anhalten. Das Merkwürdige ist die leise, fast zarte Stimmgebung, die ohne Wanken das Ungeheuerliche bezwingen kann. Das heißt, im Grunde wird das Ungeheuerliche selbst kaum beschrieben, vielmehr am Maß des Anständigen, des Vertrauten, des Humanen sichtbar gemacht. Eine Welt geht unter, die im Augenblick des Versinkens noch einmal als Ordnung und Reinheit aufleuchtet."
Und auf dem Klappentext dieses starken leisen, bezeichnenderweise verschollenen Buches aus dem Jahr 1962 (von mir Anfang der 70er- Jahre antiquarisch erworben) findet man folgende Sätze:
"Es gab eine Zeit, da gingen Boten umher, kamen in die Häuser, über die Treppe, und traten in die Stuben, um tödliche Botschaften zu überbringen. Es gab eine Zeit, in der man die Menschen nach ihrer Herkunft aussonderte: solche, die sein durften, von solchen, die nicht sein durften. Und denen, die nicht sein durften, wurde alles verboten; sie durften nicht besitzen, sie durften nicht wohnen und durften sich nicht sehen lassen. Man nahm sie fort aus allem, was ihnen gehörte und schickte sie auf die Reise. Die Stationen dieser Reise dienten nur dazu, die Toten auszuladen, und die Reisenden waren schon ausgelöscht und ohne Namen, ehe man sie auf den Abfall warf.
Nur so ist es zu erklären, daß einer, der diese Reise überstanden hatte, lange Zeit braucht, um überhaupt zu begreifen, daß er noch ist, und daß es noch Menschen gibt, zu denen man sprechen kann. H.G.Adler hat dieses Buch nicht geschrieben, um das Grauen der Jahre, in denen er nicht sein durfte, zu beschreiben; denn das ist unmöglich.
Er hat es auch nicht geschrieben, um Klage zu führen gegen jene, die bestimmt hatten, wer sein durfte und wer nicht sein durfte; denn sie haben sich selbst gerichtet: Er hat keinen Sensationsbericht geschrieben, denn das hätte für ihn bedeutet, die Leiber seiner Eltern und Anverwandten vor aller Augen zu entblößen. Er will nicht zu Neugierigen sprechen, er will nur erproben, ob es überhaupt noch eine Sprache gibt, in der sich die vergangenen Dinge sagen lassen. So spricht er die Ballade seiner Reise vor sich hin, in Bildern, die zugleich verhüllen und verdeutlichen, er versucht gelassen und ruhig zu sprechen und gerät dabei wie von selber in den schwingenden Versrhythmus der alten Liedersänger, für die alles Vergangene nicht Gegenstand menschlicher Neugier, sondern Gleichnis für eine Mitte war, auf die sich alles Geschehen bezieht.
Wer ihm dabei zuhört, wird vielleicht heraushören, daß das Grauen dieser Reise ins Nichts hier zum ersten Male überzeugend und deshalb auch sprachlich bewältigt worden ist."

#502 von Günter Landsberger am 28.01.09 um 16:22

 

@#498 clémence: da ich im moment unter akutem zeitmangel leidekann ich zum thema „revolutionaryroad“ nicht viel schreiben. im großen und ganzen schließe ich mich aber deiner meinung an.

melde dich einfach, sobald du wieder zurück bist, die einladung steht auf jeden fall :-). ich denke, ich werde mich in der zwischenzeit auch mal wg. referendarstellung in nebentätigkeit bei fbd bewerben. vielleicht, das würde ich mir wünschen, könnten wir ab märz auch zusammen dort arbeiten. aber das liegt ja noch ein stück weit in der zukunft :-).

sei ganz lieb gegrüßt ;-)

#503 von Alexandra am 29.01.09 um 13:32

 

ad Herrn Landsberger:
Vielen Dank für Ihre Kommentare.

Die Massentragödie, die der Nationalsozialismus heraufbeschwor, bringt zum Erschaudern. Es ist ein grausiges Ereignis in der Deutschen Geschichte, das auf keinen Fall trivialisiert oder verharmlost werden darf. In dieser Hinsicht gehe ich mit der Auffassung des Kritikers(Prof. J. Adler) durchaus konform. Nur kenne ich Herrn Professor Schlink persönlich, führte mit ihm diesbezüglich einige Gespräche, und habe daher die Gewissheit erlangt, dass es ihm zu keinem Zeitpunkt darum ging, die NS – Taten zu verharmlosen, zu relativieren, zu rechtfertigen od. zu trivialisieren. Herr Prof. Schlink stellte vielmehr eine persönliche Tragödie dar (ein leidvolles und absolutes Scheitern einer Frau/eines Menschen), die zunächst in die Justizvollzugsanstalt und schließlich zu einem Selbstmord führte…
Ja, Herr Landsberger, auch das Leidvolle sowie die Auseinadersetzung mit dem persönlichen Scheitern…(mit den persönlichen Unzulänglichkeiten) und dem Tod kann ein wichtiger Teil des Lebens sein (od. werden).

#504 von Clémence am 30.01.09 um 10:47

 

Alexandra:
Verstehe. Es geht mir momentan genauso wie Dir... :)

Ich würde mich freuen, wenn es klappen würde. Sehr. :)

Hast Du bereits das neue Veljanov –Video gesehen?

http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=51331878

#505 von Clémence am 30.01.09 um 10:50

 

Nachtrag: Nachstehend Velajnov –News:

"We can't turn back" - Veljanov koppelt 2. Single aus dem Album „Porta Macedonia“ aus
„Am 07.11. des letzten Jahres erschien das dritte Solo-Album des Deine Lakaien Sängers Alexander Veljanov.

Veljanov machte mit dieser Veröffentlichung ein neues Tor auf; für seine Fans, aber auch für Leute, die seine Soloarbeiten bis jetzt gar nicht kannten.

"Porta Macedonia" ist wohl das bisher persönlichste Werk Veljanovs, das sowohl seine makedonischen, als auch seine deutschen Wurzeln und Einflüsse verbindet.

Nun veröffentlich er mit „We can`t turn back“ eines der eingängigsten Stücke aus dem Album.
Am 13.02.2009 erscheint Veljanov`s erster reiner digitaler Single-Release und damit geht auch dieser Künstler neue Wege.
Gleichzeitig zum Single Release erscheint der neue Videoclip.
Das Video basiert auf den Aufnahmen des Release-Konzertes im Berliner Admiralspalast, welches im letzten Jahr weltweit live im Netz übertragen wurde.“

Quelle: Colour-Ize

#506 von Clémence am 30.01.09 um 10:53

 

#504 Clémence
"habe daher die Gewissheit erlangt, dass es ihm zu keinem Zeitpunkt darum ging, die NS – Taten zu verharmlosen, zu relativieren, zu rechtfertigen od. zu trivialisieren"

Daran habe ich gar keinen Zweifel.
Es geht aber mehr um die Frage der Art der künstlerischen Verwirklichung dieser Absicht und darum, wie überzeugend sie gelungen ist.
(Ich selbst habe in #490 ja auch nur gesagt, dass ich das Buch für "überschätzt" halte. Aber das mag an Rezeptionsunterschieden liegen.

Herrn Schlink habe ich übrigens ein-, zweimal in Interviews hören können und an seinen Äußerungen nie etwas zu beanstanden gehabt. Im Gegenteil.)

#507 von Günter Landsberger am 30.01.09 um 13:36

 

@ 504
...Man möchte fort und findet kein Versteck.
Es wäre denn, man ließe sich begraben.
Wohin man blickt, entsteht ein dunkler Fleck.
Man möchte tot sein. Oder Gründe haben.

Man weiß, die Trauer ist sehr bald behoben.
Sie schwand noch jedes Mal, so oft sie kam.
Mal ist man unten, und mal ist man oben.
Die Seelen werden immer wieder zahm.

Der Eine nickt und sagt: "So ist das Leben."
Der andre schüttelt seinen Kopf und weint.
Wer traurig ist, sei's ohne Widerstreben!
Soll das ein Trost sein? So war's nicht gemeint.

#508 von M'Lord am 30.01.09 um 17:50

 

#508 M'Lord
Danke!
Der Ton Erich Kästners war sofort herauszuhören.

