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    <title>www.westropolis.de - Westropolis.de</title>
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    <pubDate>Thu, 17 Jun 2010 09:41:35 GMT</pubDate>
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      <title>Im harten Garten</title>
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      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Wer einen bizarreren Garten mit WM-Bezug kennt, der trete hier und jetzt mit Beweisen hervor. Aber was hei&amp;szlig;t hier eigentlich &amp;quot;Garten&amp;quot;? Muss man in diesem Falle nicht von einer k&amp;uuml;nstlerischen Installation sprechen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man beachte den zwar zerknautschten, doch stillvergn&amp;uuml;gt fanatisierten Einstein. Und &amp;uuml;berhaupt. Jedes Detail ist ausgekl&amp;uuml;gelt, um nicht zu sagen: gezwirbelt, gedrechselt und sinnreich erk&amp;uuml;nstelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Damit nicht genug. Wenn keine Spiele laufen, ert&amp;ouml;nt am selbigen Platze auch noch ein steiler Soundtrack mit Schlagern der fr&amp;uuml;hen 60er Jahre, z. B. &amp;#8222;Ich will `nen Cowboy als Mann&amp;#8220;. Passt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In diesem Sinne ein dreifach kr&amp;auml;ftiges &amp;quot;Uwe Seeler&amp;quot;, &amp;auml;h, Vuvuzela!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und blo&amp;szlig; nicht gegen Serbien sterbien.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 17 Jun 2010 09:41:35 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Bernd Berke]]></dc:creator>
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    <item>
      <title>Ins Getriebe der Wirtschaft blicken</title>
      <link>http://www.westropolis.de/bernd.berke/stories/61548/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Rot - Gelb - Blau. Rot - Gelb - Blau.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der K&amp;uuml;nstler Andreas Siekmann hat immer und immer wieder dieselben Farben genommen. Auf jedem Blatt. Seine Bilder bringen wirtschaftliches Geschehen auf den Punkt. Vorsichtiger gesagt: Sie stellen in immer neuen Versuchsanordnungen die Frage, wie man dies sinnvoll bewerkstelligen kann. Sie ranken sich um ein Zeichensystem der Piktogramme und reihen sich wie Argumentations-Ketten, oft mit frappierender Folgerichtigkeit, zuweilen mit spielerischen Ausl&amp;auml;ufern. 223 Bl&amp;auml;tter sind auf exakt vermessenen und installierten Tischen zu sehen. Hie und da kreuzen sich ihre Fluchtlinien, als w&amp;auml;ren es die Gelenkstellen der gesellschaftlichen Debatte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Siekmann zeigt seinen zeichnerischen Zyklus &amp;#8222;Aus: Gesellschaft mit beschr&amp;auml;nkter &amp;nbsp;Haftung&amp;#8220; (1996-1999), der in anderer Form bereits auf der documenta (2002) pr&amp;auml;sentiert wurde. Jetzt ist das prinzipiell endlos erweiterbare Konvolut als Leihgabe aus dem Museu d&amp;#8217;Art Contemporani (Barcelona) ins Hammer Gustav-L&amp;uuml;bcke-Museum gekommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der 1961 in Hamm geborene K&amp;uuml;nstler lebt heute in Berlin. Er ist besonders auf der lateinamerikanischen und indischen Szene pr&amp;auml;sent, wo politische reflektierende und unterweisende Kunst noch keinen so schlechten Ruf hat wie hierzulande, wo man vor jedem Anflug von P&amp;auml;dagogik zur&amp;uuml;ckschreckt. Doch Siekmanns Kunst bevormundet nicht. Er recherchiert und zeigt Resultate vor. Nur eben nicht in textlicher oder tabellarischer Form, sondern bildnerisch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sein zentrales, be&amp;auml;ngstigend zeitgem&amp;auml;&amp;szlig;es Thema ist die Zurichtung des &amp;ouml;ffentlichen Raumes im Dienst der neoliberalen Ideologie. Sehr schl&amp;uuml;ssig und sinnlich nachvollziehbar f&amp;uuml;hrt er vor, wie die St&amp;auml;dte zusehends privatisiert und kommerziell beherrscht werden. So ist etwa Frankfurt zum schnieken &amp;#8222;Wohnzimmer&amp;#8220; im Schatten der allm&amp;auml;chtigen Banken geworden. &amp;#8222;Verd&amp;auml;chtige&amp;#8220; Gestalten, die nicht in diese gr&amp;uuml;ndlich durch&amp;ouml;konomisierte sch&amp;ouml;ne neue Welt passen, werden per &amp;Uuml;berwachungs-Kamera als Bedrohung wahrgenommen und notfalls ferngehalten. Daf&amp;uuml;r stehen Fachkr&amp;auml;fte bereit. Latente Gewaltsamkeit schwebt &amp;uuml;ber den Szenerien, die nur beim allerersten Hinschauen harmlos wirken.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Produktionsschlachten, Arbeitsk&amp;auml;mpfe, Konzernfusionen und etliche weitere &amp;ouml;konomische Prozesse entfalten und ver&amp;auml;steln sich auf den Bl&amp;auml;ttern. Die eindringliche Sequenz namens &amp;quot;Ex und Hopp&amp;quot; erl&amp;auml;utert die allf&amp;auml;llige Wert(e)vernichtung im laufenden kapitalistischen Wirtschaftsbetrieb. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gelegentlich wird das gnadenlose Getriebe angehalten, und es kommen alternative Handlungsweisen in den Blick, auf dass das Ganze nicht fatalistisch erstarre, sondern Hoffnung &amp;uuml;brig bleibe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man kann umhergehen, stehen bleiben und sich &amp;uuml;ber die Tische beugen. Man kann sich aber auch auf B&amp;uuml;rost&amp;uuml;hle setzen, damit gesch&amp;auml;ftig, seh- und wissbegierig zwischen den Bildern hin- und herrollen, was eventuell f&amp;uuml;r komische Anblicke beim Ausstellungsbesuch sorgen k&amp;ouml;nnte. Das ganze Arrangement hat etwas Lehrhaftes, erinnert (obwohl auf Tischen drapiert) an Wandzeitungen, Flugbl&amp;auml;tter oder Plakate - und ein wenig wohl auch an die Tafeln des Joseph Beuys. Kunst, &amp;uuml;ber die &amp;ouml;ffentlich zu reden ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;Auml;sthetisch greifen die Bl&amp;auml;tterreihen weit &amp;uuml;ber Piktogramme oder Comic-Elemente hinaus &amp;#8211; bis hin zur Abstraktion im Stile eines Mondrian oder Paul Klee. Man wird hier nicht mit simplen Schemata abgespeist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Spezialit&amp;auml;t f&amp;uuml;r sich ist das verwaschene Blau in den Bildern. Es handelt sich stets um Blue Jeans, die sich als vielf&amp;auml;ltig besetztes Zeichen geradezu surreal selbstst&amp;auml;ndig machen. Man glaubt ja nicht, was sich mit diesen Hosen alles illustrieren l&amp;auml;sst! Siekmanns Phantasie ist dabei schier unersch&amp;ouml;pflich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz bewusst bezieht sich Siekmann auf die Tradition der &amp;#8222;K&amp;ouml;lner Progressiven&amp;#8220; aus den 1920er Jahren. Bei Beuys hat er studieren wollen, doch dann ist er in die Klasse Ulrich R&amp;uuml;ckriems an der D&amp;uuml;sseldorfer Akademie gekommen. Dessen eher minimalistische Skulpturenbl&amp;ouml;cke scheinen allerdings keinen Einfluss auf Siekmann gehabt zu haben, jedenfalls nicht an der sichtbaren Oberfl&amp;auml;che. Vielleicht hat R&amp;uuml;ckriem einfach vorgelebt, wie man auf k&amp;uuml;nstlerischen Wegen unbeirrbar bleibt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Andreas Siekmann: &amp;#8222;Aus: Gesellschaft mit beschr&amp;auml;nkter Haftung&amp;#8220;. Gustav-L&amp;uuml;bcke-Museum, Hamm, Neue Bahnhofstra&amp;szlig;e 9. Bis 8. August, Di-Sa 10-17, So 10-18 Uhr. Die Ausstellung ist Teil des Ruhr2010-Projektes &amp;#8220;Mapping the Region&amp;#8220;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;_______________________________&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Titelbild: Supermarktszene aus der Sequenz &amp;quot;Ex und Hopp&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weitere Bilder in der Leiste: Blick auf die Einkaufsstra&amp;szlig;e Zeil - aus der Sequenz &amp;quot;Falsche Freiheit Frankfurt&amp;quot;, De-Industrialisierung - aus der Sequenz &amp;quot;Logik der Apparate&amp;quot;, Portr&amp;auml;t Andreas Siekmann (Gelerie Barbara Weiss, Berlin).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;_______________________________&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;N&amp;auml;heres zu den &amp;quot;K&amp;ouml;lner Progressiven&amp;quot; z. B. hier:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.museenkoeln.de/ausstellungen/mlu_0803_progressiv/&quot;&gt;http://www.museenkoeln.de/ausstellungen/mlu_0803_progressiv/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;_______________________________________&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 07 Jun 2010 15:36:56 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Bernd Berke]]></dc:creator>
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    <item>
      <title>Ums Ganze ringen</title>
