Dass der Sichereitswahn der USA gelegentlich seltsame Blüten treibt, überrascht niemanden mehr. Trotzdem haben es die Behörden geschafft, noch einen drauf zu sezten - indem sie den Musikern von New Model Army das Einreisevisum verweigert haben.
Zum Ende des Jahres wollte die britische Gruppe dort auf Tour gehen, 14 große Konzerte standen auf dem Programm. Nach der Veröffentlichung des neuen Albums High war das Interesse groß, bereits mehrere tausend Eintrittskarten seien verkaufen worden. Nun wird nichts draus, die US-Tour ist abgesagt worden.
"Wir sind fassungslos und tief enttäuscht", sagt Sänger Justin Sullivan. Angeblich habe das Wort „Army” im Bandnamen bei den Behörden den Verdacht auf terroristische Aktivität geweckt. Offiziell (und das von beiden Seiten) ist zwar nur von "technischen Problemen" bei der Visa-Bearbeitung die Rede, allerdings schreiben die Künstler auf ihrer Web-Seite: "An einem anderen Tag, auf einem anderen Bearbeitungstisch, wäre unser Antrag ohne Nachfrage genehmigt worden."
Gegründet wurde die Band 1982, früh wurden internationale Erfolge gefeiert. Heute zählt New Model Army zu einer der besten Bands aus Großbritannien. Auch in den Vereinigten Staaten gaben New Model Army in den vergangenen Jahren regelmäßig Konzerte. Probleme bei der Einreise hätte es bisher nie gegeben.
Immerhin, ein Trost für die deutschen Fans: Die Absage der US-Tour hat keine Auswirkung auf die geplanten Army-Auftritte in Deutschland. Im Kölner Palladium spielen New Model Army am 22. Dezember.
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Ein neues NMA-Album ist veröffentlicht und wie immer gehen die Jungs um Justin Sullivan auf Tour. In den USA dürfen sie dieses Jahr allerdings nicht spielen - New Model Army’s Tour in den Staate... weiter
#1 von Der Eckpfeiler am 10.10.07 um 15:07