#509 von Günter Landsberger am 30.01.09 um 18:16

 

#507 gfl
Mich aber ruft im heutigen SZ-Magazin Philip Roth zur Ordnung (zumindest indirekt):
"Botschaft" "ist eher ein Nebenaspekt" eines "Romans".
(..., GFL) "Ich verfolge nie irgendwelche Absichten mit meinen Romanen. Ich versuche in all meinen Büchern lediglich, mir eine Geschichte so detailliert vorzustellen und sie so präzise zu beschreiben, wie es mir nur möglich ist. Was danach passiert, liegt nicht in meiner Macht. Sobald ich das Manuskript aus der Hand gebe, ist der Leser frei, damit zu tun, was ihm beliebt.
SIE HABEN ALSO NICHTS DAGEGEN, WENN LESER ALLE MÖGLICHEN BOTSCHAFTEN IN IHREN BÜCHERN FINDEN? Man kann alles Mögliche aus Büchern herauslesen, jeder Mensch liest ohnehin anders. Als ich an der Universität unterrichtete, versuchte ich meinen Studenten noch beizubringen, wie man eine Geschichte richtig liest. Aber als Schriftsteller beschäftige ich mich nicht mit Debatten um irgendwelche Botschaften. Es geht beim Schreiben nicht um Botschaften. Beim Schreiben geht es eher darum ... An dieser Stelle höre ich lieber auf."

Hier könnte doch wieder - sehr ertragreich? - eine Diskussion einsetzen.

#510 von Günter Landsberger am 30.01.09 um 18:33

 

Ad Herrn Landsberger:
Das Wort „überschätzt“ hat mich ein wenig gereizt.
Merkwürdig, aber gerade Personen, die seinerzeit behaupteten, Schlinks Werke können kaum einen hohen literarischen Wert für sich beanspruchen, waren nicht imstande substantiiert vorzutragen, was genau als Kriterium für den „hohen literarischen Wert“ eines Werkes herangezogen werden kann.
Hm… Jeder Roman hat seinen eigenen literarischen Wert(?)

#511 von Clémence am 31.01.09 um 15:27

 

Ad Herrn Landsberger:
Interessant… Meine Mum sagte einmal, wenn ein Roman keine Botschaft enthält, dann soll man die Finger davon lassen…
Ein (jeder) Roman ist meiner Ansicht nach weit mehr als nur eine „präzis geschriebene Geschichte“. Denn ein guter Schriftsteller ist imstande in unserem Bewusstsein eine neue Realität zu erschaffen (oder dann diese zu zerstören) – er belebt Tugenden (od. Laster), berührt Ängste von denen wir nicht einmal wussten, dass es sie gibt… und es kommen Gefühle und Gedanken zum Vorschein, von denen wir nicht ahnten, dass wir sie jemals haben könnten… Wissen Sie, so vergänglich Beethovens oder Mozarts Werke sind, die uns nur in dem Augenblick ergreifen in dem sie erklingen, so scheinen einige Romane über die Gefahren der Vergänglichkeit erhaben zu sein.

Aber wenn man mit seinen Büchern nichts bezweckt. Warum dann schreiben? Allein um des Schreibens willen?

#512 von Clémence am 31.01.09 um 15:31

 

M'Lord:
Ein Punkt nur ist es, kaum ein Schmerz.
Nur ein Gefühl, empfunden eben;
Und dennoch spricht es stets darein,
Und dennoch stört es dich zu leben.
Wenn du es andern klagen willst,
So kannst du's nicht in Worte fassen.
Du sagst dir selber: "Es ist nichts!"
Und dennoch will es dich nicht lassen.
So seltsam fremd wird dir die Welt,
Und leis verlässt dich alles Hoffen,
Bis du es endlich, endlich weißt,
Dass dich des Todes Pfeil getroffen.
(T.W. Storm)

#513 von Clémence am 31.01.09 um 15:37

 

#512 Clémence
Zunächst müssten wir Philip Roth dazu selbst befragen. -
Immerhin: Was man auch anders (nämlich diskursiv) sagen könnte, müsste man nicht in einem Roman sagen.
Wieso aber einige Romane (Tolstoi?) die Musik Mozarts oder Beethovens überdauern sollen, vermag ich nicht zu sehen. Leben auch sie nicht erst, wenn man sie liest? Und erinnert man sich an schon Gelesenes nicht ähnlich wie an schon Gehörtes?

#514 von Günter Landsberger am 31.01.09 um 16:39

 

Wird denn diese andere Welt der Literatur, diese Relität der Fiktion nicht allererst durch die besondere Art des jeweiligen Schreibens erschaffen? -
Ich glaube allerdings, dass jedes bedeutende Werk der Literatur (literaturgeschichtlich gesehen in zunehmendem Maße) seine eigene Poetik, an der es gemessen werden muss und will, in sich trägt.

#515 von Günter Landsberger am 31.01.09 um 16:45

 

KV 515! = eines der schönsten Werke Mozarts überhaupt (von zeitloser Dauer)

#516 von Günter Landsberger am 31.01.09 um 16:49

 

Am 3. Februar würde Felix Mendelssohn-Bartholdy, ähnlich wie Edgar Allan Poe kurz vorher, 200 Jahre alt. Der Hessische Rundfunk (HR2 Kultur) widmet ihm und seiner Musik ab 10.00 Uhr fast einen ganzen Tag! Mit dem Violinkonzert e-moll, das ich vor kurzem noch in einer hinreißend überwältigenden Aufnahme mit Josef Suk und der Tschechischen Philharmonie unter Karel Ancerl gehört habe, wurde der Tag schon um Mitternacht eröffnet.

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/programm3758.jsp?rubrik=3758&r=2&y=2009&t=20090301

#517 von Günter Landsberger am 01.02.09 um 07:31

 

#517 gfl
Pardon. Ein Versehen. Der Link meinte natürlich nicht schon das HR2-Programm vom 1. März, sondern das vom 1. Februar, also das hier:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/programm3758.jsp?rubrik=3758&r=1&y=2009&t=20090201

#518 von Günter Landsberger am 01.02.09 um 07:36

 

Heute gibt es aber um 15.00 Uhr auch ein WDR-Feature zu Mendelssohn:


http://www.wdr3.de/musikfeature/aktuell.html

#519 von Günter Landsberger am 01.02.09 um 08:16

 

Ad Herrn Landsberger:

Vielen Dank für den Link. Ich war gestern den ganzen Tag unterwegs und heute muss ich den ganzen Tag arbeiten… Insofern…

"Leben auch sie nicht erst, wenn man sie liest?"

Hm… Keineswegs... nein, ich glaube nicht. Dies hängt allerdings von der Art des Buches ab. Ein anspruchsvoll geschriebener und im klassischen Sinne intellektuell ausgerichteter Roman fördert stets Tugenden wie Edelmut, Freundschaft, Treue und Rechtschaffenheit, Hoffnung und Liebe, Toleranz und Gerechtigkeitsempfinden - fördert die Entfaltung der (u.a. emotionalen) Intelligenz und hilft mitunter das eigene Leben zu gestalten (die Bücher spielen meiner Ansicht nach insbesondere bei den Jugendlichen eine entscheidende Rolle). Ein gut geschriebener Roman prägt den Lesern Orte und Menschen ins Gedächtnis… vor allem prägen den Leser die Charaktere (Protagonisten und deren Eigenschaften – Tugenden und Laster), die ihm im Laufe des Romans begegnen. In diesem Zusammenhang denke ich an „Die Elenden“ von V. Hugo od. an „Die Geheimnisse von Paris“ von E. Sue. Die darin geschilderten unerträglichen (menschenunwürdigen) Lebensumstände der Protagonisten (z.B. das leidvolle Dasein der Familie Morel - in „Die Geheimnisse von Paris“- od. die kaltblutige Niederträchtigkeit des Notars sowie durch Hunger und Elend nicht zu erschütternder Edelmut Germans) lassen den Leser staunen und zittern – man blickt in menschliche Abgründe (zuweilen in die Abgründe menschlicher Seele) von Heuchelei, Habgier und Niederträchtigkeit; man empfindet (und leidet) mit den Charakteren… und man wächst dadurch als Mensch… als Persönlichkeit…
Und wenn uns einmal das schreckliche Ausmaß des menschlichen Elends bewusst wird, werden wir jemals imstande sein im „realen Leben“ all den Schwachen und Benachteiligten den Rücken zuzuwenden? Ich glaube nicht. Aus diesem Grund habe ich in meinem Kommentar unter #512 ausgeführt, dass einige (wenige) Romane „über die Gefahren der Vergänglichkeit erhaben sind.“

Wissen Sie, einige Romanfiguren faszinieren mich seit Jahren (und immer noch)… in diesem Zusammenhang denke ich zunächst an Mr. Darcy aus „Pride and Prejudice“ von Jane Austen. Mr. Darcy verkörpert für mich in beeindruckender Weise die außergewöhnliche Spaltung zwischen leidenschaftlicher Liebe einerseits und Edelmut und Ehrgefühl andererseits… Aber auch „Anna Karenina“ von Lew Tolstoi ist unübertrefflich und … ja… zeitlos.