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      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Bei j&amp;uuml;ngeren Kunstbetrachtern d&amp;uuml;rfte Ernst Barlach (1870-1938) als ausgesprochen vorgestrig und &amp;#8222;uncool&amp;#8220; gelten. All diese hageren, &amp;auml;rmlichen, gebeugten Gestalten. Dazu asketische Apostel und K&amp;uuml;nder. Dieses pathetische, inst&amp;auml;ndige Ringen ums Ganze der Existenz. Skulpturen mit Titeln wie &amp;#8222;Geistk&amp;auml;mpfer&amp;#8220;. Das geht doch wohl nicht mehr&amp;#8230;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was aber, wenn uns jetzt &amp;#8211; nach allen Ironien und sonstigen Kapriolen &amp;#8211; ein neues Pathos oder wenigstens eine neue Gradheit anst&amp;uuml;nden? Und wenn wir nun Ausschau halten sollten nach historisch beglaubigten Arten, Not und Armut darzustellen? Dann k&amp;auml;men wir vielleicht um Barlach oder Kollwitz immer noch nicht herum.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Cappenberger Schloss kann man sich jetzt einen reichhaltigen &amp;Uuml;berblick zum bildnerischen Werk von Barlach verschaffen &amp;#8211; anhand von rund 60 Skulpturen sowie 250 Druckgraphik-Bl&amp;auml;ttern und Zeichnungen. Der in Wedel/Holstein geborene K&amp;uuml;nstler ist auch ein bedeutender, wenngleich recht selten gespielter Dramatiker gewesen. Die in Vitrinen dokumentierte Auff&amp;uuml;hrungsgeschichte einzelner St&amp;uuml;cke (&amp;#8222;Der tote Tag&amp;#8220;, &amp;#8222;Der blaue Boll&amp;#8220; u. a.) ergibt jeweils nur kurze Listen. Doch dies ist nur ein Nebenstrang der Schau.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die noch von keinem eigenen Duktus gepr&amp;auml;gten bildnerischen Anf&amp;auml;nge liegen im dekorativen, ornamentalen Jugendstil. Gediegen sieht das aus, durchaus gekonnt, aber einigerma&amp;szlig;en&amp;nbsp;ausdrucksschwach.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Erst beim Aufenthalt in Russland (heutige Ukraine) findet Barlach 1906 zu seinem eigentlichen Themenkreis. Fiebrig rasch hingeworfene Skizzen werden zu Musterbl&amp;auml;ttern der sp&amp;auml;teren bildhauerischen Arbeiten. Armut und Drangsal erscheinen hier als Grundbefindlichkeiten des Menschen. Wer z&amp;auml;hlt all die Frierenden, die Bettler mit und ohne Kr&amp;uuml;cken oder im Elend ruchlos Gewordene wie jene &amp;#8222;Kupplerin&amp;#8220;, die aus blanker Not ihre blutjunge Tochter feilbietet?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So sehr hat Barlach zum Wesentlichen und zeitlos G&amp;uuml;ltigen vordringen wollen, dass ihm viele Typisierungen gelungen (gelegentlich auch: unterlaufen) sind, aus heutiger Sicht zuweilen ziemlich nah am Klischee. Doch nur das kann zum Klischee gerinnen, was in irgend einer Weise zum Kern vorgedrungen ist. Auch kann man hier die pure Aussagekraft des Materials studieren. Was in Bronze ernsthaft wirkt, sieht in wei&amp;szlig;em Porzellan nach gef&amp;auml;lliger Armuts-Folklore aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Derart &amp;#8222;klassisch&amp;#8220; stillgestellt geraten einige Figurationen (&amp;#8222;Die lesenden M&amp;ouml;nche III&amp;#8220;, 1932), dass sie beinahe gegl&amp;auml;ttet und blutleer erscheinen. Barlachs hehres Ziel, die Form zur Ruhe zu bringen, glich mitunter einer Gratwanderung. Doch war er auch zu mancherlei kaum geb&amp;auml;ndigter Unruhe, Drastik, Derbheit und Wildheit imstande. Da &amp;auml;u&amp;szlig;ert sich manche Wahrheit, die eben keine Beruhigung vertr&amp;auml;gt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zwar gibt es in Barlachs Oeuvre auch irrlichternd spukhafte Erscheinungen (etwa in den Goethe-Illustrationen), allerdings nirgends verwaschene Zweideutigkeiten. Nicht einmal in der Gespensterwelt. Auch dort ist es, wie es ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sp&amp;auml;testens nach dem Ersten Weltkrieg (dessen Ausbruch er anfangs, wie so viele, noch als reinigendes Stahlgewitter begr&amp;uuml;&amp;szlig;t hatte) war Barlach jeder Belanglosigkeit abhold. Kunst hatte stets dringlich und eindringlich zu sein. Barlachs Entwurf zu einem Ehrenmal f&amp;uuml;r die Kriegsgefallenen zeugte von gebrochenem &amp;#8222;Heldentum&amp;#8220;, auch von namenlosem Leid. Vor dem damaligen Zeithorizont war dies bereits ein unerh&amp;ouml;rter Affront. Politische Reaktion&amp;auml;re emp&amp;ouml;rten sich hysterisch. Dass Barlach in der NS-Zeit zu den als &amp;#8222;entartet&amp;#8220; verfemten K&amp;uuml;nstlern geh&amp;ouml;rte, hat hier seine Urspr&amp;uuml;nge.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der sp&amp;auml;te Barlach hatte zusehends etwas Gottsucherisches, m&amp;uuml;rrisch Weltabgewandtes. Doch solche Widerst&amp;auml;ndigkeit war eben kaum korrumpierbar, sie behauptete ihre kantigen Einspr&amp;uuml;che gegen die katastrophale Gegenwart.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man schaue sich Bl&amp;auml;tter wie &amp;#8222;St&amp;uuml;rzende Frau&amp;#8220; (1911/12) an, ein bezwingendes Szenenbild zu Barlachs eigenem Theatertext &amp;#8222;Der tote Tag&amp;#8220;. Das springt einen immer noch ganz gegenw&amp;auml;rtig an &amp;#8211; auf eine Weise, wie nur gro&amp;szlig;e Kunst es vermag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ernst Barlach. Schloss Cappenberg (in Selm bei L&amp;uuml;nen). Noch bis zum 27. Juni. Di-So 10 bis 17.30 Uhr, Eintritt frei.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Wed, 19 May 2010 14:32:50 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Was bleibt von der Kunst der 80er Jahre?</title>
      <link>http://www.westropolis.de/bernd.berke/stories/60570/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;&amp;#8222;Neue Wilde&amp;#8220;, &amp;#8222;Junge Wilde&amp;#8220;, &amp;#8222;Heftige Malerei&amp;#8220; &amp;#8211; an Etikettierungen f&amp;uuml;r die Kunst der (fr&amp;uuml;hen) 80er Jahre mangelt es nicht. Nach all dem prinzipiellen Misstrauen gegen Bilder, das die Szene schlie&amp;szlig;lich geradezu gel&amp;auml;hmt hatte, brach um 1979/80 eine offenbar lang angestaute Flut hervor. Schon bald gab es machtvolle Manifestationen wie die Gro&amp;szlig;ausstellungen &amp;#8222;Westkunst&amp;#8220; in den K&amp;ouml;lner Messehallen (1981), &amp;#8222;Zeitgeist&amp;#8220; im Berliner Gropius-Bau (1982) und die von Rudi Fuchs geleitete documenta (ebenfalls 1982).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unter dem verkaufsf&amp;ouml;rdernden Motto &amp;#8222;Es wird wieder gemalt&amp;#8220; nahm auch der Handel Aufschwung. Positiv gewendet: Die Kunst war also offenbar doch noch nicht tot. Ebenso wenig wie die vordem totgesagte Literatur. Mag immerhin sein, dass man sich f&amp;uuml;r diese neuen Aufbr&amp;uuml;che auch naiv (oder gar dumm?) stellen musste, damit es doch wieder einmal weitergehen konnte&amp;#8230;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bielefelds Kunsthallen-Direktor Thomas Kellein erinnert sich an die Jahre, in denen auch seine Museumslaufbahn begonnen hat: Die Nachfrage sei derma&amp;szlig;en angeschwollen, dass die bekanntesten Maler Wartelisten abarbeiteten &amp;#8211; oft unversch&amp;auml;mt schnell und nachl&amp;auml;ssig. Zuweilen wurden aus lauter Bilderhunger sozusagen noch feuchte Leinw&amp;auml;nde erworben. War&amp;#8217;s aus jetziger Sicht nur ein folgenloses Feuerwerk, oder hat einiges Bestand? Um es gleich zu sagen: Nat&amp;uuml;rlich gibt es Bleibendes, man muss gewiss keine halbe Generation abschreiben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute scheint das alles unendlich lang her zu sein. Die Museen lassen den Bildermassen jener Jahre kaum noch besondere Aufmerksamkeit angedeihen. Gerade deshalb will sich die Bielefelder Kunsthalle nun einiger Substanzen der 80er vergewissern. &amp;#8222;The 80s Revisited&amp;#8220; st&amp;uuml;tzt sich auf die Sammlung des Schweizer Galeristen Bruno Bischofberger. So umfangreich ist deren Fundus, dass er auf zwei Ausstellungen verteilt wird. Jetzt sind erst einmal die Europ&amp;auml;er (erg&amp;auml;nzt um den Graffiti-Anreger Keith Haring) an der Reihe. 2011 werden die New Yorker Leitfiguren (u. a. Andy Warhol, Julian Schnabel, Jean-Michel Basquiat) folgen. Selbst Warhol kehrte damals von der Factory-Produktion gelegentlich zur herk&amp;ouml;mmlichen Handarbeit zur&amp;uuml;ck.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man kann mit Fug von Bilderrausch oder gar Bilderwahn sprechen, wenn man in die 80er zur&amp;uuml;ckblickt. Mit unbek&amp;uuml;mmertem Furor, zuweilen mit aggressiver Erregung gingen viele K&amp;uuml;nstler zu Werke. Punk und New Wave auf der Leinwand, wenn man so will. Blo&amp;szlig; keine kopflastigen Konzepte mehr. Schrankenlose, oft grelle Subjektivit&amp;auml;t brach sich Bahn, notfalls roh hingefetzte Handarbeit triumphierte &amp;uuml;ber alles Durchdachte und Geschliffene. Da konnte auch mancher Pfusch mit durchgehen. Hauptsache spontan. Freiheit erwies sich zuweilen als blo&amp;szlig;e Frechheit. Kein Wunder, dass all dies das Marktgef&amp;uuml;ge durcheinander brachte, die Szene aufw&amp;uuml;hlte und spaltete. Nicht wenige Galeristen lehnte die neuen Bilderwelten rundweg ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vor allem K&amp;uuml;nstler aus Italien und Deutschland z&amp;auml;hlten zu Vorreitern. Beginnen wir im zweiten Stock der Kunsthalle: Hier bekommt Francesco Clemente einen imposanten Auftritt. Seine dauerhaften Selbstbefragungen und flimmernden Ich-&amp;Uuml;berblendungen flie&amp;szlig;en in subtile, innige und zartsinnige Darstellung ein. Er z&amp;auml;hlt keineswegs zu den bedenkenlosen Tempo-Malern, im Gegenteil: Hier hat sich ein Werk &amp;uuml;ber viele Jahre hinweg konsequent entfaltet. Auch Enzo Cucchi erscheint in diesem Kontext als Schwergewicht. Er findet immens dichte Sinnbilder f&amp;uuml;rs gro&amp;szlig;e Ganze der Existenz, f&amp;uuml;r schreiende &amp;Auml;ngste und kommende Katastrophen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der K&amp;uuml;nstlerkreis ums K&amp;ouml;lner Gemeinschaftsatelier&amp;nbsp; &amp;#8222;M&amp;uuml;lheimer Freiheit&amp;#8220; verschrieb sich hingegen anfangs dem fr&amp;ouml;hlichen Dilettantismus. Doch die einzelnen Maler fanden dann doch ihre je eigenen Wege &amp;#8211; und sei&amp;#8217;s die des &amp;#8222;anything goes&amp;#8220;. Paradebeispiele hierf&amp;uuml;r ist Dokoupil, von dem u. a. Beispiele aus den Serien der Schnuller- und der Ru&amp;szlig;-Bilder zu sehen sind. Immer wieder wendet er sich anderen Stilrichtungen zu, er meidet jede pers&amp;ouml;nliche Handschrift, jegliches Markenzeichen. Fast t&amp;auml;glich alles anders. Es ist, als deute dies schon voraus auf die schier unendlichen, anonymen Bilderberge im Internet. Schnoddrige Beliebigkeit oder &amp;#8222;postmodern&amp;#8220; gewieftes Spiel mit medialen Horizonten?