Die tragischen Formulierungen des Herrn Peter von Aesch
Glauben Sie mir, so mies habe ich mich noch nie gefühlt beim Rezensieren eines Buches. Und dabei hatte ich mich wirklich darauf gefreut. “Die tragischen Wandlungen des Herrn Gerhard Smied...“ machte auf mich einen guten ersten Eindruck. Format, Umschlaggestaltung, Titel, alles sehr einladend und interessant gestaltet. Der Klappentext auf der Rückseite des Buches war sehr vielversprechend.
Lesen Sie selbst:
Nach fünf Seiten genervt
Soweit so einigermaßen gut, denn ich stolperte bereits über die Formulierungen dieses Klappentextes.
Und ich begann mit der Lektüre. Ich kann Ihnen versichern, daß ich sehr viel lese und stets den Fleiß und die Arbeit eines Autors respektiere. Doch nach bereits 5 Seiten war ich total genervt. Peter von Aesch benutzt einen Schreibstil, den ich nach den ersten Zeilen ganz amüsant fand. Ich hatte ja keine Ahnung, daß dieses Amüsement kein Ende fand. Der Autor verliert sich in belanglosen, viel zu langen Erklärungen. Er formuliert, als möchte er um jeden Preis unterhaltsam und witzig sein. Weniger wäre mehr. Hin und wieder eine Wortspielerei ließe ich mir gerne gefallen. Ich gebe Ihnen hier gerne einige Beispiele:
Abgedroschene “Witze“ und viele Worte, die den Text aufblähen, ihm jedoch wirklichen keinen Sinn geben. Möglicherweise gehöre ich ja nicht zu der Zielgruppe, für die der Roman bestimmt ist? Den Formulierungen und Redewendungen nach könnte es sich hier um Jugendliche handeln. Dagegen spricht, daß das Thema des Buches doch sehr von den Interessen junger Leser abweicht.
Fakt ist, daß mir dieser Roman (ich bezweifle auch sehr, daß es diesem Genre überhaupt zugeordnet werden sollte) nicht gefällt. Noch mehr als nicht gefällt! Ich schaffte es bis zur Seite 22 und befand an dieser Stelle so mutig und aufrichtig zu sein, zuzugeben, daß mir meine Zeit zu schade ist, mich durch diese Lektüre zu quälen.
Ich weiß nicht, für wen Herr von Aesch schrieb; für mich ganz gewiß nicht.
Rosemarie Schmitt
Peter von Aesch
Die tragischen Wandlungen des Herrn Gerhard Smied
Erschienen bei der Edition Peer
ISBN 978-3-905942-02-6
438 Seiten
CHF 32,-



2 Kommentare
Korrektur:
Das Buch hat 348 Seiten!!
(nicht wie angegeben 438)
#1 von Rosemarie Schmitt am 30.07.10 um 16:52
Ist doch egal, wenn man es eh nur bis Seite 22 schafft.
#2 von Bernd Berke am 30.07.10 um 20:04