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    <pubDate>Tue, 13 Jul 2010 15:00:16 GMT</pubDate>
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      <title>Theater fressen Texte auf</title>
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      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Besser w&amp;auml;r&amp;#8217;s vielleicht, man lie&amp;szlig;e die Finger vom Thema. Denn hierbei ger&amp;auml;t man ganz leicht in die N&amp;auml;he der rituell ratternden Emp&amp;ouml;rungs- und Skandalisierungs-Mechanismen der Boulevardpresse. Aber sei&amp;#8217;s drum:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Beruflich bedingt, bin ich fr&amp;uuml;her &amp;ouml;fter ins Theater gegangen, meist in NRW, gelegentlich dar&amp;uuml;ber hinaus. Jetzt muss ich dieser Pflicht nicht mehr nachkommen, sondern darf aus freien St&amp;uuml;cken w&amp;auml;hlen. Und was soll ich sagen? Ich gehe kaum noch hin. Mir fehlt wenig. Ich vermisse das landes&amp;uuml;bliche Treiben auf den B&amp;uuml;hnen nicht allzu sehr. Nur selten stellt sich ein kleiner Phantomschmerz des Verlustes ein. Alle anderen Kultursparten liegen mir inzwischen n&amp;auml;her, f&amp;uuml;rchte ich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Warum ist das wohl so?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich zitiere: &lt;em&gt;&amp;#8222;&amp;#8230;was ich am langweiligsten finde: dass sich die jungen Regisseure heute so als Erfinder aufspielen. Die schreiben ihre eigenen schlechten Texte in die St&amp;uuml;cke hinein. Das ist so bl&amp;ouml;de und eigentlich eine Frechheit. Wir sind, jedenfalls im Theater, in einem kulturellen Tief&amp;#8230;&amp;#8220;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die vorigen S&amp;auml;tze stammen aus Andr&amp;eacute; M&amp;uuml;llers Interview mit den Theaterregisseur Luc Bondy, das die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung k&amp;uuml;rzlich (am 4. Juli) abgedruckt hat. Bondy, dieser wundervolle Theatermann, spricht mir aus dem Herzen, auch mit diesem Nachsatz: &lt;em&gt;&amp;#8222;&amp;#8230;weil die Regisseure, um die Kritiker zu beeindrucken, dauernd interpretieren und irgendwelche Ideen haben, was ich grauenvoll finde.&amp;#8220;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Welt in Blut&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;und Sperma tauchen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gewiss: Man hat im Laufe der Jahre etliche, durchaus begl&amp;uuml;ckende Inszenierungen mit grandiosen Menschendarstellern sehen d&amp;uuml;rfen, so auch just von Bondy oder von Andrea Breth und einigen anderen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch allzu oft musste man wahren Orgien beiwohnen, die mit den jeweiligen St&amp;uuml;cken kaum noch zu tun hatten, sondern nur mit den weit &amp;uuml;berschie&amp;szlig;enden, elend selbstgef&amp;auml;lligen Kopfgeburten der jeweiligen Regisseure. Das &amp;#8222;&amp;Uuml;berschie&amp;szlig;en&amp;#8220; war h&amp;auml;ufig recht w&amp;ouml;rtlich zu nehmen, handelte es sich doch vielfach um weltverachtendes &amp;#8222;Spritztheater&amp;#8220; mit allerlei sexuellen Abweichungen, mit Blut, Schwei&amp;szlig;, Tr&amp;auml;nen, Kotze, Kot, Pisse und Sperma. Menschen, die sich jederzeit wohlfeil &amp;uuml;bers Ekelfernsehen der Privatstationen aufregen w&amp;uuml;rden, produzieren haufenweise Ekeldramaturgie.