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Rainer Fetting und Salome vertreten die schrille Berliner Richtung. Fetting wird hier als Nachfahre der Expressionisten (Kirchners Badebilder) sichtbar, selbst die spontanste Wallung ist eben nicht voraussetzungslos, sondern fu&amp;szlig;t auf Tradition. Fetting und vor allem Salome setzen heftige Zeichen einer schwulen Kultur, die hier ein f&amp;uuml;r allemal aus subkulturellen Verstecken ausbricht. Folgt man den Pfaden der Bielefelder Schau, so waren die 80er in der Kunst ohnehin eine weitgehend frauenferne Angelegenheit, was Themen und Protagonisten angeht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hinunter ins erste Geschoss der Kunsthalle. Hier finden sich weniger fulminante Statements, jedoch spezielle Positionen von Wegbereitern der beharrlich besessenen Art. Peter Halley wurde nicht m&amp;uuml;de, mit seinen spr&amp;ouml;den Gitterbildern die Abstraktion als Gef&amp;auml;ngnis der K&amp;uuml;nste zu schildern. Philip Taffee trieb abstrakte und ornamentale Formen derart auf die Spitze, dass sie wie Tapetenmuster erscheinen. Auch bei den vertrackt zitierenden Sch&amp;ouml;pfungen des Schweizers John Armleder dr&amp;auml;ngt ein grunds&amp;auml;tzliches Unbehagen an vorheriger Kunst zum Ausdruck.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein hochinteressanter Sonderfall ist die Kunst von David McDermott &amp;amp; Peter McGough, die all ihre Bilder mit (weitgehend von historischen Inhalten losgel&amp;ouml;sten) Jahreszahlen versehen und selbst ein Leben wie zu viktorianischer Zeit f&amp;uuml;hren. Abschied von der linear fortlaufenden Geschichte, in der man nunmehr willk&amp;uuml;rlich &amp;uuml;berall &amp;#8222;andocken&amp;#8220; kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mag es aus zeitlichem Abstand auch einige &amp;auml;sthetische Gemeinsamkeiten geben, so z&amp;auml;hlt doch auch in den 80ern die Stringenz des konkreten Lebenswerks, ja ganz zuletzt kommt es auf das einzelne Bild an, das in den besten F&amp;auml;llen den blo&amp;szlig;en &amp;#8222;Zeitgeist&amp;#8220; weit &amp;uuml;bersteigt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#8222;The 80s Revisited&amp;#8220;. Kunsthalle Bielefeld, Artur-Ladebeck-Stra&amp;szlig;e 5. Bis 20. Juni 2010. Ge&amp;ouml;ffnet Di-So 11-18, Mi 11-21, Sa 10-18 Uhr, Mo geschlossen. Eintritt 7 Euro. Katalog (umfasst auch die Exponate des 2011 folgenden zweiten Teils der Ausstellung): In der Kunsthalle 29,90 Euro, im Buchhandel 49,90 Euro.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;_______________________________________&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bild oben: Rainer Fetting &amp;quot;Drummer und Gitarrist&amp;quot; (1979)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bild in der Leiste (von links):&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Francesco Clemente &amp;quot;Distance&amp;quot; (1981)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;________________________________&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bilder: Katalog Kunsthalle Bielefeld&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 26 Mar 2010 14:23:04 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Bernd Berke]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-26T14:23:04Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Nee, Guggenheim Berlin ...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/thomas.lau/stories/59937/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;... in eine mit &lt;a href=&quot;http://www.deutsche-guggenheim.de/d/ausstellungen-utopiamatters01.php&quot;&gt;Utopia Matters&lt;/a&gt; betitelte Ausstellung so r&amp;uuml;ckw&amp;auml;rtsgewandte Esoteriker wie die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4raffaeliten&quot;&gt;Pr&amp;auml;raffaeliten&lt;/a&gt; reinzupacken, nee, das ist echt &lt;strike&gt;frech&lt;/strike&gt; ganz sch&amp;ouml;n mutig .... &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das ddp-Photo zeigt eine junge Frau, die 2006 in der Ausstellung &amp;quot;The Guggenheim Collection&amp;quot; in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland das Oelgemaelde &amp;quot;Barge&amp;quot; (1963) des Malers Robert Rauschenberg betrachtet. &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Wed, 17 Feb 2010 11:49:27 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Thomas Lau]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-02-17T11:49:27Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Es muss nicht immer Pixar sein</title>
      <link>http://www.westropolis.de/Miriam Lessmann/stories/59784/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Animationsfilme sind chic und hip. Dieser Trend hat Gutes (Shrek, Madagascar) und Schlechtes (alle Barbie Animationsfilme) hervor gebracht. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf meinen Reisen durch das Netz bin ich jetzt auf einen wirklich tollen kleinen Animationsfilm gesto&amp;szlig;en. &lt;a href=&quot;http://www.fubiz.net/2010/01/19/les-dangereux/&quot;&gt;&amp;quot;Les Dangereux&amp;quot;&lt;/a&gt; kommt ganz ohne Worte aus und ist meiner Ansicht nach ein sch&amp;ouml;nes kleines Filmchen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Blick lohnt sich wirklich. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bild: imago&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bild zeigt Zeichnungen aus dem Manuskript zum Film Toy Story.&amp;nbsp; &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 04 Feb 2010 10:19:07 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Miriam Lessmann]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-02-04T10:19:07Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Stichworte zu Karin Székessy</title>
      <link>http://www.westropolis.de/bernd.berke/stories/58826/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Diesmal ein Versuch statt der handels&amp;uuml;blichen Ausstellungs-Rezension. Warum denn immer alles ausformulieren?&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Hier mein im Original gekrakelter Notizzettel zu Karin Sz&amp;eacute;kessys Foto-Ausstellung auf Schloss Cappenberg, bestehend aus fl&amp;uuml;chtig hingeworfenen Stichworten, Assoziationen, Impressionen. Ziemlich roh, bestenfalls notd&amp;uuml;rftig gegliedert und in eher zuf&amp;auml;lliger Abfolge meines Rundgangs, nur nachtr&amp;auml;glich hier und da unwesentlich erg&amp;auml;nzt. In der Zeitung w&amp;auml;r&amp;#8217;s auf diese Art kaum m&amp;ouml;glich, daf&amp;uuml;r taugt das Netz.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Man kann sich hierauf vielleicht sogar besser (s)einen pers&amp;ouml;nlichen Reim machen, als wenn es einer in vorgeformte, wom&amp;ouml;glich gedrechselte S&amp;auml;tze gebracht h&amp;auml;tte. Denn auch anhand eines &amp;#8222;fertigen&amp;#8220; Textes hat doch jeder seine ganz eigene Lesart. Also auf in die Werkstatt, zur gef&amp;auml;lligen Selbstbedienung:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;Die Notizen&lt;/strong&gt; &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Fremdartig und manchmal trotzdem (?) gef&amp;auml;llig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Spiegelungen (an) der Oberfl&amp;auml;che, Vordringen in die Tiefe&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Vasen auf einer Fensterbank in Hamburg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;#8222;Banale&amp;#8220; Objekte, mit Bedeutung aufgeladen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Verfremdung durch Nahsicht (Eierbecher etc.)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die Fl&amp;uuml;chtigkeit des Moments vs. vorab ausgekl&amp;uuml;gelte Komposition&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Patina Berlin&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Gezielte Unsch&amp;auml;rfen / Verwischungen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Provence-Details: St&amp;uuml;hle, Schattenlinien&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Abgebl&amp;auml;tterte Wandfarbe&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;Uuml;bernat&amp;uuml;rliches Licht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ma&amp;szlig;nehmen am K&amp;ouml;rper&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der rasende Moment, der still stehende Moment&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Manchmal bewusst eingesetzte Grobk&amp;ouml;rnigkeit, doch oft eine gewisse Gl&amp;auml;ttung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Linienschwung einer Landschaft (Sylt)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ihr Ehemann, der Surrealist Paul Wunderlich (drei Kinder), Werke im Dialog&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der surreale Augenblick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;Uuml;berblendungen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Auch Anekdotisches&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;1966 Boule-Spiel etc.