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    <title>www.westropolis.de - Westropolis.de</title>
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    <copyright>admin</copyright>
    <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 15:32:49 GMT</pubDate>
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    <dc:date>2010-03-09T15:32:49Z</dc:date>
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      <title>Liebste Freizeitbeschäftigung mit fünf B...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60261/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Bei der Frage nach Ihren Hobbys steht &amp;quot;lesen&amp;quot; auf dem ersten Platz? Dann sind Sie hier genau richtig, denn heute ist wieder B&amp;uuml;cherdienstag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir bieten Ihnen die f&amp;uuml;nf folgenden B&amp;uuml;cher zum lesen und rezensieren an.&amp;nbsp; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt;1. Am&amp;eacute;lie Nothomb - Der japanische Verlobte&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Franz&amp;ouml;sisch zu unterrichten schien mir der beste Weg, um Japanisch zu lernen. Ich hinterlie&amp;szlig; eine Kleinanzeige im Supermarkt: Franz&amp;ouml;sisch-Einzelunterricht, attraktiver Preis.&amp;quot;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am&amp;eacute;lies erster Privatsch&amp;uuml;ler hei&amp;szlig;t Rinri, kommt aus einer reichen Tokioter Familie und weiht die Belgierin wie erhofft in die Sitten und Gebr&amp;auml;uche seines Landes ein. Japanisch spricht er dabei allerdings nicht, vielmehr ein Franz&amp;ouml;sisch, das Am&amp;eacute;lie wie schlechtes Chinesisch vorkommt. Er ist jedoch hoch motiviert, insbesondere, da ihm die Lehrerin gef&amp;auml;llt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zwei jahre verbringt Am&amp;eacute;lie in Tokio. Zwei intensive und literarisch ergiebige Jahres. Einerseits war es die H&amp;ouml;lle - in&lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt; Mit Staunen und Zittern&lt;/span&gt; berichtete die Autorin von ihrer dem&amp;uuml;tigenden Abw&amp;auml;rtskarriere bei Yumimot. Mit dem japanischen Verlobten jedoch erlebt Am&amp;eacute;lie Stunden von paradiesischer Heiterkeit - das ist die andere Seite des Lands der aufgehenden Sonne, das ist das Japan, das sie liebt.&lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt; (Diogenes)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt;2. Ingrid Hedstr&amp;ouml;m - Die toten M&amp;auml;dchen von Villette&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Villette, Belgien, 24. Juni 1994: Drei M&amp;auml;dchen laufen nachts von der Johannisprozession zur&amp;uuml;ck in ihr Heimatdorf. Kurze Zeit sp&amp;auml;ter werden sie tot aufgefunden. Auf der Suche nach dem M&amp;ouml;rder wird die junge Untersuchungsrichterin Martine Poirot mit einem dunklen Kapitel ihrer eigenen Familiengeschichte konfrontiert.&lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt; (suhrkamp)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt;3. Anna Mitgutsch - Wenn du wiederkommst&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie wollten vern&amp;uuml;nftig lieben, mit Respekt und Ma&amp;szlig;. Leidenschaftlich und doch voller Achtung f&amp;uuml;r die Freiheit des anderen. Ein ganzes Leben haben Jerome und die Erz&amp;auml;hlerin von Anna Mitgutschs neuem Roman gebraucht, um ein Liebespaar zu werden, das den eigenen hohen Anspr&amp;uuml;chen gen&amp;uuml;gt. Doch dann stirbt Jerome pl&amp;ouml;tzlich, und die Erz&amp;auml;hlerin versucht mit einer eindringlichen, bewegenden Totenklage, das Versprechen eines Neuanfangs einzul&amp;ouml;sen, &amp;uuml;ber den Tod hinaus. &lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt;(Luchterhand)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt;4. Andreas Franz - Eisige N&amp;auml;he&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Kieler Musikproduzent Peter Bruhns wird zusammen mit seiner jungen Geliebten tot aufgefunden. Eine Beziehungstat? Oder das Werk eines pers&amp;ouml;nlichen Feindes, von denen es nicht wenige gibt? Bei den Untersuchungen wird ein Gift gefunden, das den Kommissaren S&amp;ouml;ren Henning und Lisa Santos R&amp;auml;tsel aufgibt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Fall nimmt eine ungeahnte Wendung, als am Tatort DNA sichergestellt wird, die in Deutschland bereits nach verschiedenen Morden aufgetaucht ist. Ist hier ein Serienm&amp;ouml;rder am Werk? &lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt;(knaur)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt;5. R&amp;uuml;diger R. E. Fock - Die Kestner &lt;/span&gt;&amp;nbsp; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Geschichtsbuch. &amp;Uuml;ber die Neuzeit, von der Reformation bis heute. 485 Jahre Familiengeschichte von 1263 Menschen, die von dem 1524 im Pfefferkuchenst&amp;auml;dtchen Pulsnitz in der Oberlausitz geborenen Stadtrichter Caspar Kestner abstammen und von dessen fr&amp;uuml;h verwaistem Sohn Balthasar, dem Schneidergesellen, der durch die halbe Welt reiste, bevor er in dem beschaulichen B&amp;uuml;ckeburg eine neue Heimat fand.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von Goethe ist die Rede oder vielmehr von dessen &lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt;Werther&lt;/span&gt;. Von Familienstreitereien&amp;nbsp; und von einem bekannten Museum in Hannover. Und von &amp;quot;h&amp;uuml;lfsbed&amp;uuml;rftigen Frauenzimmern&amp;quot;. Von einem liberalen Unternehmer und Banker, der sich 1848 als Finanzminister in Berlin zwischen alle St&amp;uuml;hle setzte. Seinem Sohn, der die Kriege der letzten preu&amp;szlig;ischen K&amp;ouml;nige finanzierte. Und dessen Frau, die finanzkr&amp;auml;ftig die Emanzipation an den Universit&amp;auml;ten voranzutreiben half. W&amp;auml;hrend im Elsass ans&amp;auml;ssig gewordene Familienmitglieder engagierte franz&amp;ouml;sische Patrioten wurden, standen die auf der anderen Seite des Rheins verbliebenen Familienzweige dem neuen deutschen Chauvinismus nicht fern. Aber es gibt auch L&amp;uuml;cken: Da hatte einer 1933 ein Bildnis des &lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt;F&amp;uuml;hrers &lt;/span&gt;angefertigt - ein vom K&amp;uuml;nstler kritiklos akzeptierter Auftrag oder Ausdruck ideologischer Verblendung? &lt;span style=&quot;font-style: italic&quot;&gt;(Schnell)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sind Sie interessiert an einem der B&amp;uuml;cher?&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir schicken Ihnen das Buch ihrer Wahl zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Senden Sie uns bis Donnerstag,&lt;span style=&quot;font-weight: bold&quot;&gt; 11. M&amp;auml;rz 2010, 10 Uhr&lt;/span&gt; eine E-Mail mit Ihrem B&amp;uuml;cherwunsch und Ihrer Anschrift an kritiken@westeins.de.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir erwarten innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt des Buches eine Rezension an Westropolis. Gehen mehrere E-Mails zu einem Titel ein, entscheidet das Los. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Rezensionsexemplar d&amp;uuml;rfen Sie selbstverst&amp;auml;ndlich behalten.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Bild: imago) &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 16:02:59 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Kinga Golomb ]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-09T16:02:59Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Von Verrätern und Liebhabern - Der engli...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60247/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Robert Dudley ist der Sohn John Dudleys, der nach dem Tod von Henry VIII.&amp;#39;s Sohn Edward versuchte, die Erbfolge zu umgehen und Lady Jane Grey auf den Thron setzte. Diese war ganze neun Tage K&amp;ouml;nigin, bevor sie von Queen Mary abgel&amp;ouml;st und hingerichtet wurde, ebenso wie John Dudley, dessen gesamte Familie als Verr&amp;auml;ter danach in Ungnade fiel. Doch das Zeitalter der Tudors war turbulent und es w&amp;auml;ren nicht die Tudors, wenn der Versto&amp;szlig;ene von gestern nicht der Vertraute von morgen sein konnte. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So ergeht es auch der Dudley-Familie, die durch Roberts enge Beziehung zur neuen K&amp;ouml;nigin Elizabeth I. wieder gro&amp;szlig;en Einfluss erlangt. Dar&amp;uuml;ber, wie eng diese Beziehung ist, zerrei&amp;szlig;t sich das gesamte K&amp;ouml;nigreich den Mund. Eng genug, um Robert Dudley auf den Thron zu bringen, den Elizabeth I. so vielen hochrangigen M&amp;auml;nnern vor ihm versagt? Eng genug, dass Robert seine eigene Frau umbringen (lassen) w&amp;uuml;rde um f&amp;uuml;r die K&amp;ouml;nigin frei zu sein? Oder gar eng genug, dass die K&amp;ouml;nigin selbst Amy Dudleys Tod veranlassen w&amp;uuml;rde? All diese Spekulationen k&amp;ouml;nnen fatale Folgen f&amp;uuml;r die Herrschaft des englischen K&amp;ouml;nigreichs haben ...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausgangspunkt des historischen Romans von Tanja Kinkel ist die Nachricht des Todes von Amy Dudley, der in aller &amp;Ouml;ffentlichkeit gedem&amp;uuml;tigten Frau des Liebhabers der K&amp;ouml;nigin. Die Implikationen dieser Tatsache k&amp;ouml;nnen nicht nur Robert Dudley den Kopf, sondern auch Queen Elizabeth I. den l&amp;auml;ngst noch nicht stabilen Thron kosten. Also sendet Dudley seinen Vetter Blount nach Cumnor Place um in diesem Todesfall zu ermitteln &amp;quot;ohne Ansicht von Rang&amp;quot;. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich nenne dieses Buch bewusst einen historischen Roman und nicht einen historischen Krimi, denn daf&amp;uuml;r fehlt streckenweise die kriminalistische Handlung und Spannung. Als historischer Roman zeigt dieses Buch jedoch eindrucksvoll die politischen Verh&amp;auml;ltnisse der damaligen Zeit und wieviel vom Urteil der ausgesandten Jury abh&amp;auml;ngt. Ihre Entscheidung k&amp;ouml;nnte das K&amp;ouml;nigreich ersch&amp;uuml;ttern, wird aber mindestens die Beziehung zwischen Elizabeth und Dudley ver&amp;auml;ndern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Die Handlung zieht sich lediglich &amp;uuml;ber den Zeitraum einer Woche: von Montag, dem 09. September 1560, bis Sonntag, den 15. September 1560. Dabei sollten sich Leser nicht vom Todesjahr des Protagonisten Thomas Blount im Stammbaum auf den letzten Seiten des Buches verwirren lassen: laut Aussage der Autorin ein Tippfehler des Verlags, der den Tod Blounts vor die geschilderte Handlung datiert. Unterbrochen werden die Kapitel aus der Sicht Blounts durch sogenannte Zwischenspiele in der Ich-Perspektive von Kat Ashley, der fr&amp;uuml;heren Erzieherin und noch Vertrauten Elizabeths. Auf diese Weise kann der Leser sowohl Einblick in Dudleys Absichten als auch in Elizabeths Gef&amp;uuml;hle nehmen. Und der interessierte Leser wird wissen, dass Elizabeth nie geheiratet hat. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kinkel pr&amp;auml;sentiert in ihrem Buch &amp;quot;Im Schatten der K&amp;ouml;nigin&amp;quot; eigene und &amp;uuml;berzeugende Theorien - denn nichts anderes stellen historische Romane dar, die sich auf historisch verb&amp;uuml;rgte Personen beziehen - dazu, wie die Beziehung zwischen Elizabeth und Dudley aussah, warum Elizabeth nicht geheiratet hat und wie es zum historisch verb&amp;uuml;rgten merkw&amp;uuml;rdigen Tod Amy Dudleys kam. Auch die Aufl&amp;ouml;sung ist &amp;uuml;berzeugend und gleichzeitig f&amp;uuml;r den Leser befriedigend, der zwar zum einen mit Blount und Dudley fiebert, zum anderen aber grenzenloses Mitleid mit einer Frau empfindet, die aller Wahrscheinlichkeit nach sehr krank war und &amp;uuml;berdies in einer Ehe gefangen mit einem Mann, der sie lange nicht mehr liebte, aber von dem sie sich nichts sehnlicher w&amp;uuml;nschte, als genau das.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig gewinnt der Leser aber auch Einblick in ein zerrissenes England, das nicht ohne weiteres ein Kind Henrys als rechtm&amp;auml;&amp;szlig;igen Herrscher anerkennt und in dem zwei Kirchen gegeneinander k&amp;auml;mpfen. Henry VIII und Mary haben Elizabeth ein schweres Erbe hinterlassen, das Elizabeth die Liebe zu Dudley fast unm&amp;ouml;glich macht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch kann das Buch voll &amp;uuml;berzeugen: das Cover ist gut gew&amp;auml;hlt und zeigt einen Ausschnitt aus dem Gem&amp;auml;lde &amp;quot;The Death of Amy Robsart in 1560&amp;quot; von William Frederick Yeames aus dem Jahr 1879, der sich damit genau mit dem Tod von Amy Dudley befasste. Dem Nachwort ist zu entnehmen, dass das Bild jedoch retuschiert wurde, um dem Misstrauen erweckenden Umstand Rechnung zu tragen, dass Amy Dudleys Haare ordentlich hergerichtet waren. Der Geschichte geht zudem eine Zeittafel &amp;uuml;ber die Herrschaft der Tudors voraus und am Ende des Buches finden sich Stammb&amp;auml;ume der Tudors, Dudleys und Blounts. Zudem gibt es ein umfassendes Nachwort, das &amp;uuml;ber weitere Umst&amp;auml;nde und Ereignisse aufkl&amp;auml;rt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die vielen erw&amp;auml;hnten Namen und Personen f&amp;uuml;r weniger interessierte Leser oder Neueinsteiger in die Materie der Tudors doch sehr verwirrend sein k&amp;ouml;nnen. Viele Personen werden nur zur Schilderung politischer Ereignisse und am Rande erw&amp;auml;hnt: bspw. Bischof Cranmer, Thomas Seymour und Edward Seymour. Es lohnt sich jedoch, &amp;uuml;ber diese Personen vorab etwas zu wissen, um sie richtig einordnen zu k&amp;ouml;nnen. Oder notfalls ein einschl&amp;auml;giges Internet-Nachschlagewerk zur Hand zu haben.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meinem Lesevergn&amp;uuml;gen hat dies jedoch keinen Abbruch getan und ich habe das Buch geliebt; von der ersten bis zur letzten Seite. Es war fessenld, &amp;uuml;berzeugend und &amp;auml;u&amp;szlig;erst gut recherchiert wie wenige andere. Es ist keinesfalls verkitscht, wie oft &amp;uuml;blich. Und vor allem: es pr&amp;auml;sentierte ein realistisches, glaubhaftes und lebendiges Bild des 16. Jahrhunderts am englischen Hof. Dies wird gewiss nicht mein letztes Buch dieser Autorin gewesen sein.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:20:05 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[anushka]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-09T09:20:05Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Starker Tobak</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60252/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Wir erleben es jeden Tag und wissen es von daher eigentlich schon. Das Niveau im Allgemeinen, ist rapide gesunken. Dieses Faktum der Verbl&amp;ouml;dung hat Ursachen und verfolgt Absichten. Aber welche?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Thomas Wieczorek liefert in seinem Buch &amp;quot;DIE VERBL&amp;Ouml;DETE REPUBLIK&amp;quot; ( Knaur Verlag )zahlreiche Beispiele aus Wirtschaft &amp;amp; Politik, die das Karussel auf dem wir sitzen, so exakt beschreibt, dass man sich fragt: Warum erfolgt eigentlich kein Aufschrei? Was ist mit dem m&amp;uuml;ndigen B&amp;uuml;rger los? Ist er narkotisiert?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der steinige, aber auch am&amp;uuml;sante Weg der Antworten, f&amp;uuml;hrt bei Wieczorek zu den Medien. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie sind nicht nur die vierte Gewalt im Staate. Sie sind das Bindeglied zwischen Politik &amp;amp; Wirtschaft. Das Sprachrohr. Eigentlich w&amp;auml;re der Begriff Lautsprecher eher angebracht. Mal Lautsprecher, mal Schlafmittel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Thomas Wieczorek r&amp;auml;umt mit Mythen auf, die uns jeden Tag um die Ohren gehauen werden. Und dabei beginnt er mit solch wohltuenden Begrifflichkeiten wie Volkswille, Mitwirkung, Gemeinwohl und soziale Marktwirtschaft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das hohe Lied der Demokratie. Was ist aus ihm geworden?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Volkswille ist nicht gefragt. Er steht oftmals gar nicht mehr zur Debatte. Kriegsentscheidungen und EU-Vertr&amp;auml;ge - die sind f&amp;uuml;r das Volk zu kompliziert, so die Politiker, als dass man das Volk entscheiden lassen k&amp;ouml;nnte. Daf&amp;uuml;r haben wir Experten. Und geht die Sache schief, kommen neue Experten, um zu erkl&amp;auml;ren, warum die Sache leider nicht geklappt hat. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es gab pl&amp;ouml;tzlich unabsehbare Ereignisse, die die ganze Sache haben scheitern lassen. Wobei das Wort Scheitern tunlichst vermieden wird. Man spricht eher von ung&amp;uuml;nstiger politisch-wirtschaftlicher Gro&amp;szlig;wetterlage. Und wer kann schon etwas gegen das Wetter tun?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach Wieczorek liegt &amp;uuml;ber der Republik ein dicker Wolkenteppich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Transparenz Fehlanzeige ! &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weder Politik noch Wirtschaft w&amp;uuml;nschen Transparenz. Letztere kann man dem Volk nicht zumuten. Es w&amp;uuml;rde zu sehr schmerzen. Und wer wei&amp;szlig;? Vielleicht k&amp;auml;me die Herde pl&amp;ouml;tzlich auf den dummen Gedanken zu fordern, was das Grundgesetz ihr verspricht. Das Grundgesetz? Fragen Sie mal auf der Stra&amp;szlig;e nach dem Grundgesetz?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;quot;Die W&amp;uuml;rde des Menschen ist unantastbar.&amp;quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nicht nur Dieter Bohlen hat an diesem Grundgedanken so seine Zweifel. Vielleicht kennen ihn viele auch gar nicht. W&amp;uuml;rde? Was soll das sein? Gibt es eine w&amp;uuml;rdevolle Herde? Wer bl&amp;ouml;d ist, dem spricht man in der Regel die W&amp;uuml;rde ab. Verbl&amp;ouml;det man jemanden, dann entw&amp;uuml;rdigt man ihn. In diesem Fall das Gros des Volkes.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wieczorek nimmt die Chancengerechtigkeit unter die Lupe. Niedrigl&amp;ouml;hne. HartzIV. Bildungschancen. Ein Gro&amp;szlig;teil der Bev&amp;ouml;lkerung wurde von der Chance zum gesellschaftlichen Aufstieg einfach abgekoppelt. 3 Jobs, um &amp;uuml;berleben zu k&amp;ouml;nnen. Sklavenarbeitsverh&amp;auml;ltnisse. Hire &amp;amp; Fire.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;quot;Angst fressen Seele auf&amp;quot; - so R.W. Fassbinder. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Angst &amp;amp; Panik f&amp;uuml;hrt in die Irrationalit&amp;auml;t. Angst l&amp;auml;hmt. Nicht irgendeine Angst. Es geht um Existenzangst. Und das mitten im sogenannten Wohlfahrtsstaat, wo der St&amp;auml;rkere den Schw&amp;auml;cheren unterst&amp;uuml;tzen, f&amp;ouml;rdern und motivieren soll. An der Seite stehen. Die Hand reichen. Davon ist nur noch wenig zu sp&amp;uuml;ren, eigentlich &amp;uuml;berhaupt nichts. Die Unterschicht fungiert eher als Fu&amp;szlig;abtreter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Mythos vom Prinzip der Solidarit&amp;auml;t.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Wir sitzen alle in einem Boot...&amp;quot; - so hei&amp;szlig;t es in der Sonntagsrede der Politik. Das h&amp;ouml;rt sich immer gut an. Nur wer rudert? Und um was f&amp;uuml;r ein Boot handelt es sich eigentlich? Wer steuert?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unter Deck verweilen die Nichtw&amp;auml;hler. &amp;quot;Fahrt doch hin, wohin ihr wollt !!! Was geht mich Eure Politik an? Gar nichts!&amp;quot; Verabschiedung. Immer mehr B&amp;uuml;rger verabschieden sich. Immer mehr B&amp;uuml;rger werden verabschiedet und aussortiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;quot;Schei&amp;szlig;-Politik! Die machen doch eh nur das, was sie wollen!