#520 von Clémence am 02.02.09 um 12:53

 

Ohne Hoffnung, ohne Trauer
Hält er seinen Kopf gesenkt.
Müde hockt er auf der Mauer.
Müde sitzt er da und denkt:

Wunder werden nicht geschehen.
Alles bleibt so, wie es war.
Wer nichts sieht, wird nicht gesehen.
Wer nichts sieht, ist unsichtbar.

Schritte kommen, Schritte gehen.
Was das wohl für Menschen sind?
Warum bleibt den niemand stehen?
Ich bin blind, und ihr seit blind.

Euer Herz schickt keine Grüße
aus der Seele ins Gesicht.
Hörte ich nicht eure Füße,
dächte ich, es gibt euch nicht.

Tretet näher! Laßt euch nieder,
bis ihr ahnt was Blindheit ist.
Senkt den Kopf, und senkt die Lieder,
bis ihr, was euch fremd war, wißt.

Und nun geht! Ihr habt ja Eile!
Tut, als wäre nichts geschehen.
Aber merkt euch diese Zeile:
"Wer nichts sieht, wird nicht gesehen."
(E. Kästner)

#521 von Clémence am 02.02.09 um 13:14

 

#520 Clémnce
Nun gut, ich hatte das zunächst missverstanden. In dem von Ihnen ausgeführten Sinne vermag ich das aber nachvollziehen und habe das auch selbst schon ähnlich erlebt. In jedem Buch liest man ja sich selber mit und man merkt sehr rasch, von welchem Buch man persönlich was hat und von welchem nicht. Das ist sicher bei jedem Menschen etwas verschieden; aber einige wenige Bücher mag es geben, die so reich und umfassend sind, dass jede(r) etwas in ihnen zu finden vermag. Mal - von Mensch zu Mensch gesehn - mehr, mal weniger.

Haben Sie übrigens die schöne Sue-Ausgabe von dtv? Oder die stark verkürzte von N. O. Scarpi, dem Maupassant-Übersetzer, ins Deutsche übertragene Fassung? Vielleicht kennen Sie den Roman sogar im Original? -

Sie wissen, dass "Die Geheimnisse von Paris" eines der Lieblingsbücher von Dostojewskij gewesen sind?

#522 von Günter Landsberger am 02.02.09 um 13:45

 

Aber auch Musik drückt oft bewegend Menschliches aus, das man fortan nicht mehr vergisst.

Mir geht es jedenfalls so.

#523 von Günter Landsberger am 02.02.09 um 13:47

 

Ad Herrn Landsberger:
Nein, das wusste ich nicht. Aber diese Tatsache überrascht mich nicht… hm… vielleicht ließ sich Dostojewski sogar von seinen (E. Sues) Werken inspirieren? Immerhin weißen die Schilderungen der Armut und des Elends in dem Dostojewskis Werk „Schuld und Sühne“ (ich kann mich an den neuen Titel „Verbrechen und Strafe“ nicht gewöhnen) gewisse Parallelen zum Sues Werk („Die Geheimnisse von Paris“) auf… Aber auch Dostojewskis Überlegungen im Hinblick auf Gerechtigkeit und Strafe (F. Dostojewski spricht in seinen Romanen stets von der allgemeinen (legalen) Gerechtigkeit; E. Sue unterscheidet hingegen zwischen der Gerechtigkeit des Gesetzes, der gesellschaftlichen Gerechtigkeit und der Gerechtigkeit Gottes) könnten teilweise auf Sues Gedanken basieren…

Ich besitze eine (sehr aktuelle) Ausgabe – 2 Bände, ungekürzte Fassung von insel Taschenbuch, 1. Auflage 2008, ich glaube übersetzt von H. Kossodo sowie eine ältere Gebundene Ausgabe, allerdings in russischer Sprache. Ich habe leider kein französisches Original gelesen.. ich las dieses Buch nur auf russisch und auf deutsch... aber mein Freund liest gerade das Original… manchmal liest er mir vor, aber mein Französisch ist leider nicht ausreichend…

#524 von Clémence am 02.02.09 um 14:50

 

Ad Herrn Landsberger:
"Aber auch Musik drückt oft bewegend Menschliches aus, das man fortan nicht mehr vergisst."

Wie wahr!

Ernst Theodor Amadeus Hofmann schrieb: „Beethovens Musik bewegt die Hebel des Schauers, der Furcht, des Entsetzens und erweckt jene unendliche Sehnsucht, die das Wesen der Romantik ist."

A. Einstein schrieb: "Mozarts Musik ist so rein und schön, dass ich sie als die innere Schönheit des Universums selbst ansehe."

#525 von Clémence am 02.02.09 um 14:55

 

"Mozart ist der göttliche Mozart und wird es immer sein. Nicht nur ein Name, sondern ein himmlisches Genie, das auf diese Erde kam, dreißig und einige Jahre blieb, und als er die Welt verließ, war sie neu, bereichert und durch seinen Besuch gesegnet.

(Leonard Bernstein, Von der unendlichen Vielfalt der Musik)

#526 von Clémence am 02.02.09 um 14:57

 

Und auch Karl Barth verstand die Musik Mozarts als etwas ganz Besonderes:

„Ich habe die Vermutung ..., ich sei nicht schlechthin sicher, ob die Engel, wenn sie im Lobe Gottes begriffen sind, gerade Bach spielen - ich sei aber sicher, dass sie, wenn sie unter sich sind, Mozart spielen und dass ihnen dann doch auch der liebe Gott besonders gerne zuhört.“

http://www.mozart-evangelisch.de/goes_print.html


(Übrigens hab ich auch die Inselausgabe von Sue in Ihrer Übersetzung von Kossodo. Ich hatte mich vertan.)

Dieser A. Einstein des Mozart-Zitats ist aber doch wohl Alfred Einstein und nicht Albert?

Kennen Sie übrigens die Musik von Ernst Theodor Amadeus (!) Hoffmann selber? Sein Miserere, sein Klaviertrio, sein Harfenquintett, seine Es-Dur-Sinfonie und seine Oper "Undine"?

#527 von Günter Landsberger am 02.02.09 um 16:10

 

Wissen Sie, Konstanze (oder D. oder Clémence oder aka endlose Wiederkehr), wenn man schon einen Reiz daraus bezieht, sich mit einem nick (endgültig!!) zu verabschieden, um mit dem nächsten alsbald wieder aufzutauchen, dann sollte man doch seine Synapsen soweit kontrollieren können, dass nicht ständig die gleichen sprachlichen Manierismen benutzt werden ( Mum oder mom, unzählige Punkte, das vorgenannte "wissen Sie") und dass nicht ständig ein wohl excellenter Jurist, der dennoch ein allenfalls mediokrer schriftstellerischer Stilist ist, in den Himmel gehoben wird.
Ich teile nur wenige Ihrer Meinungen, dumm allerdings sind Sie wohl keineswegs, merken Sie nicht, wie Sie Ihre Aussagen und Gedanken durch diese Albernheiten entwerten?

#528 von Ingo_F am 02.02.09 um 22:39

 

#519 auch für Sie, lieber Herr Landsberger, durchaus erreichbar: ich war gestern mit Cousine (wollte als Alevitin auch mal Kirche von innen sehen und mag fast jedwede klassische Musik) in der Stephanuskirche in GE- Buer (Westerholter Str. 90).
Im Rahmen einer Konzertreihe zu FMBs 200'en gab es zwei Orgelsonaten und ein wenig Bach vom Paderborner Domkapellmeister Thomas Berning.
Die Reihe wird fortgesetzt am 08.03. und 21.06., jeweils 17h00.
Witzig dabei ist, dass neben allen Orgel- Sonaten von FMB hierbei auch von drei verschiedenen organisten das BWV 654 "Schmücke Dich, o liebe Seele" gespielt wird.
Eintritt frei, Spende am Ausgang erwünscht *g*

(Einen alten Bekannten, vormals Leiter der Gelsenkirchener Kantorei und selber Organist, hörte ich allerdings an ein/ zwei Stellen leise grummeln: "warum er da .. oktave ... versteh ich nicht..".)
Es war sehr gut, die Architektur ist witzig, auf geht's!

#529 von socursu am 02.02.09 um 23:01

 

#528 Ingo_F
Dass es einen Übergang von Constance (Konstanze) zu Clémence gegeben haben wird, habe ich natürlich auch gemerkt.
Na und?
Man muss auch nicht alles sagen, was man merkt.

