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    <title>www.westropolis.de/leser - Blog (RSS 2.0)</title>
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    <copyright>admin</copyright>
    <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 13:41:16 GMT</pubDate>
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    <dc:date>2010-03-16T13:41:16Z</dc:date>
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      <title>Fünf Bücherwürmer gesucht!</title>
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      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Mal ehrlich: Ein fesselndes Buch kann spannender sein, also so manche Hollywood-Produktion. F&amp;uuml;r diejenigen, die dieser Meinung sind haben wir auch diese Woche zwei Exemplare f&amp;uuml;r ihr Kino im Kopf. Au&amp;szlig;erdem stehen auch zwei Autobiografien zur Auswahl und ein Schlaf-Ratgeber. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1. Adrian McKinty - Der sichere Tod&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Bronx. Harlem. Mehr als 2000 Morde pro Jahr. Nicht gerade das, was Michael Forsythe, illegal aus Belfast eingereist, sich von New York erhofft hat. Aber als Neuling in der &lt;em&gt;street gang&lt;/em&gt; des m&amp;auml;chtigen Darkey White macht Michael sich gut. Jung, clever, mit wenig Skrupeln, erwirbt er sich schnell Darkeys Vertrauen. Bis er sich mit dessen Freundin einl&amp;auml;&amp;szlig;t. Was jetzt gegen Michael in Gang gesetzt wird, ist teuflisch &amp;#8211; und bedeutet seinen sicheren Tod. Doch Darkey hat Michael untersch&amp;auml;tzt: seine Z&amp;auml;higkeit und seinen eisernen Willen, sich an allen zu r&amp;auml;chen, die ihn verraten haben. &lt;em&gt;(suhrkamp)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Jill Mansell - Liebesfilmriss&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sturmfreie Bude, denkt Ginny, als ihre Tochter Jem zum Studieren nach Bristol zieht. Endlich die Chance, mal ohne Jems strafenden Blick im Nacken zu flirten. Bl&amp;ouml;d nur, dass bei ihrem ersten Versuch der attraktive Antiquit&amp;auml;tenh&amp;auml;ndler Finn sie f&amp;uuml;r eine Ladendiebin h&amp;auml;lt. Jem schwebt derweil auf Wolken: sie hat eine Aff&amp;auml;re mit dem angesagtesten Typen auf dem Campus. Leider will der aber ihre Liebe geheim halten. Was tun?, fragt sich Jem. Da hat ihre Mutter einen genialen Plan&amp;#8230; &lt;em&gt;(Fischerverlage)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. Balian Buschbaum - Blaue Augen bleiben blau&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Balian Buschbaum wurde 1980 als Yvonne in Ulm geboren, errang mehrfach den Titel der deutschen Jugendmeisterin und wurde 1999 erstmals deutsche Meisterin im Stabhochsprung. Bei den Europameisterschaften 1998 und 2002 gewann sie die Bronzemedaille. 2007 k&amp;uuml;ndigt Balian Buschbaum seine geschlechtsanpassende Operation an, verabschiedet sich vom aktiven Spitzensport und lebt seither als Mann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die mitrei&amp;szlig;ende Lebensgeschichte einer Spitzensportlerin, die sich mutig aus den Fesseln ihres eigenen K&amp;ouml;rpers befreite. &lt;em&gt;(Fischerverlage)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Royston Maldoom - Tanz um dein Leben&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Rhythm Is It!&amp;quot; war der erfolgreichste deutsche Dokumentarfilm der letzten Jahrzehnte. Der eigentliche Star des Films ist Royston Maldoom, ein Zauberer, der &amp;uuml;berall auf der Welt selbst schwierigsten Jugendlichen neues Selbstvertrauen gibt. Er zeigt, dass er mit seiner Arbeit, seinem Credo - &amp;quot;Du kannst durch Tanzen dein Leben ver&amp;auml;ndern&amp;quot; - mehr bewirkt als alle theoretischen Erziehungsratgeber. Wenn er erz&amp;auml;hlt, wie er mit Berliner Sch&amp;uuml;lern Strawinsky oder mit &amp;auml;thiopischen Stra&amp;szlig;enkindern die Carmina Burana einstudiert, wird deutlich, dass er ihnen, wie kein anderer, die M&amp;ouml;glichkeit gibt, sich selbst, ihre Leidenschaften und ihr K&amp;ouml;nnen zu entdecken. Und er verlangt viel von seinen T&amp;auml;nzern: Disziplin, Hingabe und Konzentration. So bringt er ihnen nicht nur das Tanzen, sondern auch das Leben bei. Die Erfahrungen, die er dabei gesammelt hat, bilden das Fundament seiner Authentizit&amp;auml;t, seines Charismas und seiner intuitiven P&amp;auml;dagogik. &lt;em&gt;(Fischerverlage)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Gabriele Rossbach - Endlich wieder gut schlafen&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer m&amp;ouml;chte nicht gut einschlafen, tief durchschlafen und morgens erholt aufwachen? Immer mehr Menschen haben in unserer aufreibenden Zeit damit Probleme. Gabriele Rossbach ist eine ausgewiesene Schlafexpertin, die seit 30 Jahren Seminare gibt und schon zahlreichen Menschen zu gutem Schlaf verholfen hat. Ihr ganzheitlicher Ansatz umfasst viele Methoden von mentalen &amp;Uuml;bungen wie dem Autogenen Training, der K&amp;ouml;rperarbeit nach Jacobson bis hin zu meditativen Visualisationen und Yoga im Liegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Werden Sie Ihre eigener Schlafexperte und finden Sie auf dem neusten Stand der wissenschaftlichen Schlafforschung die L&amp;ouml;sung Ihres Schlafproblems! &lt;em&gt;(Fischerverlage)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die einzige Bedingung, die wir an Ihren B&amp;uuml;cherwunsch kn&amp;uuml;pfen, ist es im Gegenzug eine Rezension des von Ihnen gelesenen Exemplars zu erhalten. Sind die an diesem Tauschgesch&amp;auml;ft interessiert?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann senden Sie uns bis Donnerstag,&lt;span style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt; 18. M&amp;auml;rz 2010, 10 Uhr&lt;/span&gt; eine E-Mail mit Ihrem B&amp;uuml;cherwunsch und Ihrer Anschrift an kritiken@westeins.de.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir erwarten innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt des Buches eine Rezension an Westropolis. Gehen mehrere E-Mails zu einem Titel ein, entscheidet das Los. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Rezensionsexemplar d&amp;uuml;rfen Sie selbstverst&amp;auml;ndlich behalten.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bild: imago &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 14:07:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Kinga Golomb]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-16T14:07:50Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Lesenswert !</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60382/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Der japanische Verlobte ist mein erster Nothomb Roman - und wird  nicht mein Letzter sein!&lt;br /&gt;Doch der Reihe nach. Vorneweg muss gesagt  sein, dass dieses Buch teilweise autobiographisch geschrieben wurde.  Am&amp;eacute;lie Nothomb wuchs als belgische Diplomatentochter die ersten f&amp;uuml;nf  Jahre ihres Lebens in Japan auf. Wurde von Kinderm&amp;auml;dchen liebevoll  gro&amp;szlig;gezogen und verw&amp;ouml;hnt. Doch, so ist es Teil eines Diplomatenlebens,  musste die Familie weiterziehen, den Himmel auf Erden f&amp;uuml;r die kleine  Am&amp;eacute;lie und ihre Schwester Juliette verlassen. Es folgten u.a. China,  USA, Frankreich. Doch mit 21, im Jahr 1989, beschlie&amp;szlig;t Am&amp;eacute;lie in ihr  Heimatland zur&amp;uuml;ckzukehren. Sie nimmt einen Job bei einer renommierten  japanischen Firma an und g&amp;ouml;nnt sich davor ein Jahr lang eine Auszeit, um  Land und Leute und vor allem die ihr fremdgewordene Sprache wieder  kennen zulernen. Um sich finanziell &amp;uuml;ber Wasser halten zu k&amp;ouml;nnen gibt  Am&amp;eacute;lie Franz&amp;ouml;sischunterricht und trifft dort Rinri...ihren japanischen  Verlobten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier f&amp;auml;ngt der eigentliche Roman an. Ein paar Tage  nachdem sie eine Announce f&amp;uuml;r ihren Franz&amp;ouml;sischkurs aufgab trifft sie  sich mit Rinri in einem angesagten Cafe. Rinri ist 20 Jahre alt,  gutaussehend und studiert - eigentlich - schon drei Jahre lang  Franz&amp;ouml;sisch. Doch was Rinri so von sich gibt ersch&amp;uuml;ttert die sprachbegabte Ausl&amp;auml;nderin. Seine  Aussprache ist ein Kauderwelsch aus Japanisch, Englisch und einem Hauch  von Franz&amp;ouml;sisch. Mit H&amp;auml;nden und F&amp;uuml;&amp;szlig;en versucht Am&amp;eacute;lie Rinri einfache  W&amp;ouml;rter und S&amp;auml;tze beizubringen - vergebens. Nach der vorher ausgemachten  Stunde zum Kennenlernen, sch&amp;auml;tzt die Laienp&amp;auml;dagogin ihre Chancen auf diesen Job eher  gering ein. Doch Rinri scheint an ihr Gefallen gefunden zu haben. Er  m&amp;ouml;chte sie als seine Sensei - als seine Meisterin der franz&amp;ouml;sischen  Sprache. Sie verabreden sich zu einer weiteren Unterrichtsstunde. Doch  bei dem einfachen Unterricht bleibt es nicht lange. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was folgt ist  mit eigenen Worten schwer zu beschreiben. Platt und Oberfl&amp;auml;chlich  k&amp;ouml;nnte man jetzt einfach schreiben, dass Amelie &amp;quot;ihr&amp;quot; Land und &amp;quot;ihre&amp;quot;  Kultur wieder entdeckt. Sie einatmet und lebt. Doch das w&amp;uuml;rde der  Geschichte des &amp;quot;japanischen Verlobten&amp;quot; nicht gerecht werden. Am&amp;eacute;lie  Nothomb entf&amp;uuml;hrt den Leser in ihr Japan, in ihren Alltag. Durch die  Beziehung zwischen ihr und Rinri hat die Autorin einen tollen Vergleich  zwischen der westlichen Welt und der japanischen Welt aufbauen k&amp;ouml;nnen,  ohne lehrerhaft die Unterschiede zu verdeutlichen. Beide lernen  voneinander, sind voneinander fasziniert, ziehen sich gegenseitig an. Rinri, der weltoffene, neugierige Japaner von Am&amp;eacute;lie. Und  Am&amp;eacute;lie, die japanverliebte Ausl&amp;auml;nderin, die so gerne eine echte  Japanerin werden m&amp;ouml;chte. Am&amp;eacute;lie Nothomb hat eine tolle, leichte Sprache  benutzt um uns in ihr Leben hineinzuziehen. Mit viel Charm und gut  gesetztem Humor erz&amp;auml;hlt sie, wie sie Japan entdeckt, Rinri n&amp;auml;her kommt  und letztenendes auch wieder flieht - vor Japan und Rinri.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 14:13:09 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[silverincu]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-16T14:13:09Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Tote Stimmen</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60380/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Im Buch &amp;quot;Tote Stimmen&amp;quot; geht es um einen Killder, der Frauen entf&amp;uuml;hrt, ans Bett fesselt, qualvoll sterben l&amp;auml;sst. Familien und Freunden schickt er E-Mails und SMS, um vorzut&amp;auml;uschen, dass alles in Ordnung sei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Journalist Dave Lewis interessiert sich f&amp;uuml;r den Fall, da eines der Opfer eine fr&amp;uuml;here Freundin von ihm ist und auch eine weitere Freundin von ihm verschwindet. Dadurch ger&amp;auml;t Lewis bei der Polizei in Verdacht, der T&amp;auml;ter zu sein. Lewis allerdings bekommt Kontakt zu dem wahren M&amp;ouml;rder, der mit ihm ein Spiel spielt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein sehr spannender und lesenwerter Roman von Steve Mosby. Man m&amp;ouml;chte das Buch kaum aus der Hand legen. Sehr gelungen!&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 14:14:49 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[ulrike erbskorn]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-16T14:14:49Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Ein Abenteuerroman von Weltliteraturform...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60362/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Gro&amp;szlig;e Ferien. Der &amp;#8222;&amp;Auml;ltere Bruder&amp;#8220; verletzt sich gleich zu Beginn bei einem Fahrradunfall und muss von seinen Freunden in einem Zwillingskinderwagen durch den Sommer geschoben werden. Sp&amp;auml;ter erh&amp;auml;lt er Kr&amp;uuml;cken, von denen ihm die eine auch als Speer dient.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Er bleibt nicht der einzige Invalide in der Neubausiedlung, Anfang der Sechzigerjahre. Kriegsversehrte tauchen auf; f&amp;uuml;r die Kinder &amp;auml;hneln sie dem Personal der Piratengeschichten, die der &amp;Auml;ltere Bruder zu ihrer Faszination erz&amp;auml;hlt. &lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Sieben Freunde sind es, darunter ein M&amp;auml;dchen, plus deren nicht zu z&amp;auml;hmende kleine Schwester &amp;#8211; ein Spezialfall, denn sie ist nicht immer f&amp;uuml;r alle Erwachsenen sichtbar. Und nur besonders feinf&amp;uuml;hlige oder kriegsgesch&amp;auml;digte Romanfiguren ahnen etwas von dem wunderbar vieldeutigen &amp;#8222;Nichtchen&amp;#8220;.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Mit den Heimkehrern aus dem Krieg zieht auch das Erfordernis von S&amp;uuml;hne in die Gesellschaft ein &amp;#8211; sei es wegen der vielen Hundert aus Vogelnestern geraubten und ausgesaugten oder nur zum Spa&amp;szlig; zerschlagenen Eiern; sei es als Strafe f&amp;uuml;r die B&amp;auml;renjagden unserer steinzeitlichen Vorfahren, &amp;uuml;ber die das Bildersammelalbum eines Nudelherstellers die Kinder belehrt. &amp;Uuml;berhaupt: Der B&amp;auml;r, der Wolf, der Tiger &amp;#8211; mythische Wesen und Plastiktiere auf Kinderzimmerregalen &amp;#8211; ziehen durch den Roman, von der &amp;#8222;B&amp;auml;renmarke&amp;#8220; zum &amp;#8222;B&amp;auml;renbr&amp;auml;u&amp;#8220; (sp&amp;auml;ter &amp;#8222;Mohrenbr&amp;auml;u&amp;#8220;), vom Wolfgang zum Wolfskopf. Dazu Bienen und V&amp;ouml;gel, letztere unergr&amp;uuml;ndlich wie bei Hitchcock. Sonnentage folgen auf Regentage; im zweiten Teil, nach der einzigen Illustration im Buch, beginnt eine Reihe mysteri&amp;ouml;ser Sommern&amp;auml;chte.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Der Roman schildert die Kindheit mehr als nur einer, aber ganz besonders der Generation, die mit Wundert&amp;uuml;ten, Wertmarken auf Nudelpackungen, Waschk&amp;uuml;chen mit Kupferkesseln, Drehschaltern, vereinzelten schwarzen Bakelit-Telefonen und dem flimmernden Testbild der ersten Schwarzwei&amp;szlig;-Fernsehern aufgewachsen ist.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Schauplatz ist eine Neubausiedlung am Rand eines &amp;#8222;Oberhausen&amp;#8220;, das zwar durch Ankl&amp;auml;nge an das Gasometer oder an die verzweigten Sch&amp;auml;chte &amp;#8222;unter Tage&amp;#8220; aufs Ruhrgebiet hindeuten k&amp;ouml;nnte, jedoch wegen der Pr&amp;auml;senz amerikanischer Truppen wohl in S&amp;uuml;ddeutschland liegen muss. Ohnehin w&amp;auml;re das literarisch ausgekl&amp;uuml;gelte Stadtmodell auf keiner Satellitenaufnahme zu lokalisieren. &lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Denn beim &amp;#8222;Roman unserer Kindheit&amp;#8220; handelt es sich nicht &amp;#8211; wie der Titel suggerieren k&amp;ouml;nnte &amp;#8211; um ein St&amp;uuml;ck mehr oder weniger fiktionalisierte Autobiographie; vielmehr um einen &amp;#8222;echten&amp;#8220; Roman von noch gr&amp;ouml;&amp;szlig;erem Kaliber als die vorangegangenen Werke des Autors. &lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Spielte Georg Klein bisher souver&amp;auml;n mit Formen des Agentenkrimis (&lt;em&gt;Libidissi&lt;/em&gt;), der Detektivgeschichte (&lt;em&gt;Barbar Rosa&lt;/em&gt;), des Horror- (&lt;em&gt;Die Sonne scheint uns&lt;/em&gt;) oder des &amp;Auml;rzteromans (&lt;em&gt;S&amp;uuml;nde G&amp;uuml;te Blitz&lt;/em&gt;), so scheint sich seine Ironie diesmal bekannte Abenteuerromane f&amp;uuml;r (nicht nur) Jugendliche &amp;agrave; la &amp;#8222;Die Schatzinsel&amp;#8220; vorgenommen zu haben, oder auch phantastische Welten unter den Kaninchenl&amp;ouml;chern, wie sie Lewis Carrolls &amp;#8222;Alice in Wonderland&amp;#8220; in die Literatur eingef&amp;uuml;hrt hat. &lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Der &amp;#8222;B&amp;auml;renkeller&amp;#8220; ist solch ein Antichthon, eine unterirdische Gegenwelt, die Schattenseite eines Sommernachtstraums, durch Sch&amp;auml;chte und Trichter mit der Oberfl&amp;auml;che verbunden. Fantasy ger&amp;auml;t hier nicht zur Weltflucht, sie entsteht in den &amp;#8222;starken Augen&amp;#8220; der Kinder, im &amp;uuml;berscharfen Detail, bevor &amp;#8222;der kleine Schrecken des Sex und das Schwarzwei&amp;szlig; des Fernsehens&amp;#8220; den Blick lindern k&amp;ouml;nnen. Dabei vermeidet es der Autor, einen retrospektiv &amp;#8222;kindlichen&amp;#8220; Tonfall zu imitieren; er bleibt der fein ironische, meisterhafte Sprachk&amp;uuml;nstler, als der er sich seit seinem Erstlingswerk in die Gegenwartsliteratur eingeschrieben hat.&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Georg Klein macht es spannend. Was f&amp;uuml;r eine Art Wesen uns eigentlich die Geschichte dieses Sommers erz&amp;auml;hlt, wird auf den knapp 450 Seiten zun&amp;auml;chst in r&amp;auml;tselhaften Andeutungen eingestreut, aber erst im Endspurt, beim gro&amp;szlig;en Showdown, in aller Deutlichkeit verraten. Und warum die Hauptstra&amp;szlig;e der Siedlung mit ihren vielen Einzelhandel-L&amp;auml;den &amp;#8222;Kreuzt&amp;ouml;terweg&amp;#8220; hei&amp;szlig;t, wird am Ende ebenfalls klar.&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;em&gt;Georg Klein&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Roman unserer Kindheit&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span&gt;rowohlt / Hardcover, 448 S. 12.03.2010 22,95 &amp;#8364; / 978-3-498-03533-4&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Wed, 17 Mar 2010 15:19:41 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Wolfgang Cziesla]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-17T15:19:41Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Michael Nast ist kein besserer Berliner</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60333/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Er wettert gegen Prominente, alleinerziehende M&amp;uuml;tter, stark blondierte Frauen und sogar gegen seinen eigenen Freundeskreis. Der Berliner Autor Michael Nast schreibt, was er denkt, ohne R&amp;uuml;cksicht auf Verluste.