
Genau eine Woche ist es jetzt her, da fand ich in meinem E-Mail Postfach die Benachrichtigung ich hätte Tickets für das Amphi-Festival gewonnen. An dieser Stelle nochmals Dank an West Eins. Einziger Haken bei dem Gewinnspiel, man müsste im Nachhinein eine Rezension bei Westropolis schreiben. Nichts leichter als das, aber nun hab ich mir den Schädel zerbrochen, wie ich die Rezension schreibe. So bin ich zu dem Entschluss gekommen, mal mehr auf das Festival-Drumherum einzugehen als nur auf die Bands. Wer mehr über diese Lesen möchte, wird aber im Netz bestimmt schnell fündig werden.
Daher fange ich bei meinem Bericht auch ein paar Stunden vor dem eigentlichen Festival an, nämlich bei der Anreise.
Da ich in Gelsenkirchen wohne und wir (also meine Freundin, der die zweite Karte zukam, und ich) nicht zwingend die ersten Bands sehen wollten, sind wir gemütlich gegen Samstag Vormittag zum Campingplatz der Stadt Köln aufgebrochen. Die Anreise verlief stau- und problemlos. Dank der Beschilderung fand sich der Campingplatz von der Autobahnausfahrt aus, recht einfach. Hier zeigte sich, dass der Betreiber auf das Festival vorbereitet war. Das Anmeldebüro war gegen die Aussage des Anschlages "8:00 - 11:00 und 17:00 - 20:00" durchgehend geöffnet. Wie man mir im Voraus am Telefon mitteilte, wäre sogar eine Anreise am Freitag bis 22:00 möglich gewesen. Was ein wenig überraschte war, dass wir auf dem Weg zum Stellplatz das Campingplatzgelände verließen und am Ende neben einem Maisfeld standen. Als regelmäßiger Festivalgänger nichts Neues auf einem Feld zu campieren und die Sanitären-Anlagen waren auch nur ein paar Gehminuten entfernt. Außerdem konnte man am Zelt Parken, das hätte ich nicht erwartet.
Nach dem Zeltaufbau mussten wir uns entscheiden, wie wir zum Festivalgelände kommen. Der Shuttlebus war weg und eigentlich wollten wir Alkohol trinken, also wählten wir den 50 Minuten Fußmarsch. Wir haben nicht auf die Uhr geschaut, aber uns kam es wie zwei Stunden vor. Na OK, ich übertreibe, aber auch wenn der Weg am Rheinufer entlang führt und man ihn zu einem gemütlichen Spaziergang macht, so zieht er sich doch.
Endlich am Tanzbrunnen angekommen, wurde sich erstmal orientiert. Der Stand für die Autogrammstunden stand dieses Jahr näher am Eingang, genau gegenüber ein Waschbecken mit kostenlosem Trinkwasser (Leitungswasser), wie letztes Jahr. Auch der Rest war wie letztes Jahr angeordnet bis auf kleinere Änderungen bei den Fressbuden. Aber gehen wir erstmal weiter. Zur Linken war die 2nd Stage, eine kleinere Halle mit schlechter Belüftung. Zur Rechten die Mainstage, eine Open-Air-Bühne, vor der einige pilzartige große Schirme Schutz vor Sonne und Regen bieten. Der Platz um den Brunnen war mit Ständen gefüllt. Im vorderen Drittel standen die Fress- und Getränkebuden, in den hinteren zwei Dritteln fanden sich diverse Stände mit Bekleidung und CDs. Die Bekleidung überwog allerdings und vom Sonnenbrillenstand, über Lack und Leder bis zu Schuhen in allen Ausführungen war alles dabei, was das Gothic-Herz höher schlagen lässt.
Das Ganze wurde durch einen X-Tra-X Stand gekrönt, der sich auf einem Rondel oberhalb des Brunnens befand.
Praktisch ist, dass man beim "Bummeln" noch die Musik der Mainstage hören kann. Man muss sich also nicht immer genau vor der Bühne einfinden und davon haben wir reichlich gebrauch gemacht.