&amp;quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Abschalten. Nicht mehr mitmachen. Sich ausklinken. Somit bekommt die Demokratie ein Problem. Gro&amp;szlig;fl&amp;auml;chiges Abschalten &amp;amp; Ausklinken? In diesem Falle kann man dann auch nicht mehr von Volkswille &amp;amp; Volksvertretern sprechen. Wer vertreten wird, sind Interessengruppen. Wer interessiert? Nur noch die eigene Mannschaft, die eigene Partei, die eigene Gruppierung. Sie wird gef&amp;ouml;rdert, gest&amp;auml;rkt und mit Finanzmittel ausgestattet. Man kauft und l&amp;auml;sst sich kaufen. Einige nennen das Korruption, andere JOINT VENTURE.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Die Kasse klingelt fr&amp;ouml;hlich bei denen, die schon immer Geld und Besitz hatten. Das f&amp;auml;llt selbst dem bl&amp;ouml;desten Bundesb&amp;uuml;rger auf. Schicksal? G&amp;ouml;ttliche F&amp;uuml;gung?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bertelsmann-Studie Juni 2008:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;73 % der Bundesb&amp;uuml;rger finden die Verteilung der Einkommen ungerecht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;13 % empfinden sie als halbwegs gerecht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Thomas Wieczorek liefert Daten und Fakten aus der j&amp;uuml;ngeren Zeit. Man kann dem Buch nicht vorwerfen, es sei ein billiges Anti-Pamphlet. Es ist eher eine Art Gesamtschau der Verdrehung von Inhalten durch Politik &amp;amp; Wirtschaft, mit freundlicher, wie eintr&amp;auml;glicher Unterst&amp;uuml;tzung der Medien. Ein, zugegeben schmerzhafter Blick, auf die pure Ablenkungsgesellschaft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;DIE VERBL&amp;Ouml;DETE REPUBLIK&amp;quot; - Thomas Wieczorek - erschienen im Knaur-Verlag &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:15:14 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Stefan Dernbach]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-09T09:15:14Z</dc:date>
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    <item>
      <title>Großes Leben, große Leber</title>
      <link>http://www.westropolis.de/ingo.juknat/stories/60248/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Komisch. Mark E. Smith ist schon der zweite Musiker, dessen Autobiographie mir besser gef&amp;auml;llt als seine Platten. Der erste war Mark Oliver Everett, alias Eels (Besprechung &lt;a href=&quot;http://www.westropolis.de/ingo.juknat/stories/57835/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;). Das Buch, um das es hier geht, hei&amp;szlig;t &amp;quot;Renegade&amp;quot;, stammt vom legend&amp;auml;ren Kopf von The Fall und ist, soviel vorab, urkomisch. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;The Fall haben bekanntlich nie zu irgendeiner Szene geh&amp;ouml;rt, waren weder Punk, Pop, noch Indie. Und f&amp;uuml;r den Ausdruck &amp;quot;Avantgarde&amp;quot; w&amp;uuml;rde Smith mir vermutlich gleich einen Bierkrug entgegenschleudern. Aber zum Gl&amp;uuml;ck geht es an dieser Stelle ja nicht um Smiths Platten, sondern sein Buch.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Oberfl&amp;auml;chlich gelesen, wirkt &lt;em&gt;Renegade&lt;/em&gt; wie die 5-Uhr-morgens-Tirade eines Trinkers, der gerade aus dem Pub geworfen wird. Das passt insofern, als Smith selbst Lemmy von Mot&amp;ouml;rhead unter den Tisch trinken w&amp;uuml;rde und einige der skurrilsten Situationen in &lt;em&gt;Renegade&lt;/em&gt; mit Alkohol zu tun haben (Smiths mehrt&amp;auml;gige Internierung in einer New Yorker Polizeizelle sei hier als High- bzw. Lowlight genannt). Man sollte sich das Ganze allerdings nicht vorstellen wie die Suff- und Prollstorys in der M&amp;ouml;tley-Cr&amp;uuml;e-Biographie &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Dirt-Confessions-Worlds-Most-Notorious/dp/0060989157/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;s=books-intl-de&amp;amp;qid=1268089823&amp;amp;sr=1-1&quot;&gt;&lt;em&gt;The Dirt&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Denn eines ist sicher: Ein Proll ist Smith nicht. Auch wenn er seine Arbeiterklassewurzeln immer wieder betont, ist er doch extrem belesen und hat die Klassiker von Dostojewski bis Kafka intus &amp;#8211; eine Tatsache, die man Fall-Texten manchmal anmerkt. Waren diese immer schon eine Art verschl&amp;uuml;sselter Sozialkommentar, so wird daraus in &lt;em&gt;Renegade&lt;/em&gt; ein offener. Und was das Trinken angeht, da sollte man Smith selbst sprechen lassen:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Wenn mir Leute sagen, ich h&amp;auml;tte ein Alkoholproblem, dann sag ich ihnen, ja ich habe ein Problem mit Alkohol &amp;#8211; zum Beispiel, wo ich nach elf Uhr welchen herkriegen soll.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das Buch untermauert ansonsten sehr sch&amp;ouml;n die These, dass man Situationen und Verh&amp;auml;ltnisse von der Au&amp;szlig;en(seiter)perspektive h&amp;auml;ufig besser versteht als von innen. Und ein Au&amp;szlig;enseiter war Smith zeit seines Lebens. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Entsprechend harsch f&amp;auml;llt der Blick auf die Mehrheitsgesellschaft und die Gegenwart aus. Hier liegt auch eine der wenigen Inkonsequenzen, die man Smith vorwerfen muss: Die st&amp;auml;ndige Behauptung, er sei gegen jede Form von Nostalgie vertr&amp;auml;gt sich schlecht mit seiner Zeitkritik. In Wirklichkeit l&amp;auml;uft seine Polemik eben doch oft darauf hinaus, dass fr&amp;uuml;her alles besser war: die Pubs, der Fu&amp;szlig;ball, die Architektur, das Fernsehen u.v.m. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Bei aller Liebe f&amp;uuml;r Weltliteratur und &amp;quot;intellektuelle&amp;quot; Texte ist Smith doch ein Mann, der der Verkomplizierung unserer Zeit einen gewissen &lt;em&gt;common sense&lt;/em&gt; entgegenh&amp;auml;lt. Eine Passage, die das gut illustriert, handelt von seinem Nebenjob in einer psychiatrischen Klinik Anfang der 80er. Smith soll seine Sch&amp;uuml;tzlinge besch&amp;auml;ftigen. Was passiert, erinnert ein bisschen an Randall MacMurphy in &lt;em&gt;Einer flog &amp;uuml;bers Kuckucksnest&lt;/em&gt;:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Ich habe ihnen Rock&amp;#39;n&amp;#39;Roll vorgespielt [oder] sie in den Pub mitgenommen: ein bisschen Normalit&amp;auml;t. Dann bin ich mit ihnen zur&amp;uuml;ckgegangen. Die Pfleger sa&amp;szlig;en im Schneidersitz auf dem Boden und sagten: &amp;quot;Komm, Terry, mach Deine Yoga-&amp;Uuml;bungen.&amp;quot; Dabei spielten sie den Patienten Pink Floyd und sowas vor. Da kommt meine Abneigung Hippies gegen&amp;uuml;ber her, glaube ich.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wer Fan ist und lieber &amp;uuml;ber The Fall liest, bekommt in diesem Buch nat&amp;uuml;rlich auch etliche Anekdoten und Grabenk&amp;auml;mpfe geliefert. Der interessantere Teil sind aber Smiths Ausf&amp;uuml;hrungen zu Gott und der Welt, zum Musikbusiness, Castingshows, Trinken, Rauchen, Manchester, abgebrochenen Interviews, Philipp K. Dick, Deutschland (ja, auch dazu) u.v.m. Im Grunde muss man sich den Erz&amp;auml;hler wie einen w&amp;uuml;tenden, gebildeten Dittsche im Pub vorstellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;---&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mark E. Smith (mit Austin Collings), Renegade, London, Penguin, 240 S. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 23:16:07 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Ingo Juknat]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-08T23:16:07Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Ode an Mariam und Leila</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60241/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Eigentlich existieren die Beiden gar nicht. Mariam und Leila sind nur erfunden. Sie entspringen der Feder Khaled Hosseinis (&amp;#8222;Tausend strahlende Sonnen&amp;quot;), aber ihre fiktive Geschichte ist exemplarisch. Denn Frauen, die irgendwo hinter den Mauern eines kleinen H&amp;auml;uschens in Kabul Unmenschliches erdulden, ohne dabei ihre Menschlichkeit zu verlieren, gibt es viele. Erschreckend viele. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Heute ist Weltfrauentag. Ich frage mich, wie Menschen wie Mariam und Leila sich an einem solchen Tag f&amp;uuml;hlen? Ob es in ihrem Magen, Herzen und Kopf rebelliert? Ob sie nur noch gleichg&amp;uuml;ltig mit den Schultern zucken k&amp;ouml;nnen? Ob ihr Mann sie an &amp;#8222;ihrem Tag&amp;quot; mit einem extra starken G&amp;uuml;rtelschlag &amp;#8222;belohnt&amp;quot;? &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Sicher ist: Im Afghanistan der Taliban, wie es Khaled Hosseini schildert, haben Frauen heute keinen Grund zu feiern. So wie an keinem Tag des Jahres. Vor allem nicht an dem Tag, der westlichen Frauen als &amp;#8222;der sch&amp;ouml;nste Tag ihres Lebens&amp;quot; in Erinnerung bleiben soll. Mit dem Tag der Hochzeit beginnt f&amp;uuml;r viele von ihnen der Schrecken ohne Ende.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Als die Taliban am 27. September 1996 in Kabul das Zepter in die Hand nimmt, hei&amp;szlig;t es f&amp;uuml;r den weiblichen Teil der Bev&amp;ouml;lkerung: &lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin-left: 40px&quot;&gt;&lt;em&gt;&amp;#8222;Ihr werdet euch zu allen Zeiten ausschlie&amp;szlig;lich im Haus aufhalten. Ausg&amp;auml;nge sind nur in Begleitung eines m&amp;auml;nnlichen Angeh&amp;ouml;rigen gestattet. Wer allein auf der Stra&amp;szlig;e aufgegriffen wird, wird mit Pr&amp;uuml;gel bestraft und nach Hause geschickt. Ihr d&amp;uuml;rft unter keinen Umst&amp;auml;nden euer Gesicht zeigen. Kosmetik ist verboten. Schmuck ist verboten. Das Tragen aufreizender Kleider ist verboten. Ihr d&amp;uuml;rft nur sprechen, wenn ihr dazu aufgefordert werdet. Ihr werdet mit M&amp;auml;nnern keinen Blickkontakt aufnehmen. Ihr werdet in der &amp;Ouml;ffentlichkeit nicht lachen. Das Lackieren der Fingern&amp;auml;gel ist verboten. Bei Zuwiderhandlung wird ein Finger abgetrennt. F&amp;uuml;r M&amp;auml;dchen ist der Besuch einer Schule verboten. Erwerbsarbeit ist Frauen verboten.