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &amp;nbsp;&amp;#8222;Gina-Lisa Lohfink versucht nicht unbedingt, sich intelligenter zu geben, als sie ist&amp;#8220; so lautet nur eine spitze Aussage des Autors. Seine gewagten Umschreibungen prominenter Personen lassen ihn geh&amp;auml;ssig wirken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;strong&gt;Nasts selbstverliebter R&amp;uuml;pel ist durchaus verletzlich&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dabei distanziert sich Nast schon im Vorwort seines Kolumnenbands &amp;#8222;Der bessere Berliner&amp;#8220; von der Figur seines Buches. Diese Figur weckt den Eindruck eines frauenfeindlichen, selbstverliebten R&amp;uuml;pels. Nast hingegen beschreibt seine Figur als &amp;#8222;h&amp;ouml;flich, gut erzogen und durchaus verletzlich&amp;#8220;. In vielen seiner Kurzgeschichten sucht man vergeblich nach diesen Charakterz&amp;uuml;gen. Der Ich-Erz&amp;auml;hler l&amp;auml;sst sich, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, &amp;uuml;ber alleinerziehende M&amp;uuml;tter aus und gibt zu, solchen Frauen direkt aus dem Weg zu gehen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch Schauspieler Wayne Carpendale bekommt in Nasts Erz&amp;auml;hlungen sprichw&amp;ouml;rtlich sein Fett weg. &amp;#8222;Als ich vor einiger Zeit mit Freunden im Rodeo war, lernte ich einen Mann kennen, der (...), mir zun&amp;auml;chst durch seine eher ungew&amp;ouml;hnliche Frisur auffiel&amp;#8220;, beschriebt der Kolumnist den Sohn des Schlagers&amp;auml;ngers. Beim Lesen seiner L&amp;auml;stereien fragt man sich, mit wie vielen Menschen der 34-j&amp;auml;hrige es sich schon verscherzt haben muss. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;F&amp;uuml;r den Autor steht fest: Keine Klarnamen mehr!&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seinen eigenen Aussagen nach sind das nicht wenige. In &amp;#8222;Verbrannte Erde&amp;#8220;, dem letzten Text des Buches, muss der Berliner sich selbst eingestehen, dass gnadenlose Ehrlichkeit kein positives Attribut ist. &amp;#8222;Meine beste Freundin k&amp;uuml;ndigt mir in einer E-Mail (...) f&amp;uuml;r ein halbes Jahr die Freundschaft&amp;#8220;, bedauert Nast. Er gibt auch zu, dass viele seiner Bekanntschaften, die in den Texten &amp;#8222;Die Nacht der N&amp;auml;chte&amp;#8220; und &amp;#8222;Sie lachte mir herzlich zu&amp;#8220; charakterisiert werden, den Kontakt zu ihm abgebrochen haben. Doch der Berliner Autor hat daraus gelernt. Er will zwar nicht darauf verzichten weiter zu schreiben, doch er benutzt keine Klarnamen mehr. Denn: &amp;#8222;Man kann schnell als arrogant und auch oberfl&amp;auml;chlich bezeichnet werden&amp;#8220;, gibt er zu. Und das passt nicht zu den Charaktereigenschaften, die der Geschichtenschreiber im Vorwort &amp;uuml;ber seine Figur offen legt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Ein weiteres Themengebiet, &amp;uuml;ber das sich Nast ausl&amp;auml;sst, ist der Ost-West-Konflikt. Und damit ist nicht das Spannungsverh&amp;auml;ltnis zwischen der Sowjetunion und den nichtkommunistischen Staaten gemeint, sondern der zwischen den Bewohnern Berlins, den Ossis und den Wessis. Er selbst ist in Ost-Berlin geboren und aufgewachsen. Einige Zeit lebte er in K&amp;ouml;ln, bis es ihn in seine Heimat zur&amp;uuml;ck zog. Dort wieder angekommen bemerkte er, dass sich einiges ver&amp;auml;ndert hatte. &amp;#8222;Berlin. Die Weltstadt. Machen wir uns nichts vor, dieses weltgewandte Berlinbild wird nicht von den Menschen, die hier aufgewachsen sind, bestimmt, best&amp;auml;tigt oder kultiviert&amp;#8220;, schreibt Nast deutlich geknickt &amp;uuml;ber seine Eindr&amp;uuml;cke nach der R&amp;uuml;ckkehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;strong&gt;Wahl-Berliner sind die besseren Berliner&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er gesteht sich ein nicht der bessere Berliner zu sein, was einen Kontrast zu dem Buchtitel gibt. In der Geschichte &amp;#8222;Der bessere Berliner&amp;#8220; gibt der Autor zu, sich nicht so gut im Berliner Nachtleben auszukennen, wie Neu-Hinzugezogene. &amp;#8222;In einigen Wochen kennt Christina die Stadt wahrscheinlich besser als ich&amp;#8220;, schreibt er &amp;uuml;ber die Wahl-Berlinerin. Es f&amp;auml;llt ihm sehr schwer sich mit seiner Heimat aufs Neue zu identifizieren. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nasts Kolumnenband ist eine Mischung aus lustigen und melancholischen Geschichten. Er beschreibt das Leben in der Gro&amp;szlig;stadt und die dazugeh&amp;ouml;rigen Gro&amp;szlig;st&amp;auml;dter aus seiner Perspektive. Der Leser findet sich schnell in seinen Geschichten wieder, denn der Berliner beschreibt das Allt&amp;auml;gliche, was der ein oder andere auch so erlebt haben mag. Man f&amp;uuml;hlt sich schnell mit dem Autor verbunden. Und vor allem f&amp;uuml;hlt man sich von ihm verstanden. Das Buch ist eine Empfehlung wert. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 15 Mar 2010 13:43:47 GMT</pubDate>
      <guid isPermaLink="false">http://www.westropolis.de/leser/stories/60333/</guid>
      <dc:creator><![CDATA[Kinga Golomb]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-15T13:43:47Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Heinz Rudolf Kunze im Gemeinschaftshaus...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60323/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Man konnte sich am Samstag Abend den &amp;#8222;Musikantenstadl&amp;#8220; antun, oder ins &lt;strong&gt;Gemeinschaftshaus Wulfen&lt;/strong&gt; gehen und ein wieder mal grandioses Konzert mit &lt;strong&gt;Heinz Rudolf Kunze&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Wolfgang Stute&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Hajo Hoffmann&lt;/strong&gt; erleben.&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Das Programm &lt;strong&gt;&amp;#8222;R&amp;auml;uberzivil&amp;#8220;&lt;/strong&gt; ist ein Wechsel zwischen instrumentalmusikalischem Feuerwerk, Gesang und gelesenen Texten von HRK. Seine Texte sind lustig bis bissig, poetisch bis lyrisch, allgemein bis tagespolitisch, leicht verst&amp;auml;ndlich bis schwer und erschlie&amp;szlig;en sich nicht immer beim ersten H&amp;ouml;ren. Daf&amp;uuml;r versteht wohl jede und jeder seine Liedtexte und seine Musik, die &lt;span class=&quot;apple-style-span&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt;Hits wie &amp;quot;Finden Sie Mabel&amp;quot;, &amp;quot;Meine eigenen Wege&amp;quot;, &amp;quot;Aller Herren L&amp;auml;nder&amp;quot; und &amp;quot;Wenn Du nicht wiederkommst&amp;quot; &lt;/span&gt;sowie&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt; auch neue Songs wie &amp;quot;Irrland&amp;quot;, &amp;quot;Steckbrieflich gesucht&amp;quot;, &amp;quot;Was haben wir angerichtet, &amp;quot;Legt die Waffen nieder&amp;quot;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span class=&quot;apple-converted-space&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt;Heinz Rudolf &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;apple-style-span&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt;Kunze (Gesang, Gitarre, Piano) &amp;uuml;bertr&amp;auml;gt zusammen mit Wolfgang Stute (Gitarre, Cajon) und Hajo Hoffmann (Geige, Mandoline) seine musikalische Spielfreude auf seine Zuh&amp;ouml;rer, &amp;Uuml;ber 10 Minuten lange Improvisationen m&amp;ouml;gen nicht jedermanns&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Geschmackssache sein und h&amp;ouml;ren sich auf der CD nicht so gelungen an wie live, rissen aber das gesamte Publikum von den Sitzen. Standing ovations bescherten den G&amp;auml;sten Zugaben, unter anderem &lt;/span&gt;seinen neuen Song &amp;#8222;Mir ist das Handy ins Klo gefallen&amp;quot;. N&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt;icht nur HRK-Fans gingen zufrieden nach Hause.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span class=&quot;apple-style-span&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt;Eine kleine Bemerkung am Rande: Bedauerlich ist, nicht nur in diesem Fall, dass die &amp;ouml;rtliche Presse in ihren Vorank&amp;uuml;ndigungen solcher Events viel zu zur&amp;uuml;ckhaltend ist (kleine oder keine Bilder) wenig Text = unauff&amp;auml;llig. Die Berichte danach sind im Gegensatz dazu gro&amp;szlig; aufgemacht. Das ist schlicht dumm. Die, die anwesend waren, brauchen das nicht mehr zu lesen, sie haben es miterlebt. Die, die nicht dort waren interessiert es kaum. Was soll das also? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span class=&quot;apple-style-span&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: black&quot;&gt;&amp;copy; Claudia Peppenhorst&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 16 Mar 2010 06:40:48 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Claudia Peppenhorst]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-16T06:40:48Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Von der Folk-Göre zur Rock-Röhre?