
Bei der Frage nach Ihren Hobbys steht "lesen" auf dem ersten Platz? Dann sind Sie hier genau richtig, denn heute ist wieder Bücherdienstag.
Wir bieten Ihnen die fünf folgenden Bücher zum lesen und rezensieren an.
1. Amélie Nothomb - Der japanische Verlobte
"Französisch zu unterrichten schien mir der beste Weg, um Japanisch zu lernen. Ich hinterließ eine Kleinanzeige im Supermarkt: Französisch-Einzelunterricht, attraktiver Preis."
Amélies erster Privatschüler heißt Rinri, kommt aus einer reichen Tokioter Familie und weiht die Belgierin wie erhofft in die Sitten und Gebräuche seines Landes ein. Japanisch spricht er dabei allerdings nicht, vielmehr ein Französisch, das Amélie wie schlechtes Chinesisch vorkommt. Er ist jedoch hoch motiviert, insbesondere, da ihm die Lehrerin gefällt.
Zwei jahre verbringt Amélie in Tokio. Zwei intensive und literarisch ergiebige Jahres. Einerseits war es die Hölle - in Mit Staunen und Zittern berichtete die Autorin von ihrer demütigenden Abwärtskarriere bei Yumimot. Mit dem japanischen Verlobten jedoch erlebt Amélie Stunden von paradiesischer Heiterkeit - das ist die andere Seite des Lands der aufgehenden Sonne, das ist das Japan, das sie liebt. (Diogenes)
2. Ingrid Hedström - Die toten Mädchen von Villette
Villette, Belgien, 24. Juni 1994: Drei Mädchen laufen nachts von der Johannisprozession zurück in ihr Heimatdorf. Kurze Zeit später werden sie tot aufgefunden. Auf der Suche nach dem Mörder wird die junge Untersuchungsrichterin Martine Poirot mit einem dunklen Kapitel ihrer eigenen Familiengeschichte konfrontiert. (suhrkamp)
3. Anna Mitgutsch - Wenn du wiederkommst
Sie wollten vernünftig lieben, mit Respekt und Maß. Leidenschaftlich und doch voller Achtung für die Freiheit des anderen. Ein ganzes Leben haben Jerome und die Erzählerin von Anna Mitgutschs neuem Roman gebraucht, um ein Liebespaar zu werden, das den eigenen hohen Ansprüchen genügt. Doch dann stirbt Jerome plötzlich, und die Erzählerin versucht mit einer eindringlichen, bewegenden Totenklage, das Versprechen eines Neuanfangs einzulösen, über den Tod hinaus. (Luchterhand)
4. Andreas Franz - Eisige Nähe
Der Kieler Musikproduzent Peter Bruhns wird zusammen mit seiner jungen Geliebten tot aufgefunden. Eine Beziehungstat? Oder das Werk eines persönlichen Feindes, von denen es nicht wenige gibt? Bei den Untersuchungen wird ein Gift gefunden, das den Kommissaren Sören Henning und Lisa Santos Rätsel aufgibt.
Der Fall nimmt eine ungeahnte Wendung, als am Tatort DNA sichergestellt wird, die in Deutschland bereits nach verschiedenen Morden aufgetaucht ist. Ist hier ein Serienmörder am Werk? (knaur)
5. Rüdiger R. E. Fock - Die Kestner
Ein Geschichtsbuch. Über die Neuzeit, von der Reformation bis heute. 485 Jahre Familiengeschichte von 1263 Menschen, die von dem 1524 im Pfefferkuchenstädtchen Pulsnitz in der Oberlausitz geborenen Stadtrichter Caspar Kestner abstammen und von dessen früh verwaistem Sohn Balthasar, dem Schneidergesellen, der durch die halbe Welt reiste, bevor er in dem beschaulichen Bückeburg eine neue Heimat fand.
Von Goethe ist die Rede oder vielmehr von dessen Werther. Von Familienstreitereien und von einem bekannten Museum in Hannover. Und von "hülfsbedürftigen Frauenzimmern". Von einem liberalen Unternehmer und Banker, der sich 1848 als Finanzminister in Berlin zwischen alle Stühle setzte. Seinem Sohn, der die Kriege der letzten preußischen Könige finanzierte. Und dessen Frau, die finanzkräftig die Emanzipation an den Universitäten voranzutreiben half. Während im Elsass ansässig gewordene Familienmitglieder engagierte französische Patrioten wurden, standen die auf der anderen Seite des Rheins verbliebenen Familienzweige dem neuen deutschen Chauvinismus nicht fern. Aber es gibt auch Lücken: Da hatte einer 1933 ein Bildnis des Führers angefertigt - ein vom Künstler kritiklos akzeptierter Auftrag oder Ausdruck ideologischer Verblendung? (Schnell)
Sind Sie interessiert an einem der Bücher?
Wir schicken Ihnen das Buch ihrer Wahl zu.
Senden Sie uns bis Donnerstag, 11. März 2010, 10 Uhr eine E-Mail mit Ihrem Bücherwunsch und Ihrer Anschrift an kritiken@westeins.de.
Wir erwarten innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt des Buches eine Rezension an Westropolis. Gehen mehrere E-Mails zu einem Titel ein, entscheidet das Los.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Das Rezensionsexemplar dürfen Sie selbstverständlich behalten.
(Bild: imago)

1 Kommentar
Auf Ihre Buecherdienstage fahr ich ab!
Mit viel Herz geschrieben.
#1 von Helgar am 17.03.10 um 10:32