&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist die Welt von Mariam und Leila. Sie sind verheiratet mit Raschid, einem dickleibigem Schuhverk&amp;auml;ufer. Er zwingt Mariam Kieselsteine zu kauen, weil ihr Reis zu trocken ist. Er verbarrikadiert Leila und ihr Baby tagelang ohne Wasser und Nahrung in einem dunklen, stickigen Zimmer, weil sie vor ihm die Flucht ergreifen wollten. Er verteilt Schl&amp;auml;ge nach Belieben. Ins Gesicht, in den Magen, auf die Schultern. Mit F&amp;auml;usten, mit dem G&amp;uuml;rtel. Er straft auch mit erniedrigenden Worten und Gleichg&amp;uuml;ltigkeit.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wie hoch ist die Schmerzgrenze einer Frau? Wie belastbar ihre Psyche? Was kann sie alles erdulden, ertragen, erleiden? Welche Widerstandskraft steckt im weiblichen K&amp;ouml;rper, &amp;uuml;ber Jahre hinweg ausgebeutet und misshandelt zu werden, ohne dem zu erliegen? &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dies ist eine Ode an Mariam und Leila. Sie sind unbekannte, nicht anerkannte Heldinnen einer Trag&amp;ouml;die. Man(n) kann ihnen die Knochen brechen, aber nicht ihre W&amp;uuml;rde rauben. Man(n) kann ihnen die Freiheit nehmen, aber nicht ihre Hoffnung. Man(n) kann sie mit dem B&amp;ouml;sen konfrontieren, aber ihr Glaube an das Gute wird kein Rei&amp;szlig;aus nehmen. Frauen wie Mariam und Leila gilt heute ein besonderes Memento.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:31:01 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Michaela Leifgen]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-08T10:31:01Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Samiras Blues</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60232/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;div class=&quot;content&quot;&gt; 	 		&lt;p&gt;&lt;span&gt;Das M&amp;auml;dchen Samira gibt es eigentlich gar nicht. In ihren Papieren steht &amp;#8222;Herkunft unbekannt&amp;#8220;, denn ihr Vater kaufte einst die Papiere eines Toten, um mit seiner Familie aus dem Nahen Osten fliehen zu k&amp;ouml;nnen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;   &lt;p&gt;&lt;span&gt;Als Samira 3 Jahre alt ist, steht erneut eine Flucht ins Haus: ihre Mutter fl&amp;uuml;chtet vor ihrem alkoholkranken, gewaltt&amp;auml;tigen Mann und l&amp;auml;sst Samira und ihre drei Br&amp;uuml;der bei ihm zur&amp;uuml;ck. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;In den ersten Jahren ist der Vater noch der unantastbare Held der Kinder, der ihnen seine glorreichen Taten in blumigsten Worten schildert &amp;#8211; so er denn ab und zu n&amp;uuml;chtern ist. Die Welt da drau&amp;szlig;en, die deutschen &amp;Auml;mter, die Polizei und nicht zuletzt die Mutter, diese untreue Hure, schildert er als die Feinde der kleinen Gemeinschaft, die nur dazu nutze sind, ihm und seinen Kindern die rechtm&amp;auml;&amp;szlig;igen Wohltaten des deutschen Staates zukommen zu lassen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;In dieser Welt w&amp;auml;chst Samira heran, m&amp;uuml;ht sich durch Schule und Haushalt, ertr&amp;auml;gt die Gewalt des Vaters und seine st&amp;auml;ndig wechselnden Bettgenossinnen, die Anfeindungen der deutschen Kleinstadtbewohner, ist Mutter f&amp;uuml;r die Br&amp;uuml;der und lernt, Geld und Lebensmittel an den unm&amp;ouml;glichsten Stellen zu verstecken, bevor ihr Vater wieder einmal das Kindergeld in billigen Whisky umsetzen kann. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;Eines Tages verschwindet der Vater und sie findet ihn wieder - in Beirut, im Gef&amp;auml;ngnis, f&amp;uuml;r anderthalb Jahre. Samira bleibt mit ihren beiden kleineren Br&amp;uuml;dern dort, schafft es irgendwie, Geld zu verdienen, um ihrem Vater jeden Tag Essen und Zigaretten ins Gef&amp;auml;ngnis zu bringen. Sp&amp;auml;ter wird Samira nie wieder &amp;uuml;ber diese 18 Monate sprechen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;Erneut gelangen sie mit gef&amp;auml;lschten Papieren zur&amp;uuml;ck nach Deutschland, zur&amp;uuml;ck nach Hause. Mit den Jahren jedoch verliert der Vater mehr und mehr seinen Heldenstatus und Samira versucht trotz aller Widrigkeiten, ihr eigenes Leben zu leben, stets hin und her gerissen zwischen der Verantwortung f&amp;uuml;r ihre Familie und f&amp;uuml;r ihr eigenes kleines Gl&amp;uuml;ck.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;Jaques Berndorf, den wir in erster Linie als Autor der &amp;#8222;Eifel-Krimis&amp;#8220; kannten, las am 06.03.2010 diese Geschichte im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen. Ein alter Mann, dem man seine 74 Lenze durchaus ansieht, betrat fast z&amp;ouml;gernd die B&amp;uuml;hne und k&amp;auml;mpfte erst einmal mit den T&amp;uuml;cken der Tontechnik und des Wasserflaschenverschlusses. Aber sp&amp;auml;testens nach dem zweiten Satz war alle Gebrechlichkeit vergessen: mit kr&amp;auml;ftiger Stimme erz&amp;auml;hlt Herr Berndorf von den Lasten, die auf Samiras schmalen Schultern ruhen, mit charmanter Leichtigkeit schildert er das (im Moment ja vieldiskutierte) Sozialschmarotzertum ihres Vaters, mit gro&amp;szlig;er W&amp;auml;rme bittet er darum, Samira sch&amp;ouml;n zu gr&amp;uuml;&amp;szlig;en, wenn wir sie einmal auf der Stra&amp;szlig;e treffen &amp;#8211; denn sie hat es verdient. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;Begleitet wird diese eindringliche Lesung von Christian Willisohn, &lt;em&gt;dem&lt;/em&gt; deutschen Bluespianisten und -s&amp;auml;nger unserer Zeit. F&amp;uuml;r &amp;#8222;Samiras Blues&amp;#8220; hat Herr Willisohn eigens neue Kompositionen geschrieben, mal leise die Stimme von Herrn Berndorf begleitend, mal als Solo-Unterbrechung, um das gerade Gelesene sacken lassen zu k&amp;ouml;nnen. Nie tritt die Musik unangenehm in den Vordergrund, stets steht sie dem Text freundschaftlich begleitend zur Seite. Dabei ist sie beileibe nicht sanft und leise, dem Vollblutmusiker gehen beim Bluesen auf dem Steinway-Fl&amp;uuml;gel ab und an auch mal die Pferdchen durch. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;Als Zugabe gibt Herr Berndorf eine Kurzbiografie von Louis Armstrong zum Besten &amp;#8211; auch so ein K&amp;auml;mpfer, auch so ein Heimatloser, mit falscher Hautfarbe in eine feindliche Welt geworfen. Und genauso respektlos wie Samira: bei einer Papstaudienz k&amp;uuml;sst er dem Kirchenoberhaupt nicht den Ring, geht nicht in die Knie &amp;#8211; nein, er sch&amp;uuml;ttelt ihm herzhaft die Hand und sagt: &amp;#8222;Hello Papa!&amp;#8220;&lt;br /&gt;Herr Willisohn beendet den Abend sehr richtig mit &amp;#8222;What a wonderful world&amp;#8220;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;content&quot;&gt;&lt;span&gt;Falls Sie die beiden mal auf der Stra&amp;szlig;e treffen &amp;#8211; gr&amp;uuml;&amp;szlig;en Sie sch&amp;ouml;n, denn sie haben es verdient. &lt;/span&gt; 		  &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:27:21 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[A.Meise]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-08T10:27:21Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Was ist ein Mensch in der heutigen Gesel...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60233/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;In seinem Buch &amp;#8222;Was bin ich wert?&amp;quot; geht J&amp;ouml;rn Klare der Frage nach, was ein Menschenleben wert ist. Um eine Antwort auf seine Frage zu bekommen, nimmt er mit &amp;Auml;mtern, &amp;Ouml;konomen und Philosophen Kontakt auf. Aber auch die Apotheke seines Vertrauens wird dabei einbezogen. Nicht immer bekommt er die Antworten, mit denen er gerechnet oder auf die er&amp;nbsp; gehofft hat und doch bringen ihn diese Informationen in seiner Recherche weiter. Interessant ist vor allem, dass keiner der Befragten eine konkrete Zahl zum Wert eines Menschenlebens nennen m&amp;ouml;chte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Er besch&amp;auml;ftigt sich zum Beispiel mit der Frage, ob es sich lohnt 75j&amp;auml;hrigen Rentnern noch eine neue H&amp;uuml;fte einzusetzen. Gesundheits&amp;ouml;konomen w&amp;uuml;rden wahrscheinlich nein sagen, dabei sollte jedoch folgendes nicht vergessen werden: Jeder Mensch m&amp;ouml;chte ein angenehmes und schmerzfreies Leben f&amp;uuml;hren. Deshalb sollten alle Menschen gleich behandelt werden und es sollte sich auf jeden Fall lohnen eine 75j&amp;auml;hrige Rentnerin mit einer neuen H&amp;uuml;fte auszustatten. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Spannend ist vor allem der Teil des Buches, indem es um den Verkauf von Organen geht. So k&amp;ouml;nnte man in China eine neue Niere f&amp;uuml;r 50.000 Euro bekommen, inklusive der Reisekosten und der Operation. H&amp;ouml;rt sich nach einer einfachen L&amp;ouml;sung an. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass diese 50.000 Euro f&amp;uuml;r den einen Menschen sehr viel Geld bedeuten und der andere sch&amp;uuml;ttelt diese mal eben aus der Jackentasche. Ein Hartz-IV-Empf&amp;auml;nger k&amp;ouml;nnte sich das wahrscheinlich nicht leisten. Sollte er deswegen kein Recht auf eine neue Niere haben oder ist er deshalb weniger wert? Folglich fragt man sich als Leser, woran fest gemacht wird, wie viel ein Menschenleben wert ist. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Aufschlussreich sind auch die Informationen einer Versicherungsagentur. Demnach ist es g&amp;uuml;nstiger eine Rentnerin bzw. einen Rentner bei einem Verkehrsunfall zu t&amp;ouml;ten als einen Familienvater, der f&amp;uuml;r den Unterhalt seiner Frau und seiner Kinder aufkommen muss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Es ist erschreckend zu lesen, dass in der Wirtschaft immer wieder Kosten-Nutzen-Analysen in Bezug auf ein Menschenleben durchgef&amp;uuml;hrt werden. Dabei sollte es sich zum Beispiel immer lohnen eine teure Ampelanlage zu bauen, wenn damit wenigstens das Leben eines Menschen gerettet werden kann. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Was ist ein Mensch nun wert? Eine ganz eindeutige und verbindliche Antwort wird man wohl nie auf die Frage erhalten. Ich denke, was ganz klar aus der Betrachtung von J&amp;ouml;rn Klare hervorgeht, ist, dass ein Menschenleben nicht mit einem bestimmten Betrag an Geld bewertet werden sollte, denn jeder Mensch ist einmalig. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin der Meinung, J&amp;ouml;rn Klare ist gelungen, ein sehr spannendes und aufschlussreiches Buch zu schreiben. Viele Informationen waren mir neu und haben mich zum Nachdenken angeregt. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:17:37 GMT</pubDate>