</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60294/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die schottische Songwriterin schl&amp;auml;gt auf ihrem zweiten Album deutlich h&amp;auml;rtere T&amp;ouml;ne an. Schon Bob Dylan machte in den 60ern vor, wie man vom Folk zum Rock wechseln kann. MacDonald folgt ihm fast 50 Jahre sp&amp;auml;ter &amp;#8211; manchmal blind.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den vergangenen zwei Jahren ist MacDonalds Stimme rauer geworden, ebenso wie ihre Songs. So klingt die 22-J&amp;auml;hrige Songwriterin auf ihrem neuen Album erwachsener. &amp;quot;A Curious Thing&amp;quot; ist das Nachfolgealbum, welches man von ihr erwartet h&amp;auml;tte: Weg vom Folk und hin zum Pop-Rock. Die Akustikgitarre tritt deutlich in den Hintergrund und macht Platz f&amp;uuml;r &amp;uuml;ppige Streicherarrangements, h&amp;auml;mmernde Drums und f&amp;uuml;r vor allem eines: E-Gitarren. Aber auch das war zu erwarten, schlie&amp;szlig;lich konnte man sich anhand der ersten Single &amp;quot;Don&amp;#39;t tell me that it&amp;#39;s over&amp;quot; schon seit Wochen ein Bild &amp;uuml;ber den neuen Klang der S&amp;auml;ngerin machen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu Beginn der Aufnahmen stand noch nicht fest, ob das Album &amp;quot;A Curious Thing&amp;quot; oder &amp;quot;An Ordinary Life&amp;quot; hei&amp;szlig;en sollte. &amp;quot;Ich glaube ich habe die richtige Wahl getroffen. Denn der Titel spiegelt meine Neugierde auf das Leben und die Zukunft wieder; und die ist seit meinem ersten Album noch gr&amp;ouml;&amp;szlig;er geworden&amp;quot;, so MacDonald in einem Interview. Die Bilder im Booklet zeigen eine deutlich erwachsenere Frau, die trotz des Ruhmes auf dem Boden geblieben ist. &amp;quot;Ich halte nichts von Presserummel. Daher lebe ich noch immer in Glasgow. Denn dort kann ich &amp;uuml;ber die Stra&amp;szlig;e gehen, ohne irgendwie besonders beachtet zu werden&amp;quot;, erz&amp;auml;hlte MacDonald gegen&amp;uuml;ber dem Musikmagazin Rolling Stone.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Album wurde im englischen Ripley in Paul Wellers (&amp;quot;The Jam&amp;quot;, &amp;quot;The Style Council&amp;quot;) umgebauten Scheune, den Black Barn Studios, aufgenommen, wo bereits Brit-Pop Bands wie Oasis und Blur ihre Alben aufnahmen. Weller war es auch, der Amy MacDonald als erster anbot mit ihr als Vor-Band auf Tournee durch Europa zu gehen. &amp;quot;Nach der Ver&amp;ouml;ffentlichung von This is the Life hatte ich eigentlich nicht an ein weiteres Album gedacht. Umso &amp;uuml;berraschter war ich als Paul mich anrief und fragte wie weit ich mit dem Songwriting f&amp;uuml;r ein zweites Album sei&amp;quot;, gestand sie der ddp. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bei ihren Songs bleibt sich MacDonald treu &amp;#8211; Das Leben ist ihr Spielplatz und nahezu jede Alltagssituation bietet genug Stoff f&amp;uuml;r neues Liedgut. Das ist es, was einen guten Songwriter auszeichnet: Die erz&amp;auml;hlten Geschichten wirken authentisch; und ihr nimmt man jeden einzelnen Song des Albums ab. Der Sound hingegen ist deutlich in die Pop-Nische gewandert. Besonders klar wird das bei Songs wie &amp;quot;Love Love&amp;quot; oder &amp;quot;Spark&amp;quot;. Diese beiden bilden auch zugleich den Tiefpunkt des Albums, der sich auf das erste Drittel der CD beschr&amp;auml;nkt. Danach erreicht MacDonald mit dem heimlichen Titel-Track &amp;quot;An Ordinary Life&amp;quot; den ersten H&amp;ouml;hepunkt der Platte, die sich von nun an kontinuierlich steigert. Hier und da zieht die Songwriterin auch Parallelen zu seinem Vorg&amp;auml;nger, so klingen &amp;quot;Barrowland Ballroom&amp;quot; und &amp;quot;The Youth of today&amp;quot; in den Songs &amp;quot;This pretty Face&amp;quot; und &amp;quot;Your Time will come&amp;quot; an. Mit &amp;quot;The next big Thing&amp;quot; begegnen wir auch einer anderen Erscheinungsform des &amp;quot;Poison Prince&amp;quot; wieder. Das ruft beim H&amp;ouml;ren den Charme der S&amp;auml;ngerin in das Bewusstsein zur&amp;uuml;ck und man beginnt in Erinnerungen zu schwelgen, wie man damals diese aufsehenerregende Neuentdeckung der Musikwelt zum ersten Mal h&amp;ouml;rte. Man f&amp;uuml;hlte sich versetzt in irgendeinen &amp;uuml;berf&amp;uuml;llten Pub tief in Glasgow, wo sich auf der B&amp;uuml;hne ein zierliches M&amp;auml;dchen durch ihr Repertoire rumpelt und wie Peter Pan nicht erwachsen werden wollte. Es ging um die erste Liebe, um Idole und durchzechte N&amp;auml;chte.&amp;nbsp; Bei &amp;quot;A Curious Thing&amp;quot; bleibt genau dieser Charme manchmal auf der Strecke. Zum Beispiel bei &amp;quot;Love Love&amp;quot;, wenn Produzent Pete Wilkinson einmal zu tief in die Kommerz-Kiste greift, um zusammen mit &amp;quot;Spark&amp;quot; zwei hoffnungslos &amp;uuml;berproduzierte Songs mit auf das Album zu nehmen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Thematisch ist das Album im Vergleich zum Vorg&amp;auml;nger ernster geworden. &amp;quot;Don&amp;#39;t tell me that it&amp;#39;s over&amp;quot; handelt vom Klimawandel und &amp;quot;Troubled Soul&amp;quot; erz&amp;auml;hlt von Depressionen. Zum Ende hin Minimalisiert sie jedoch den letzten Song auf die einfachen kleinen Dinge, die einen Menschen gl&amp;uuml;cklich machen und was sie bedeuten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit &amp;quot;What Happiness&amp;nbsp; means to me&amp;quot; und dem Hidden-Track, einer intimen Live-Version von &amp;quot;Dancing in the Dark&amp;quot; von ihrem Idol Bruce Springsteen findet das Album zu einem runden Abschluss und dann ist er pl&amp;ouml;tzlich wieder da &amp;#8211; dieser Charme einer jungen Frau, die einen mit ihrer Musik in den Bann ziehen kann. &amp;quot;Ich habe in den vergangenen Jahren viel gelernt und bin erwachsener geworden, aber solange ich in Gesch&amp;auml;ften immer noch nach meinem Studentenausweis gefragt werde, ist alles okay&amp;quot;, sagt Amy MacDonald und lacht. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 15 Mar 2010 09:32:04 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Alexander M&ouml;llmann]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-15T09:32:04Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Die Suche nach der reichen Braut</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60279/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Hermann F&amp;uuml;rst P&amp;uuml;ckler-Muskau leidet unter chronischem Geldmangel, verschlingen seine riesigen Parkanlagen doch enorme Ressourcen. Also beschlie&amp;szlig;en der Mann von Welt und seine geliebte Gattin Lucy, sich einvernehmlich scheiden zu lassen, damit P&amp;uuml;ckler sich auf die Suche nach einer neuen gutbetuchten Gattin machen kann, um den Traum vom g&amp;auml;rtnerischen Paradies vollenden zu k&amp;ouml;nnen. Auf geht es also nach England. Doch seine Aufwartungsversuche blitzen ab; man wurde vor dem Mann gewarnt, der nur hinter dem Verm&amp;ouml;gen der Zuk&amp;uuml;nftigen her sei. Erst die Zusprache des reichen Baron Rothschild &amp;ouml;ffnet ihm die T&amp;uuml;ren zu den Adelsh&amp;auml;usern Englands. Doch sein Werben wird von tragischen Ereignissen &amp;uuml;berschattet: mehrere junge Damen, zu denen P&amp;uuml;ckler nur kurz vorher Kontakt hatte, sterben auf unnat&amp;uuml;rliche Weise. Bald schon eilt P&amp;uuml;ckler der Ruf als M&amp;ouml;rder voraus. Alles nur Zufall, oder versucht jemand, P&amp;uuml;cklers Heiratspl&amp;auml;ne zu verhindern?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Schilderung der Handlung in Briefen des F&amp;uuml;rsten an seine geliebte Lucy (f&amp;uuml;r andere Unwissende wie mich: die Briefe existieren, jedenfalls in &amp;auml;hnlicher Form, tats&amp;auml;chlich) fand ich sehr gelungen und der Sprachstil wurde treffend an die damalige Zeit angepasst. Ralf G&amp;uuml;nther schafft es, ein lebendiges Bild des Londons des 19. Jahrhunderts zu zeichnen, mit prachtvollen B&amp;auml;llen und schmutzigen Gassen, in denen Kinder um M&amp;uuml;nzen betteln und &amp;#8222;gay ladies&amp;#8220; ihre Dienste anbieten. Besonders am&amp;uuml;sant fand ich auch das Auftreten von Charles Dickens, der hier die Rolles des Boulevardreporters &amp;uuml;bernimmt, sowie P&amp;uuml;cklers englischem Diener Holmes, der ein untr&amp;uuml;gliches Gesp&amp;uuml;r f&amp;uuml;r den Mordhergang beweist. Wie viel von der Handlung Fiktion und wie viel tats&amp;auml;chliche historische Fakten sind, wei&amp;szlig; ich als Laie nicht einzusch&amp;auml;tzen. Trotzdem empfand ich das Buch als gekonnte Mischung aus Historie und Krimi, welche mir das Leben des Gartenk&amp;uuml;nstlers F&amp;uuml;rst P&amp;uuml;ckler etwas n&amp;auml;hergebracht hat. Die Aufl&amp;ouml;sung des Kriminalfalls erscheint mir logisch und das Buch hinterl&amp;auml;sst einen runden, stimmigen Eindruck.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mein Fazit:&lt;/strong&gt; Der Gartenk&amp;uuml;nstler ist ein spannender und unterhaltsamer Lesespa&amp;szlig; mit historischem Hintergrund. Wer etwas &amp;uuml;ber das Leben des F&amp;uuml;rsten P&amp;uuml;ckler erfahren will, findet hier einen leichten Einstieg.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Thu, 11 Mar 2010 15:18:34 GMT</pubDate>