Henri Beyle hatte 300 Pseudonyme. Sein jetzt bekanntestes hat sich, da mit seinen bedeutenden Romanen verbunden, durchgesetzt. Sein bizarrstes ("Crocodile") nicht.

#530 von Günter Landsberger am 03.02.09 um 07:51

 

#529 socursu
Danke für den Hinweis, lieber Herr Socursu! Am 8. März geht's aber leider nicht. Da steht um 18.00 Uhr in unserem Essener Kammermusikabo das Emerson Quartett ins Haus (das beste Streichquartett der Vereinigten Staaten, auf das ich mich schon sehr freue). Den 21.06. jedoch werde ich mir sehr gerne vormerken.

#531 von Günter Landsberger am 03.02.09 um 07:59

 

Ad Herrn Landsberger:
Hm.. Nein, das Zitat stammte von Albert Einstein.

Ja, Hoffmans Werke sind mir bekannt. Ich selbst besitze aber nur wenige Kompositionen von Ernst Theodor Amadeus Hofmann: seine Klaviersonaten, Sinfonie Es-Dur, Grand Trio E-dur und ich glaube meine Mum hat noch messa d-mol, um einige wenige zu nennen… und ich habe einige Werke von ihm gelesen.


Im Hinblick auf Ihre Anmerkung unter #517: Alexander Veljanov interpretierte seinerzeit „Das Lied vom einsamen Mädchen“ – der Text stammte aus der Feder von Edgar Allan Poe - auf seinem Veljanov – Album. Und es ist einfach bezaubernd schön.


Ich freue mich übrigens auf die diesjährige Berlinale. Sehr. Kommen Sie zur Berlinale?

#532 von Clémence am 03.02.09 um 13:25

 

Nachtrag:
„Die Musik kann man nicht anders, als eine Schwester der Malerei heißen, denn sie ist dem Ohr untertan, welches der auf's Auge folgende Sinn ist, und fügt Harmonie zusammen ... nicht anders, als wie die allgemeine Umrisslinie die Einzelglieder umschließt, aus denen die menschliche Schönheit gebildet wird.“
(Leonardo da Vinci)

#533 von Clémence am 03.02.09 um 13:26

 

#532 Clémence
Alfred Einstein war ein bedeutender Mozartforscher. (Sen Mozartbuch ist ein Standardwerk.)Es hätte ja sein können. -
Die Berlinale würde mich zwar interessieren. Ist nur recht weit weg. Müsste sich ergeben.

Schopenhauer: "Architektur ist gefrorene Musik." (aus der Erinnerung, daher vielleicht nur sinngemäß, zitiert)

#534 von Günter Landsberger am 03.02.09 um 13:37

 

@#532 Clémence: Wenn ich Sie kurz berichtigen darf, das "Lied vom einsamen Mädchen" stammt aus der Feder von Werner Richard Heyman u. Robert Gilbert aus den 50er Jahren.
Sie meinen wohl die Version von "Annabel Lee" die auf keinem Veljanov Album zu finden ist, sondern auf dem "Visionen"-Sampler der sich speziel Poes Werken widmet.

Um auch mal ein Zitat einzuwerfen:
"Über Musik zu reden ist wie über Architektur zu tanzen."
(Frank Zappa)

#535 von Sally am 03.02.09 um 13:56

 

Sally:
Sie haben absolut recht, Sally, ich habe die beiden Songs tatsächlich verwechselt (ich meinte zwar „Das Lied vom einsamen Mädchen“, der Verfasser dieses Werkes ist aber nicht – wie Sie ja zutreffend anmerken – E.A. Poe).
Insofern vielen Dank für den Hinweis!

#536 von Clémence am 03.02.09 um 14:33

 

Nachtrag:
Ich habe gerade die Veljanov-CD aus dem Auto geholt: Der Song „Das Lied vom einsamen Mädchen“ ist auf Veljanovs Soloalbum „The Sweet Life“ zu finden.

#537 von Clémence am 03.02.09 um 14:51

 

Ad Herrn Landsberger:

http://adalis.de/hoffmann/wb/pages/e.t.a.-hoffmann-jubilaeum-konzerte.php

#538 von Clémence am 04.02.09 um 13:37

 

#538 Clémence
Danke für den aktuellen Hinweis!
Meine erste Begegnung mit Bamberg -1966 als Student auf unserer Universitäts-Barockreise nach Prag - stand durchaus auch schon ein wenig im Zeichen E.T.A.Hoffmanns. In Bayreuth kam noch Jean Paul hinzu.
(Bamberg ist immer eine Reise wert.)

#539 von Günter Landsberger am 04.02.09 um 15:40

 

Ad Herrn Landsberger:
Wieder einmal ein Versuch der weltanschaulichen Zensur…*lach*:

http://www.zeit.de/online/2009/06/papst-vatikan-williamson-widerruf


„Der deutsche Rabbiner Henry Brandt sieht in Papst Benedikt einen politisch unbedarften und überforderten Mann – und plädiert für eine Vertiefung des jüdisch-christlichen Dialogs.“:

http://www.zeit.de/interview-brandt

Es besteht kein Grund mehr für eine Exkommunikation (excomm. latae sententiae) und es ist meiner Ansicht nach unakzeptabel mit dem Hinweis auf ein „weltliches“ Vergehen zu fordern, die Exkommunikation muss aufrecht erhalten werden (zumal ist es nicht möglich dieses „weltliche Vergehen“ kirchenrechtlich zu ahnden).

#540 von Clémence am 04.02.09 um 15:43

 

#540 Clémence
Bin ich hier der richtige Adressat?

Schon sehr früh habe ich in einem anderen Blog auf die kirchliche Rehabilitierung der vier, seinerzeit aus nachvollziehbarem Grund Exkommunizierten reagiert:

"Günter Landsberger sagt:
29. Januar 2009 um 23:35

Mir als Protestanten ist diese ganze Denk- und Verhaltensweise des Papstes völlig fremd und in der ausgeübten Form nicht bloß unklug, sondern auch unentschuldbar."

Alles weitere von heute mag ja in anderer Weise interessant sein, folgt aber aus der ursprünglichen Fehlentscheidung des Papstes, der wohl nicht alle wesentlichen Faktoren hinreichend in den Blick genommen hat.

#541 von Günter Landsberger am 04.02.09 um 16:45

 

Bezug genommen hatte ich dabei auf das Folgende:

http://www.revierflaneur.de/2009/01/29/donnerstag-29-januar-2009-todsunde/#comments

#542 von Günter Landsberger am 04.02.09 um 16:47

 

#542 gfl
Der Link ist möglicherweise nur über Mozilla Firefox erreichbar.

#543 von Günter Landsberger am 04.02.09 um 16:50

 

"Wieder einmal ein Versuch der weltanschaulichen Zensur…*"

Die Leugnung des Holocausts ist in Deutschland eine Straftat!

#544 von Burgstaller am 04.02.09 um 17:26

 

#544 Burgstaller
Wenn Sie am Ende gar wirklich Frau Gabi Burgstaller sind, würde mich das als gebürtigen Salzburger freuen.

(Allerdings glaube ich, dass Frau Clémence - etwas missverständlich vielleicht - meinte, Strafrecht von Kirchenrecht trennen zu müssen, zu können, zu sollen, zu dürfen.)

#545 von Günter Landsberger am 04.02.09 um 17:49

 

Ad Herrn/Frau Burgstaller u. Herrn Landsberger:
Ja, gem. § 130 III StGB.. Na und? Habe ich in meinem Kommentar unter #540 eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung gebilligt, geleugnet oder verharmlost? Woraus lesen Sie „billigt, leugnet, verharmlost“ denn heraus? Und die (eher politschbedingte als juristisch erforderliche) Kodifizierung der Holocaustleugnung in dem StGB stellt meiner Ansicht nach wieder einmal eine „übertriebene Härte“ unseres Staates dar. Denn diese Norm schützt keineswegs das Rechtsgut (Menschenwürde), das geschützt werden soll. In dieser Hinsicht gehe ich mit der Auffassung des ehemaligen Bundesverfassungsrichters W. Hoffmann – Riem durchhaus konform. Die Geschichte kann man nicht kodifizieren!