Überhaupt hat man wieder viele Besucher gesehen, die sich überall wo Platz war, hingesetzt haben. Jede Mauer, Treppe, Wiese und natürlich auch Bestuhlung wurde ausgenutzt. Bei den Wetterverhältnissen, nicht die schlechteste Idee. Den Samstag über brannte die Sonne. Das war dann auch der Grund, wieso wir doch keinen Alkohol getrunken haben. Mal abgesehen davon kann man sich über die Getränkewahl sowieso streiten. Im Tanzbrunnen gibt es lediglich Carlsberg und Kölsch. Nicht wirklich mein Fall, wenn es um "Bier" geht und Longdrinks wären mir auch keine aufgefallen.
Um den Samstag nicht ohne Bands abzuschliessen, möchte ich noch auf das Ende des Tages eingehen. Nachdem wir von Eisbrecher, Imatem und Funker Vogt vorwiegend Eindrücke gesammelt hatten, wollten wir mit Unheilig einen ganzen Auftritt sehen. Unheilig waren zwar schon letztes Jahr da, aber da sie dieses Jahr ein von den Fans gewähltes Set spielten, hat sich das Ansehen definitiv gelohnt. Der Graf war wieder in Hochform und das Publikum sang kräftig mit. Auch ASP spielten ein gut gemischtes Set aus Neuem und Alten, dass wir nicht ganz hörten, da wir uns gegen 20 Uhr entschlossen, in die Halle zu gehen, um uns Feindflug anzusehen. Die Bühnendeko bestehend aus Trommeln auf Panzersperren, einem elektrischen Stuhl, einer Flak-Kanone, die mit Lichtblitzen schoss, und einer Leinwand auf der Videosequenzen gezeigt wurden war stimmig. Auch das Outfit passte. Ich muss zugeben, ich kannte bis dahin nur zwei Lieder der Band. Ausnahmsweise war sogar die Luft in der Halle relativ erträglich. Es war ziemlich warm, aber nicht stickig. Was uns allerdings zu einem recht baldigen Verlassen der Halle bewegte, war die mangelnde Bühnenshow. Nach dem Aufgebot an Deko hätte ich mit mehr gerechnet. Ein zusätzliches Problem war aber auch der Kunstnebel. Ab dem dritten Lied konnte man die Bühne nicht mehr richtig erkennen. Unser Beschluss: Die Band ist hörenswert, aber das kann ich besser Zuhause oder in der Disko von einer CD, wenn ich sie auf dem Festival sowieso nicht sehen kann.
Front 242 war wieder nicht ganz unser Fall, also machten wir noch eine Runde um den Brunnen und gingen rechtzeitig nach Draußen um den ersten Shuttlebus Richtung unseres Campingplatzes zu bekommen.
Diese Idee hatten auch schon einige andere Besucher gehabt. Zudem war um Zehn das Konzert zu Ende und es strömten immer mehr Leute gen Bushaltestelle, wo eine Viertelstunde später der Bus fahren sollte. Es kam, wie es kommen musste und der Bus hielt an einer anderen Stelle. So konnten nun die Leute, die zuletzt gekommen waren, zuerst einsteigen. Für uns war da kein Platz mehr.
Wahrscheinlich hätte für die restlichen Leute ein zweiter Bus gereicht, aber diese hätte ja zusätzliche Kosten verursacht. (Ich äußere diese Vermutung, denn meiner Meinung nach sollte ein vernünftiger Shuttleservice in ausreichender Menge angeboten werden. Sonst kann man ihn gleich weglassen.)
Da der nächste Shuttlebus zu unserem Campingplatz erst um 0:45 h gefahren wäre und es keinerlei After-Show-Veranstaltungen gab, die einem das Warten erleichtert hätten, begaben wir uns zu den zahlreichen Taxen.
Hier schlossen wir uns einer Gruppe von drei Mann aus Baden-Württemberg an, die einen Sechssitzer ergattert und somit noch Plätze frei hatte. Am Ende hat die Fahrt 3,52 € pro Person gekostet. Gut, dass für den nächsten Tag eh die Abreise und somit eine Fahrt mit dem Privat-PKW zum Gelände geplant waren.
Nach einer Tütensuppe mit Weißbrot vom Spiritusbrenner (Der Platz bot zwar Gaskochstellen, aber wir wollten gemütlich am Zelt essen) wurden nur noch kurz die Sanitären-Anlagen zum Zähneputzen aufgesucht. Diese waren auf der Männerseite nicht mehr ganz frisch, da wohl einige Leute zu viel getrunken hatten, aber noch gut Nutzbar. Wer Bundeswehr-Charme mag, wird diese Anlagen lieben ;)
Der nächste Morgen.