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Denn eins gilt ja gemeinhin als ausgemacht: Der ekle Zustand von Welt und Gesellschaft l&amp;auml;sst sich l&amp;auml;ngst nicht mehr besch&amp;ouml;nigen. Und also wird man als Zuschauer ins Wechselbad getaucht: Mal werden St&amp;uuml;cke haltlos verjuxt oder &amp;#8211; noch weitaus h&amp;auml;ufiger - in ausweglose Depression getrieben. Immer aber: gr&amp;uuml;ndlichst &amp;#8222;umgedeutet&amp;#8220; und (oh, Hasswort!) &amp;#8222;entstaubt&amp;#8220;; ganz so, als w&amp;auml;ren etwa Schiller und Kleist nur noch staubige Gesellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Texte, ob nun klassischer oder neuerer Machart, werden (falls nicht ohnehin rabiat gek&amp;uuml;rzt) gern nur noch achtlos genuschelt, ja vor die Kartenk&amp;auml;ufer hingerotzt. M&amp;ouml;gliches Motto der permanenten Publikumsverachtung: &amp;#8222;Da habt&amp;#8217;er euern Schei&amp;szlig;text. Seht doch zu, was ihr damit anfangt, ihr ***&amp;#8220; Dabei haben sich solche &amp;#8222;Provokationen&amp;#8220; doch l&amp;auml;ngst erledigt. Es gibt keine Tabus mehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Selbstverwirklichung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;der Regisseure&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie viele hundert Stunden hat man damit verbracht, der r&amp;uuml;cksichtslosen Selbstverwirklichung halbgarer Regie-&amp;#8222;Talente&amp;#8220; zuzuschauen; qu&amp;auml;lend langwierig mitunter schon an einem Abend, auf Dauer besehen ein ruchloser Raub an Lebenszeit. H&amp;auml;ufig hat man diese kulturf&amp;ouml;rmigen Ma&amp;szlig;nahmen nur noch &amp;#8222;abgesessen&amp;#8220;. Saison f&amp;uuml;r Saison ein anschwellender Verdruss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Irgendwann war&amp;#8216;s dann so weit: Man hat versch&amp;auml;mt dem vormals als naiv bel&amp;auml;chelten und in der Theaterszene flugs &amp;#8222;erledigten&amp;#8220; Hamburger Ex-B&amp;uuml;rgermeister Klaus von Dohn&amp;aacute;nyi beipflichten k&amp;ouml;nnen, der &amp;#8222;seine&amp;#8220; Klassiker hat wiedererkennen wollen. Es ist stets problematisch, wenn sich Politiker in solche Belange einmischen. Auch mag der Hanseat seinen Einwurf ungeschickt und schon gar nicht szenekompatibel formuliert haben, doch hatte er deswegen v&amp;ouml;llig unrecht?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Au&amp;szlig;erdem ist er keineswegs allein geblieben mit seiner Auffassung &amp;#8211; und wir reden hier nicht von so genannten &amp;#8222;Spie&amp;szlig;ern&amp;#8220;. Luc Bondy habe ich bereits erw&amp;auml;hnt. Doch auch sonst mehren sich die gewichtigen, sachkundigen Stimmen, die mit allf&amp;auml;lligen Ausw&amp;uuml;chsen des so genannten &amp;#8222;Regietheaters&amp;#8220; harsch ins Gericht gehen &amp;#8211; aus wechselnden Motiven und Perspektiven, doch letztlich mit &amp;auml;hnlicher Sto&amp;szlig;richtung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seit etlichen Jahren f&amp;uuml;hrt beispielsweise der FAZ-Theaterkritiker Gerhard Stadelmaier scharfz&amp;uuml;ngige Gefechte wider die vermeintlichen &amp;#8222;Tabubr&amp;uuml;che&amp;#8220; auf deutschen B&amp;uuml;hnen. In letzter Zeit haben Schriftsteller wie Daniel Kehlmann (zur Er&amp;ouml;ffnung der Salzburger Festspiele 2009) und Sibylle Lewitscharoff (im Rahmen der &amp;#8222;Hamburger Begegnung, Mai 2010) gegen die Anma&amp;szlig;ungen so mancher Theaterleute gewettert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Statt Wilhelm Tell ein&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Onanist in Nazi-Uniform&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Magazin der S&amp;uuml;ddeutschen Zeitung schrieb der Journalist und Autor Rudolph Chimelli, er h&amp;auml;tte gern einige Jahrzehnte fr&amp;uuml;her gelebt, denn dann h&amp;auml;tte er &lt;em&gt;&amp;#8222;Opern sehen k&amp;ouml;nnen, wie deren Komponisten sie sich gedacht hatten, nicht so, wie Regisseure, die auf Originalit&amp;auml;t versessen sind, sie heute inszenieren. Im Theater h&amp;auml;tte ich nicht erleben m&amp;uuml;ssen, dass, wenn ich eigentlich den Reden Wilhelm Tells oder Hamlets lauschen wollte, der Herausgeber der Wochenzeitung ,Der St&amp;uuml;rmer&amp;#8216; Julius Streicher auf der B&amp;uuml;hne onaniert.