      <guid isPermaLink="false">http://www.westropolis.de/leser/stories/60279/</guid>
      <dc:creator><![CDATA[Friederike Reif]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-11T15:18:34Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Erbarmen- die Pälzer kumme...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60262/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  Als geb&amp;uuml;rtiger Ruhrp&amp;ouml;ttler, den es beruflich&amp;nbsp; in die Pfalz verschlagen hat, war ich echt gespannt auf dieses Gegenst&amp;uuml;ck zu Herbert Knebel und Co.&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein bisschen hab ich mich ja schon an den Dialekt dort gew&amp;ouml;hnt, aber das &amp;#8222;Gebabbels&amp;#8220; vom Herrn Chormann (seines Zeichens ein Mundart-Comedian) muss man schon aushalten k&amp;ouml;nnen!!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich hab mich teilweise echt schlappgelacht, so pointiert hab ich noch keinen &amp;#8222;p&amp;auml;lzisch redde &amp;#8222; geh&amp;ouml;rt.&amp;nbsp; Allerdings sollte man das meiner Meinung nach nur in H&amp;auml;ppchen genie&amp;szlig;en..(also z. B. nach 15 Minuten mal kurz wieder bei 1Live reinh&amp;ouml;ren) und dann geht&amp;#8217;s weiter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;CD2, die &amp;#8222;Mussik&amp;#8220;&amp;nbsp; schl&amp;auml;gt dann wieder ganz andere T&amp;ouml;ne an..auch, mal lustig, mal nachdenklich , es sind richtig sch&amp;ouml;ne Songs dabei.&amp;nbsp; Er erz&amp;auml;hlt sowohl in dem gesprochenen Teil als auch im musikalischen Part einfach nur von Leuten und was er so an ihnen beobachtet. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und ich wei&amp;szlig; jetzt auch, was ein Schnuudemacher ist: ein Schn&amp;uuml;sszieher! &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Thu, 11 Mar 2010 15:16:52 GMT</pubDate>
      <guid isPermaLink="false">http://www.westropolis.de/leser/stories/60262/</guid>
      <dc:creator><![CDATA[Ulrich M.]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-11T15:16:52Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Liebste Freizeitbeschäftigung mit fünf B...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60261/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Bei der Frage nach Ihren Hobbys steht &amp;quot;lesen&amp;quot; auf dem ersten Platz? Dann sind Sie hier genau richtig, denn heute ist wieder B&amp;uuml;cherdienstag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir bieten Ihnen die f&amp;uuml;nf folgenden B&amp;uuml;cher zum lesen und rezensieren an.&amp;nbsp; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt;1. Am&amp;eacute;lie Nothomb - Der japanische Verlobte&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Franz&amp;ouml;sisch zu unterrichten schien mir der beste Weg, um Japanisch zu lernen. Ich hinterlie&amp;szlig; eine Kleinanzeige im Supermarkt: Franz&amp;ouml;sisch-Einzelunterricht, attraktiver Preis.&amp;quot;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am&amp;eacute;lies erster Privatsch&amp;uuml;ler hei&amp;szlig;t Rinri, kommt aus einer reichen Tokioter Familie und weiht die Belgierin wie erhofft in die Sitten und Gebr&amp;auml;uche seines Landes ein. Japanisch spricht er dabei allerdings nicht, vielmehr ein Franz&amp;ouml;sisch, das Am&amp;eacute;lie wie schlechtes Chinesisch vorkommt. Er ist jedoch hoch motiviert, insbesondere, da ihm die Lehrerin gef&amp;auml;llt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zwei jahre verbringt Am&amp;eacute;lie in Tokio. Zwei intensive und literarisch ergiebige Jahres. Einerseits war es die H&amp;ouml;lle - in&lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt; Mit Staunen und Zittern&lt;/span&gt; berichtete die Autorin von ihrer dem&amp;uuml;tigenden Abw&amp;auml;rtskarriere bei Yumimot. Mit dem japanischen Verlobten jedoch erlebt Am&amp;eacute;lie Stunden von paradiesischer Heiterkeit - das ist die andere Seite des Lands der aufgehenden Sonne, das ist das Japan, das sie liebt.&lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt; (Diogenes)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt;2. Ingrid Hedstr&amp;ouml;m - Die toten M&amp;auml;dchen von Villette&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Villette, Belgien, 24. Juni 1994: Drei M&amp;auml;dchen laufen nachts von der Johannisprozession zur&amp;uuml;ck in ihr Heimatdorf. Kurze Zeit sp&amp;auml;ter werden sie tot aufgefunden. Auf der Suche nach dem M&amp;ouml;rder wird die junge Untersuchungsrichterin Martine Poirot mit einem dunklen Kapitel ihrer eigenen Familiengeschichte konfrontiert.&lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt; (suhrkamp)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt;3. Anna Mitgutsch - Wenn du wiederkommst&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie wollten vern&amp;uuml;nftig lieben, mit Respekt und Ma&amp;szlig;. Leidenschaftlich und doch voller Achtung f&amp;uuml;r die Freiheit des anderen. Ein ganzes Leben haben Jerome und die Erz&amp;auml;hlerin von Anna Mitgutschs neuem Roman gebraucht, um ein Liebespaar zu werden, das den eigenen hohen Anspr&amp;uuml;chen gen&amp;uuml;gt. Doch dann stirbt Jerome pl&amp;ouml;tzlich, und die Erz&amp;auml;hlerin versucht mit einer eindringlichen, bewegenden Totenklage, das Versprechen eines Neuanfangs einzul&amp;ouml;sen, &amp;uuml;ber den Tod hinaus. &lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt;(Luchterhand)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt;4. Andreas Franz - Eisige N&amp;auml;he&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Kieler Musikproduzent Peter Bruhns wird zusammen mit seiner jungen Geliebten tot aufgefunden. Eine Beziehungstat? Oder das Werk eines pers&amp;ouml;nlichen Feindes, von denen es nicht wenige gibt? Bei den Untersuchungen wird ein Gift gefunden, das den Kommissaren S&amp;ouml;ren Henning und Lisa Santos R&amp;auml;tsel aufgibt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Fall nimmt eine ungeahnte Wendung, als am Tatort DNA sichergestellt wird, die in Deutschland bereits nach verschiedenen Morden aufgetaucht ist. Ist hier ein Serienm&amp;ouml;rder am Werk? &lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt;(knaur)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt;5. R&amp;uuml;diger R. E. Fock - Die Kestner &lt;/span&gt;&amp;nbsp; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Geschichtsbuch. &amp;Uuml;ber die Neuzeit, von der Reformation bis heute. 485 Jahre Familiengeschichte von 1263 Menschen, die von dem 1524 im Pfefferkuchenst&amp;auml;dtchen Pulsnitz in der Oberlausitz geborenen Stadtrichter Caspar Kestner abstammen und von dessen fr&amp;uuml;h verwaistem Sohn Balthasar, dem Schneidergesellen, der durch die halbe Welt reiste, bevor er in dem beschaulichen B&amp;uuml;ckeburg eine neue Heimat fand.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von Goethe ist die Rede oder vielmehr von dessen &lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt;Werther&lt;/span&gt;. Von Familienstreitereien&amp;nbsp; und von einem bekannten Museum in Hannover. Und von &amp;quot;h&amp;uuml;lfsbed&amp;uuml;rftigen Frauenzimmern&amp;quot;. Von einem liberalen Unternehmer und Banker, der sich 1848 als Finanzminister in Berlin zwischen alle St&amp;uuml;hle setzte. Seinem Sohn, der die Kriege der letzten preu&amp;szlig;ischen K&amp;ouml;nige finanzierte. Und dessen Frau, die finanzkr&amp;auml;ftig die Emanzipation an den Universit&amp;auml;ten voranzutreiben half. W&amp;auml;hrend im Elsass ans&amp;auml;ssig gewordene Familienmitglieder engagierte franz&amp;ouml;sische Patrioten wurden, standen die auf der anderen Seite des Rheins verbliebenen Familienzweige dem neuen deutschen Chauvinismus nicht fern. Aber es gibt auch L&amp;uuml;cken: Da hatte einer 1933 ein Bildnis des &lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt;F&amp;uuml;hrers &lt;/span&gt;angefertigt - ein vom K&amp;uuml;nstler kritiklos akzeptierter Auftrag oder Ausdruck ideologischer Verblendung? &lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt;(Schnell)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sind Sie interessiert an einem der B&amp;uuml;cher?&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir schicken Ihnen das Buch ihrer Wahl zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Senden Sie uns bis Donnerstag,&lt;span style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt; 11. M&amp;auml;rz 2010, 10 Uhr&lt;/span&gt; eine E-Mail mit Ihrem B&amp;uuml;cherwunsch und Ihrer Anschrift an kritiken@westeins.de.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir erwarten innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt des Buches eine Rezension an Westropolis. Gehen mehrere E-Mails zu einem Titel ein, entscheidet das Los. