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In Bewegung bleiben

Lesen bildet nicht immer

Man hört ja immer wieder von Menschen, die Gott geschaut haben wollen. Oft sind die Situationen, in denen er sich leibhaftig gezeigt haben soll, in relativer zeitlicher Nähe mit bewußtseinserweiternden Substanzen, Mangelernährung und oder beidem angesiedelt.
Gerade dieser Tage, als ich aus Gründen ein Buch lesen musste, das zuvor (ebenfalls aus Gründen) schamhaft in mehrere Lagen Papier eingewickelt worden war, saß ich mit erwähntem Printprodukt in einem Zug fest. Es gab über Stunden kein Entrinnen, weder aus dem Zug, noch weg von der Lektüre. 160 Seiten Lebenszeitvernichtung plus anhaltendem Ärger im direkten Anschluß. Gott, oder was Menschen dafür halten, scheint sehr viel zu sagen, wenn man ihn denn nur lässt, evtl. kommt es in der Kommunikation aber auch zu kleinen Mißverständnissen. Das kennt man aus langjährigen Beziehungen und es ist gut, dass nicht jeder willens ist darüber zu schreiben.



Zur anschließenden Entspannung sah ich, dank meines Vordermannes, lautlos einige Folgen "Alien". Die Vernichtung der menschlichen Spezies kann, temporär, sehr beruhigend sein.

 
 

8 Kommentare

Na klar. Lesen ist oft grausame Zeitverschwendung. Gilt aber z. B. auch für Kino - und erst recht für TV.

Da heißt es eben sorgfältig auswählen - und selbst dann ist man nicht gefeit.

Verrätst Du uns denn, welches Buch Dich so genervt hat?

#1 von Bernd Berke am 04.06.08 um 10:42

 

gestern erzählte mir jemand er würde nur das sog. "unterschichtenfernsehen" gucken, um überhaupt noch schlafen zu können.

#2 von Juliette Guttmann am 04.06.08 um 19:15

 

Das hört sich aber sehr nach der Frau Roche an.

#3 von Thomas Lau am 04.06.08 um 20:44

 

ich glaube mich erinnern zu können, dass es ein mann war. und der mann war nicht im fernsehen!

#4 von Juliette Guttmann am 04.06.08 um 21:16

 

ich schaue auch machts unterschichtenfernsehen, muß es aber seit einigen jahren mit sedativa kombinieren, um noch schlafen zu können

#5 von Else Buschheuer am 05.06.08 um 00:55

 

Schaue mir manchmal nachmittags Unterschichtenfernsehen an. Alternative zum Mittagsschläfchen. Wirkt wie Espresso. Hilft dem Kreislauf auf die Beine. Mein leider allzu früh abgesetzter Favorit: Natascha Zuraw. Für sie hätte ich die Richterskala gern umgedreht. Auf der nach unten offenen Skala des schlechten Geschmacks hatte Zuraw gefühlte 7,8.

#6 von jürgen overkott am 08.06.08 um 00:19

 

Gibt es auch Oberschichten-Fernsehen?

#7 von Stefan Dernbach am 08.06.08 um 07:13

 

Hoffe, daß ich hier nicht rausgeschmissen werde wenn ich der Meinung bin, man sollte im Internet auch eine Grenze ziehen zwischen oben und unten. Lesen bildet und schön,daß nicht jeder die gleiche Meinung haben muß wie ein anderer Mensch.

#8 von meike schrut am 05.07.08 um 15:50

 

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