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Warum es ums Ganze geht

Hans-Peter Dürr über Neues Denken für eine Welt im Wandel

In diesen Tagen treffen sie sich wieder in Kopenhagen, um dem Klimawandel entgegen zu wirken - die Entscheider der Welt. "Der Klimaschutz kennt keine Grenzen", sagt Dänemarks Ministerpräsident Rasmussen. Am Ende gehen alle mit einem guten Gefühl zurück in ihre Heimat. Emissionshändler werden sich die Hände reiben, weil sie für die gerechte Umschichtung der Co2-Werte sorgen und jeder hat ein gutes Gewissen.


Warum es ums Ganze geht, so nennt Hans-Peter Dürr sein Buch. Darin gibt es Antworten auf alte Fragen und zeigt auf, dass die aktuellen, globalen Probleme, die Folgen eines längst überholten Weltbildes sind. Der Physiker und Träger des Alternativen Nobelpreises, wurde 1929 geboren und zeigt in diesem Buch auf, welche historischen Ereignisse sich im Laufe seines Lebens ereignet haben und wie sie sich auf das gesamte Weltbild ausgewirkt haben. Dabei plädiert er dafür, dass jeder einzelne Bürger die Verantwortung für sein Handeln übernehmen muss.

"Sich moderat verhalten und entschleunigen," sind nach Dürrs Meinung nützliche Verhaltensweisen. Seine These stützt er dabei auf Naturgesetze, die durch zahlreiche Beispiele gestützt werden. Die Verbindung zu Werner Heisenberg, dessen Schüler er war, ist dabei unverkennbar.
Dürr plädiert für Nachhaltigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Ein guter Ansatz, der mehr und mehr Menschen in der heutigen Zeit beschäftigt. Wirtschaft und Politik reagieren mit umweltfreundlichen und gesunden Produkten. "Bio" und "Öko" sind zu Trendprodukten geworden, es gibt mehr und mehr Netzwerke, in denen Menschen über ihre Erfahrungen berichten.


Das Buch ist nicht gerade leichte Kost. Es gibt kein "Entweder-Oder" mehr, sondern die "Sowohl-als-Auch" Haltung bewegt die Menschen zum Umdenken, das hat der Autor gut erkannt. Man darf dabei nicht vergessen, dass eine Vielzahl von Menschen tagtäglich um ihr Leben und das ihrer Familien kämpfen. Da bleibt wenig Zeit, sich Gedanken über Klimawandel und Paradigmenwechsel zu machen.

Eine Veränderung kann also nur von dem Teil der Bevölkerung erreicht werden, die bewusst handeln und denen es ein Bedürfnis ist, die Welt zu erhalten.

Dabei wird man feststellen, dass diese Menschen leider in der Minderzahl sind.
Das Buch ist mehr ein Porträt von Hans-Peter Dürr, als ein Leitfaden für umweltbewußte Querdenker. Dennoch ist es empfehlenswert, weil es aufzeigt, was ein Mensch erreichen kann.

ökom-Verlag 19,90 €

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4 Kommentare

oh, herr dürr auch ein 29er.

bei herren berke= " „Old men ought to be explorers.“ Und er übersetzt frei: „Alte Männer müssen Kundschafter sein.“"
interessant:
http://www.theelders.org/

#1 von tmk am 10.12.09 um 09:50

 

p.s.: dies gilt selbstverständlich auch für damen. siehe:

http://www.zeit.de/wissen/2009-10/nobelpreis-ostrom-hintergrund

#2 von tmk am 10.12.09 um 09:57

 

Ah, interessant!

#3 von Beatrix Gutmann am 10.12.09 um 16:07

 

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#4 von qbOlivia am 22.02.10 um 05:09

 

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