Ich verfolge „die Ereignisse um den Papst“ seit einigen Wochen und war außerordentlich erstaunt über die gestrige Aufforderung des Vatikans an Williamson, vielmehr aber über die „Nachgiebigkeit“ des Herrn Ratzinger (des Papstes)…

Herr Ratzinger müsste eigentlich wissen (in diesem Zusammenhang denke ich an seine Vorlesung in Regensburg), dass die ersten Regungen der Massen (des Volkes) stets ungestüm sind… im Bösen wie im Guten…

#546 von Clémence am 05.02.09 um 09:42

 

Nachtrag: Hm… andererseits können sie zu einer fürchterlichen Gefahr werden, wenn die Massen ihre Handlungen und Äußerungen für gerechtfertigt halten, weil sie den Gegenstand ihres Hasses (Stichwort: „Idomeneo“ – Die Islamisten fühlten sich entsetzlich beleidigt) und ihrer Wut (Reaktionen auf die Regensburger Rede) in scheinbarem Urecht zu sein glauben…

Und auch jetzt brauchte es nicht viel, um den Zorn der Massen zu erregen, denen unsere verehrte Bundeskanzlerin, Frau Merkel, überdies noch mit ansehnlichem Beispiel vorangegangen war…

#547 von Clémence am 05.02.09 um 09:48

 

ad Herrn Landsberger:
Kennen Sie „Von den Juden und ihren Lügen“ von M. Luther?

#548 von Clémence am 05.02.09 um 09:49

 

#548 Clémence
Ja, ich kenne das und kann das in keiner Weise billigen (obwohl und auch weil ich weiß, wie das bei Luther dazu gekommen ist).

#549 von Günter Landsberger am 05.02.09 um 13:10

 

#540 Clémence
Was Sie eigentlich damit sagen wollten, war nicht klar. Mir nicht und vielleicht auch
#544 "Burgstaller" nicht.

#545 gfl
bezieht sich nur auf den
N a m e n "Burgstaller" und hatte auch indirekt nichts mit Ihnen zu tun. Ich fühle mich deshalb auch unter #546 keineswegs zu Recht von Ihnen mitangesprochen.

#550 von Günter Landsberger am 05.02.09 um 13:19

 

#546 Clémence
Wie Sie allerdings Ihren Beitrag #546 formulieren, trifft an verschiedenen Stellen auf mein völliges Unverständnis, ja auf meine Ablehnung.
Zum Beispiel finde ich die Formulierung des folgenden Satzes recht merkwürdig:
"Und die (eher politschbedingte als juristisch erforderliche) Kodifizierung der Holocaustleugnung in dem StGB stellt meiner Ansicht nach wieder einmal eine „übertriebene Härte“ unseres Staates dar."
Ich kann nicht glauben, dass Sie diesen Satz in allen seinen Wendungen wortwörtlich so meinen, wie Sie ihn formuliert haben.
Wahrscheinlich ist es Ihnen sachlich um die Frage zu tun, was kodifiziert werden kann und soll und was nicht. Und wenn überhaupt müsste die Auseinandersetzung (sachlich geführt) dann da ansetzen.

Für mich geht es entschieden darum den Anfängen und Wiederanknüpfungen zu wehren. Und wie kann es falsch sein, wenn gerade auch der Gesetzgeber sich um diese Angelegenheit kümmert?

#551 von Günter Landsberger am 05.02.09 um 13:36

 

Sehe ich genauso, Herr Landsberger. Ich kann mich nicht so ausdrücken wie Sie, aber wenn es um den Holocaust und vor allem dessen Leugnung geht gibt es für mich keinerlei Graustufen oder Auslegungen oder wie auch immer sondern nur 100%iges dagegen angehen.

#552 von Michaela am 05.02.09 um 14:26

 

Ad Herrn Landsberger:
Meine Ausführungen unter #540 bezogen sich auf das Interview mit H. Brandt.
Die Leugnung des Holocausts ist nach dem katholischen Kirchenrecht kein Grund für eine Exkommunikation bzw. ihre Aufrechterhaltung.

Wissen Sie Herr Landsberger, ich bin weit davon entfernt, die NS – Verbrechen zu verharmlosen oder zu relativieren – diese in Ausmaß und Art beispiellosen Verbrechen dürfen sich nicht wiederholen! Ich vertrete nur eine vom verordneten „Schuldkult“ differenziertere Ansicht zur jüngeren deutschen Geschichte und glaube nicht blind, was politisch korrekt als Losung durch die Massen getrieben wird.

Warum darf man die Zahl der NS – Opfer im zweiten Weltkrieg nicht anzweifeln, ohne ein Strafverfahren zu riskieren, wenn auf der anderen Seite die Anzahl der Opfer der Bombennächte von Dresden (die Luftangriffe verstießen bekanntlich gegen die Bestimmungen des Kriegvölkerrechts) in offizieller Version auf lächerliche 25.000 beziffert wird, wo aber seriöse Quellen von 6stelligen Zahlen berichten und wenn die gleiche Regierung, die die Holocaust - Lüge unter Strafe stellt (§ 130 III StGB), EU-Beitrittsverhandlungen mit einem Staat führt der den Genozid an über 1 Million Armeniern weiter tapfer leugnet und Menschen strafprozessual verfolgt, die diese Zahlen äußern…

Aber es ist stets bequemer den allgemein festgelegten (angeordneten – „korrekten“) Auffassungen zu folgen. Nicht wahr?

#553 von Clémence am 06.02.09 um 11:07

 

Nachstehend noch ein interessanter Bericht von G. di Lorenzo:

http://www.zeit.de/2009/07/01-Papst

#554 von Clémence am 06.02.09 um 11:11

 

Herr Veljanov hat übrigens in dem aktuellen Musikmagazin „Orkus“ einen interessanten und lesenswerten Bericht mit dem Titel „Deine Lakaien in China – Impressionen eines ersten Besuches“ veröffentlicht („Orkus“ Nr. 2, Febr. 2009, S. 130 ff., Autor: A. Veljanov).

Auf die spannende Frage: „Darf man überhaupt als „politisch korrekter“ Künstler in China auftreten?“ ging er leider nicht weiter ein. Schade. Naja…

#555 von Clémence am 06.02.09 um 11:14

 

@ 553

Unerträglich.

#556 von Ariadne am 06.02.09 um 11:56

 

#553 Clémence
Was "politisch korrekt" oder gerade en vogue ist, hat mich nie interessiert, ich urteile immer selbstständig und nach eigenem Urteilsvermögen, wann immer ich es kann und es die Sache erfordert. Jedes Wort, das Sie soeben geäußert haben, auf die Goldwaage zu legen, würde sicher zu weit und vielleicht ins Uferlose führen. Aber ein paar Anmerkungen und Fragen kann ich mir dennoch nicht verkneifen.

Ist der Papst nicht zugleich geistliches Oberhaupt und für den Vatikan(-Staat) weltlicher Herrscher?
Ist der jetzige Papst als Deutscher noch deutscher Staatsbürger? Oder ruht diese Staatsbürgerschaft?
Seit welcher Zeit ist denn die Holocaust-Leugnung in Deutschland (völlig zu Recht!) unter Strafe gestellt? Dies ist doch kein Resultat erst einer Initiative der jetzigen Regierung?
Warum ist die korrekte Anzahl der Toten für Sie, die Sie doch nicht "politisch korrekt" sein wollen, so zynisch relevant? Macht es für die Einzelschicksale einen erheblichen Unterschied in der verbrecherischen Sache, ob nun tatsächlich 4 oder 5 oder 6 Millionen Menschen den Naziverbrechen zum Opfer gefallen und zu beklagen sind, wenn es mit Sicherheit so oder so mehrere Millionen waren?
Verordneter "Schuldkult" sagen Sie?
Schon der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, hat nicht ohne Grund von "Kollektivschuld", sondern von "Kollektivscham" gesprochen.
Auch mir, ohne selber - obwohl 1943 geboren - auch nur irgendeinen Anteil an der Schuld so vieler in der Nazizeit zu haben, ist es nicht gleichgültig, was damals im Namen Deutschlands passiert ist, so wie es der Türkei nicht gleichgültig sein dürfte, was in der osmanischen Vergangenheit des 20. Jahrhunderts im türkischen Namen hunderttausendfach an den Armeniern verübt worden ist.
Es waren auch deutschsprachige Autoren und Journalisten, die damals zeitnah anklagend darauf hingewiesen hatten: Armin T. Wegner und Franz Werfel seien vorrangig genannt.
Und natürlich ist es für mich bei der Frage des EU-Beitritts der Türkei immer noch mitentscheidend, ob und wie sich die Türkei zu ihrer Vergangenheit stellt.
Das ändert aber nichts daran, dass die Versäumnisse anderer uns auf keinen Fall das wache Bewussthalten unserer eigenen (deutschen wie österreichischen!) Vergangenheit ersparen könnte.
Jeder kehre vor seiner eigenen Tür und gebe dadurch ein Beispiel für andere.

