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Nikko Weidemann - Schöne Schmerzen

Ein neuer Stern am deutschen Musikhimmel

Aufgeregt ziehe ich einen dünnen Umschlag aus dem Briefkasten und finde die neue CD von Nikko Weidemann, einem mir bis dahin unbekannten Künstler. Mein Musik-Abspielprogramm kategorisiert Herrn Weidemann in den Bereich "Alternative" und alternativ ist seine CD wirklich; sie ist als Alternativprogramm zu dem überfluteten deutschen Musikmarkt zu sehen.

 

Rein von seiner Art erinnert er mich spontan an das Duo "Ich und Ich", die seit ihrer ersten Single mein strahlenden Helden am deutschsprachigen Pop-Himmel sind und diese Ähnlichkeit ist durchaus als Kompliment gemeint.

 

Schöne Schmerzen, so der Titel des Albums, lässt mich zunächst rätseln; gemeint sind hierbei vor allem Schmerzen im Bezug auf unerwiderte oder unglückliche Liebe. Dabei gleicht kein Lied dem andern, immer wird eine neue, mitunter tragische, bisweilen auch heitere Geschichte erzählt. Jedes Lied für sich ist ein kleiner Mikrokosmos an begnadeter Musikkunst! Sicher könnten manche sagen, die Songs seien zu langsam, öde oder einfach nur für Weicheier. Aber dem ist nicht so: Im Gegenteil, ein starker Mann, der seine schwache verletzliche Seite zeigt und Dinge ausspricht, die jedem, der schon mal unglücklich verliebt war, auf der Seele brennen, das hat auf dem deutschen Musikmarkt definitiv gefehlt.

 

Mit einer sanften Stimme und sehr viel Pianobegleitung [absoluter Pluspunkt!!!] war ich nicht nur einmal den Tränen nahe: So metapherreich, so melancholisch, so gefühlvoll und vollendeter Poesie, das alles ist Nikko Wiedemann! [Anspieltipps: Ewigkeit von einem Moment, Wann kommst du vorbei, Sag mir wann]

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