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;London Bridge, Kr&amp;auml;ne, das London von fr&amp;uuml;her &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;1958 M&amp;uuml;nchen, sehr gestrige Figuren (schon historisch)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Schwarzwei&amp;szlig; aus den 60ern (mehr / andere Struktur als sp&amp;auml;ter?)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Einwanderer Paris / London, Kinder&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Kopftuch, Schleier, Salome&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Schwarzwei&amp;szlig; auch noch 2009&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Portr&amp;auml;ts Hundebesitzer (darunter Ulrich Tukur)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Hund als Familienvorstand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Fundst&amp;uuml;cke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Tagtr&amp;auml;ume&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wolken&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Pflanzen als Individuen mit &amp;#8222;Auftritt&amp;#8220;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Elemente der Mode&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wahl der Accessoires &amp;amp; Requisiten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Paris auf Filmstreifen (1965)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Piazza del popolo (Rom 66) - Typengalerie mafios? Was ging hier vor? Was wird sein?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Beuys in Aktion (wie man ihn nicht kennt)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Zeittypische Charaktere der 50er und 60er Jahre, andere Gesichter (&amp;amp; Gesten, Mimik, Kleidung) als in sp&amp;auml;teren Zeiten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;K&amp;uuml;nstlerportr&amp;auml;ts: Hans Bellmer / Gr&amp;uuml;tzke / Oelze / Horst Janssen / Konrad Klapheck / Elvira Bach / Hundertwasser / Beuys / Grass / Senta Berger&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Studien: ein K&amp;uuml;rbis, Artischocke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Niemals starkfabrig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Skulpturenhafte Leiber&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Durch-Sichtiges&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nacktheit als pl&amp;ouml;tzliche Erscheinung, als Spiel, als Pose, nicht so sehr als Urzustand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wuchernde Gew&amp;auml;chse&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Aktbilder, auch Puppen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nacktheit = entr&amp;uuml;ckte K&amp;uuml;nstlichkeit&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Entbl&amp;ouml;&amp;szlig;te K&amp;ouml;rper im Raum (drapierte Vorh&amp;auml;nge)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;#8222;Weiblicher Blick&amp;#8220;? Weibliche Welt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Auch Kinder verhalten &amp;#8222;erotisch&amp;#8220;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Lou Lou und Lita&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Unverwechselbarer Stil? Oder viele Richtungen und M&amp;ouml;glichkeiten erprobt?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pers&amp;ouml;nliches Fazit&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mir gefallen ihre fr&amp;uuml;hen Schwarzwei&amp;szlig;-Aufnahmen am besten. Nur Geschmackssache?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Daten zur Fotografin Karin Sz&amp;eacute;kessy (dem Katalog entnommen):&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1931 in Essen geboren&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schule in England&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1957-59 Studium der Fotografie in M&amp;uuml;nchen (Institut f&amp;uuml;r Bildjournalismus)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ab 1959 Serie von &amp;#8222;Puppenfotos&amp;#8220;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ab 1960 Reportagefotos f&amp;uuml;r die Zeitschrift &amp;#8222;Kristall&amp;#8220;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ab 1963 M&amp;auml;dchenakte&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1967-69 Lehrt&amp;auml;tigkeit an der Werkkunstschule Hamburg (Fachbereich Mode)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ab 1970 Freie Fotografin, u. a. f&amp;uuml;r &amp;#8222;Twen&amp;#8220;, &amp;#8222;Spiegel&amp;#8220;, &amp;#8222;Playboy&amp;#8220;, &amp;#8222;Zeit-Magazin&amp;#8220;, &amp;#8222;Welt&amp;#8220;, &amp;#8222;S&amp;uuml;ddeutsche Zeitung&amp;#8220; usw.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1971 Heirat mit dem K&amp;uuml;nstler Paul Wunderlich&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Karin Sz&amp;eacute;kessy lebt und arbeitet in Hamburg und Frankreich&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Ausstellung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#8222;Karin Sz&amp;eacute;kessy - Photography - Poesie zwischen Schwarz und Wei&amp;szlig;&amp;#8220;. 59379 Selm-Cappenberg, Schloss Cappenberg (Stra&amp;szlig;enadresse f&amp;uuml;r Navigation: Schlossberg). Tel.: 02306/71 170. Bis 7. M&amp;auml;rz 2010. Di-So 10-17 Uhr, Eintritt frei. Katalogbuch (Edition Braus) 39,90 Euro. Internet: www.kreis-unna.de&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 14 Dec 2009 21:34:29 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Bernd Berke]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-12-14T21:34:29Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Schmuck mit Seele</title>
      <link>http://www.westropolis.de/bernd.berke/stories/58729/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Wie hat wohl die Urgeschichte der Skulptur begonnen, von welcher Art waren die fr&amp;uuml;hesten Vor-Bilder? Prof. Christoph Brockhaus, Chef des Duisburger Lehmbruck-Museums, hat da eine plausibel klingende Vermutung: Amulette und magische Gl&amp;uuml;cksbringer in Form von Schmuckst&amp;uuml;cken d&amp;uuml;rften von allem Anfang an gefertigt worden sein. Es birgt also seinen tieferen Sinn und Hintersinn, dass das auf Skulpturen spezialisierte Haus nun Schmuck zeigt, der von Bildhauern geschaffen wurde.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Brockhaus legt Wert auf trennscharfe Unterscheidung vom blo&amp;szlig;en Schmuck-Design. Dabei st&amp;uuml;nden die gute (anzuf&amp;uuml;gen w&amp;auml;re: meist eher gef&amp;auml;llig gegl&amp;auml;ttete) Form und handwerkliche Pr&amp;auml;zision im Vordergrund, w&amp;auml;hrend K&amp;uuml;nstler auch auf diesem Gebiet mit geistigem Anspruch antreten, zumeist auf Transzendenz aus sind und hierzu dem Material eine ureigene, m&amp;ouml;glichst unverwechselbare Handschrift aufpr&amp;auml;gen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Manche dieser Pr&amp;auml;gemuster oder auch Markenzeichen erkennt man tats&amp;auml;chlich auf einen Blick, freilich wirken sie in der Schmuckform wie verfremdet. G&amp;uuml;nter Uecker treibt auch aus dem Schmuck N&amp;auml;gel hervor, als gelte es, stachlige Abwehr zu gew&amp;auml;hrleisten &amp;#8211; vielleicht gegen b&amp;ouml;sen Zauber? Lucio Fontana, bekannt durch &amp;#8222;geschlitzte&amp;#8220; Bilder, hat den Edelmetall-Fl&amp;auml;chen seines Schmucks gleichfalls solche Schnitte zugef&amp;uuml;gt. Louise Bourgeois hat eine Spinne zur Brosche geformt, die direkt aus einem Alptraum zu stammen scheint. Alexander Calders Armreife oder Halsb&amp;auml;nder sind so filigran und wundersam beweglich wie seine sonstigen Werke. Man sagt nicht zu viel, wenn man feststellt: So manche dieser Schmuckst&amp;uuml;cke haben eine &amp;#8222;Seele&amp;#8220;, sie sind alles andere als Beiwerk.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Es geht bis in den Olymp der Kunst hinauf. Besonders zwei Namen b&amp;uuml;rgen f&amp;uuml;r Gipfelgl&amp;uuml;ck: Pablo Picasso offenbart sich auch im Medium des Schmucks als der schier unendlich sch&amp;ouml;pferische Universalk&amp;uuml;nstler, der er nun einmal gewesen ist. Die goldenen Medaillons f&amp;uuml;r seine Geliebte Francoise Gilot, versehen mit traumwandlerisch formsicher stilisierten Frauen-, Faun- oder Tier-Darstellungen, deuten wahrhaftig auf unvordenkliche Fr&amp;uuml;hzeiten der K&amp;uuml;nste und der menschlichen Geschichte. &amp;Auml;hnlich nah an den magischen Urspr&amp;uuml;ngen bewegt sich Max Ernst mit gleichfalls in Gold getriebenen Miniatur-Masken, die als Anh&amp;auml;nger dienten.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Die rund 185 skulpturalen Schmuckst&amp;uuml;cke, von Fall zu Fall erg&amp;auml;nzt um Bildhauer- und Papier-Arbeiten der beteiligten K&amp;uuml;nstler, geh&amp;ouml;ren &amp;uuml;berwiegend zur Sammlung von Diana K&amp;uuml;ppers aus M&amp;uuml;lheim/Ruhr. Sie besitzt die wohl weltweit bedeutendste Kollektion von Bildhauerschmuck der Moderne. Seit 1978 hat sie ihre Sch&amp;auml;tze zusammengetragen, bisweilen im engen pers&amp;ouml;nlichen Kontakt zu K&amp;uuml;nstlern wie etwa Gotthard Graubner (der auch hier seine Farbkissen-Formen aufgegriffen hat) oder Niki de Saint Phalle, deren Schmuck-Oeuvre nat&amp;uuml;rlich auch (aber nicht nur) prallbunte &amp;#8222;Nana&amp;#8220;-Weibsgestalten aufleben l&amp;auml;sst.