Man kann über Stefan Raab sagen, was man will - aber hat er einen Riecher für Trends.
Genau das kann man der ARD nicht vorwerfen, vor allem nicht beim Eurovision Song Contest. Die vergangenen Jahre haben das Publikum Bescheidenheit gelehrt, die Musikindustrie und nicht zuletzt den ausrichtenden Fernsehsender NDR.
Kein Wunder also, dass auch bei der alten Tante ARD darüber nachgedacht wird, mal was Neues auszuprobieren. Und ein Deal mit Stefan Raab wäre etwas Neues. Mal angenommen, die Kooperation käme tatsächlich zustande, gäbe es zum ersten Mal in der deutschen TV-Geschichte so etwas wie PPP - Public Private Partnership. Die gebührenfinanzierte, öffentlich-rechtliche ARD macht Unterhaltung gemeinsam mit dem Privatsender ProSieben. Das gab es noch nie.
Stellt sich die Frage, ob es das je geben wird. Das Erste jedenfalls schreckte vor der öffentlichen Bekanntgabe der Raab-Connection zurück.
Viel erfuhr die Öffentlichkeit am Dienstag wenig.
Gerade deswegen blühen Spekulationen so munter wie Löwenzahn am Straßenrand.
Was haltet Ihr von folgendem Szenario:
Der Kontrakt sieht vor, ProSieben macht die Vorauswahl. Raab castet, wie bereits beim Bundesvision Song Contest, daheim in Köln im Studio an der Schanzenstraße.
Der NDR zeigt das Finale des deutschen Vorentscheides und zieht mit dem Sieger zum europäischen Contest.
Doch dummerweise türmten sich Hindernisse auf - und zwar beim WDR. Der Sender wollte sich nicht vor seiner eigenen Haustür demonstrieren lassen, dass die Unterhaltungsredaktionen des Ersten, also auch des WDR, kaum noch etwas auf die Kette kriegen.
Deshalb blockten der WDR.
Nach außen weiß man natürlich von nichts.
Alles Spekulation, oder?

2 Kommentare
... der R**b macht doch nur die sicheren Sachen, kleine Mädchen auslachen und so ...
#1 von Thomas Lau am 23.05.09 um 18:02
"Deshalb blockten der WDR" Dem SAU!
"Nach außen weiß man natürlich von nichts"?
Doch! Piel führt nicht zum Ziel!
#2 von Know Wotni am 23.05.09 um 22:38