&amp;#8220;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dass solche &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen des Unmuts und &amp;Uuml;berdrusses ebenso angreifbar sind wie dieser Beitrag, steht au&amp;szlig;er Zweifel. Aber sie sollten diskussionsw&amp;uuml;rdig sein und nicht einfach mit Abwehrreflexen abgetan werden. Damit, dass Theaterleute immer gleich ihre Freiheit(en) bedroht sehen, ist es nicht getan.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das &amp;#8222;Regietheater&amp;#8220;, das sich mit zuweilen zerst&amp;ouml;rerischer Lust und Gier &amp;uuml;ber Texte (und deren Autoren) hermacht, ist vorwiegend eine deutsche Spezialit&amp;auml;t. Die Ausarbeitung der Frage, ob dies auch mit den (im internationalen Vergleich) immer noch ordentlichen Subventionen zu tun haben k&amp;ouml;nnte, schenken wir uns hier. Wer kaum finanzielle Risiken eingeht, kann ja inhaltlich ganz anders zulangen (was im Gegensatz zum reinen Kommerz auch zu preisen ist).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Holzschnitthaft gesagt: Nach allem, was man so wei&amp;szlig;, wird Theater weltweit meistens texttreuer, braver, oft auch gravit&amp;auml;tischer und ehrf&amp;uuml;rchtiger gespielt. Nat&amp;uuml;rlich hat der beherzte, unkonventionelle Zugriff des Regietheaters unendlich viel zutage gef&amp;ouml;rdert, den Texten verborgene Reicht&amp;uuml;mer bzw. Geheimnisse entrissen oder (in den sch&amp;ouml;nsten F&amp;auml;llen) abgelauscht. Wer das bestritte, der w&amp;auml;re nicht im Bilde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch wer z&amp;auml;hlt die F&amp;auml;lle, in denen minder begabte Theaterkr&amp;auml;fte die Textvorlagen sinnlos zerfetzt und zertr&amp;uuml;mmert haben? Mit gelindem Schrecken sei&amp;#8217;s gefl&amp;uuml;stert: Da w&amp;uuml;nscht man sich sogar hie und da, es m&amp;ouml;ge wieder mehr &amp;#8222;vom Blatt&amp;#8220; gespielt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;____________________________________&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P. S.: Sollte jemand die konkrete B&amp;uuml;hne auf meinem Foto erkennen, so sei gesagt, dass es sich um ein pures Stellvertreter-Bild handelt.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 13 Jul 2010 15:00:16 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Bernd Berke]]></dc:creator>
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    <item>
      <title>Ludger K: &quot;Ich find mich selber geil&quot;</title>
      <link>http://www.westropolis.de/beatrix.gutmann/stories/61164/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Der beliebte GOP-Comedy Club fand wieder einmal statt, Gastgeber Ludger K. pr&amp;auml;sentierte zwei echte Comedian-Highlights, n&amp;auml;mlich Ausbilder Schmidt und Matthias Brodowy.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Beim Comedy-Club im M&amp;auml;rz kam Ludger nicht so gut bei den &lt;a href=&quot;http://www.westropolis.de/beatrix.gutmann/stories/60559/&quot;&gt;Kritikern weg. &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Er war deshalb ein bisschen angepisst und wollte an diesem Abend nicht wieder so Scheisse r&amp;uuml;berkommen, wie er selber sagt. Die M&amp;uuml;he hat sich gelohnt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;In gewohnter Manier pr&amp;auml;sentierte er die zuvor geschnappten Themen in angenehme verdauliche H&amp;auml;ppchen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Vegreisung der Bev&amp;ouml;lkerung macht ihm Sorgen und er sieht im Jahre 2050 Hunderte von Rentnern in Bussen. Kein Nachwuchs, der f&amp;uuml;r die pensionsberechtigten Altlasten sorgt. Schuld daran ist nicht die mangelnde Geburtenrate in Deutschland, sonder eher die Qualit&amp;auml;t der kommenden Generationen. Um es mit K. Worten zu sagen: &amp;quot;Nur die doofen kriegen Kinder!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Selbstverst&amp;auml;ndlich l&amp;auml;sst der bekennende VfL Bochum Fan es sich nicht nehmen, auf den neuen Deutschen Meister, Bayern M&amp;uuml;nchen, einzugehen. Er beweist Mut und stimmt das Bayern Lied an, mitten im Ruhrgebiet. Das Publikum reagiert vorhersehbar mit Buh-Rufen. &amp;Uuml;ber den Abstieg seines Lieblingsvereins redet er nicht gern, kommt aber von Fussball zur Politik und somit zum Wahlergebnis in NRW. Schlagerfan Ludger hat auch ein Liedchen, dass hervorragend zur Rolle der Linken passt: &amp;quot;Mit mir vielleicht, vielleicht auch nicht...