Dieser Abschnitt wird Kürzer, das Wesentliche ist ja schon gesagt.
Der morgendliche Besuch, der Sanitären-Anlagen war Schonmal sauberer. An den Duschen gab es lange Schlangen und irgendwann war das Toilettenpapier in den Kabinen aus zum Glück nicht bei mir.
Immerhin ein Gothic-Klischee wurde bedient, denn ich war ziemlich erstaunt, wie ruhig es um Mitternacht war und was für ein Treiben dafür gegen 9 Uhr herrschte. So viel zum Thema Nachtaktiv.
Bis 12 Uhr sollte man abgereist sein, das haben wir geschafft. Der Bus sollte 11:30 h fahren, das hat er bereits 11:13 h geschafft. Grund für uns, noch zwei Leute mitzunehmen und sich ernsthaft Gedanken um das Organisationstalent des Veranstalters zu machen. Es war der zweite und letzte Bus von diesem Campingplatz aus.
Zu Wünschen übrig lässt auch die Beschilderung der Messe Köln. Einen Parkplatz haben wir gefunden und sogar näher am Gelände, als der offizielle Parkplatz, aber es war halt nicht der Offizielle.
Höhepunkt meiner Freundin war das Fangen, eines Drumsticks von Saltatio Mortis. Grund für uns mal die Autogrammstunde zu testen. Durch den Ausfall der Autogrammstunde von Subway to Sally, konnten wir und bereits eine Stunde vorher anstellen und Beregnen lassen. Kurz vorher ging ein richtiger Wolkenbruch runter, den wir zum Glück untergestellt erlebt haben. Im Laufe des Tages gab es noch mehrere kleinere Schauer und einzig der Knirps einer Kollegin hielt uns beim Warten trocken.
Die Autogrammstunde war super. Ich konnte frei rumlaufen und Fotos machen, die Security hielt sich dezent im Hintergrund und schaute eigentlich nur, dass keiner von der falschen Seite kam. Dazu war die Band richtig gut drauf.
Von den Autogrammstunden störte lediglich die Warteschlange. Diese ging zu bestimmten Zeiten bis zum Eingang der 2nd Stage und blockierte somit die Leute, die zum Trinkwasser oder Ein-/ Ausgang wollten. Aber der Platz war besser gewählt als letztes Jahr.
An diesem Tag war trotz des Regens die kleine Halle unerträglich. Wir haben uns den Anfang von Fetisch:Mensch angesehen und sind fast eingegangen. Die Halle erinnerte mit der schwül, warmen Luft an ein Treibhaus und wir sind ziemlich Bald wieder raus an die frische Luft.
Nach Samsas Traum überlegten wir, ob wir schon fahren sollten. Meine Freundin musste Montag früh arbeiten. Dreadful Shadows kannten wir nicht, Apoptygma Berzerk war wegen der Arbeit von Anfang an außen vor und Subway to Sally hätte ich das dritte mal innerhalb von zwei Jahren mit gleichem Programm gesehen. Das kommt davon, wenn die auf jedem Festival zweimal spielen. Nächstes Wochenende habe ich erneut die Chance, sie auf dem Wacken-Open-Air zu sehen.
Erleichtern wollten wir die Entscheidung, indem wir im Programmheft nach Beschreibungen der Bands suchten, aber diese waren nicht zu finden. Das sogenannte Programmheft bestand lediglich aus einer Auflistung der Zeiten, einem Plan vom Gelände und viel Werbung.
Unser Entschluss bestand also darin, die ersten Songs von Frontline Assembly zu hören und dann zu Fahren. Somit kamen wir entspannt Zuhause an und konnten noch die Sachen auspacken.
Das Amphi-Festival war trotz seiner kleinen Organisationsprobleme, die es schon immer hatte, mal wieder ein lohnendes Festival für entspannten Musikgenuss. Bei einem guten Line Up werd ich es wieder ins Auge fassen und die Shuttlebus Probleme werden wir einfach durch PKW Anreise umgehen. Die Straßen kenne ich ja mittlerweile auch, denn ich habe auf der Rückfahrt zweimal die Auffahrt gen Autobahn verpasst, aber jetzt weiß ich ja, wo ich lang muss.