Die Vergangenheit holt uns immer ein. Manchmal auch ganz unvermutet. Ein kleines Beispiel: Der Vater der besten Freundin meiner Mutter war, wie ich auch erst seit dem letzten Sommer weiß, Sohn eines Juden, dem es in ständiger Angst um sein Leben und um das Leben seiner Angehörigen darum zu tun war, nach dem "Anschluss" Österreichs an das "Deutsche Reich" seine Herkunft weiter zu verbergen; was auch dadurch gelang, weil er als uneheliches Kind einen anderen Namen trug als sein leiblicher, in Ungarn lebender Vater.
So einen gefährdet lebenden Großvater hatte also (ebenfalls völlig ahnungslos) meine liebste Kindheits- und Jugendfreundin, und selbst ihre Mutter, die beste Freundin meiner Mutter, wusste bis vor kurzem nichts davon.

#557 von Günter Landsberger am 06.02.09 um 13:05

 

Lieber Herr Landsberger,
"...(obwohl und auch weil ich weiß, wie das bei Luther dazu gekommen ist)". Würden Sie mir Ihre Erklärungen bzgl. Luthers Judenfeindlichkeit skizzieren? Mich interessiert hier aufrichtig Ihre persönliche Einschätzung. Ich habe keinen Grund, Ihre Belesenheit, Intelligenz, das phänomenale Gedächtnis und den Drang zur Erkenntnis anzuzweifeln, also frag ich ausgerechnet Sie. Ich habe kürzlich über Luther und sein Verhältnis zu den Juden nur mit sehr mäßigem Erfolg gelesen und nachgedacht, deshalb würd ich mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen. Mich interessiert gezielt, „wie das … dazu gekommen ist“ und Ihr Subtext (der (teilweise) zu entschuldigen versucht??)

#558 von Karl Marx am 06.02.09 um 15:33

 

#558
Aber "Karl Marx"?
Muss ich denn jeden erstnehmen, der nicht mit offenem Visier hier auftaucht?

#559 von Günter Landsberger am 06.02.09 um 16:10

 

#558 Karl Marx
Aber ... na gut.
Man kann einiges aus dem Buch von Walther Bienert "Martin Luther und die Juden" (1982) erfahren oder über ein und den anderen Link, wie z. B. über:

http://www.ursulahomann.de/MartinLutherUndDieJuden/

Ich habe im Übrigen nichts entschuldigt, auch nicht "teilweise" ("alles verstehen" heißt wirklich nicht "alles verzeihen"):

"kann das in keiner (!) Weise billigen", habe ich ganz bewusst unter #549 formuliert.

#560 von Günter Landsberger am 06.02.09 um 17:14

 

"Was löste Luthers Judenhass aus?"

Vgl. hierzu:

http://www.ursulahomann.de/MartinLutherUndDieJuden/kap005.html

#561 von Günter Landsberger am 06.02.09 um 17:17

 

Ad Herrn Landsberger:
Der Papst besitzt zwar die vatikanische Staatsbürgerschaft, verlor dabei aber die deutsche Staatsangehörigkeit nicht.

Die Opferbilanz ist möglicherweise nicht maßgebend. Dazu sind Zahlen zu abstrakt. Man muss sie aber kennen, um die Dimension des Volkermordes richtig zu bewerten. Wissen Sie, die nationalsozialistische Rassenideologie ist von den deutschen „Herrenmenschen“ verkündet und willfährig befolgt worden. Der Holocaust war a priori verfolgte Konsequenz der Ideologie des Antisemitismus und der Überlegenheit des NS – Regimes. Er war Bestandteil einer Machtpolitik (Pol. aus krankem Kalkül) einer kleinen Gruppe von Verbrechern… Aber wieviel wusste die deutsche Zivilbevölkerung vom Holocaust? Dass es – über die Vermutungen und Gerüchte hinaus – ein deutliches Wissen um den organisierten Volkermord am Ostrand des deutschen Herrschaftsgebietes gab, ist historisch nicht belegt(!) Vielmehr waren die Deutschen entsetzt und… ja… beschämt über die Verbrechen und beteuerten nichts gewusst zu haben – der Völkermord war Geheimnis einer Vereinigung von Verbrechern gewesen! Können die Deutschen in diesem Zusammenhang als kollektiv schuldig betrachtet werden? Und wenn ja, ist diese Schuld nicht gesühnt? Wieviele Milliarden Euro soll die deutsche Regierung (die Steuerzahler) noch an die jüdischen Mitbürger (als Entschädigung) sowie an die Gruppe „kranker“ Zionisten zahlen? Warum wurde die israelische „Kriegsmaschinerie“ von der Bundeswehr massiv unterstützt und mit neusten Massenmordtechnologien ausgerüstet? Was hatte dies mit den NS - Verbrechern zu tun? Und die verbalen Attacken jüdischer Organisationen und Glaubensvertreter auf den Papst sind beispiellos!!! (der ehemalige Vizepräsident des Zentralrats der Juden, M. Friedmann beschimpfte Papst Benedikt: „Der Papst ist unglaubwürdig, ein Lügner und ein Heuchler“, Quelle: Der Tagesspiegel vom 04.02). Und wissen Sie, ich gewinne immer mehr den Eindruck – aufgrund jüngster Ereignisse – dass hier unter dem Deckmantel der NS – Verbrechen ein „Missbrauch der Geschichte“ betrieben wird… Die Juden verwenden stets die NS – Verbrechen vor fünfzig Jahren als Druckmittel ihrer Außenpolitik, auf der einen Seite. Auf der anderen Seite verstoßen sie aber gegen die Menschenrechte, verüben Massenmorde und foltern: So wurden bis zum November 2003 während der zweiten Intifada weit mehr als 2000 Palästinenser ermordet, in der Mehrzahl Zivilisten(!) Der amerikanische Journalist C. Hedges schrieb im Hinblick auf seine Erfahrungen im Gazastreifen in der New York Times: „Ich hatte schon bei anderen Konflikten, über die ich berichtete, mit ansehen müssen, wie Kinder erschossen wurden… Dass aber Soldaten Kinder wie Mäuse in eine Falle gelockt und sich einen Spaß daraus gemacht haben, sie zu ermorden, das hatte ich noch nirgends gesehen.“

Sie haben recht, an den Fakten des Holocausts sind Zweifel nicht möglich, aber die Suche nach der vollen(!) Wahrheit (kein blinder vom „Schuldkult“ verordneter Glaube) – das sind wir unserem Land schuldig!
Anmerkung: ich spreche von „unserem Land“, weil meine Großmutter (mütterlicherseits) deutscher Abstammung ist.

Ich bin entschieden gegen den Beitritt der Türkei zur EU!

#562 von Clémence am 07.02.09 um 15:52

 

Ad Herrn Landsberger:
Nachtrag: Bezugnehmend auf meine Ausführungen unter #562 I empfehle ich Ihnen Prof. Schlinks Buch „Vergangenheitsschuld“ (sofern Sie es noch nicht gelesen haben).

Ich war gestern bei der Berlinale – Premiere „The Reader“ und wissen Sie, es war absolut unglaublich… Die beiden Hauptdarsteller K. Winslet und D. Kross sowie der großartige Romanautor, Bernhard Schlink zeigten sich sehr zuvorkommend und beantworteten alle Fragen der Premiere – Besucher. Insbesondere Ms.Winslet nahm sich viel Zeit für jeden einzelnen „Fragesteller“… und verzauberte das Publikum mit ihrem natürlichen Charme und außergewöhnlicher Schönheit. K. Winslet passt meiner Ansicht nach außerordentlich gut in die Rolle von Hanna Schmitz (vermutlich viel besser als. N. Kidman) sie geht ganz in dieser Rolle auf und vermittelt dem Publikum stets ein Gefühl von außerordentlicher Authentizität… and I really think she have a real screen persona…

Viele Grüsse aus Berlin und ein schönes Wochenende.

#563 von Clémence am 07.02.09 um 15:57

 

grüsse aus dresden:
http://www.geh-denken.de

#564 von tmk am 07.02.09 um 16:19

 

Noch einmal: Ich bin keine NPD – SYMPATHISANTIN!!! Und wissen Sie Frau/Herr tmk, selbst wenn man (wie ich) eine vom verordneten Schuldkult differenzierte Ansicht zur
deutschen Geschichte hat, ist man nicht RECHTS(!), sondern glaubt nur nicht blind, „was politically correct als Losung durch die Medien/Massen getrieben wird.“ Insofern verweise ich auf meine Ausführungen unter#553, 562.