      <guid isPermaLink="false">http://www.westropolis.de/leser/stories/60233/</guid>
      <dc:creator><![CDATA[Claudia]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-08T10:17:37Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Die Sünden des Vaters</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60221/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;  &lt;span&gt;Es gibt Neues aus dem hohen Norden von Klaus-Peter Wolf! Im vierten Fall der Kommissarin Ann Kathrin Klaasen gibt es viel zu tun. Der sogenannte &amp;#8222;Maurer&amp;#8220; mauert junge Frauen ein und l&amp;auml;sst sie qualvoll sterben. Ann Kathrin wird gebeten, bei der SOKO Maurer einzusteigen; ist sie doch f&amp;uuml;r ihres ungew&amp;ouml;hnlichen Ermittlungsmethoden bekannt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt; Nur qu&amp;auml;len sie ganz andere Probleme: zuf&amp;auml;llig trifft sie eine alte Frau, die Fotos besitzt, welche Anns Vater mit einer fremden Frau Arm in Arm zeigen. War ihr Vater vielleicht gar kein so guter treuer Mensch, wie Ann immer angenommen hat? So beginnt f&amp;uuml;r sie erneut die Suche nach der Wahrheit um den Tod ihres Vaters. Was geschah wirklich bei dem Bank&amp;uuml;berfall, bei dem ihr Vater im Austausch f&amp;uuml;r eine Geisel erschossen wurde? Bevor sie die alte Frau genauer fragen kann, liegt diese auch schon tot in ihrem Wohnzimmer. Will jemand Ann Kathrins Nachforschungen unterbinden? W&amp;auml;hrend sie St&amp;uuml;ck f&amp;uuml;r St&amp;uuml;ck die Beteiligung ihres Vaters an einem Menschenh&amp;auml;ndlerring aufdeckt, hat sich der Maurer bereits sein neuestes Opfer ausgesucht. Und die Ziegel liegen schon bereit&amp;#8230;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;Mit Ann Kathrin Klaasen ist Wolf ein sympathischer, glaubhafter Charakter gelungen. Die junge Frau trauert, gr&amp;uuml;belt, zweifelt am Charakter ihres Vaters und verf&amp;auml;llt schon mal leicht in Wut, wenn man sie reizt. Gerade das macht sie so menschlich und einnehmend. Der st&amp;auml;ndige Wechsel der Erz&amp;auml;hlperspektive zwischen Ann Kathrin, dem M&amp;ouml;rder und seinem Opfer h&amp;auml;lt die Spannung aufrecht und bringt nicht nur die Fallaufkl&amp;auml;rung voran, sondern gibt auch Einblick in die Beweggr&amp;uuml;nde des M&amp;ouml;rders.Durch und durch logisch, glaubhaft und von Anfang bis Ende gut durchstrukturiert, so erz&amp;auml;hlt Klaus-Peter Wolf den neuesten Ostfriesen-Krimi. Sein Wortgesp&amp;uuml;r und seine Schilderungen der ostfriesischen Landschaft lassen den Leser die w&amp;uuml;rzige Seeluft fast riechen, machen Hunger auf ein Matjes-Br&amp;ouml;tchen und ermuntern zu einem Urlaub an der Nordsee.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;Nur eine einzige Frage bleibt offen: wo ist der fehlende Euro abgeblieben? :-) Lesen sie das Buch, dann wissen sie, was ich meine.&lt;/span&gt;  &lt;/p&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Sun, 07 Mar 2010 10:38:24 GMT</pubDate>
      <guid isPermaLink="false">http://www.westropolis.de/leser/stories/60221/</guid>
      <dc:creator><![CDATA[Friederike Reif]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-07T10:38:24Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Wirklich nur &quot;ein überflüssiger Mensch&quot;?</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60165/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;table border=&quot;0&quot; cellspacing=&quot;0&quot; cellpadding=&quot;0&quot; width=&quot;100%&quot; id=&quot;HB_Mail_Container&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td id=&quot;HB_Focus_Element&quot; width=&quot;100%&quot; height=&quot;250&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm&quot;&gt;&lt;strong&gt;Joseph Roth: &amp;#8222;Die Flucht ohne Ende. Ein Bericht&amp;#8220;, M&amp;uuml;nchen 1927&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm&quot;&gt;&lt;strong&gt;(in neuerlicher Taschenbuchausgabe als &amp;#8222;Roman&amp;#8220; im Diogenes Verlag Z&amp;uuml;rich 2010)&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm&quot;&gt;&lt;em&gt;Wirklich nur &amp;#8222;ein &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssiger Mensch&amp;#8220;?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Dar&amp;uuml;ber, dass Joseph Roth seinen Roman &amp;#8222;Die Flucht ohne Ende&amp;#8220; 1927 im Untertitel ausdr&amp;uuml;cklich als einen &amp;#8222;Bericht&amp;#8220; bezeichnet hat und nicht - ob nun zeitgem&amp;auml;&amp;szlig; (Stichwort &amp;#8222;Neue Sachlichkeit&amp;#8220;) oder eher bescheiden? - als R o m a n , dar&amp;uuml;ber m&amp;ouml;chte ich mich hier nicht ereifern. Schreib ich hier ganz entspannt doch blo&amp;szlig; als Leser und eben ganz und gar nicht als Literaturwissenschaftler. Immerhin sei angemerkt, dass so mancher Roman, der sich &amp;auml;hnlich harmlos nur als &amp;#8222;Bericht&amp;#8220; gegeben hat, im Endeffekt gar kein so schlechter Roman gewesen ist. Zu Kronzeugen rufe ich auf: Joseph Breitbachs &amp;#8222;Bericht &amp;uuml;ber Bruno&amp;#8220;, Philippe Claudels &amp;#8222;Brodecks Bericht&amp;#8220; und Max Frischs &amp;#8222;Homo faber&amp;#8220;.&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Der Titel &amp;#8222;Die Flucht ohne Ende&amp;#8220; ist mir &amp;uuml;brigens schon lange ins Auge gesprungen und nicht erst, seitdem 1994 Soma Morgensterns nicht genug zu r&amp;uuml;hmendes Erinnerungsbuch &amp;#8222;Joseph Roths Flucht und Ende&amp;#8220; erschienen ist, das in seinem Titel schon unverkennbar auf Joseph Roths Roman, vielleicht aber auch ein wenig auf Franz Grillparzers ber&amp;uuml;hmtes Drama &amp;#8222;K&amp;ouml;nig Ottokars Gl&amp;uuml;ck und Ende&amp;#8220; anzuspielen gewillt ist. Nach der Lekt&amp;uuml;re des Romans in den letzten zwei Tagen habe ich &amp;uuml;brigens zu meiner &amp;Uuml;berraschung bemerkt, dass ich Roths Titel in seiner Bedeutung auf Anhieb wohl nicht ganz richtig verstanden hatte, zumindest etwas zu einseitig. Ich war zu rasch bereit, &amp;#8222;Die Flucht ohne Ende&amp;#8220; mit einer permanenten, endlosen Flucht gleichzusetzen, und merkte eben nicht von Anfang an, dass eher eine Flucht ohne Zweck und Ziel damit gemeint sein d&amp;uuml;rfte; als m&amp;uuml;sste man gleichsam &amp;#8222;Ende&amp;#8220; mit dem Terminus &amp;#8222;fin&amp;#8220; erst ins Franz&amp;ouml;sische &amp;uuml;bersetzen, um es anschlie&amp;szlig;end dann wieder ins Deutsche zur&amp;uuml;ckzu&amp;uuml;bersetzen. (Aber schon in Schillers Antrittsvorlesung &amp;#8222;Zu welchem Zweck und Ende studiert man Universalgeschichte?&amp;#8220; wurde der Ausdruck &amp;#8222;Ende&amp;#8220; &amp;auml;hnlich benutzt.) &lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Bis vor kurzem noch sind alle Werke Joseph Roths (verdienstvollerweise!) im Verlag Kiepenheuer &amp;amp; Witsch erschienen, zum Teil auch lizensiert in Taschenbuchausgaben bei Rowohlt, dtv oder als KiWi-Taschenbuch bei Kiepenheuer &amp;amp; Witsch selber. Erst jetzt - so scheint es -, nachdem der Autor 70 Jahre tot ist, k&amp;ouml;nnen Joseph Roths Werke in Einzelausgaben und exquisiten H&amp;ouml;rb&amp;uuml;chern auch im Diogenes Verlag erscheinen. &lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;So sehr ich die bei K&amp;amp;W herausgegebene, seit den 50er Jahren immer umfassender gewordene D&amp;uuml;nndruckausgabe der erz&amp;auml;hlenden und feuilletonistischen Werke Joseph Roths auch zu sch&amp;auml;tzen wei&amp;szlig;, Gesamtausgaben sargen Einzelwerke f&amp;uuml;r uns Leser des &amp;ouml;fteren ein, Einzelausgaben stellen zu Unrecht Vergessenes wie Einzelbilder in Ausstellungen in ihrem Eigenrecht wieder her. &lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Und so war es ganz gut, dass ich nach Kenntnis so mancher anderer Werke Joseph Roths erst jetzt auf diesen im &amp;Uuml;brigen auch f&amp;uuml;r sich genommen sehr lesenswerten Roman aus dem Jahre 1927 gesto&amp;szlig;en bin. Der erste, in Sibirien und im revolution&amp;auml;ren Russland, noch vor der Heimkehr des ehemaligen Oberleutnants Franz Tunda nach Wien spielende Teil hat mich in seiner bestechend sch&amp;ouml;nen und klaren Erz&amp;auml;hlweise schon an das sp&amp;auml;tere Romanwerk Joseph Roths vom &amp;#8222;Hiob&amp;#8220; bis zur &amp;#8222;Kapuzinergruft&amp;#8220; erinnert. So sehr alles im Zusammenhang steht und da hineingeh&amp;ouml;rt, lassen sich doch immer wieder einzelne S&amp;auml;tze besonders herausheben und bei Twitter habe ich das denn auch in den letzten zwei Tagen (unter meinem Pseudonym &amp;#8222;Juvavist&amp;#8220;) in jeweils vollst&amp;auml;ndigen Kurzzitaten verschiedentlich getan. Kaum ist die Hauptperson des Romans, Franz Tunda, aus Krieg und Revolution in das deutschsprachige Nachkriegsmitteleuropa zur&amp;uuml;ckgekehrt, kommt ein anderer Ton in den Roman, der mich an die feuilletonistisch zeitdiagnostische Kurzprosa, die Reiseprosa sowie z. T. auch an die satirische Kurzprosa Joseph Roths alias des &amp;#8222;Roten Joseph&amp;#8220; denken l&amp;auml;sst. So sehr die Schaupl&amp;auml;tze einander auch abl&amp;ouml;sen - Wien, Berlin, die rheinische Stadt X und Paris folgen im 2. Romanteil fluchtartig auf die anf&amp;auml;nglich asiatisch-osteurop&amp;auml;ischen Schaupl&amp;auml;tze -, gewisse Figurenkonstanten in Anfangs- und Schlussteil halten den Zusammenhang aufrecht. Der Weg Franz Tundas durch die Zeit von 1916 bis 1926 (die famili&amp;auml;re Vorgeschichte mit Familienkonstellation wird im 2. Teil &amp;uuml;berraschend nachgereicht) wird von keiner Idee, keinem Ideal oder als sinnvoll verstandenem Zweck bestimmt, sondern eher durch Zuf&amp;auml;lligkeiten bzw. Frauen, durch die er in seinem Verhalten und aktivem Tun f&amp;uuml;r eine bestimmte Zeit in Gang gesetzt wird. Dabei kann es durchaus sein, dass Fr&amp;uuml;heres mit einem Mal wieder wachgerufen wird und scheinbar &amp;Uuml;berwundenes vor&amp;uuml;bergehend wieder Gewicht erh&amp;auml;lt. Am Ende aber hei&amp;szlig;t es dann doch &amp;uuml;ber ihn: &amp;#8222;So &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig wie er war niemand in der Welt.