Also, nächstes Jahr einfach mich fragen ;)
Daher fange ich bei meinem Bericht auch ein paar Stunden vor dem eigentlichen Festival an, nämlich bei der Anreise.
Da ich in Gelsenkirchen wohne und wir (also meine Freundin, der die zweite Karte zukam, und ich) nicht zwingend die ersten Bands sehen wollten, sind wir gemütlich gegen Samstag Vormittag zum Campingplatz der Stadt Köln aufgebrochen. Die Anreise verlief stau- und problemlos. Dank der Beschilderung fand sich der Campingplatz von der Autobahnausfahrt aus, recht einfach. Hier zeigte sich, dass der Betreiber auf das Festival vorbereitet war. Das Anmeldebüro war gegen die Aussage des Anschlages "8:00 - 11:00 und 17:00 - 20:00" durchgehend geöffnet. Wie man mir im Voraus am Telefon mitteilte, wäre sogar eine Anreise am Freitag bis 22:00 möglich gewesen. Was ein wenig überraschte war, dass wir auf dem Weg zum Stellplatz das Campingplatzgelände verließen und am Ende neben einem Maisfeld standen. Als regelmäßiger Festivalgänger nichts Neues auf einem Feld zu campieren und die Sanitären-Anlagen waren auch nur ein paar Gehminuten entfernt. Außerdem konnte man am Zelt Parken, das hätte ich nicht erwartet.
Nach dem Zeltaufbau mussten wir uns entscheiden, wie wir zum Festivalgelände kommen. Der Shuttlebus war weg und eigentlich wollten wir Alkohol trinken, also wählten wir den 50 Minuten Fußmarsch. Wir haben nicht auf die Uhr geschaut, aber uns kam es wie zwei Stunden vor. Na OK, ich übertreibe, aber auch wenn der Weg am Rheinufer entlang führt und man ihn zu einem gemütlichen Spaziergang macht, so zieht er sich doch.
Endlich am Tanzbrunnen angekommen, wurde sich erstmal orientiert. Der Stand für die Autogrammstunden stand dieses Jahr näher am Eingang, genau gegenüber ein Waschbecken mit kostenlosem Trinkwasser (Leitungswasser), wie letztes Jahr. Auch der Rest war wie letztes Jahr angeordnet bis auf kleinere Änderungen bei den Fressbuden. Aber gehen wir erstmal weiter. Zur Linken war die 2nd Stage, eine kleinere Halle mit schlechter Belüftung. Zur Rechten die Mainstage, eine Open-Air-Bühne, vor der einige pilzartige große Schirme Schutz vor Sonne und Regen bieten. Der Platz um den Brunnen war mit Ständen gefüllt. Im vorderen Drittel standen die Fress- und Getränkebuden, in den hinteren zwei Dritteln fanden sich diverse Stände mit Bekleidung und CDs. Die Bekleidung überwog allerdings und vom Sonnenbrillenstand, über Lack und Leder bis zu Schuhen in allen Ausführungen war alles dabei, was das Gothic-Herz höher schlagen lässt.
Das Ganze wurde durch einen X-Tra-X Stand gekrönt, der sich auf einem Rondel oberhalb des Brunnens befand.
Praktisch ist, dass man beim "Bummeln" noch die Musik der Mainstage hören kann. Man muss sich also nicht immer genau vor der Bühne einfinden und davon haben wir reichlich gebrauch gemacht.
Überhaupt hat man wieder viele Besucher gesehen, die sich überall wo Platz war, hingesetzt haben. Jede Mauer, Treppe, Wiese und natürlich auch Bestuhlung wurde ausgenutzt. Bei den Wetterverhältnissen, nicht die schlechteste Idee. Den Samstag über brannte die Sonne. Das war dann auch der Grund, wieso wir doch keinen Alkohol getrunken haben. Mal abgesehen davon kann man sich über die Getränkewahl sowieso streiten. Im Tanzbrunnen gibt es lediglich Carlsberg und Kölsch. Nicht wirklich mein Fall, wenn es um "Bier" geht und Longdrinks wären mir auch keine aufgefallen.