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Die Duisburger Liste verzeichnet weitere K&amp;uuml;nstlernamen von h&amp;ouml;chstem Rang, beispielsweise: Hans Arp, Georges Braque, Eduardo Chillida, Jean Cocteau, Salvador Dali, Marcel Duchamp, Yves Klein, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg (Brosche mit rostigem Metallfundst&amp;uuml;ck), Man Ray, Frank Stella, Andy Warhol&amp;#8230; Wer h&amp;auml;tte gedacht, dass all diese Gr&amp;ouml;&amp;szlig;en Schmuck hergestellt haben?&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Oft handelt es sich um echte Unikate, die f&amp;uuml;r Gef&amp;auml;hrtinnen entstanden sind. Auflagen dieser k&amp;ouml;rperbezogenen Kunstwerke gab es allenfalls in geringer St&amp;uuml;ckzahl, um den Wert der Einzelobjekte nicht zu schm&amp;auml;lern. Kunsthistorisch betritt man hier &amp;#8211; so Christoph Brockhaus &amp;#8211; &amp;#8222;terra incognita&amp;#8220;, denn der Schmuck ist meist nicht in den jeweiligen Werkverzeichnissen erfasst. Da schlummert also noch viel unerledigte Forschungsarbeit.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Von Picasso bis Warhol &amp;#8211; Bildhauerschmuck der Avantgarde. Duisburg, Wilhelm Lehmbruck Museum, D&amp;uuml;sseldorfer Str. 51 (Besucheradresse Friedrich-Wilhelm-Stra&amp;szlig;e 40). Bis 14. Februar 2010. Ge&amp;ouml;ffnet Di-Sa 11-17, So 10-18 Uhr, Mo geschlossen. Eintritt 6 Euro (erm&amp;auml;&amp;szlig;igt 3 Euro), Familie 12 Euro. Katalog 25 Euro. Buchung von F&amp;uuml;hrungen Tel.: 0203/283 21 95. Internet: &lt;a href=&quot;http://www.lehmbruckmuseum.de/&quot;&gt;www.lehmbruckmuseum.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;__________________________________&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Bild oben: Pablo Picasso &amp;quot;Grand faune&amp;quot; (Gro&amp;szlig;er Faun), Gold-Anh&amp;auml;nger (1972). Copyright Foto: Succassion Picasso / VG Bild- Kunst, Bonn&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Weitere Bilder (von links):&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;1.) Lucio Fontana &amp;quot;Ellisse concetto spaziale&amp;quot; (1967), Email-Armreif&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;2.) Man Ray &amp;quot;Optic Topic&amp;quot; (1978), tragbare Maske, vergoldetes Sterling-Silber&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;3.) Max Ernst &amp;quot;T&amp;ecirc;te &amp;agrave; cornes&amp;quot; (1959/60), Gold-Anh&amp;auml;nger&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;4.) Niki de Saint Phalle &amp;quot;Nana negresse&amp;quot; (1973), Goldbrosche mit mehrfarbigem Email&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;5.) Alexander Calder: Collier (um 1940), Messing&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Sat, 05 Dec 2009 22:02:14 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Bernd Berke]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-12-05T22:02:14Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Never mind the Pollock</title>
      <link>http://www.westropolis.de/thomas.lau/stories/58718/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Eigentlich habe ich ja &lt;a href=&quot;http://socialitelife.celebuzz.com/archive/2009/12/03/brangelina_forever_angelina_jolie_brad_pitt_embrace_.php&quot;&gt;This lovely sculpture by Daniel Edwards, entitled Brangelina Forever,&lt;/a&gt; gesucht, aber nur das hier gefunden, von einem Ausstellungsbesuch der 2, wie sie einen Jackson Pollock bestaunen, oder zumindest ein Werk, das einem Jackson Pollock sehr &amp;auml;hnlich sieht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Foto: Getty &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 04 Dec 2009 15:04:05 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Thomas Lau]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-12-04T15:04:05Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Neues unter der Sonne</title>
      <link>http://www.westropolis.de/bernd.berke/stories/58635/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Es gibt offenbar noch Neues unter der Sonne: In Wuppertal behaupteten die Museumsleute k&amp;uuml;rzlich, sie zeigten jetzt den allerersten deutschen Gesamt&amp;uuml;berblick zum Werk des Impressionisten Claude Monet. Jetzt sagen die Kollegen in Bielefeld, es habe bislang noch keine vergleichbare Retrospektive zum deutschen Impressionismus gegeben. Ihre Ausstellung sei somit eine Art Premiere. Wer skeptisch ist, der beweise jeweils das Gegenteil.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Folgt man einer Bielefelder Ausgangs-These, so hat der deutsche Impressionismus mit den weltber&amp;uuml;hmten franz&amp;ouml;sischen Spielarten dieser Kunstrichtung nicht allzu viel gemein, sondern war ein eigener und eigensinniger Strang der Kunstgeschichte. Antriebe und Absichten waren demnach ebenso verschieden wie Stimmungswerte oder Farbpalette. Letztere haben nicht nur mit der (schwer greifbaren) &amp;#8222;Mentalit&amp;auml;t&amp;#8220;, sondern auch mit konkreten landschaftlichen Gegebenheiten zu tun. Deutscher Wald ist eben nicht so licht wie etwa Str&amp;auml;nde von S&amp;uuml;dfrankreich, ein Boulevard in Paris flirrt und brandet anders als eine Stra&amp;szlig;e in Karlsruhe.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Apropos Stadtbilder: Eine Besonderheit sind Lesser Urys Ansichten des n&amp;auml;chtlichen Berlin, auf denen sich Gro&amp;szlig;stadtlichter in regennassen Stra&amp;szlig;en spiegeln. Sonst bringt man Impressionismus eher mit Tageshelligkeit in Verbindung. Ausgepr&amp;auml;gter als im Nachbarland haben deutsche Impressionisten zudem Technik und Arbeitswelten dargestellt. Wilhelm II. befand prompt, Max Liebermann und Konsorten verfertigten &amp;uuml;ble &amp;#8222;Rinnsteinkunst&amp;#8220;. Mit solch bodenlosen Urteilen macht man sich f&amp;uuml;r alle Zeiten l&amp;auml;cherlich.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Der Zeitrahmen der Auswahl reicht von 1871 bis 1918, umfasst also die wilhelminische Kaiserzeit. Der hiesige Impressionismus war zwar keine Sache der Boh&amp;egrave;me wie in Frankreich, sondern im wesentlichen b&amp;uuml;rgerlich, aber er war alles andere als pomp&amp;ouml;s oder staatstragend. Entgegen dem Heroismus, wie er damals offiziell erw&amp;uuml;nscht war und in den Akademien eingetrichtert wurde, griffen Impressionisten lieber aufs private Leben zur&amp;uuml;ck. Schon dies war ein Zeichen von Abtr&amp;uuml;nnigkeit. Die Vorbilder waren nicht etwa haupts&amp;auml;chlich Frankreichs Impressionisten, sondern sie waren in der Freilichtmaler-Schule von Barbizon, unter den Naturalisten und bei den Niederl&amp;auml;ndern zu finden.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Bielefeld pr&amp;auml;sentiert etwa 180 Werke von 35 K&amp;uuml;nstlern. Gerade einmal drei dieser Maler haben es als Impressionisten dauerhaft zu h&amp;ouml;heren Bekanntheits-Graden gebracht: Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth. Einzelst&amp;uuml;cke von Christian Rohlfs oder Max Beckmann sind in diesem Kontext eher Randerscheinungen und betreffen allenfalls Nebenwege mit impressionistischen Anwandlungen. Meisterschaft haben sie dann bekanntlich auf anderen Gebieten erlangt. Wer sich f&amp;uuml;r Kunst auch nur irgend erw&amp;auml;rmt, kennt diese Namen sicherlich. Jenseits davon aber tut sich in Bielefeld fruchtbares Neuland der (Wieder)-Entdeckungen auf.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Wer hat schon einmal diese K&amp;uuml;nstlernamen geh&amp;ouml;rt: Gotthard Kuehl, Christian Landenberger, Robert Breyer, Hermann Pleuer, Lesser Ury, Maria Slavona (einzige Frau), Robert Sterl, Albert Weisgerber, Paul Baum, Otto Reiniger - e tutti quanti? Da m&amp;uuml;ssen selbst manche Leute vom Fach passen. Die Bielefelder haben denn auch etliche Bilder aus dem Dunkel der Depots ans Licht geholt. Es hat sich in vielen F&amp;auml;llen gelohnt. Selbst die etwas weniger gelungenen Gem&amp;auml;lde konturieren und schattieren das Gesamtbild, lassen es facettenreicher erscheinen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Ans innere Wesen der Kunst w&amp;uuml;rde es r&amp;uuml;hren, k&amp;ouml;nnte man ohne weiteres sagen, was etwa ein Liebermann oder Corinth den Zeitgenossen voraus haben. Warum sind gerade sie prominent geblieben? Nur eine Qualit&amp;auml;ts-Frage oder auch eine nach (un)gl&amp;uuml;cklichen Umst&amp;auml;nden oder F&amp;auml;hrnissen der Rezeption? Nun, beispielsweise im Falle des L&amp;uuml;beckers Gotthard Kuehl fragt man sich eher, weshalb er so an den Rand der Kunstgeschichtsschreibung geraten konnte&amp;#8230;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der deutsche Impressionismus gedieh vor allem in den Regionen. Man sieht hier herausragende Beispiele u. a. aus Hamburg, Stuttgart, Karlsruhe, M&amp;uuml;nchen, Dresden. Die Bielefelder Ausstellung (kuratiert von Jutta H&amp;uuml;lsewig-Johnen und Thomas Kellein) ist nach Motiven und Lokalit&amp;auml;ten geordnet, Kapitel&amp;uuml;berschriften lauten beispielsweise &amp;#8222;Im Haus&amp;#8220;, &amp;#8222;In der Stadt&amp;#8220;, &amp;#8222;Im Garten&amp;#8220;, &amp;#8222;Am Wasser&amp;#8220; und &amp;#8222;Auf dem Land&amp;#8220;. Klingt nach geruhsamen und erholsamen Ausfl&amp;uuml;gen, nach tiefem Durchatmen in Kunstgefilden.