&amp;#8220; Aber sollen wir das einfach so akzeptieren? &lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ich wurde sofort erinnert an die toposartige Figur des &amp;#8222;&amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssigen Menschen&amp;#8220; in der russischen Literatur: bei Dostojewskij, bei Lermontow (&amp;#8222;Ein Held unserer Zeit&amp;#8220;), bei Gontscharow (&amp;#8222;Oblomow&amp;#8220;). Und dann fiel mir auch noch auf, dass Mela Hartwigs in den Jahren 1930/1931 in der Ich-Perspektive geschriebener Roman den fragenden Titel &amp;#8222;Bin ich ein &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssiger Mensch?&amp;#8220; hat und das literarische Motiv des &amp;#8222;&amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssigen Menschen&amp;#8220; provokant und entschieden ins Weibliche &amp;uuml;bersetzt.&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Welch eine Lesereihe! Welch ein Feld herrlicher Vergleichsm&amp;ouml;glichkeiten!&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Nicht vergessen will ich auch noch, dass es sich bei Roths &amp;#8222;Die Flucht ohne Ende&amp;#8220; nicht nur nebenbei um einen Heimkehrerroman handelt und dass er sich damit hinein in eine Reihe stellt, die sp&amp;auml;testens bei Raabes &amp;#8222;Abu Telfan&amp;#8220; beginnt und bei Tollers &amp;#8222;Hinkemann&amp;#8220;, Borcherts &amp;#8222;Drau&amp;szlig;en vor der T&amp;uuml;r&amp;#8220; und D&amp;ouml;blins &amp;#8222;Hamlet oder die lange Nacht nimmt ein Ende&amp;#8220; nicht endet.&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Tue, 02 Mar 2010 13:25:48 GMT</pubDate>
      <guid isPermaLink="false">http://www.westropolis.de/leser/stories/60165/</guid>
      <dc:creator><![CDATA[G&uuml;nter Landsberger]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-02T13:25:48Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Wer sich an Dekadenz aufgeilt</title>
      <link>http://www.westropolis.de/bernd.berke/stories/60122/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Der Schriftsteller Gerhard Henschel, der sonst schon mal ausgiebig in pers&amp;ouml;nlich gef&amp;auml;rbten Erinnerungen schwelgt (&amp;#8222;Kindheitsroman&amp;#8220;, &amp;#8222;Jugendroman&amp;#8220;), hat sich diesmal auf anderes Terrain begeben. Dabei geht er abermals aufs Ganze: Sein neues opus magnum hei&amp;szlig;t &amp;#8222;Menetekel&amp;#8220;, ist so fu&amp;szlig;notenreich wie eine veritable Doktorarbeit und verhandelt laut Untertitel nicht weniger als &amp;#8222;3000 Jahre Untergang des Abendlandes&amp;#8220;.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Mit Hunderten und Aberhunderten von markanten bis monstr&amp;ouml;sen Zitatstellen f&amp;uuml;hrt der flei&amp;szlig;ige Sammler Henschel vor, dass es in allen, aber auch wirklich allen Epochen Kulturpessimisten und Apokalyptiker der finsteren Sorte gegeben hat. Mit sozusagen erektil anschwellender Phantasie, die selten von eigener Erfahrung ges&amp;auml;ttigt war (erst recht nicht von lustvoller), malten sie den bevorstehenden Untergang in grellsten Farben aus; vorzugsweise, indem sie den angeblichen Verfall der sexuellen Sitten in m&amp;ouml;glichst drastischer Behauptungs-Prosa schilderten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die gestrengen Beobachter gaben sich gern den Anschein, als h&amp;auml;tten sie h&amp;ouml;chstselbst jeden Vorhang gel&amp;uuml;ftet, um ihn sodann mit erg&amp;ouml;tzlichem Ekel zuzuziehen. Nicht nur Henschels virulenter Verdacht: Sie geilten sich an den Objekten der eigenen Emp&amp;ouml;rung auf, vielleicht gar insgeheim mit onanistischen Absichten. Oft genug aber auch mit kriegerischen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Auf der Suche nach dem vermeintlich goldenen Zeitalter, das sie alle als heilsamen Kontrast beschworen haben, begibt sich Henschel historisch immer weiter zur&amp;uuml;ck. Geradezu komischer Effekt dieser &amp;#8222;Fr&amp;uuml;her-war-alles-besser&amp;#8220;-Retrospektive: In der jeweils vorherigen, angeblich noch so idyllischen und sittsamen &amp;Auml;ra finden sich stets sehr &amp;auml;hnliche Klagen &amp;uuml;ber Dekadenz. Und so weiter und so fort - zur&amp;uuml;ck bis zum Anbeginn der schriftlich &amp;uuml;berlieferten geschichtlichen Zeit&amp;#8230;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Auf Dauer ger&amp;auml;t der Chor all der erzkonservativen Mahner ein wenig monoton, denn die Grundmuster ihrer jammervollen Klagen sind einander ziemlich &amp;auml;hnlich. Davon l&amp;auml;sst sich Henschel leider anstecken, indem er all diese ausf&amp;uuml;hrlichst zitierten Positionen hernach mit der immergleichen, triefenden Ironie kurz und knapp abwatscht. Genauere Analyse &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig. Tenor: Diese Leute waren sexuell frustriert, haben auch anderen Menschen keine Lebens- und Liebesfreude geg&amp;ouml;nnt und sich just daher die tollsten, w&amp;uuml;stesten Orgien ausgemalt, um sie den verhassten Feinden (Franzosen, Slawen, Juden etc.) zuzuordnen, sie mit (meist rechtslastigem) Furor zu verdammen und im Extremfall zur Ausmerzung aufzurufen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Nicht immer treffen Henschels knappe Bemerkungen exakt den Kern der Verh&amp;auml;ltnisse. Zuweilen reicht ihm ein satirisches Zitat, um h&amp;ouml;here Wahrheit wider die aufget&amp;uuml;rmte Dummheit leuchten zu lassen, doch diese simple Methode verf&amp;auml;ngt nicht in jedem Falle. Auch verwirft Henschel jederlei Kritik an der permissiven Gesellschaft kurzerhand als lustfeindlich. So einfach ist das denn doch nicht.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Aufschlussreich herausgearbeitet sind hingegen h&amp;auml;ufig wiederkehrende &amp;#8222;Argumentations&amp;#8220;-Figuren wie das perfide Ausspielen einer deutschen/germanischen &amp;#8222;Kultur&amp;#8220; gegen die niedere &amp;#8222;Zivilisation&amp;#8220; vornehmlich der s&amp;uuml;ndigen Franzosen. Hier erlaubt schon die schiere F&amp;uuml;lle der Zitate manchen erhellenden Quervergleich. Aus ungeahnt aktuellen Gr&amp;uuml;nden ist es auch verdienstvoll, dass Henschel das gel&amp;auml;ufige Gerede von der &amp;#8222;sp&amp;auml;tr&amp;ouml;mischen Dekadenz&amp;#8220; stark relativiert. Von Guido Westerwelles ahistorischem Gefasel konnte er beim Verfassen des Textes noch nichts ahnen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Die 14 Kapitel des Buches sind freilich von schwankender Qualit&amp;auml;t. Die &amp;uuml;belsten &amp;#8222;Franzosenfresser&amp;#8220;, Antisemiten und Faschisten werden in den Orkus gesto&amp;szlig;en, in den sie geh&amp;ouml;ren. Doch das gleiche Schicksal ereilt auch einen S&amp;auml;ulenheiligen der Linksliberalen, n&amp;auml;mlich G&amp;uuml;nter Anders (&amp;#8222;Die Antiquiertheit des Menschen&amp;#8220;). Er erscheint hier als unertr&amp;auml;glich eitler Fatzke und haltloser Alarmist. So ger&amp;auml;t er unversehens in eine Reihe mit Gestalten wie dem Ultra-Nationalisten und Schriftsteller Ernst Moritz Arndt (nach dem viele deutsche Stra&amp;szlig;en benannt sind) oder Oswald Spengler, von m&amp;ouml;rderischen NS-Ideologen ganz zu schweigen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Behutsame historische Differenzierung scheint also nicht Henschels haupts&amp;auml;chliche St&amp;auml;rke zu sein. So k&amp;ouml;nnte man argw&amp;ouml;hnen &amp;#8211; bis man die letzten Kapitel liest. Da geht es auf einmal schillernd, zwiesp&amp;auml;ltig und widerspr&amp;uuml;chlich zu, also ungleich spannender als vordem, wo die Fronten &amp;uuml;beraus klar zu sein schienen. Das Kapitel &amp;uuml;ber den Berserker-Poeten Rolf Dieter Brinkmann (&amp;#8222;Keiner wei&amp;szlig; mehr&amp;#8220;, &amp;#8222;Westw&amp;auml;rts 1 &amp;amp; 2&amp;#8220;) f&amp;uuml;hrt einen wahrhaft sprachm&amp;auml;chtigen Daseinshasser vor Augen, der sich um und nach 1968 zu monstr&amp;ouml;sen Wutschreien auf alles und jeden verstiegen hat. Beim Rom-Aufenthalt etwa bespie er die Italiener verbal als &amp;#8222;Spaghettifresser&amp;#8220; und &amp;#8222;Sackkratzer&amp;#8220;.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Schlie&amp;szlig;lich betritt mit dem ebenso famosen Schriftsteller Ror Wolf ein Mann die Weltb&amp;uuml;hne, der seinerseits die schw&amp;auml;rzesten Katastrophen kommen sieht,&amp;nbsp;solche Bef&amp;uuml;rchtungen aber zu Grotesken ballt. So gibt es also doch Warnungen, auf die man haarfein h&amp;ouml;ren sollte!&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Gerhard Henschel: &amp;#8222;Menetekel &amp;#8211; 3000 Jahre Untergang des Abendlandes&amp;#8220;. Eichborn Verlag (Reihe &amp;#8222;Die andere Bibliothek&amp;#8220;), Frankfurt. 372 Seiten. 32 Euro.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 26 Feb 2010 12:14:23 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Bernd Berke]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-02-26T12:14:23Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Kultur für Augen und Ohren</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60066/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Sie entspannen am liebsten mit einem guten (H&amp;ouml;r)buch? Lesen geh&amp;ouml;rt f&amp;uuml;r Sie zu ihrem allabendlichen Zu-Bett-Geh-Ritualen?