Um den Samstag nicht ohne Bands abzuschliessen, möchte ich noch auf das Ende des Tages eingehen. Nachdem wir von Eisbrecher, Imatem und Funker Vogt vorwiegend Eindrücke gesammelt hatten, wollten wir mit Unheilig einen ganzen Auftritt sehen. Unheilig waren zwar schon letztes Jahr da, aber da sie dieses Jahr ein von den Fans gewähltes Set spielten, hat sich das Ansehen definitiv gelohnt. Der Graf war wieder in Hochform und das Publikum sang kräftig mit. Auch ASP spielten ein gut gemischtes Set aus Neuem und Alten, dass wir nicht ganz hörten, da wir uns gegen 20 Uhr entschlossen, in die Halle zu gehen, um uns Feindflug anzusehen. Die Bühnendeko bestehend aus Trommeln auf Panzersperren, einem elektrischen Stuhl, einer Flak-Kanone, die mit Lichtblitzen schoss, und einer Leinwand auf der Videosequenzen gezeigt wurden war stimmig. Auch das Outfit passte. Ich muss zugeben, ich kannte bis dahin nur zwei Lieder der Band. Ausnahmsweise war sogar die Luft in der Halle relativ erträglich. Es war ziemlich warm, aber nicht stickig. Was uns allerdings zu einem recht baldigen Verlassen der Halle bewegte, war die mangelnde Bühnenshow. Nach dem Aufgebot an Deko hätte ich mit mehr gerechnet. Ein zusätzliches Problem war aber auch der Kunstnebel. Ab dem dritten Lied konnte man die Bühne nicht mehr richtig erkennen. Unser Beschluss: Die Band ist hörenswert, aber das kann ich besser Zuhause oder in der Disko von einer CD, wenn ich sie auf dem Festival sowieso nicht sehen kann.
Front 242 war wieder nicht ganz unser Fall, also machten wir noch eine Runde um den Brunnen und gingen rechtzeitig nach Draußen um den ersten Shuttlebus Richtung unseres Campingplatzes zu bekommen.
Diese Idee hatten auch schon einige andere Besucher gehabt. Zudem war um Zehn das Konzert zu Ende und es strömten immer mehr Leute gen Bushaltestelle, wo eine Viertelstunde später der Bus fahren sollte. Es kam, wie es kommen musste und der Bus hielt an einer anderen Stelle. So konnten nun die Leute, die zuletzt gekommen waren, zuerst einsteigen. Für uns war da kein Platz mehr.
Wahrscheinlich hätte für die restlichen Leute ein zweiter Bus gereicht, aber diese hätte ja zusätzliche Kosten verursacht. (Ich äußere diese Vermutung, denn meiner Meinung nach sollte ein vernünftiger Shuttleservice in ausreichender Menge angeboten werden. Sonst kann man ihn gleich weglassen.)
Da der nächste Shuttlebus zu unserem Campingplatz erst um 0:45 h gefahren wäre und es keinerlei After-Show-Veranstaltungen gab, die einem das Warten erleichtert hätten, begaben wir uns zu den zahlreichen Taxen.
Hier schlossen wir uns einer Gruppe von drei Mann aus Baden-Württemberg an, die einen Sechssitzer ergattert und somit noch Plätze frei hatte. Am Ende hat die Fahrt 3,52 € pro Person gekostet. Gut, dass für den nächsten Tag eh die Abreise und somit eine Fahrt mit dem Privat-PKW zum Gelände geplant waren.
Nach einer Tütensuppe mit Weißbrot vom Spiritusbrenner (Der Platz bot zwar Gaskochstellen, aber wir wollten gemütlich am Zelt essen) wurden nur noch kurz die Sanitären-Anlagen zum Zähneputzen aufgesucht. Diese waren auf der Männerseite nicht mehr ganz frisch, da wohl einige Leute zu viel getrunken hatten, aber noch gut Nutzbar. Wer Bundeswehr-Charme mag, wird diese Anlagen lieben ;)
Der nächste Morgen.
Dieser Abschnitt wird Kürzer, das Wesentliche ist ja schon gesagt.
Der morgendliche Besuch, der Sanitären-Anlagen war Schonmal sauberer. An den Duschen gab es lange Schlangen und irgendwann war das Toilettenpapier in den Kabinen aus zum Glück nicht bei mir.