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Doch es ist mehr. Im Verlauf des anregenden Rundgangs wird man gewahr, wie die Impressionisten Breschen f&amp;uuml;r die kommenden Stile der Moderne geschlagen haben. In Lovis Corinths Bildnis einer Geigerin ist schon die expressionistische Auffassung von Form und Farbe zu ahnen, auch Abstraktion bricht sich schon Bahn: &amp;Uuml;beraus frei hat Corinth den Rock der jungen Frau dargestellt, w&amp;auml;hrend die sonstige Gestalt noch eher realistischen Gestaltungs-Mustern folgt. Wohl kein Zufall, dass gerade das musikalische Thema die Farbphantasien derma&amp;szlig;en angeregt hat. Doch auch fauchende Technik dr&amp;auml;ngt mit Macht zur entgrenzten Moderne: Hermann Pleuers &amp;#8222;Dampf auslassende Lokomotive&amp;#8220; besteht fast ausschlie&amp;szlig;lich aus einer gegenstandsfernen Wolke.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Die Themenf&amp;uuml;lle reicht ohnehin weit &amp;uuml;ber flirrende Naturidyllen hinaus. Gar manches wird nunmehr als &amp;#8222;bildw&amp;uuml;rdig&amp;#8220; erachtet, so auch Bierg&amp;auml;rten, K&amp;uuml;he (f&amp;uuml;r diese Tiere gab es gleich mehrere Spezialisten), die Knochenarbeit im Steinbruch (die der Dresdner Robert Sterl allerdings tendenziell verkl&amp;auml;rte), Eisenbahnen, H&amp;auml;fen und ein f&amp;uuml;r jene pr&amp;uuml;den Zeiten recht freiz&amp;uuml;giges Strandleben. Wer h&amp;auml;tte den Impressionisten solche Vielfalt zugetraut?&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;strong&gt;&amp;#8222;Der deutsche Impressionismus&amp;#8220;. Kunsthalle Bielefeld, Artur-Ladebeck-Stra&amp;szlig;e 5. Bis 28. Februar 2010. Ge&amp;ouml;ffnet Di, Do, Fr, So 11-18, Mi 11-21, Sa 10-18 Uhr, Mo geschlossen. Eintritt 7 Euro, Audioguide 3 Euro. Katalog im Museum 24,95 Euro, im Buchhandel 29,95 Euro. Internet: &lt;/strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.kunsthalle-bielefeld.de/&quot;&gt;www.kunsthalle-bielefeld.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;____________________________________&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;em&gt;Bilder&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;oben:&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Max Liebermann &amp;quot;Am Strand von Nordwijk&amp;quot; (1908, Von der Heydt-Museum, Wuppertal)&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Leiste von links nach rechts (alle aus dem Katalog, DuMont Verlag):&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;1.) Max Slevogt &amp;quot;Dame am Meer&amp;quot; (1907, Kurpf&amp;auml;lzisches Museum, Heidelberg)&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;2.) Robert Sterl &amp;quot;Kartoffelernte&amp;quot; (um 1905, Kulturhistorisches Museum, G&amp;ouml;rlitz)&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;3.) Gotthard Kuehl &amp;quot;Das Gartenzimmer&amp;quot; (um 1890-1900, L&amp;uuml;becker Museen Behnhaus / Dr&amp;auml;gerhaus)&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;4.) Paul Baum &amp;quot;Landschaft&amp;quot; (1896, Berlinische Galerie)&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;5.) Lesser Ury &amp;quot;N&amp;auml;chtliches Berlin&amp;quot; (1919, Sammlung Hypo Vereinsbank, M&amp;uuml;nchen)&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Wed, 25 Nov 2009 20:45:09 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Bernd Berke]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-11-25T20:45:09Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Damit noch Spuren bleiben</title>
      <link>http://www.westropolis.de/bernd.berke/stories/58517/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Wer ist eine &amp;#8222;Kultfigur&amp;#8220; von Paderborn? Nein, jetzt mal nichts Katholisches. Eher so auf dem Felde der sch&amp;ouml;nen K&amp;uuml;nste.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Museumsleiterin Andrea Wandschneider sagt mit Nachdruck, Willy Lucas habe allemal das Zeug dazu. Sie und Markus Runte (Museum f&amp;uuml;r Stadtgeschichte) haben mit gro&amp;szlig;em Flei&amp;szlig; daf&amp;uuml;r gesorgt, dass dieser K&amp;uuml;nstler nun gleich an drei Ausstellungsorten (siehe Anhang) der Stadt gew&amp;uuml;rdigt wird, und zwar nahezu f&amp;uuml;r ein halbes Jahr. Zur Er&amp;ouml;ffnung erklang eine eigens komponierte musikalische Urauff&amp;uuml;hrung, Torsten Brandes&amp;#8217; &amp;#8222;F&amp;uuml;nf Lieder zu Bildern von Willy Lucas&amp;#8220;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Anlass solcher Anstrengungen, die sicherlich auch dem Stadtmarketing aufhelfen sollen, ist der 125. Geburtstag des Malers, der am 20. Februar 1884 im nahen Bad Driburg zur Welt gekommen ist und den au&amp;szlig;erhalb zweier eng umgrenzter Regionen heute kaum jemand kennt. Selbst dort hat wohl nur ein spezieller Kreis von&amp;nbsp;Interessenten seinen Namen je geh&amp;ouml;rt.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Die eine dieser beiden Gegenden liegt just rings um Paderborn, wo Lucas Kindheit und Jugend verbracht hat, die andere ist D&amp;uuml;sseldorf, wo er von 1904 bis 1906 an der Kunstakademie studiert und etliche Stadtansichten geschaffen hat; wie denn &amp;uuml;berhaupt Stadtbilder sein bevorzugtes Genre gewesen sind.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Im Zuge des dreifachen Paderborner Ausstellungsprojektes ist auch ein Werkverzeichnis entstanden. Rund 600 Bilder werden als Gesamtwerk veranschlagt, von denen etwa 470 dingfest zu machen sind. Die allermeisten finden sich in Privatsammlungen verstreut, so gut wie nichts ist in Museumsbesitz &amp;#8211; mit Ausnahme von Paderborn sowie Einzelst&amp;uuml;cken in B&amp;uuml;ren (Wewelsburg) und im D&amp;uuml;sseldorfer Stadtmuseum. Dieser Umstand spricht nicht gerade f&amp;uuml;r eine immense Wertsch&amp;auml;tzung auf dem Kunstmarkt. Immerhin: Im Angebot gewisser Galerien kursieren teils dummdreiste, teils halbwegs geschickte F&amp;auml;lschungen. Sollte dies ein indirekter Hinweis auf schmerzlich vermisste Mangelware sein?&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Was aber macht Willy Lucas zur Kultfigur? Seine regionale Verwurzelung? Auch das kann es eigentlich nicht sein, denn er hat ein rast- und ruheloses Leben gef&amp;uuml;hrt - mit allein sieben Umz&amp;uuml;gen innerhalb von D&amp;uuml;sseldorf, mit etlichen Reisen nach Holland, Italien, Schweden und Frankreich (erster von vielen Paris-Aufenthalten anno 1906) sowie schlie&amp;szlig;lich Vagabunden-Jahren im s&amp;uuml;ddeutschen Raum.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Lucas war auch kein Mann des &amp;#8222;Betriebs&amp;#8220;, sondern ein Eigenbr&amp;ouml;tler. Es gibt keine nennenswerte Briefe oder Tagebuchaufzeichnungen, auch K&amp;uuml;nstlerfreundschaften sind nicht bezeugt. &amp;Uuml;berdies k&amp;uuml;mmerte sich niemand sonderlich um seinen Nachlass. Hie und da haben eventuell Werke anderer Maler auf ihn gewirkt. So k&amp;ouml;nnte man beispielsweise meinen, dass seine Schneebilder oder die Heuschober-Darstellungen von Monet (Originale derzeit u. a. in Wuppertal) beeinflusst seien. Doch die Unterschiede sind eklatant.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;So beschleicht einen angesichts&amp;nbsp;anheimelnder&amp;nbsp;Ortsansichten oder dito Landschaften der Verdacht, Lucas habe zwischen naturalistischen Impulsen und (arg versp&amp;auml;tetem) Impressionismus vielleicht keine Kraft zur eigen- oder widerst&amp;auml;ndigen Idee aufgebracht, sondern sei ein (allerdings sehr redlicher, ehrbarer, grundsolider) Handwerker der Kunst gewesen. Leicht ist man in derlei F&amp;auml;llen mit dem Wort &amp;#8222;provinziell&amp;#8220; bei der Hand. Es w&amp;auml;re allerdings infam.&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Da ist wahrscheinlich doch&amp;nbsp;noch mehr, etwas schwer Greifbares, Auratisches. Haben seine besten Sch&amp;ouml;pfungen nicht doch eine sehr pers&amp;ouml;nliche Ausstrahlung, sozusagen einen stillen Glanz von Innen? Hat er denn nicht die sp&amp;auml;tromantische Stimmungsmalerei seines Fr&amp;uuml;hwerks &amp;uuml;berwunden und seine Bildsprache von anekdotischen und geschw&amp;auml;tzig-narrativen Elementen befreit? Kann man bei ihm nicht gar den einen oder anderen Vorschein der Neuen Sachlichkeit erblicken?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sich selbst hat er in seinen Bildern entschieden zur&amp;uuml;ckgenommen. &amp;Uuml;berhaupt erscheint die Menschengestalt bei ihm nur andeutungsweise. Jeder blo&amp;szlig;en &amp;#8222;Feinmalerei&amp;#8220; und erst recht jedem ichstarken Auftrumpfen war er sichtlich abhold. Soll man melancholisch werden angesichts eines derart spurenarm versickerten K&amp;uuml;nstlerlebens? Doch was soll man dann erst &amp;uuml;bers Dasein der unendlich Vielen, der beschwiegenen Mehrheit sagen?&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Willy Lucas ist jung gestorben, im Fr&amp;uuml;hjahr 1918 in Garmisch, da war er gerade einmal 34 Jahre alt. Mit dem Ersten Weltkrieg hatte sein zeitiger Tod nichts zu tun. Der Militaria-Liebhaber h&amp;auml;tte (wie so viele verblendete K&amp;uuml;nstler jener Zeit) bebend gern als Soldat in die Schlachten ziehen wollen, doch lie&amp;szlig; man ihn nicht. Der kinderlose, 1916 von einer betuchten K&amp;ouml;lnerin geschiedene Au&amp;szlig;enseiter litt bereits seit 1911 an Tuberkulose, sp&amp;auml;ter wohl auch an Kehlkopfkrebs. Eines der letzten Bilder flammt derma&amp;szlig;en unirdisch auf, dass man es als vison&amp;auml;r erschauernden&amp;nbsp;Blick ins Jenseits deuten k&amp;ouml;nnte.