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Die bairishe Geisha: Mein München - Was haben wir hier verloren?

"Mein München - Was haben wir da verloren?"

Eine Geisha lädt in ihr München ein, das sich am 1. Dezember 2007, im Rahmen des Impulse Festivals, jedoch in Mülheim befindet.
Aber welches Bild vermittelt man Nicht-Münchnern von München und vor allem wie macht man das?

"Die bairische Geisha" benutzt dazu drei Leinwände, ein paar Fakten und viele Anekdoten. Es entsteht ein Abend, der aus vielen kleinen Szenen und musikalischen Darbietungen zusammengesetzt ist.
Die drei Frauen (Judith Huber, Eva Löbau, Ren Saibara) erzählen von ihren alltäglichen Erlebnissen in München, machen kleine geschichtliche und geologische Exkursionen über Heinrich den Löwen bis zu dem Salzgehalt der Theresienwiese und mit Hilfe von den beiden Musikern (Peter Pichler, Dim Sclichter) formieren sie sich zu einer Band, die die Spezialitäten Münchens besingt.

Leider wird nicht deutlich, welche Haltung die Performer wirklich gegenüber München haben und wie viel Parodie und Ironie in der Inszenierung steckt, da der Kontakt zu den Zuschauern durch die Vielfalt und Masse an Eindrücken und Bildern kaum aufgenommen wird.

Und auch wenn die Figur der Geisha durch das Kostüm eine ständige Präsenz auf der Bühne hat, wird kein Bezug auf die asiatische Kultur und die Verbindung zu München genommen.
Am Ende stelle ich mir die Frage, ob nicht auch ein hessischer Cowboy oder ein mecklenburgische
Versicherungsvertreter mir genauso viel von München gezeigt hätte, denn außer den üblichen Schlagwörtern à la Weißwurst und Weizenbier wurden mir einzig und allein nur viele Fragen mit auf den Weg gegeben.
Vielleicht - aber auch nur vielleicht - sollen mir diese Fragen mein persönliches München näher bringen.

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