Immerhin ein Gothic-Klischee wurde bedient, denn ich war ziemlich erstaunt, wie ruhig es um Mitternacht war und was für ein Treiben dafür gegen 9 Uhr herrschte. So viel zum Thema Nachtaktiv.
Bis 12 Uhr sollte man abgereist sein, das haben wir geschafft. Der Bus sollte 11:30 h fahren, das hat er bereits 11:13 h geschafft. Grund für uns, noch zwei Leute mitzunehmen und sich ernsthaft Gedanken um das Organisationstalent des Veranstalters zu machen. Es war der zweite und letzte Bus von diesem Campingplatz aus.
Zu Wünschen übrig lässt auch die Beschilderung der Messe Köln. Einen Parkplatz haben wir gefunden und sogar näher am Gelände, als der offizielle Parkplatz, aber es war halt nicht der Offizielle.
Höhepunkt meiner Freundin war das Fangen, eines Drumsticks von Saltatio Mortis. Grund für uns mal die Autogrammstunde zu testen. Durch den Ausfall der Autogrammstunde von Subway to Sally, konnten wir und bereits eine Stunde vorher anstellen und Beregnen lassen. Kurz vorher ging ein richtiger Wolkenbruch runter, den wir zum Glück untergestellt erlebt haben. Im Laufe des Tages gab es noch mehrere kleinere Schauer und einzig der Knirps einer Kollegin hielt uns beim Warten trocken.
Die Autogrammstunde war super. Ich konnte frei rumlaufen und Fotos machen, die Security hielt sich dezent im Hintergrund und schaute eigentlich nur, dass keiner von der falschen Seite kam. Dazu war die Band richtig gut drauf.
Von den Autogrammstunden störte lediglich die Warteschlange. Diese ging zu bestimmten Zeiten bis zum Eingang der 2nd Stage und blockierte somit die Leute, die zum Trinkwasser oder Ein-/ Ausgang wollten. Aber der Platz war besser gewählt als letztes Jahr.
An diesem Tag war trotz des Regens die kleine Halle unerträglich. Wir haben uns den Anfang von Fetisch:Mensch angesehen und sind fast eingegangen. Die Halle erinnerte mit der schwül, warmen Luft an ein Treibhaus und wir sind ziemlich Bald wieder raus an die frische Luft.
Nach Samsas Traum überlegten wir, ob wir schon fahren sollten. Meine Freundin musste Montag früh arbeiten. Dreadful Shadows kannten wir nicht, Apoptygma Berzerk war wegen der Arbeit von Anfang an außen vor und Subway to Sally hätte ich das dritte mal innerhalb von zwei Jahren mit gleichem Programm gesehen. Das kommt davon, wenn die auf jedem Festival zweimal spielen. Nächstes Wochenende habe ich erneut die Chance, sie auf dem Wacken-Open-Air zu sehen.
Erleichtern wollten wir die Entscheidung, indem wir im Programmheft nach Beschreibungen der Bands suchten, aber diese waren nicht zu finden. Das sogenannte Programmheft bestand lediglich aus einer Auflistung der Zeiten, einem Plan vom Gelände und viel Werbung.
Unser Entschluss bestand also darin, die ersten Songs von Frontline Assembly zu hören und dann zu Fahren. Somit kamen wir entspannt Zuhause an und konnten noch die Sachen auspacken.
Das Amphi-Festival war trotz seiner kleinen Organisationsprobleme, die es schon immer hatte, mal wieder ein lohnendes Festival für entspannten Musikgenuss. Bei einem guten Line Up werd ich es wieder ins Auge fassen und die Shuttlebus Probleme werden wir einfach durch PKW Anreise umgehen. Die Straßen kenne ich ja mittlerweile auch, denn ich habe auf der Rückfahrt zweimal die Auffahrt gen Autobahn verpasst, aber jetzt weiß ich ja, wo ich lang muss.
Also, nächstes Jahr einfach mich fragen ;)



3 Kommentare
Danke für den ausführlichen Bericht!
#1 von Tina Halberschmidt am 25.07.07 um 18:11
Dreadful Shadows kennst du ganz bestimmt ;) Nur ist eine Hälfte der Band mittlerweile als Zeraphine bekannt ;)
#2 von Tapedeck am 25.07.07 um 20:53
Klasse Beitrag und danke für die Fotos
#3 von Beatrix Gutmann am 26.07.07 um 07:51