#565 von Clémence am 07.02.09 um 16:39

 

@ 565
Nur von dem Baume der Erkenntnis (...) und des Bösen, von dem darfst du nicht essen; denn sobald du davon issest, muss du sterben

#566 von M'Lord am 07.02.09 um 19:12

 

Clémence, mein Mann war vor zwei Wochen bei der Pressevorführung vom Reader, er war absolut begeistert, und das, obwohl das eigentlich gar nicht so sein favorisiertes Genre ist. Besonders Kate Winslet hat ihn geradezu zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Ehrlich gesagt, auch ohne den Film gesehen zu haben, ich kann mir die unterkühlte und schon regelrecht starre Nicole Kidman beim besten Willen nicht vorstellen anstelle von Winslet. Kidman wäre die allergrößte Fehlbesetzung gewesen.

#567 von Michaela am 07.02.09 um 19:45

 

#567 Michaela
Für die Hanna Schmitz des Romans, wie ich ihn gelesen habe, erscheinen mir alle beide als Fehlbesetzung. Ich werd's aber überprüfen.
Im Roman kommt die e i n e Frau zweimal vor, als Variante ihrer selbst: Als Starre, Harte oder sich Verhärtende u n d als sich Öffnende. Ist sie nur in dieser Zerrissenheit mit sich identisch?

#568 von Günter Landsberger am 08.02.09 um 08:09

 

#562 Clémence
Haben Sie folgende Passage meines Kommentars unter #557

"Verordneter "Schuldkult" sagen Sie?
Schon der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, hat nicht ohne Grund nicht von "Kollektivschuld", sondern von "Kollektivscham" gesprochen."

einfach überlesen?

#569 von Günter Landsberger am 08.02.09 um 08:15

 

#562 + #563
Kritik an der jeweiligen Politik Israels muss da, wo sie nötig ist, möglich sein, aber gerade für uns ist sie in aller Öffentlichkeit nicht vordringlich. Diplomatisch, behutsam, im Zwiegespräch mit Israel ja.
Innerisraelische Kritik gibt es seit Jahrzehnten ja auch. Aber nie ist zu vergessen: Dieser Staat lebt von Anfang an unter Todesdrohung, unter der Drohung, ihn zu vernichten. Und auch heute noch hört man solche Drohungen und hat es mit gegenerischen Aktivitäten zu tun, die der Ernsthaftigkeit dieser Drohung Nachdruck verschaffen. Die unermüdlich bleiben müssenden, versöhnlichen Kräfte auf beiden Seiten erfahren da immer wieder Rückschläge, die den Konflikt schüern und das wechselseitige aggressive Sich-gegenseitig-Hochschaukeln immer wieder begünstigen.

Kennen Sie übrigens das Buch von Jean Améry: "Jenseits von Schuld und Sühne / Bewältigungsversuche eines Überwältigten", Szczesny Verlag München, 2. Aufl. 1966?

#570 von Günter Landsberger am 08.02.09 um 08:33

 

#570 gfl
Viertletze Zeile:
"schüren" sollte es heißen (nicht "schüern")

#571 von Günter Landsberger am 08.02.09 um 08:34

 

#571
viertletzte ...

#572 von Günter Landsberger am 08.02.09 um 08:35

 

Ad M'Lord:
„Das Böse“ muss also sterben?! (Du musst nicht sterben?) Verstehe. Sie sind alle rechtschaffene Bürger, die richtige Ansichten vertreten, und ich bin eine wandelnde Kuriosität… (ich hoffe aufrichtig, dass niemand auf die Idee kommt, mich am Scheiterhaufen zu verbrennen).

#573 von Clémence am 09.02.09 um 12:36

 

Ad Herrn Landsberger:
Ich habe meine Ansicht unter #553, 562 umfassend dargelegt. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
----

Ich war gestern auf einem Konzert in der Berliner Philharmonie…. und stehe noch heute unter dem Eindruck dieser… überirdisch schönen Musik. Es wurden Werke von Alban Berg und R. Schumann gespielt (u.a. Klaviersonate op.1 sowie Klavierquintett Es-Dur op. 44). Wissen Sie, Uchidas Finger flogen über die Klaviatur und füllten den Saal mit einer so komplexen und… ja… opulenten Komposition, dass es mir unbegreiflich war, wie man sie zweihändig spielen konnte…und dann (unmittelbar am Ende des Stücks) wurde die Musik fast unerträglich traurig… Naja…

M. Uchida ist übrigens eine der führenden Interpretinnen von W.A. Mozart.

#574 von Clémence am 09.02.09 um 12:41

 

Ad Michaela:
Jetzt in Berlin fand ich den Film sehr gut, obwohl ich Filmen, die auf berühmten Romanen basieren (grundsätzlich) eher skeptisch gegenüber stehe… „The Reader“ kommt am 22. Februar in die deutschen Kinos. Der Film ist auf jeden Fall sehenswert! Ich bin ebenfalls der Ansicht, dass K. Winslet viel besser in die Rolle von Hanna Schmitz passt… Ms. Winslet ist eine großartige Schauspielerin mit überragenden Fähigkeiten und… sie ist meiner Ansicht nach sehr (manchmal sogar überirdisch) schön. Wenn jemand aus diesem Film einen Oskar gewinnt, dann ist sie es.

#575 von Clémence am 09.02.09 um 12:45

 

Ad Herrn Landsberger:
Nachtrag: M. Ushida spielt noch am 11. und 12.02, aber die beiden Konzerte sind ausverkauft. Leider.

#576 von Clémence am 09.02.09 um 12:46

 

#563 Clémence
Allgemein, nicht personenbezogen formuliert:
Eigenen Gesprächen mit Zeitgenossen der damaligen Zeit zufolge darf man tatsächlich davon ausgehen, dass sehr vielen (vielleicht den meisten) Deutschen damals das wahre Ausmaß der Shoa nicht klar war, auch wenn die prinzipielle antisemitisch rassistische Einstellung der Nationalsozialisten von Anfang an unübersehbar offenkundig war und der eine oder andere im Ausgang von unverkennbaren Anzeichen, ja von Tätlichkeiten durchaus genügend hätte merken können. Spätestens bei der sogenannten "Reichskristallnacht" hätte so einiges klar sein müssen, auch wenn es wohl zum Menschsein gehört, dass man Unangenehmes für einen selber oft nicht wahrhaben will.
Aber wir wissen heute davon und müssen akzeptieren, dass dies von heute aus Unfassbare zu unserer Geschichte gehört, die sich zum Glück nicht darin erschöpft. Dennoch muss alles getan werden, dass dies oder Ähnliches sich nicht wiederholt. Deswegen ist auch Sorgfalt im Denken und Reden geboten. Nicht zweierlei Maß, aber auch nicht das Sich-aus-der-eigenen -Geschichte -Herausreden durch Hinweise auf die Schuld anderer.
Jeder kehre vor seiner eigenen Tür, ohne deswegen unkritisch gegenüber den geschichtlichen und den aktuellen Vorgängen in In- und Ausland werden zu müssen oder zu sollen. Möglichst uneinseitige, kritische Wachsamkeit auch gegenüber den Vorgängen heute sei eine der Lehren gerade aus unserer Geschichte. Dennoch ist nicht alles mit allem vergleichbar und vor schiefen Vergleichen sollten wir uns hüten.

#577 von Günter Landsberger am 09.02.09 um 13:17

 

#576
Clémence
Ushida zählt zu meinen Lieblingspianist...en (Schubert, Mozart, Schumann, Debussy, Schönberg ...). Aber bisher leider nur einmal habe ich ein Solokonzert mit ihr in Duisburg erlebt.

#578 von Günter Landsberger am 09.02.09 um 13:23

 

Ich war gestern in einem ganz wundervoll geglückten Mahler- und Ives-Konzert in der Essener Philharmonie mit den Bochumer Symphonikern unter Steven Sloane und den Sänger...n Brigitte Christensen und Christoph Prégardien.
Alfried Krupp Saal

"Lieder eines fahrenden Gesellen"
Mahler-Zyklus der Bochumer Symphoniker
Brigitte Christensen, Sopran
Christoph Prégardien, Tenor
Bochumer Symphoniker
Steven Sloane, Dirigent

Gustav Mahler
"Lieder eines fahrenden Gesellen"
Wenn mein Schatz Hochzeit macht
Ging heut' morgen über's Feld
Ich hab' ein glühend' Messer
Die zwei blauen Augen
Charles Ives
Lieder für Sopran und Orchester
(Orchestrierung: John Adams)
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 4 G-Dur

#579 von Günter Landsberger am 09.02.09 um 13:31

 

@ # 561 Vielen Dank fuer den Link.Ich habe ihn gedruckt und werde alles spaeter in Ruhe lesen.Ich habe garnicht gewusst das Luther die Juden gehasst hat.
Have a nice day.
Sigrid

#580 von Ziggy The USA Connection am 09.02.09 um 14:00

 

@ # 562 Ihr scharfer Intellekt gefaellt mir.Ich lese gerne Ihre Kommentare.