&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann haben wir etwas f&amp;uuml;r Sie. Seite um Seite Hochspannung mit der folgenden Literatur:&amp;nbsp; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1. Danielle Trussoni - Angelus&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die junge Nonne Evangeline st&amp;ouml;&amp;szlig;t in der Klosterbibliothek auf die geheime Korrespondenz einer fr&amp;uuml;heren &amp;Auml;btissin. Sie ahnt nicht, dass sie mit ihren Nachforschungen einen seit Jahrtausenden herrschenden Konflikt befeuert:den Krieg zwischen den Angelologen, den Anh&amp;auml;ngern der Engelslehre, und den &amp;uuml;berirdischen sch&amp;ouml;nen Nephilim, den Nachkommen der Engel, die einst gegen Gott rebellierten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein kampf zwischen Gut und B&amp;ouml;se entbrennt, der &amp;uuml;ber die Weltherrschaft entscheidet. &lt;em&gt;(der H&amp;ouml;rverlag)&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Klaus-Peter Wolf - Ostfriesen S&amp;uuml;nde&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was geschah damals wirklich bei dem Bank&amp;uuml;berfall, bei dem Ann Kathrins Vater ums Leben kam? Bis heute konnte dieser Fall nicht gekl&amp;auml;rt werden. Doch jetzt verfolgt sie eine neue Spur. Es sind Fotos ihres Vaters aufgetaucht, die nicht zu dem Bild passen, das Ann Kathrin von ihrem Vater hat. Aber als sie die Frau aufsucht, der die Fotos geh&amp;ouml;ren, liegt diese tot im Wohnzimmer. Ein Zufall? &lt;em&gt;(Fischer)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3.&amp;nbsp; Joseph Roth - Die Flucht ohne Ende&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&amp;quot;Ich habe nichts erfunden, nichts komponiert. Es handelt sich nicht mehr darum, zu &amp;lt;&amp;lt;dichten&amp;gt;&amp;gt;. Das Wichtigste ist das Beobachtete.&amp;quot;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So er&amp;ouml;ffnet Joseph Roth seinen Bericht &amp;uuml;ber die Odyssee des Franz Tunda, eines &amp;ouml;sterreichischen Offiziers im Ersten Weltkrieg, der aus der russischen Kriegsgefangenschaft flieht. Auf seiner abenteuerlichen Reise ger&amp;auml;t er in die Wirren des russischen B&amp;uuml;rgerkriegs, in die kommunistische Avantgarde und in die Arme einer sch&amp;ouml;nen Georgierin. Doch nirgends kommt Tunda an. Baku, Moskau, Wien, Paris - jeder Ort erweist sich blo&amp;szlig; als weitere Etappe seiner Flucht.&lt;em&gt; (Diogenes)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. J&amp;ouml;rn Klare - Was bin ich wert?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit dieser Frage hat sich J&amp;ouml;rn Klare auf eine sehr pers&amp;ouml;nliche Recherchereise ins Reich der Menschenwert-Berechner gemacht. Sie f&amp;uuml;hrt ihn auf &amp;Auml;mter und ins Gef&amp;auml;ngnis, zu Politikern und Philosophen, zu &amp;Auml;rzten und Gesundheits&amp;ouml;konomen, aber auch zu seiner kleinen Tochter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz am Ende steht eine konkrete Zahl, auf Euro und Cent genau - und die Erkenntnis:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die W&amp;uuml;rde des Menschen ist antastbar - zumindest, wenn es sich &amp;quot;lohnt&amp;quot;. &lt;em&gt;(suhrkamp nova)&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Tanja Kinkel - Im Schatten der K&amp;ouml;nigin&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als am 8. September 1560 eine junge Frau tot am Fu&amp;szlig;e einer Treppe aufgefunden wird, ist ganz Europa &amp;uuml;berzeugt, den M&amp;ouml;rder zu kennen: ihren Ehemann Robert Dudley, Favorit von Elizabeth I., der sich berechtigt Hoffnung auf die Hand der K&amp;ouml;nigin macht. Musste er deswegen seine Frau loswerden? Dieser Verdacht bringt auch Elizabeth in Gefahr, denn noch ist ihr Thronanspruch nicht gefestigt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was aber geschah wirklich in jenem Haus in Oxfordshire - und welche Geheimnisse hat die Frau, die wie keine andere im Schatten der K&amp;ouml;nigin stand, mit ins Grab genommen? &lt;em&gt;(Droemer)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Na? Auf den Geschmack gekommen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir schicken Ihnen das (H&amp;ouml;r)buch ihrer Wahl zu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bedingung? Schreiben Sie uns eine interessante Rezension. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Senden Sie uns bis Donnerstag, &lt;strong&gt;25. Februar 2010, 10 Uhr&lt;/strong&gt; eine E-Mail mit Ihrem B&amp;uuml;cherwunsch und Ihrer Anschrift an kritiken@westeins.de.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir erwarten innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt des Buches eine Rezension an Westropolis. Gehen mehrere E-Mails zu einem Titel ein, entscheidet das Los. Der Rechtswegs ist ausgeschlossen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Rezensionsexemplar d&amp;uuml;rfen Sie selbstverst&amp;auml;ndlich behalten.&amp;nbsp; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 23 Feb 2010 13:45:42 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Kinga.Golomb]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-02-23T13:45:42Z</dc:date>
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      <title>Witzig anders</title>
      <link>http://www.westropolis.de/ludger.heitmann/stories/60016/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Die Welt nach der jetzigen Zivilisation. Unvorstellbar? Mag sein. Aber hat man sich schon einmal die Frage gestellt: Wie mache ich Feuer, wenn es pl&amp;ouml;tzlich kein Geld mehr gibt? Wie kleide ich mich ein, wenn ich mit meiner Familie auf mich allein gestellt bin und es keine Kaufh&amp;auml;user mehr gibt? Wie vertreibe ich mir und meinen Kleinen die Zeit, wenn es kein organisiertes Freizeitangebot mehr gibt? Wie beschaffe ich mir etwas zu essen, wovon werde ich satt, wenn es einen Arbeitsmarkt wie heute nicht mehr gibt?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was passiert eigentlich, wenn die abklingende Wirtschaftskrise erst der Anfang einer weltlichen Konsumzersetzung ist? Wie geht es weiter, wenn es mal eine richtige Krise gegeben hat, wogegen die gerade genannte lediglich ein Kindergeburtstag mit Ringelpietz und Anfassen war?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf all diese Fragen und noch viele weitere gibt es ab dem kommenden Montag eine Antwort. Am 01.03.2010 erscheint n&amp;auml;mlich das hierf&amp;uuml;r erforderliche NOTBUCH. Ein Helfer in nahezu allen - nach dem Tag X hervorgerufenen - erdenklichen Lebenslagen: Beschrieben von Michael Kernbach und illustriert von Luci van Org.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn sich unter all dem jemand noch nichts vorstellen kann, zeigt dies, dass ein Weiterdenken &amp;uuml;ber das Ende der jetzigen Zivilisation hinaus noch nicht stattgefunden hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sollte uns das Schicksal aber den Streich spielen und tats&amp;auml;chlich eine Zeit anbrechen, die als Grundlage f&amp;uuml;r das NOTBUCH dient, ist dieses ein beinahe schon unerl&amp;auml;sslicher Lebensretter.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieses Buch erkl&amp;auml;rt z.B. feinsinnig, warum es absolut erforderlich und erl&amp;auml;sslich ist, sich mit Hektolitern Allzweckreiniger zu versorgen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1000 Meter Alufolie heranzuschaffen (z.B. Hinausz&amp;ouml;gern des Gammelprozesses) sind;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es aus orthop&amp;auml;discher Sicht wichtig ist, jeweils eine rechte und eine linke Ratte f&amp;uuml;r ein neues Beinkleid zu erschlagen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In welchem Verh&amp;auml;ltnis Kellerasseln zu Cidre stehen;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man am Besten im Zoologischen Garten jagt oder beim Chinesen angelt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gut frittiert fast alles genie&amp;szlig;bar ist;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man eine Waldfinka baut;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Sauna aus Wellblech aufstellt und dar&amp;uuml;ber hinaus auch noch gute Fluchttipps f&amp;uuml;r brenzlige Situationen gibt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daneben gibt es Spr&amp;uuml;che zur Unterhaltung der ganzen Familie wie:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn der Tag gar lang und schw&amp;ouml;r, dann tr&amp;auml;ume s&amp;uuml;&amp;szlig; dank M&amp;ouml;hrlik&amp;ouml;r.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oder: Endlich wieder Speiseeis, dank dem Sekret der Waldameis&amp;acute;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oder: Hund und Katze, Maus und Ratte, machen die Familie satte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oder: Tragbar ist nicht was gef&amp;auml;llt. Tragbar ist, was passt und w&amp;auml;rmt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oder: Gut gegart, sch&amp;ouml;n hei&amp;szlig; und fettig - so schmeckt sogar der Vorjahrs-Rettich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und wer mit seiner Lebenssituation dann immer noch nicht zurecht kommt, wird musikalisch bei Laune gehalten. Denn dem Notbuch liegt die CD NOTAUFNAHMEN bei, die mit Klassikern der Fr&amp;ouml;hlichkeit wie &amp;#8222;Immer wieder geht die Sonne auf&amp;quot;, &amp;#8222;Irgendwo auf der Welt gibt&amp;acute;s ein kleines bisschen Gl&amp;uuml;ck&amp;quot;, &amp;#8222;So oder so ist das Leben&amp;quot; oder &amp;#8222;Und wieder geht ein sch&amp;ouml;ner Tag zu Ende&amp;quot; aufwartet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alles in allem eine witzige Idee, die hier am&amp;uuml;sant verarbeitet zu einem in sich stimmigen Gesamtpaket verarbeitet wurde. Ist der humoristische Geschmack f&amp;uuml;r manchen Lesenden vielleicht ein wenig abstrus, am&amp;uuml;siert er dennoch mit eignem Charme.&amp;nbsp; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mal was anderes und mit 16,90 &amp;#8364; ist man dabei.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 22 Feb 2010 10:29:28 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Ludger Heitmann]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-02-22T10:29:28Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Lage und Schieflage der Nation</title>