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Rezensionsexemplar d&amp;uuml;rfen Sie selbstverst&amp;auml;ndlich behalten.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Bild: imago) &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 16:02:59 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Kinga Golomb ]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-09T16:02:59Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Starker Tobak</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60252/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Wir erleben es jeden Tag und wissen es von daher eigentlich schon. Das Niveau im Allgemeinen, ist rapide gesunken. Dieses Faktum der Verbl&amp;ouml;dung hat Ursachen und verfolgt Absichten. Aber welche?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Thomas Wieczorek liefert in seinem Buch &amp;quot;DIE VERBL&amp;Ouml;DETE REPUBLIK&amp;quot; ( Knaur Verlag )zahlreiche Beispiele aus Wirtschaft &amp;amp; Politik, die das Karussel auf dem wir sitzen, so exakt beschreibt, dass man sich fragt: Warum erfolgt eigentlich kein Aufschrei? Was ist mit dem m&amp;uuml;ndigen B&amp;uuml;rger los? Ist er narkotisiert?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der steinige, aber auch am&amp;uuml;sante Weg der Antworten, f&amp;uuml;hrt bei Wieczorek zu den Medien. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie sind nicht nur die vierte Gewalt im Staate. Sie sind das Bindeglied zwischen Politik &amp;amp; Wirtschaft. Das Sprachrohr. Eigentlich w&amp;auml;re der Begriff Lautsprecher eher angebracht. Mal Lautsprecher, mal Schlafmittel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Thomas Wieczorek r&amp;auml;umt mit Mythen auf, die uns jeden Tag um die Ohren gehauen werden. Und dabei beginnt er mit solch wohltuenden Begrifflichkeiten wie Volkswille, Mitwirkung, Gemeinwohl und soziale Marktwirtschaft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das hohe Lied der Demokratie. Was ist aus ihm geworden?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Volkswille ist nicht gefragt. Er steht oftmals gar nicht mehr zur Debatte. Kriegsentscheidungen und EU-Vertr&amp;auml;ge - die sind f&amp;uuml;r das Volk zu kompliziert, so die Politiker, als dass man das Volk entscheiden lassen k&amp;ouml;nnte. Daf&amp;uuml;r haben wir Experten. Und geht die Sache schief, kommen neue Experten, um zu erkl&amp;auml;ren, warum die Sache leider nicht geklappt hat. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es gab pl&amp;ouml;tzlich unabsehbare Ereignisse, die die ganze Sache haben scheitern lassen. Wobei das Wort Scheitern tunlichst vermieden wird. Man spricht eher von ung&amp;uuml;nstiger politisch-wirtschaftlicher Gro&amp;szlig;wetterlage. Und wer kann schon etwas gegen das Wetter tun?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach Wieczorek liegt &amp;uuml;ber der Republik ein dicker Wolkenteppich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Transparenz Fehlanzeige ! &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weder Politik noch Wirtschaft w&amp;uuml;nschen Transparenz. Letztere kann man dem Volk nicht zumuten. Es w&amp;uuml;rde zu sehr schmerzen. Und wer wei&amp;szlig;? Vielleicht k&amp;auml;me die Herde pl&amp;ouml;tzlich auf den dummen Gedanken zu fordern, was das Grundgesetz ihr verspricht. Das Grundgesetz? Fragen Sie mal auf der Stra&amp;szlig;e nach dem Grundgesetz?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;quot;Die W&amp;uuml;rde des Menschen ist unantastbar.&amp;quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nicht nur Dieter Bohlen hat an diesem Grundgedanken so seine Zweifel. Vielleicht kennen ihn viele auch gar nicht. W&amp;uuml;rde? Was soll das sein? Gibt es eine w&amp;uuml;rdevolle Herde? Wer bl&amp;ouml;d ist, dem spricht man in der Regel die W&amp;uuml;rde ab. Verbl&amp;ouml;det man jemanden, dann entw&amp;uuml;rdigt man ihn. In diesem Fall das Gros des Volkes.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wieczorek nimmt die Chancengerechtigkeit unter die Lupe. Niedrigl&amp;ouml;hne. HartzIV. Bildungschancen. Ein Gro&amp;szlig;teil der Bev&amp;ouml;lkerung wurde von der Chance zum gesellschaftlichen Aufstieg einfach abgekoppelt. 3 Jobs, um &amp;uuml;berleben zu k&amp;ouml;nnen. Sklavenarbeitsverh&amp;auml;ltnisse. Hire &amp;amp; Fire.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;quot;Angst fressen Seele auf&amp;quot; - so R.W. Fassbinder. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Angst &amp;amp; Panik f&amp;uuml;hrt in die Irrationalit&amp;auml;t. Angst l&amp;auml;hmt. Nicht irgendeine Angst. Es geht um Existenzangst. Und das mitten im sogenannten Wohlfahrtsstaat, wo der St&amp;auml;rkere den Schw&amp;auml;cheren unterst&amp;uuml;tzen, f&amp;ouml;rdern und motivieren soll. An der Seite stehen. Die Hand reichen. Davon ist nur noch wenig zu sp&amp;uuml;ren, eigentlich &amp;uuml;berhaupt nichts. Die Unterschicht fungiert eher als Fu&amp;szlig;abtreter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Mythos vom Prinzip der Solidarit&amp;auml;t.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Wir sitzen alle in einem Boot...&amp;quot; - so hei&amp;szlig;t es in der Sonntagsrede der Politik. Das h&amp;ouml;rt sich immer gut an. Nur wer rudert? Und um was f&amp;uuml;r ein Boot handelt es sich eigentlich? Wer steuert?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unter Deck verweilen die Nichtw&amp;auml;hler. &amp;quot;Fahrt doch hin, wohin ihr wollt !!! Was geht mich Eure Politik an? Gar nichts!&amp;quot; Verabschiedung. Immer mehr B&amp;uuml;rger verabschieden sich. Immer mehr B&amp;uuml;rger werden verabschiedet und aussortiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;quot;Schei&amp;szlig;-Politik! Die machen doch eh nur das, was sie wollen!&amp;quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Abschalten. Nicht mehr mitmachen. Sich ausklinken. Somit bekommt die Demokratie ein Problem. Gro&amp;szlig;fl&amp;auml;chiges Abschalten &amp;amp; Ausklinken? In diesem Falle kann man dann auch nicht mehr von Volkswille &amp;amp; Volksvertretern sprechen. Wer vertreten wird, sind Interessengruppen. Wer interessiert? Nur noch die eigene Mannschaft, die eigene Partei, die eigene Gruppierung. Sie wird gef&amp;ouml;rdert, gest&amp;auml;rkt und mit Finanzmittel ausgestattet. Man kauft und l&amp;auml;sst sich kaufen. Einige nennen das Korruption, andere JOINT VENTURE.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Die Kasse klingelt fr&amp;ouml;hlich bei denen, die schon immer Geld und Besitz hatten. Das f&amp;auml;llt selbst dem bl&amp;ouml;desten Bundesb&amp;uuml;rger auf. Schicksal? G&amp;ouml;ttliche F&amp;uuml;gung?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bertelsmann-Studie Juni 2008:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;73 % der Bundesb&amp;uuml;rger finden die Verteilung der Einkommen ungerecht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;13 % empfinden sie als halbwegs gerecht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Thomas Wieczorek liefert Daten und Fakten aus der j&amp;uuml;ngeren Zeit. Man kann dem Buch nicht vorwerfen, es sei ein billiges Anti-Pamphlet. Es ist eher eine Art Gesamtschau der Verdrehung von Inhalten durch Politik &amp;amp; Wirtschaft, mit freundlicher, wie eintr&amp;auml;glicher Unterst&amp;uuml;tzung der Medien. Ein, zugegeben schmerzhafter Blick, auf die pure Ablenkungsgesellschaft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;DIE VERBL&amp;Ouml;DETE REPUBLIK&amp;quot; - Thomas Wieczorek - erschienen im Knaur-Verlag &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:15:14 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Stefan Dernbach]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-09T09:15:14Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Von Verrätern und Liebhabern - Der engli...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60247/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Robert Dudley ist der Sohn John Dudleys, der nach dem Tod von Henry VIII.&amp;#39;s Sohn Edward versuchte, die Erbfolge zu umgehen und Lady Jane Grey auf den Thron setzte. Diese war ganze neun Tage K&amp;ouml;nigin, bevor sie von Queen Mary abgel&amp;ouml;st und hingerichtet wurde, ebenso wie John Dudley, dessen gesamte Familie als Verr&amp;auml;ter danach in Ungnade fiel. Doch das Zeitalter der Tudors war turbulent und es w&amp;auml;ren nicht die Tudors, wenn der Versto&amp;szlig;ene von gestern nicht der Vertraute von morgen sein konnte. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So ergeht es auch der Dudley-Familie, die durch Roberts enge Beziehung zur neuen K&amp;ouml;nigin Elizabeth I. wieder gro&amp;szlig;en Einfluss erlangt. Dar&amp;uuml;ber, wie eng diese Beziehung ist, zerrei&amp;szlig;t sich das gesamte K&amp;ouml;nigreich den Mund. Eng genug, um Robert Dudley auf den Thron zu bringen, den Elizabeth I. so vielen hochrangigen M&amp;auml;nnern vor ihm versagt? Eng genug, dass Robert seine eigene Frau umbringen (lassen) w&amp;uuml;rde um f&amp;uuml;r die K&amp;ouml;nigin frei zu sein? Oder gar eng genug, dass die K&amp;ouml;nigin selbst Amy Dudleys Tod veranlassen w&amp;uuml;rde? All diese Spekulationen k&amp;ouml;nnen fatale Folgen f&amp;uuml;r die Herrschaft des englischen K&amp;ouml;nigreichs haben ...