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Ins profane Leben holt einen dann vielleicht der (leckere) &amp;#8222;Willy Lucas Apfelkuchen&amp;#8220; zur&amp;uuml;ck, den eine &amp;ouml;rtliche B&amp;auml;ckerei quasi als offizielle Spezerei zur Ausstellung feilbietet. Hat Lucas denn Apfelkuchen besonders gemocht? Die schlichte Wahrheit: Man wei&amp;szlig; es nicht. H&amp;auml;tte aber gut sein k&amp;ouml;nnen&amp;#8230;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&lt;em&gt;Willy Lucas &amp;#8211; Zum 125. Geburtstag. Bis 5. April 2010. Ge&amp;ouml;ffnet Di-So 10-18 Uhr.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die drei Ausstellungsh&amp;auml;user in Paderborn:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;St&amp;auml;dtische Galerie, Am Abdinghof 11 (Schwerpunkt: Rheinische Motive)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Museum f&amp;uuml;r Stadtgeschichte (Adam und Eva-Haus), Hathumarstra&amp;szlig;e7-9 (vor allem Bilder aus der Paderborner Region)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;St&amp;auml;dtische Galerie in der Reithalle / Schloss Neuhaus, Im Schlosspark 12 (Schwerpunkt: Reisen in S&amp;uuml;ddeutschland und Europa).&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Telefon: 05251/88 12 47 oder 88 10 76&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;em&gt;Internet: &lt;/em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.willy-lucas.de/&quot;&gt;&lt;em&gt;www.willy-lucas.de&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Aufmacher-Foto: Willy Lucas im Atelier (1902)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Weitere Bilder in der Leiste (von links):&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;1.) &amp;quot;Seine-Ufer mit Blick auf den Louvre&amp;quot; (1913, Privatbesitz)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;2.) Gartenwirtschaft &amp;quot;De Oude Vink&amp;quot; in Leiden (um 1917, Privatbesitz)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;3.) &amp;quot;Vorfr&amp;uuml;hling&amp;quot; (um 1914 / Glasmalerei Peters, Paderborn)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;4.) &amp;quot;Am Domg&amp;auml;sschen in Paderborn II&amp;quot; (1916, Privatbesitz)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;5.) &amp;quot;Auf dem Viktualienmarkt in M&amp;uuml;nchen&amp;quot; (1916, Klostergalerie F&amp;uuml;rstenfeld-Bruck)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Rechte f&amp;uuml;r alle Abbildungen: Stadt Paderborn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 16 Nov 2009 20:21:26 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Bernd Berke]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-11-16T20:21:26Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Ästhetik aus der Tüte</title>
      <link>http://www.westropolis.de/bernd.berke/stories/58415/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Was haben die K&amp;uuml;nstler Max Liebermann, Otto Modersohn, Fritz Overbeck und Max Slevogt gemeinsam?&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Sie alle entwerfen um 1900 Reklame-Bilder f&amp;uuml;r die Schokoladenfabrik Stollwerck. Der Impressionist Slevogt geniert sich allerdings ein wenig daf&amp;uuml;r und l&amp;auml;sst seine Signatur in diesem Umfeld beiseite. Werbung gilt nicht als sonderlich fein. Kann man sich damit gar den k&amp;uuml;nstlerischen Leumund ruinieren? Vorsicht, Vorsicht!&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Im Herner Emschertal-Museum wird das Wort Kunst hingegen schon graphisch im Titelschriftzug betont. Die aus Berlin kommende Wanderschau hei&amp;szlig;t &amp;#8222;ReklameKunst auf Sammelbildern um 1900&amp;#8220;, auch die aufdringlichere Schreibweise &amp;#8222;ReklameKUNST&amp;#8220; findet sich im Faltblatt. Wir haben es also mit einem Ph&amp;auml;nomen im weiten Grenzgel&amp;auml;nde zwischen Kultur und Kommerz zu tun. Die Urspr&amp;uuml;nge der Gattung liegen um 1870 in Paris. Die Drucktechnik (Farblithos) erreicht zur Jahrhundertwende eine&amp;nbsp;ungeahnte Bl&amp;uuml;te, vorherrschende Richtung ist der Jugendstil. Dass es bei aller &amp;Auml;sthetik knallhart um Absatzm&amp;auml;rkte geht, steht r&amp;uuml;ckseitig auf demselben Blatt.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Firmen wie Stollwerck, Liebig (Fleischextrakt), Palmin und Knorr haben mit ihren teilweise sehr liebevoll gestalteten Bilderserien zeitweise gro&amp;szlig;en Erfolg. Schon bald gibt es zahlreiche Sammelalben und eine staunenswerte Themen-Differenzierung. Schulkinder sind zun&amp;auml;chst die haupts&amp;auml;chliche Zielgruppe, sp&amp;auml;ter kommen auch beflissene Erwachsene aus dem B&amp;uuml;rgertum hinzu. Neben halbwegs humorige Idyllen sowie fr&amp;uuml;he Sport- und M&amp;auml;rchen-Motive tritt pittoresk aufbereitetes Bildungsgut mit leicht fassbaren Botschaften, etwa in Gestalt von Herrscherportr&amp;auml;ts, Bildnissen historischer Gestalten (Sokrates, Hannibal, Galilei, Luther) oder simplifizierende Ansichten zur Welt des Mittelalters. Volksbildung, sozusagen&amp;nbsp;aus der T&amp;uuml;te. Ideologie raschelt vernehmlich mit.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Kein Wunder, dass ein solch massenhaft verbreitetes Medium irgendwann politisch in Dienst genommen wird. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs legt Palmin die deutschnationale Reihe &amp;#8222;Unsere Kolonien&amp;#8220; auf, und der S&amp;uuml;&amp;szlig;waren-Produzent Stollwerck feiert das stramm Soldatische mit heroischen Schlachtenmotiven. Eine ausgesprochene Rarit&amp;auml;t sind dagegen jene Ansichten von Mietskasernen aus dem Dickicht der St&amp;auml;dte. Fast k&amp;ouml;nnte man dahinter eine soziale Anklage vermuten, doch dies w&amp;auml;re sicherlich eine &amp;Uuml;berinterpretation.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Der erl&amp;auml;uternde Untertitel klingt umst&amp;auml;ndlich: &amp;#8222;Eine Ausstellung des Museums Europ&amp;auml;ischer Kulturen &amp;#8211; Staatliche Museen zu Berlin im Rahmen des F&amp;ouml;deralen Programms der Stiftung Preu&amp;szlig;ischer Kulturbesitz.&amp;#8220; Mit solchen &amp;Uuml;bernahmen sparen regionale Museen Geld und Aufwand, sie m&amp;uuml;ssen aber mit der vorhandenen Aufarbeitung und Pr&amp;auml;sentation vorlieb nehmen. Fix und fertig bedeutet auch l&amp;uuml;ckenhaft. Im Falle der Reklamepostkarten w&amp;auml;re eine pr&amp;auml;gnantere Darstellung wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Hintergr&amp;uuml;nde w&amp;uuml;nschenswert.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;So vermittelt die Kollektion (Sammlung Detlef Lorenz) vorwiegend nostalgische Schauwerte, und zwar vielfach en miniature. F&amp;uuml;r Details ist hin und wieder gar eine Lupe ratsam, denn einzelne Bilder haben Briefmarkenformat. Liebling, ich habe die Werbung geschrumpft&amp;#8230;&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p align=&quot;left&quot;&gt;&lt;em&gt;&amp;#8222;ReklameKunst auf Sammelbildern um 1900&amp;#8220;. Emschertal-Museum / St&amp;auml;dt. Galerie im Schlosspark, 44629 Herne, Karl-Brandt-Weg 2. Bis 3. Januar 2010. &amp;Ouml;ffnungszeiten Di-Fr 10-13 und 14-17, Sa 14-17, So 11-17 Uhr. Tel.: 02323/16 26 59. Eintritt frei. Kein Katalog. Weiterf&amp;uuml;hrende Literatur: Lorenz, Detlef &amp;#8222;Reklamekunst um 1900. K&amp;uuml;nstlerlexikon f&amp;uuml;r Sammelbilder&amp;#8220;, Berlin 2000.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 09 Nov 2009 17:46:51 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Bernd Berke]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-11-09T17:46:51Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Ich tippe ja auf Lucy Skaer</title>
      <link>http://www.westropolis.de/thomas.lau/stories/58374/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Auch wenn sie derzeit &lt;a href=&quot;http://www.oddschecker.com/specials/turner-prize/win-market&quot;&gt;bei den Buchmachern nicht hoch im Kurs steht und Roger Hiorns anscheinend&lt;/a&gt; den diesj&amp;auml;hrigen &lt;a href=&quot;http://www.tate.org.uk/britain/turnerprize/&quot;&gt;Turner Prize (25000 Englische Pfund)&lt;/a&gt; erhalten wird, konnten &lt;a href=&quot;http://www.derwesten.de/community/Thomas.Lau/stories/1078388/&quot;&gt;die pr&amp;auml;sentierten Werke&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;http://www.tate.org.uk/britain/turnerprize/turnerprize2009/artists/skaer.shtm&quot;&gt;Lucy Skaer&lt;/a&gt; am meisten &amp;uuml;berzeugen (erinnern etwas an Katharina Fritsch). Richard Wright ist mit seinen ornamentalen Sachen immer an der Grenze zum Kitsch (und gewinnt vermutlich deshalb, wenn man sich die &lt;a href=&quot;http://www.tate.org.uk/britain/turnerprize/history/yearbyyear.shtm&quot;&gt;Geschichte der bisherigen Preistr&amp;auml;ger &lt;/a&gt;anschaut) und bei den Installationen von Enrico David glaubt man auch, sie schon vor zwanzig Jahren einmal gesehen zu haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Fotos: Getty Images &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Lustige Kommentare bitte nicht mit Tina Turner, Bachmann Turner Overdrive oder dem Deutschen Turnerbund. Die hatten wir hier schon.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt; &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 06 Nov 2009 09:27:14 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Thomas Lau]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-11-06T09:27:14Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Flirren und flimmern</title>