      <link>http://www.westropolis.de/ingo.juknat/stories/59967/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Warum Benjamin von Stuckrad-Barre unter Journalisten so unbeliebt ist, habe ich nie verstanden. F&amp;uuml;r mich war er immer einer der besten Gesellschaftsreporter des Landes. Und ich meine &amp;quot;Gesellschaft&amp;quot; nicht im Sinne von Klatsch- oder Promiberichterstattung. Auf den neuen Sammelband &amp;quot;Auch Deutsche unter den Opfern&amp;quot; habe ich mich jedenfalls gefreut und siehe da &amp;#8211; er ist erstklassig geworden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der &amp;quot;Spiegel&amp;quot; schrieb neulich, wer unsere Republik im neuen Millenium begreifen wolle, komme an diesem Buch nicht vorbei. Da ist etwas dran. &amp;quot;Auch Deutsche unter den Opfern&amp;quot; ist ein Kaleidoskop &amp;#8211; Stuckrad-Barre portr&amp;auml;tiert Politiker, Popstars, Literaten und Nichtber&amp;uuml;hmtheiten, spricht auf der einen Buchseite mit Alexander Kluge, besucht auf der n&amp;auml;chsten die Er&amp;ouml;ffnung eines Elektromarktes und auf der &amp;uuml;bern&amp;auml;chsten einen &amp;quot;Physikkurs f&amp;uuml;r M&amp;auml;dchen&amp;quot;. Es ist ein Mix aus Hoch- und Alltagskultur, Nahansicht und Vogelperspektive.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Am besten ist Stuckrad-Barre immer dann, wenn er die Eitelkeit und Selbstzufriedenheit gewisser Millieus aufdeckt. Mein Favorit ist die Reportage &amp;quot;Trockengebiete.&amp;quot; Der Autor besucht einen Abend zum Thema &amp;quot;radikales Denken&amp;quot; in der Berliner Volksb&amp;uuml;hne. Auf dem Podium: Roger Willemsen, Claus Peymann und, in Vertretung der erkrankten Charlotte Roche, ein Mitglied des Ensembles. Barre durchschaut den Lesebrillenmuff eines Publikums, das seine Offenheit durch gruppenzwangartige Lacher &amp;uuml;ber Willemsens &amp;quot;Pipikacka-W&amp;ouml;rter&amp;quot; (Barre) und einen folgenlosen &lt;em&gt;radical chic&lt;/em&gt; definiert. Ein brillanter, sehr lustiger Text.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die zweite St&amp;auml;rke von &amp;quot;Auch Deutsche unter den Opfern&amp;quot; liegt darin, dass Stuckrad-Barre sich keine einfachen Opfer sucht. Anders als die Protagonisten der &amp;quot;Trockengebiete-Reportage&amp;quot; buhlt er nicht um Applaus von der &amp;quot;richtigen&amp;quot; Seite. Sehr sch&amp;ouml;n beobachten kann man das im Wahlkampf-Portr&amp;auml;t von Guido Westerwelle. Barre beschreibt ihn zwar als den Rhetorikroboter, der er ist, entlockt ihm aber sp&amp;auml;ter, als beide gemeinsam im Stau stehen, so manche Aussage, die man nicht erwartet h&amp;auml;tte &amp;#8211; von der Reue &amp;uuml;ber PR-Stunts im BigBrother-Haus bis hin zu Akneproblemen in der Teenagerzeit.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Geschrieben ist das alles in einem lakonischen, oft sehr komischen, Ton. F&amp;uuml;r Aussehen und Manierismen seines jeweiligen Gegen&amp;uuml;bers findet Stuckrad-Barre fast immer die richtigen Bilder &amp;#8211; so auf der Berlin Fashion Week, wenn er seine Sitznachbarin beschreibt: &amp;quot;Frisur, Schmuck und Kleidung [verliehen] ihr den Gesamteindruck eines explodierten Antiquit&amp;auml;tengesch&amp;auml;fts.&amp;quot; So manch gro&amp;szlig;er Moment steckt in knappen Nachs&amp;auml;tzen &amp;#8211; etwa, wenn Barre auf einer Zugfahrt mit Franziska Drohsel und Genossen das Juso-Programm bespricht, um nach dem Halt des ICE zu schreiben: &amp;quot;Einer der Juso-Jungs m&amp;ouml;chte jetzt erstmal ein Eis.&amp;quot;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;--- &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Benjamin von Stuckrad-Barre, Auch Deutsche unter den Opfern, KiWi K&amp;ouml;ln, 334 S., ab Montag im Handel&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 19 Feb 2010 14:51:44 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Ingo Juknat]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-02-19T14:51:44Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Inge Löhnig - In weisser Stille</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/59956/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  In seinem zweiten Fall muss Kriminalhauptkommissar Konstantin D&amp;uuml;hnfort den Mord an dem pensionierten Kinderarzt Dr. Wolfram Heckeroth aufkl&amp;auml;ren, der gefesselt in seinem Wochenendhaus am Starnberger See aufgefunden worden war.&lt;br /&gt;
Neben den Unklarheiten zu diesem Fall muss sich D&amp;uuml;hnfort auch noch mit privaten Problemen herumschlagen.&lt;br /&gt;
Inge L&amp;ouml;hnig schildert D&amp;uuml;hnforts neuen Fall &amp;#8222;In weisser Stille&amp;#8220; glaubhaft und authentisch. Dabei hat sie eigenst&amp;auml;ndige Charaktere geschaffen, die in der abgestimmten Handlung gut miteinander harmonieren. Die dabei entstandene Atmosph&amp;auml;re erschafft einen unglaublichen Lesefluss bei dem der Leser ein Gef&amp;uuml;hl des Wohlbefindens gewinnt. Man l&amp;auml;sst sich deswegen ganz in der sehr realistischen Handlung fallen und entwickelt Gef&amp;uuml;hle f&amp;uuml;r die einzelnen Protagonisten, die dadurch  ihre Emotionen auf den Leser &amp;uuml;bertragen. Vor allem D&amp;uuml;hnforts Gef&amp;uuml;hlslage konnte die Autorin gut vermitteln.&lt;br /&gt;
Durch immer neue Erkenntnisse und dem spektakul&amp;auml;ren und packenden Ende ist das Buch durchwegs spannend. &lt;br /&gt;
Die weniger spannenden Stellen werden durch den ansatzweise vorhandenen Lokalkolorit und den sehr pr&amp;auml;genden Schreibstil der Autorin ausgeglichen. Gerne k&amp;ouml;nnen die detaillierten Beschreibungen von diversen Orten und Begebenheiten noch vertieft werden, da so zus&amp;auml;tzlich noch stimmigere Atmosph&amp;auml;re geschaffen wird. Das ist aber wie immer Geschmackssache.&lt;br /&gt;
Gut fand ich auch wieder die Einblicke in D&amp;uuml;hnforts Privatleben, welche die Figur D&amp;uuml;hnforts noch authentischer und greifbarer machen.&lt;br /&gt;
Auch stellt es keinerlei Problem dar, wenn man den Vorg&amp;auml;nger &amp;#8222;Der S&amp;uuml;nde Sold&amp;#8220; nicht gelesen hat. Zwar wird kurz Bezug auf diesen Fall genommen, wichtige Details dabei aber nicht verraten.&lt;br /&gt;
Dennoch w&amp;auml;re es nicht schlecht den ersten Fall gelesen zu haben, denn zum einen erf&amp;auml;hrt man wichtige Einzelheiten zu D&amp;uuml;hnforts Privatleben, die zum besseren Verst&amp;auml;ndnis von dessen Charakter dienen. Zum anderen merkt man auch deutlich die positive Weiterentwicklung der Autorin, die ihr Buch dadurch erst so richtig besonders macht.&lt;br /&gt;
Mit &amp;#8222;In weisser Stille&amp;#8220; konnte mich Inge L&amp;ouml;hnig jetzt g&amp;auml;nzlich von ihrem Talent &amp;uuml;berzeugen und ich kann sie als Autorin nur w&amp;auml;rmstens empfehlen.&lt;br /&gt;
Ich freue mich schon sehr auf weitere D&amp;uuml;hnfort &amp;#8211; Krimis, da ich auch durch das relativ offene Ende auf weitere F&amp;auml;lle von ihm schon sehr gespannt bin!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5 von 5 Sternen!
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 18 Feb 2010 09:01:10 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[hasewue]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-02-18T09:01:10Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Wie Romeo &amp; Julia</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/59936/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;div&gt;&amp;quot;Bright Star&amp;quot; ist ein Buch zum gleichnamigen Film. Im Vorwort beschreibt Jane Campion, die auch f&amp;uuml;r den Film verantwortlich ist, die Liebe und das Leid von John Keats, einem Lyriker des 19. Jahrhunderts. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Der junge Mann, selber mittellos, da man von Lyrik kaum &amp;uuml;ber die Runden kommen kann, verliebt sich in eine Frau, die f&amp;uuml;r ihn unerreichbar scheint,&amp;nbsp;weil sie aus einer besseren Familie stammt. Doch wie der Zufall so will, verliebt sich auch diese junge Dame, Fanny Brawne, trotz aller Zweifel in den jungen und armen Dichter. Die Familie Brawne will davon nichts wissen und so sind gemeinsamen Momente der beiden frisch Verliebten sehr rar. Sie kommunizieren fast ausschlie&amp;szlig;lich &amp;uuml;ber Briefe. Und diese Briefe - leider sind nur die von John Keats erhalten geblieben - zeigen sehr eindrucksvoll das Leid des Dichters, seine Sehnsucht, seine Verzweiflung.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Diese Liebe - die fast schon Romeo und Julia gleicht - w&amp;auml;hrt jedoch nicht lange. Der junge Mann wird krank und auch die &amp;Auml;rzte meinen, dass ihn die Sehnsucht zu t&amp;ouml;ten versucht.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das Buch besteht aus dem Vorwort, das einf&amp;uuml;hlsam den Film und auch die Beziehung der beiden beschreibt. Der zweite Teil besteht aus den original Briefen von John Keats und ganz am Ende folgen noch ein paar Gedichte. Das sch&amp;ouml;ne daran ist; dass sie auf der einen Seite als Original in englischer Sprache abgedruckt sind und rechts daneben als sch&amp;ouml;ne &amp;Uuml;bersetzung ins Deutsche. Das Buch beinhaltet noch einige Bilder aus dem gleichnamigen Film.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Leider fehlen die Antworten die Fanny an John schreibt und auch h&amp;auml;tte ich mich &amp;uuml;ber ein paar mehr Gedicht gefreut. Allgemein sollte das Buch auch gro&amp;szlig;formatiger sein und als Hardcover erscheinen, denn f&amp;uuml;r ein Paperback ist der Inhalt fast zu schade!!&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Wed, 17 Feb 2010 14:19:16 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[vicky]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-02-17T14:19:16Z</dc:date>
    </item>
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