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausgangspunkt des historischen Romans von Tanja Kinkel ist die Nachricht des Todes von Amy Dudley, der in aller &amp;Ouml;ffentlichkeit gedem&amp;uuml;tigten Frau des Liebhabers der K&amp;ouml;nigin. Die Implikationen dieser Tatsache k&amp;ouml;nnen nicht nur Robert Dudley den Kopf, sondern auch Queen Elizabeth I. den l&amp;auml;ngst noch nicht stabilen Thron kosten. Also sendet Dudley seinen Vetter Blount nach Cumnor Place um in diesem Todesfall zu ermitteln &amp;quot;ohne Ansicht von Rang&amp;quot;. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich nenne dieses Buch bewusst einen historischen Roman und nicht einen historischen Krimi, denn daf&amp;uuml;r fehlt streckenweise die kriminalistische Handlung und Spannung. Als historischer Roman zeigt dieses Buch jedoch eindrucksvoll die politischen Verh&amp;auml;ltnisse der damaligen Zeit und wieviel vom Urteil der ausgesandten Jury abh&amp;auml;ngt. Ihre Entscheidung k&amp;ouml;nnte das K&amp;ouml;nigreich ersch&amp;uuml;ttern, wird aber mindestens die Beziehung zwischen Elizabeth und Dudley ver&amp;auml;ndern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Die Handlung zieht sich lediglich &amp;uuml;ber den Zeitraum einer Woche: von Montag, dem 09. September 1560, bis Sonntag, den 15. September 1560. Dabei sollten sich Leser nicht vom Todesjahr des Protagonisten Thomas Blount im Stammbaum auf den letzten Seiten des Buches verwirren lassen: laut Aussage der Autorin ein Tippfehler des Verlags, der den Tod Blounts vor die geschilderte Handlung datiert. Unterbrochen werden die Kapitel aus der Sicht Blounts durch sogenannte Zwischenspiele in der Ich-Perspektive von Kat Ashley, der fr&amp;uuml;heren Erzieherin und noch Vertrauten Elizabeths. Auf diese Weise kann der Leser sowohl Einblick in Dudleys Absichten als auch in Elizabeths Gef&amp;uuml;hle nehmen. Und der interessierte Leser wird wissen, dass Elizabeth nie geheiratet hat. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kinkel pr&amp;auml;sentiert in ihrem Buch &amp;quot;Im Schatten der K&amp;ouml;nigin&amp;quot; eigene und &amp;uuml;berzeugende Theorien - denn nichts anderes stellen historische Romane dar, die sich auf historisch verb&amp;uuml;rgte Personen beziehen - dazu, wie die Beziehung zwischen Elizabeth und Dudley aussah, warum Elizabeth nicht geheiratet hat und wie es zum historisch verb&amp;uuml;rgten merkw&amp;uuml;rdigen Tod Amy Dudleys kam. Auch die Aufl&amp;ouml;sung ist &amp;uuml;berzeugend und gleichzeitig f&amp;uuml;r den Leser befriedigend, der zwar zum einen mit Blount und Dudley fiebert, zum anderen aber grenzenloses Mitleid mit einer Frau empfindet, die aller Wahrscheinlichkeit nach sehr krank war und &amp;uuml;berdies in einer Ehe gefangen mit einem Mann, der sie lange nicht mehr liebte, aber von dem sie sich nichts sehnlicher w&amp;uuml;nschte, als genau das.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig gewinnt der Leser aber auch Einblick in ein zerrissenes England, das nicht ohne weiteres ein Kind Henrys als rechtm&amp;auml;&amp;szlig;igen Herrscher anerkennt und in dem zwei Kirchen gegeneinander k&amp;auml;mpfen. Henry VIII und Mary haben Elizabeth ein schweres Erbe hinterlassen, das Elizabeth die Liebe zu Dudley fast unm&amp;ouml;glich macht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch kann das Buch voll &amp;uuml;berzeugen: das Cover ist gut gew&amp;auml;hlt und zeigt einen Ausschnitt aus dem Gem&amp;auml;lde &amp;quot;The Death of Amy Robsart in 1560&amp;quot; von William Frederick Yeames aus dem Jahr 1879, der sich damit genau mit dem Tod von Amy Dudley befasste. Dem Nachwort ist zu entnehmen, dass das Bild jedoch retuschiert wurde, um dem Misstrauen erweckenden Umstand Rechnung zu tragen, dass Amy Dudleys Haare ordentlich hergerichtet waren. Der Geschichte geht zudem eine Zeittafel &amp;uuml;ber die Herrschaft der Tudors voraus und am Ende des Buches finden sich Stammb&amp;auml;ume der Tudors, Dudleys und Blounts. Zudem gibt es ein umfassendes Nachwort, das &amp;uuml;ber weitere Umst&amp;auml;nde und Ereignisse aufkl&amp;auml;rt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die vielen erw&amp;auml;hnten Namen und Personen f&amp;uuml;r weniger interessierte Leser oder Neueinsteiger in die Materie der Tudors doch sehr verwirrend sein k&amp;ouml;nnen. Viele Personen werden nur zur Schilderung politischer Ereignisse und am Rande erw&amp;auml;hnt: bspw. Bischof Cranmer, Thomas Seymour und Edward Seymour. Es lohnt sich jedoch, &amp;uuml;ber diese Personen vorab etwas zu wissen, um sie richtig einordnen zu k&amp;ouml;nnen. Oder notfalls ein einschl&amp;auml;giges Internet-Nachschlagewerk zur Hand zu haben.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meinem Lesevergn&amp;uuml;gen hat dies jedoch keinen Abbruch getan und ich habe das Buch geliebt; von der ersten bis zur letzten Seite. Es war fessenld, &amp;uuml;berzeugend und &amp;auml;u&amp;szlig;erst gut recherchiert wie wenige andere. Es ist keinesfalls verkitscht, wie oft &amp;uuml;blich. Und vor allem: es pr&amp;auml;sentierte ein realistisches, glaubhaftes und lebendiges Bild des 16. Jahrhunderts am englischen Hof. Dies wird gewiss nicht mein letztes Buch dieser Autorin gewesen sein.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:20:05 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[anushka]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-09T09:20:05Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Ode an Mariam und Leila</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60241/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Eigentlich existieren die Beiden gar nicht. Mariam und Leila sind nur erfunden. Sie entspringen der Feder Khaled Hosseinis (&amp;#8222;Tausend strahlende Sonnen&amp;quot;), aber ihre fiktive Geschichte ist exemplarisch. Denn Frauen, die irgendwo hinter den Mauern eines kleinen H&amp;auml;uschens in Kabul Unmenschliches erdulden, ohne dabei ihre Menschlichkeit zu verlieren, gibt es viele. Erschreckend viele. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Heute ist Weltfrauentag. Ich frage mich, wie Menschen wie Mariam und Leila sich an einem solchen Tag f&amp;uuml;hlen? Ob es in ihrem Magen, Herzen und Kopf rebelliert? Ob sie nur noch gleichg&amp;uuml;ltig mit den Schultern zucken k&amp;ouml;nnen? Ob ihr Mann sie an &amp;#8222;ihrem Tag&amp;quot; mit einem extra starken G&amp;uuml;rtelschlag &amp;#8222;belohnt&amp;quot;? &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Sicher ist: Im Afghanistan der Taliban, wie es Khaled Hosseini schildert, haben Frauen heute keinen Grund zu feiern. So wie an keinem Tag des Jahres. Vor allem nicht an dem Tag, der westlichen Frauen als &amp;#8222;der sch&amp;ouml;nste Tag ihres Lebens&amp;quot; in Erinnerung bleiben soll. Mit dem Tag der Hochzeit beginnt f&amp;uuml;r viele von ihnen der Schrecken ohne Ende.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Als die Taliban am 27. September 1996 in Kabul das Zepter in die Hand nimmt, hei&amp;szlig;t es f&amp;uuml;r den weiblichen Teil der Bev&amp;ouml;lkerung: &lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin-left: 40px&quot;&gt;&lt;em&gt;&amp;#8222;Ihr werdet euch zu allen Zeiten ausschlie&amp;szlig;lich im Haus aufhalten. Ausg&amp;auml;nge sind nur in Begleitung eines m&amp;auml;nnlichen Angeh&amp;ouml;rigen gestattet. Wer allein auf der Stra&amp;szlig;e aufgegriffen wird, wird mit Pr&amp;uuml;gel bestraft und nach Hause geschickt. Ihr d&amp;uuml;rft unter keinen Umst&amp;auml;nden euer Gesicht zeigen. Kosmetik ist verboten. Schmuck ist verboten. Das Tragen aufreizender Kleider ist verboten. Ihr d&amp;uuml;rft nur sprechen, wenn ihr dazu aufgefordert werdet. Ihr werdet mit M&amp;auml;nnern keinen Blickkontakt aufnehmen. Ihr werdet in der &amp;Ouml;ffentlichkeit nicht lachen. Das Lackieren der Fingern&amp;auml;gel ist verboten. Bei Zuwiderhandlung wird ein Finger abgetrennt. F&amp;uuml;r M&amp;auml;dchen ist der Besuch einer Schule verboten. Erwerbsarbeit ist Frauen verboten.&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist die Welt von Mariam und Leila. Sie sind verheiratet mit Raschid, einem dickleibigem Schuhverk&amp;auml;ufer. Er zwingt Mariam Kieselsteine zu kauen, weil ihr Reis zu trocken ist. Er verbarrikadiert Leila und ihr Baby tagelang ohne Wasser und Nahrung in einem dunklen, stickigen Zimmer, weil sie vor ihm die Flucht ergreifen wollten. Er verteilt Schl&amp;auml;ge nach Belieben. Ins Gesicht, in den Magen, auf die Schultern. Mit F&amp;auml;usten, mit dem G&amp;uuml;rtel. Er straft auch mit erniedrigenden Worten und Gleichg&amp;uuml;ltigkeit.