
Man konnte sich am Samstag Abend den „Musikantenstadl“ antun, oder ins Gemeinschaftshaus Wulfen gehen und ein wieder mal grandioses Konzert mit Heinz Rudolf Kunze, Wolfgang Stute und Hajo Hoffmann erleben.
Das Programm „Räuberzivil“ ist ein Wechsel zwischen instrumentalmusikalischem Feuerwerk, Gesang und gelesenen Texten von HRK. Seine Texte sind lustig bis bissig, poetisch bis lyrisch, allgemein bis tagespolitisch, leicht verständlich bis schwer und erschließen sich nicht immer beim ersten Hören. Dafür versteht wohl jede und jeder seine Liedtexte und seine Musik, die Hits wie "Finden Sie Mabel", "Meine eigenen Wege", "Aller Herren Länder" und "Wenn Du nicht wiederkommst" sowie auch neue Songs wie "Irrland", "Steckbrieflich gesucht", "Was haben wir angerichtet, "Legt die Waffen nieder".
Heinz Rudolf Kunze (Gesang, Gitarre, Piano) überträgt zusammen mit Wolfgang Stute (Gitarre, Cajon) und Hajo Hoffmann (Geige, Mandoline) seine musikalische Spielfreude auf seine Zuhörer, Über 10 Minuten lange Improvisationen mögen nicht jedermanns Geschmackssache sein und hören sich auf der CD nicht so gelungen an wie live, rissen aber das gesamte Publikum von den Sitzen. Standing ovations bescherten den Gästen Zugaben, unter anderem seinen neuen Song „Mir ist das Handy ins Klo gefallen". Nicht nur HRK-Fans gingen zufrieden nach Hause.
Eine kleine Bemerkung am Rande: Bedauerlich ist, nicht nur in diesem Fall, dass die örtliche Presse in ihren Vorankündigungen solcher Events viel zu zurückhaltend ist (kleine oder keine Bilder) wenig Text = unauffällig. Die Berichte danach sind im Gegensatz dazu groß aufgemacht. Das ist schlicht dumm. Die, die anwesend waren, brauchen das nicht mehr zu lesen, sie haben es miterlebt. Die, die nicht dort waren interessiert es kaum. Was soll das also?
© Claudia Peppenhorst

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