#581 von Ziggy The USA Connection am 09.02.09 um 14:08

 

#563 + #567 (Clémence + Michaela)
http://www.else-buschheuer.de/tagebuch.php?spr=de&no=0
06.02.2009
16:17 berlindeutschland

Zum "Vorleser" (von Frau Buschheuer unter berlinale 2)

#582 von Günter Landsberger am 09.02.09 um 15:34

 

@ #555 clémence: danke für die info! ich werde mir den orkus auch genehmigen :-)

ich würde mich sehr freuen, euch mal wieder zu sehen. meld dich doch mal :-)

#583 von Alexandra am 09.02.09 um 15:36

 

#580 Ziggy
Vielen Dank, Sigrid!
Have a nice day, too.

#584 von Günter Landsberger am 09.02.09 um 15:36

 

@ #583 Alexandra: Es ist nicht nötig sich extra den Orkus zu kaufen, den Bericht gibt es auch online:

http://de.colour-ize.com/index.php?2009/02/06/185-deine-lakaien-in-china
von Herrn Veljanov

sowie auch einen Bericht von Ernst Horn:
http://de.colour-ize.com/index.php?2009/02/02/183-ernst-berichtet

#585 von Sally am 09.02.09 um 19:34

 

#575 Clémence

Radiofeuilleton - 15.07 Uhr
"Der Vorleser" - Kritikergespräch (Teil 1, MP3-Audio)
"Der Vorleser" - Kritikergespräch (Teil 2, MP3-Audio)

http://www.dradio.de/dkultur/programmtipp/portal/913512/

#586 von Günter Landsberger am 10.02.09 um 09:37

 

Ad Ziggy:
Thanks :)

#587 von Clémence am 10.02.09 um 13:14

 

Ad Herrn Landsberger:

"Radiofeuilleton - 15.07 Uhr"

Vielen Dank für den Link, Herr Landsberger. Ich habe heute Nachmittag zwei Gerichtsverhandlungen. Leider :(
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Frau Buschheuers Berlinale – Berichtserstattung verfolge ich regelmäßig (fast) :) Im Hinblick auf den Film „The Reader“ gehe ich allerdings mit ihrer Ansicht nicht ganz konform… aber ich habe hierzu bereits umfassend ausgeführt, unter #489 - 563 ff. Es wäre allerdings interessant zu erfahren, warum ihr (Frau Buschheuer) Schlinks Roman „Der Vorleser“ nicht gefiel… Naja…
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Deutschland bekennt sich zu seiner Geschichte und seiner historischen Verantwortung!!!
Dennoch: Ob, ab wann genau und wieviel die Deutschen vom Massenmord wussten ist historisch nicht belegt. Die einen erkannten noch vor der Machtübernahme A. Hitlers die Gefahren, die vom NS ausgingen und kämpften dagegen an („Die rote Kapelle“, „Roter Stosstrupp“ etc.). Die anderen erkannten hingegen erst später den verbrecherischen Charakter des nationalsozialistischen Regimes und leisteten aktiven Widerstand (u.a. spätere Walküre). So hat es innerhalb von fünf Jahren (nachweislich) mehr als 40 Versuchen gegeben, A. Hitler zu töten. Leider erwies sich jeglicher Widerstand zur damaligen Zeit als Misserfolg…

Wissen Sie, ich würde in diesem Zusammenhang nicht von einer „Kollektivschuld“ sprechen, weil jeder (einzelne) „Mitwisser“(!) im unterschiedlichen Maße… versagte oder bestand.

Mir missfällt nur sehr, dass die israelische Außenpolitik die NS – Verbrechen stets als Druckmittel(!) zu verwenden scheint… Insofern nehme ich Bezug auf meine Ausführ. unter #562.

#588 von Clémence am 10.02.09 um 13:23

 

Ad Alexandra:
Du kannst meinen „Orkus“ haben :) Es gibt dort einige interessante Schwarzweiß - Bilder von Alexander Velajnov…

Sorry… ich ruf Dich in den nächsten Tagen an… Ich fahre am Sonnabend (über das Wochenende) nach Dresden bzw. Moritzb. Du kannst Dir überlegen, ob Du mitkommen möchtest…

#589 von Clémence am 10.02.09 um 13:27

 

Ad Herrn Landsberger:
Nachtrag:
Haben Sie Schlinks „Vergangenheitsschuld“ gelesen? Kennen Sie „Das Wochenende“ und „Liebesflüchten“?

Insbesondere interessiert mich Ihre Ansicht (Ihre Interpretation) in Bezug auf „Vergangenheitsschuld“.

#590 von Clémence am 10.02.09 um 13:29

 

#590 Clémence
"Liebesfluchten" kenne ich, "Vergangenheitssschuld" nur in Auszügen. Dafür habe ich mich gestern mit interessanten Essays von Hans Keilson befasst (z. B. mit dem Essay "Linker Antisemitismus?") und seiner Erzählung "Dissonanzenquartett".

#591 von Günter Landsberger am 10.02.09 um 14:05

 

http://www.perlentaucher.de/buch/11365.html
Aber diesen Link werden Sie wahrscheinlich schon kennen?

#592 von Günter Landsberger am 10.02.09 um 14:08

 

Ad Herrn Landsberger:
Noch einmal vielen Dank für den Link. Ich habe Ihren Kommentar unter #586 arbeitsbedingt ein wenig unkonzentriert gelesen und verstand ihn dahingehend, dass Herr Schlink heute um 15 Uhr 07 im Radio zu hören sein wird und da ich berufsbedingt verhindert war, wäre es mir ja nicht möglich das Gespräch mitzuverfolgen.

Nein, diesen Link kenne ich nicht, aber mich würde speziell Ihre Ansicht interessieren… hm… warum "nur in Auszügen"?… ist dies Ihrem Desinteresse geschuldet od. lehnen Sie seine Auffassungen grundlegend ab?

#593 von Clémence am 10.02.09 um 17:49

 

„Der Geist wird reich durch das, was er empfängt, das Herz durch das, was es gibt.“
(V. Hugo)

#594 von Clémence am 10.02.09 um 17:51

 

#551
Ich moechte dem Kommentar nr 551 Recht geben, also dem vom Herrn Landsberger.
Die reine Frage "Soll die Leugnung des Holocausts eine Straftat sein?"empfinde ich als unmoralisch und so eine Frage stiftet unmoralisches verwirrtes Denken.
Die Leugnung des Holocausts ist eine Straftat. - und so soll es sein.
Der Diebstahl ist auch eine Straftat. Oder soll es nicht so sein?
Der Mord ist auch eine Straftat. Oder soll es nicht so sein?

#595 von marta am 10.02.09 um 18:10

 

#593 Clémence
Ich habe heute mit Gewinn noch einmal Jean Amérys Essay "Ressentiments" (S. 101 - S. 130) aus dem von mir bereits genannten Buch (vgl. #570) gelesen.
Was er ab S. 116 (anders als Theodor Heuss) aus der Sicht eines Nazi-Opfers zur Frage der "Kollektivschuld" geschrieben hat, ist hochinteressant. Ich komme morgen darauf zurück.
Natürlich interessiere ich mich auch für Schlinks Ansichten, habe aber leider diese Schrift nur in Zitaten durch andere Aufsätze zur Verfügung. Keine Spur von Desinteresse!

#596 von Günter Landsberger am 10.02.09 um 21:16

 

Wenigstens eine andere Passage von Améry sei hier zitiert (S.127f.):

"Was 1933 bis 1945 in Deutschland geschah, so wird man lehren und sagen, hätte sich unter ähnlichen Voraussetzungen überall ereignen können - und wird nicht weiter insistieren auf der Bagatelle, daß es sich eben gerade in Deutschland ereignet hat und nicht anderswo. In einem Buch des Titels "Rückblick zum Mauerwald" schreibt der ehemalige deutsche Generalstabsoffizier Prinz Ferdinand von der Leyen: "... von einer unserer Außenstellen kam eine noch grauenhaftere Nachricht. Dort waren SS-Kommandos in die Häuser eingedrungen und hatten aus den oberen Stockwerken Kinder, die noch nicht gehen konnten, durch das Fenster auf das Pflaster hinuntergeworfen." Aber die solcherart von einem hochzivilisierten Volk mit organisatorischer Verläßlichkeit und nahezu wiss