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wie hoch ist die Schmerzgrenze einer Frau? Wie belastbar ihre Psyche? Was kann sie alles erdulden, ertragen, erleiden? Welche Widerstandskraft steckt im weiblichen K&amp;ouml;rper, &amp;uuml;ber Jahre hinweg ausgebeutet und misshandelt zu werden, ohne dem zu erliegen? &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dies ist eine Ode an Mariam und Leila. Sie sind unbekannte, nicht anerkannte Heldinnen einer Trag&amp;ouml;die. Man(n) kann ihnen die Knochen brechen, aber nicht ihre W&amp;uuml;rde rauben. Man(n) kann ihnen die Freiheit nehmen, aber nicht ihre Hoffnung. Man(n) kann sie mit dem B&amp;ouml;sen konfrontieren, aber ihr Glaube an das Gute wird kein Rei&amp;szlig;aus nehmen. Frauen wie Mariam und Leila gilt heute ein besonderes Memento.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:31:01 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Michaela Leifgen]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-08T10:31:01Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Paul der Popstar!</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60238/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Itze,Itze - Atzepeng! Der Tiefsinn dieser Musik, ob gehasst oder verg&amp;ouml;ttert, mag sich nicht unbedingt jedem gleich erschlie&amp;szlig;en: Monoton anmutende Rythmen, mit komisch hohen Ger&amp;auml;uschen verziert und heftigen B&amp;auml;ssen unterlegt, bringt die Masse zum toben. Man versteht es, sich selbst zu feiern und tanzt sich in Extase bis die Beine nicht mehr wollen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das derartige Events erst in den fr&amp;uuml;hen Morgenstunden ihren H&amp;ouml;hepunkt finden, ist eigentlich der Normalfall. Und wenn die Eintrittskarte einen Einlass ab 22.30 + support Act verk&amp;uuml;ndet, rechnet man eigentlich nicht damit, dass der Star des Abends vor 1.00 Uhr auf der B&amp;uuml;hne ist. Zahlreiche Schilder am Eingang warnen potentielle Epileptiker vor dem Stroboskop und gegen empfindliche Ohren wird der Erwerb von Ohrst&amp;ouml;pseln - erh&amp;auml;ltlich f&amp;uuml;r 1&amp;#8364; an der Abendkasse - empfohlen. Die Garderobe ist hoffnungslos &amp;uuml;berf&amp;uuml;llt und an einen Toilettengang nicht zu denken. Naja - das Thema des Abends lautete ja schlie&amp;szlig;lich auch &lt;strong&gt;&amp;quot;Noch ein bi&amp;szlig;chen mehr Ausnahmezustand...&amp;quot; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Paul Kalkbrenner war also ausnahmsweise schon um halb Elf an den Plattentellern, die Jacken wurden ausnahmsweise mal anbehalten. Die Soundqualit&amp;auml;t im K&amp;ouml;lner Palladium war ausnahmsweise auch wirklich ganz hervorragend! Man muss eben nur wissen, wo man sich zu positionieren hat, um die Musik nicht nur zu h&amp;ouml;ren, sondern am ganzen K&amp;ouml;rper zu sp&amp;uuml;ren. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich es extatisch oder meditativ finden soll. Es bewegt mich in jedem Fall. Und die Massen gehen mit mir und ich mit der Masse.&lt;br /&gt;So wie die Szene sich feiert, so wird auch Paul an seinen Plattentellern gefeiert. Und dass er sich gerne feiern l&amp;auml;sst, ist nicht zu &amp;uuml;bersehen! &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Viermal verl&amp;auml;sst er den Saal um dann gen&amp;uuml;sslich im Applaus zu baden als er die B&amp;uuml;hne wieder betritt... ich finde, man kann es auch &amp;uuml;bertreiben. Oder ist alles nur Spiel?! Wie kommt es &amp;uuml;berhaupt, dass ein Typ mit Glatze und Sonnenbrille der mit Computer, Mischpult und Co ein bi&amp;szlig;chen an den Kn&amp;ouml;pfen schraubt und die Regler schiebt, die Massen mit synthetischem Sound derart bewegt, dass alle Konzerte seiner Tour restlos ausverkauft sind? Gut, grunds&amp;auml;tzlich mag man diese elektronische Art von Musik oder nicht. Aber die gro&amp;szlig;e Grauzone dazwischen hat es wohl wegen dem Erfolg des Films Berlin Calling dorthin gezogen der einen hinrei&amp;szlig;enden Einblick in die Szene gew&amp;auml;hrt, mehr als einen Preis verdient hat und in den Schulen als Aufkl&amp;auml;rungsfilm gezeigt werden sollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&amp;quot;Der Berliner Elektro Komponist Martin (Paul Kalkbrenner), genannt DJ Ickarus, tourt mit seiner Managerin und Freundin Mathilde (Rita Lengyel) durch die Tanzclubs der Welt und sie stehen kurz vor ihrer gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Albumver&amp;ouml;ffentlichung. Als Ickarus jedoch nach einem Auftritt im Drogenrausch in eine Berliner Nervenklinik eingeliefert wird, kommen alle Pl&amp;auml;ne durcheinander &amp;#8211; Eine Tragikom&amp;ouml;die im Berlin von heute.&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(&lt;a href=&quot;http://www.berlin-calling.de/de/inhalt&quot; title=&quot;homepage&quot;&gt;http://www.berlin-calling.de/de/inhalt&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Paul Kalkbrenner kam authentisch r&amp;uuml;ber. So wie man ihn aus dem Film kennt. Und er vermittelt den Besuchern das Gef&amp;uuml;hl, mittendrin zu sein. Im Beat, im Film, in der Technoszene - die eben nicht nur in Berlin ihre Berechtigung findet.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:24:20 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Nicole Schlappa]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-08T10:24:20Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Was ist ein Mensch in der heutigen Gesel...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60233/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;In seinem Buch &amp;#8222;Was bin ich wert?&amp;quot; geht J&amp;ouml;rn Klare der Frage nach, was ein Menschenleben wert ist. Um eine Antwort auf seine Frage zu bekommen, nimmt er mit &amp;Auml;mtern, &amp;Ouml;konomen und Philosophen Kontakt auf. Aber auch die Apotheke seines Vertrauens wird dabei einbezogen. Nicht immer bekommt er die Antworten, mit denen er gerechnet oder auf die er&amp;nbsp; gehofft hat und doch bringen ihn diese Informationen in seiner Recherche weiter. Interessant ist vor allem, dass keiner der Befragten eine konkrete Zahl zum Wert eines Menschenlebens nennen m&amp;ouml;chte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Er besch&amp;auml;ftigt sich zum Beispiel mit der Frage, ob es sich lohnt 75j&amp;auml;hrigen Rentnern noch eine neue H&amp;uuml;fte einzusetzen. Gesundheits&amp;ouml;konomen w&amp;uuml;rden wahrscheinlich nein sagen, dabei sollte jedoch folgendes nicht vergessen werden: Jeder Mensch m&amp;ouml;chte ein angenehmes und schmerzfreies Leben f&amp;uuml;hren. Deshalb sollten alle Menschen gleich behandelt werden und es sollte sich auf jeden Fall lohnen eine 75j&amp;auml;hrige Rentnerin mit einer neuen H&amp;uuml;fte auszustatten. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Spannend ist vor allem der Teil des Buches, indem es um den Verkauf von Organen geht. So k&amp;ouml;nnte man in China eine neue Niere f&amp;uuml;r 50.000 Euro bekommen, inklusive der Reisekosten und der Operation. H&amp;ouml;rt sich nach einer einfachen L&amp;ouml;sung an. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass diese 50.000 Euro f&amp;uuml;r den einen Menschen sehr viel Geld bedeuten und der andere sch&amp;uuml;ttelt diese mal eben aus der Jackentasche. Ein Hartz-IV-Empf&amp;auml;nger k&amp;ouml;nnte sich das wahrscheinlich nicht leisten. Sollte er deswegen kein Recht auf eine neue Niere haben oder ist er deshalb weniger wert? Folglich fragt man sich als Leser, woran fest gemacht wird, wie viel ein Menschenleben wert ist. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Aufschlussreich sind auch die Informationen einer Versicherungsagentur. Demnach ist es g&amp;uuml;nstiger eine Rentnerin bzw. einen Rentner bei einem Verkehrsunfall zu t&amp;ouml;ten als einen Familienvater, der f&amp;uuml;r den Unterhalt seiner Frau und seiner Kinder aufkommen muss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Es ist erschreckend zu lesen, dass in der Wirtschaft immer wieder Kosten-Nutzen-Analysen in Bezug auf ein Menschenleben durchgef&amp;uuml;hrt werden. Dabei sollte es sich zum Beispiel immer lohnen eine teure Ampelanlage zu bauen, wenn damit wenigstens das Leben eines Menschen gerettet werden kann. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Was ist ein Mensch nun wert? Eine ganz eindeutige und verbindliche Antwort wird man wohl nie auf die Frage erhalten. Ich denke, was ganz klar aus der Betrachtung von J&amp;ouml;rn Klare hervorgeht, ist, dass ein Menschenleben nicht mit einem bestimmten Betrag an Geld bewertet werden sollte, denn jeder Mensch ist einmalig. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin der Meinung, J&amp;ouml;rn Klare ist gelungen, ein sehr spannendes und aufschlussreiches Buch zu schreiben. Viele Informationen waren mir neu und haben mich zum Nachdenken angeregt. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:17:37 GMT</pubDate>
      <guid isPermaLink="false">http://www.westropolis.de/leser/stories/60233/</guid>
      <dc:creator><![CDATA[Claudia]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-08T10:17:37Z</dc:date>
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