      <link>http://www.westropolis.de/bernd.berke/stories/58032/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Gepriesen sei ein solches Tauschgesch&amp;auml;ft auf Vertrauensbasis: Wuppertals Von der Heydt-Museum zeigt eine Auswahl seines expressionistischen Besitzes im Pariser Mus&amp;eacute;e Marmottan Monet &amp;#8211; und hat im Gegenzug leihweise rund 30 Spitzenwerke Claude Monets erhalten. Hinzu kommen passende Erg&amp;auml;nzungen aus etlichen anderen H&amp;auml;usern. Grandioser Effekt: Jetzt k&amp;ouml;nnen in Wuppertal herausragende Beispiele aus allen wesentlichen Werkphasen des ber&amp;uuml;hmten Impressionisten pr&amp;auml;sentiert werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit dem Wort &amp;#8222;Sensation&amp;#8220; sollte man allzeit vorsichtig umgehen. Doch hier d&amp;uuml;rfte es angebracht sein. Denn einen vergleichbaren Gesamt&amp;uuml;berblick zu Monet hat es &amp;#8211; kaum glaublich &amp;#8211; in Deutschland noch nicht gegeben.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Gewiss: Das Weltkunstwerk &amp;#8222;Impression &amp;#8211; soleil levant&amp;#8220; (Impression - Sonnenaufgang) z&amp;auml;hlt n i c h t zu den Leihgaben. Eine entsprechende Anfrage verstie&amp;szlig;e gegen alle internationalen Gepflogenheiten unter Museumsleuten. Sie w&amp;auml;re nahezu ein unfreundlicher Akt und h&amp;auml;tte vermutlich den sofortigen Abbruch aller weiteren Gespr&amp;auml;che zur Folge. Es w&amp;auml;re, als wollte man mal kurzerhand die &amp;#8222;Mona Lisa&amp;#8220; haben. Lachhaft! Absolut unm&amp;ouml;glich! &amp;Uuml;brigens hat das erw&amp;auml;hnte Bild bei der anfangs sp&amp;ouml;ttisch gemeinten Namensgebung des Impressionismus sozusagen Pate gehangen. Das Gros der (vielfach bornierten) Kritiker befand seinerzeit, blo&amp;szlig;e Impression reiche in den K&amp;uuml;nsten nicht aus.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;F&amp;uuml;r besagte &amp;#8222;Ikone&amp;#8220; muss man sich also weiterhin nach Paris bem&amp;uuml;hen. Doch die wichtigen Serien sind an der Wupper pr&amp;auml;chtig vertreten. So m&amp;uuml;sste man sicherlich sehr lange suchen, um an einem Ort drei Monet-Bilder der Kathedrale von Rouen beisammen zu finden. Paris und Wuppertal d&amp;uuml;rften derzeit die beiden einzigen Orte sein, an denen man diese Ergie&amp;szlig;ungen wandelbaren Lichts genie&amp;szlig;en kann.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Damit l&amp;auml;ngst nicht genug. Etwa 20 Bilder ranken sich ums legend&amp;auml;re Seerosen-Thema. Zeitweise waren bis zu zehn G&amp;auml;rtner damit besch&amp;auml;ftigt, in Giverny (Normandie) ein japanisch inspiriertes, weitl&amp;auml;ufiges G&amp;auml;rtengel&amp;auml;nde mit Seerosen f&amp;uuml;r den K&amp;uuml;nstler anzulegen &amp;#8211; nach wohl&amp;uuml;berlegtem Muster. So blieb inmitten der Pflanzen eine Wasserfl&amp;auml;che frei, in der sich die Wolken spiegeln sollten. Mit h&amp;ouml;chstem Raffinement hat Monet das schwebend Schwerelose dieser atmosph&amp;auml;rischen Erscheinungen eingefangen. Profane Kehrseite: Einige Bauern murrten, weil das (f&amp;uuml;r Seerosen n&amp;ouml;tige) erw&amp;auml;rmte Wasser angeblich ihre K&amp;uuml;he krank machte. Monet zahlte ihnen eine Entsch&amp;auml;digung.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;&amp;Uuml;berdies bekommt man in Wuppertal mehrere Gem&amp;auml;lde aus der kaum minder bedeutsamen Getreideschober-Serie zu sehen, die einen Betrachter namens Wassily Kandinsky auf den Grundgedanken der Abstraktion gebracht haben, ungef&amp;auml;hr so: Wenn etwas so ins irritierende Flirren geraten ist, dass man es als Objekt kaum noch erkennt &amp;#8211; warum dann nicht den g&amp;auml;nzlichen Abschied vom Gegenstand proben?&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Vorwiegend chronologisch geordnet, zudem sinnreich nach Motivgruppen gestaffelt, bl&amp;auml;ttert Wuppertal die Abfolge der meisterlichen Werke auf. Es beginnt mit Karikaturen des jungen Monet und gipfelt beispielsweise in zauberhaft duftigen Landschafts-, Schiffs- und Eisenbahnbildern. Gar manches Gem&amp;auml;lde vergeht nahezu vor Zartheit und Zartsinn. Die Stimmungsvaleurs wechselnder Tageszeiten und Lichtreflexionen hat gerade dieser K&amp;uuml;nstler unendlich differenziert erfasst. Da will man zum fl&amp;uuml;chtigen Augenblicke sagen: Verweile doch. Hier darf man sich idyllischen Sehns&amp;uuml;chten hingeben. Wer sich daraus ein schlechtes Gewissen macht, dem ist nicht zu helfen.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Monet ging nicht so spontan vor, wie man meinen k&amp;ouml;nnte. Seine Arbeiten verdanken sich oft akribischer Planung. So soll er bewirkt haben, dass ein Zug &amp;#8211; nicht nur der sch&amp;ouml;n gekr&amp;auml;uselten Rauchfahnen wegen - eigens f&amp;uuml;r die Zeit des Malens angehalten wurde. Ja, er soll sogar, weil er ein winterliches Baumbild nicht mehr rechtzeitig hatte vollenden k&amp;ouml;nnen, im folgenden Fr&amp;uuml;hjahr veranlasst haben, dass man selbiges Ge&amp;auml;st wieder entlaube&amp;#8230; F&amp;uuml;r gutes Geld ging auch das.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Claude Monet wurde erst nach vielen Jahren des Darbens finanzieller Erfolg zuteil. Um 1900 galt er freilich als einer der teuersten Maler seiner Zeit. Vom heute ungeheuren Marktwert seiner Sch&amp;ouml;pfungen kann man sich eine vage Vorstellung machen, wenn man dies in Rechnung stellt: Monet hat (als er sp&amp;auml;ter unter dem Grauen Star litt) viele vermeintlich misslungene Gem&amp;auml;lde zerrissen. Ein solches (nachtr&amp;auml;glich zugeschnittenes und gerahmtes) Fetzen-Relikt wird auch in Wuppertal gezeigt - und auf einen Wert von 300 000 Euro gesch&amp;auml;tzt. Man stelle sich vor, was f&amp;uuml;r die gro&amp;szlig;en Meisterwerke f&amp;auml;llig w&amp;auml;re. In Wuppertal gilt daher Sicherheitsstufe eins plus mit Extra-Wachpersonal und weiteren Ma&amp;szlig;nahmen, die nat&amp;uuml;rlich niemand verr&amp;auml;t.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Auch beim Marketing l&amp;auml;sst man wenig aus. Eine Schwebebahn f&amp;auml;hrt mit schmuckem Monet-Motiv, und bei vielen B&amp;auml;ckereien gibt&amp;#8217;s Kuchen mit Seer&amp;ouml;schen-Verzierung. 2000 Besuchergruppen haben sich bereits im Vorfeld angemeldet. Man rechnet insgesamt mit mindestens 100 000 Menschen. Eine eher konservative Sch&amp;auml;tzung. Besucherstr&amp;ouml;me sollen so gelenkt werden, dass sich h&amp;ouml;chstens 300 Menschen zugleich in der Schau befinden. Andernfalls s&amp;auml;he man oft nur die Hinterk&amp;ouml;pfe kunstsinniger Leute.&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p&gt;Museumschef Gerhard Finckh ist vom hohen Rang seiner Auswahl &amp;uuml;berzeugt und stellt kein Licht unter den Scheffel. Auf die Journalisten-Frage, ob die Monet-Ausstellung (bis Ende Februar 2010) touristisch auch vom beginnenden Kulturhauptstadt-Jahr im Ruhrgebiet profitieren k&amp;ouml;nne, meint er halb scherzhaft, es verhalte sich wohl eher umgekehrt: &amp;#8222;Vielleicht wird man einmal sagen: Monet war das Allerbeste an der Kulturhauptstadt&amp;#8230;&amp;#8220; A la bonheur!&lt;/p&gt;&amp;nbsp; &lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Von der Heydt-Museum, Turmhof 8 in 42103 Wuppertal (Tel.: 0202/563-26 26). Ge&amp;ouml;ffnet bis 28. Februar 2010. Di/Mi 11-18 Uhr, Do/Fr 11-20 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr, Mo geschlossen. Eintritt 12 &amp;#8364; (erm&amp;auml;&amp;szlig;igt 10 &amp;#8364;), Familie 20 &amp;#8364;, Katalog 25 &amp;#8364;, DVD mit Film zur Ausstellung 15 &amp;#8364;. Internet: &lt;a href=&quot;http://www.monet-ausstellung.de/&quot;&gt;www.monet-ausstellung.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bild oben (Copyright Kunsthaus Z&amp;uuml;rich): Monet &amp;quot;Getreideschober im Sonnenlicht&amp;quot; (Ausschnitt), 1891. &amp;Ouml;l auf Leinwand.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weitere Bilder in der Leiste (von links):&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Br&amp;uuml;cke &amp;uuml;ber den Seerosenteich&amp;quot; (1899 / Metropolitan Museum of Art&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Seerosen&amp;quot; (1915 / Mus&amp;eacute;e Marmottan Monet)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Der Seerosenteich&amp;quot; (linker Teil, 1917-19, Mus&amp;eacute;e Marmottan Monet)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Sonnenuntergang &amp;uuml;ber der Seine - Winterstimmung&amp;quot; (Petit Palais, Mus&amp;eacute;e des Beaux-Arts de la Ville de Paris) &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 20 Oct 2009 09:56:54 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Bernd Berke]]></dc:creator>
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      <title>Irving Penn</title>
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  &lt;p&gt;An &lt;a href=&quot;http://jezebel.com/5376581/rip-irving-penn&quot;&gt;Irving Penn, one of the most famous and influential fashion photographers of all time,&lt;/a&gt; werde ich jeden Morgen erinnert, wenn ich ins Bad gehe und auf der Wand im Flur das Ausstellungsplakat vom Essener Folkwang Museum mit dem ber&amp;uuml;hmten Vogue-Cover sehe. &lt;a href=&quot;http://www.museum-folkwang.de/de/information/ausstellungen/archiv.html&quot;&gt;Das war 1987&lt;/a&gt; die allererste Ausstellung f&amp;uuml;r unsere Tochter, da war sie zwar gerade einmal 3 Wochen alt und hat die ganze Zeit geschlafen, aber Irving Penn eben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Foto: AP&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 08 Oct 2009 09:23:15 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Thomas Lau]]></dc:creator>
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