&amp;quot; tr&amp;auml;llert er. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer aber denkt der Duisburger w&amp;auml;re ein harter Hund, der hat Ausbilder Schmidt noch nicht erlebt. Der hat auch direkt eine Erkl&amp;auml;rung daf&amp;uuml;r, warum es einfach nicht warm wird in Deutschland: &amp;quot;Seit der Kachelmann im Knast ist...&amp;quot; Eigentlich logisch oder? Man kann es kaum glauben, aber die Eltern des Ausbilders waren echte Hippies, die ihren Jungen auf die Waldorfschule geschickt haben. Um dem entgegenzusetzen, gab es nur eine Methode: Die Radikale! Der Aufmischer im Kinderkarten, der Rebell in der Waldorfschule, so kennt man ihn. Oder auch nicht, denn auf einmal tanzt er auf I want to break free von Queen - und auf einmal wirkt er gar nicht mehr wie ein Drill-Instruktor, trotz Bundeswehrkleidung. So elegant wie einst Freddy Mercury schwebt er &amp;uuml;ber die B&amp;uuml;hne und wirkt irgendwie gar nicht mehr wie ein harter Kerl, sondern eher wie ein Frauenversteher. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umgekehrt ist das beim n&amp;auml;chsten Gast, der Hannoveraner Matthias Brodowy sieht harmlos aus, gibt sich aber aussergew&amp;ouml;hnlich scharfz&amp;uuml;ngig. Man sollte doch jetzt schon an Weihnachten denken, denn: &amp;quot;Je &amp;auml;lter man wird, umso &amp;ouml;fter ist Weihnachten!&amp;quot; stellt er fest. Gerade noch haben wir auf das neue Jahr angestossen und schon ist Mitte Mai. &amp;quot;Stimmt!&amp;quot; denkt man da. Brodowy, selbst nicht der schlankeste, wundert sich &amp;uuml;ber die Weight Watchers und deren Methoden. Die essen Punkte und f&amp;uuml;hlen sich gut dabei, er vermutet eine Sekte dahinter. Was den Hannoveraner am meisten st&amp;ouml;rt ist, dass Weight-Watchers-G&amp;auml;ste immer schon ihre Punktzahl im Laufe des Tages gegessen haben und seine Gerichte verschm&amp;auml;hen. Hinterher muss er die Punkte aufessen. Ungerecht, findet er. Singen kann er auch, er parodiert den Gr&amp;ouml;nemeyer und Hermann van Veen. Wenn man die Augen schlie&amp;szlig;t denkt man, es w&amp;auml;ren die Originale, die da singen.&lt;br /&gt;Matthias Brodowy ist umwerfend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Schlu&amp;szlig; kommt der Moderator selbst noch einmal auf die B&amp;uuml;hne und singt die inzwischen bekannte GOP-Hymne &amp;quot;No Woman in Kray.&amp;quot; Zuvor merkte er aber noch an &amp;quot;Ich find mich selber geil!&amp;quot; Und das ist gut so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Sat, 15 May 2010 13:33:58 GMT</pubDate>
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      <dc:date>2010-05-15T13:33:58Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>&quot;Best of&quot; Thomas Philipzen</title>
      <link>http://www.westropolis.de/beatrix.gutmann/stories/60963/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Ein Ostwestfale, der schnell sprechen kann? Das ist kein Witz sondern Thomas Philipzen. Als Moderator des aktuellen GOP-Programms  &amp;#8222;Lachboden&amp;#8220; ist er vielen G&amp;auml;sten des Varietes bekannt. &amp;#8222;Best of&amp;#8220; Kabarettprogramm  hei&amp;szlig;t die Zusammenfassung mit dem der Moderator  aus Solotour ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Philipzen erz&amp;auml;hlt skurrile Geschichten, die er so bildhaft beschreibt, dass das Publikum aus dem Lachen nicht mehr herauskommt. Besonders geeignet ist der Vergleich zwischen Rheinl&amp;auml;ndern und Westfalen, der immer wieder gern genommen wird. W&amp;auml;hrend der Westfale gern abwinkt und sich wortkarg gibt, wenn man ihn nach dem Weg fragt, reagiert der Rheinl&amp;auml;nder v&amp;ouml;llig anders. &amp;#8222;Sie m&amp;uuml;ssen in K&amp;ouml;ln einfach mal anhalten und die Seitenscheibe &amp;ouml;ffnen, schon haben Sie einen Kopp im Auto,&amp;#8220; erz&amp;auml;hlt Philipzen. Und schon kommt ein Schwall guter Tipps und Lebenshilfe im k&amp;ouml;lschen Dialekt. Eine ganz sch&amp;ouml;ne Leistung f&amp;uuml;r einen Ostwestfalen. Nicht weniger einleuchtend erkl&amp;auml;rt er den Emissionshandel am Beispiel eines westf&amp;auml;lischen Bauern und seinem Strich-Achter. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Selbstverst&amp;auml;ndlich bekommen auch Politiker ihr Fett weg, denn ihm entgeht nichts. Hat Dirk Niebel nicht noch vor den Bundestagswahlen f&amp;uuml;r die Abschaffung eines Entwicklungshilfeministerium gewettert, von dem er heute der Chef ist? &amp;#8222;Das ist die konsequente Form von Suizid&amp;#8220; findet Philipzen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Er kann auch singen und dabei Klavier spielen, oder umgekehrt. Dabei gibt er sich als ein wahrer Wortakrobat und nimmt die deutsche Sprache unter die Lupe. &amp;#8222;Zu einem beschissenen Klavier sagt kein Mensch Kotfl&amp;uuml;gel,&amp;#8220; oder &amp;#8222;Warum laufen Nasen, w&amp;auml;hrend F&amp;uuml;&amp;szlig;e riechen?&amp;#8220; Wer kommt schon auf diese Idee?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Apropos Akrobat: Beweglich ist er auch noch! Als w&amp;auml;re er selbst aus Gummi beschreibt er nicht nur den wirkungsvollen Einsatz von Thera-B&amp;auml;ndern einst bei der Nationalmannschaft, sondern windet sich auf der B&amp;uuml;hne und wird dabei auch noch erotisch.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Manchmal erinnert er ein wenig an den grossartigen Hanns-Dieter H&amp;uuml;sch. Besinnlich, aber frech, heimatverbunden &amp;nbsp;und doch Kosmopolit. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;quot;Ja, ich werde immer &amp;auml;lter. Es ist windig drau&amp;szlig;en. Orientierungslosigkeit in den Bl&amp;auml;ttern. Doch am Horizont ein V&amp;ouml;gelchen, das sich standhaft gegen die ersten Frostk&amp;ouml;ttel wehrt.&amp;quot;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Thomas Philipzen, spontan und unpolitisch &amp;uuml;ber Momente in der Natur.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Fast zwei Stunden lang unterhielt er sein Publikum im GOP-Variete in Essen. Das wiederum dankte ihm mit frenetischem Applaus. Das Soloprogramm war einmalig im GOP, aber noch bis zum 30. April kann man den herzerfrischenden Moderator im aktuellen Programm &lt;a href=&quot;http://www.variete.de/Essen/&quot; title=&quot;Lachboden&quot;&gt;&amp;quot;Lachboden&lt;/a&gt;&amp;quot; bewundern.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Karten gibt es im &lt;a href=&quot;http://www.variete.de/Essen/Showtime-Preise&quot; title=&quot;Vorverkauf&quot;&gt;Vorverkauf&lt;/a&gt;.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;GOP Variete, Rottstrasse 30, 45127 Essen &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Wed, 21 Apr 2010 09:14:06 GMT</pubDate>
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      <dc:date>2010-04-21T09:14:06Z</dc:date>
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      <title>Mit dem Cello auf Weltreise</title>
      <link>http://www.westropolis.de/beatrix.gutmann/stories/60559/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Ein altes Cello namens &amp;#8222;Joe&amp;#8220; und eine junge Frau die Rebecca hei&amp;szlig;t. Dazu ein Schauspieler, der in einer A-Capella-Kapelle singt. Das soll witzig sein?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer den GOP Comedy Club kennt, wei&amp;szlig; das Ludger K. ein Gesp&amp;uuml;r f&amp;uuml;r schlagfertig, komische G&amp;auml;ste hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#8222;Joe&amp;#8220;, das Cello aus dem 18.Jahrhundert sieht so gar nicht m&amp;auml;nnlich aus, denn dieses Instrument hat eine sehr weibliche Form. Es bleibt Rebecca Carringtons Geheimnis, warum das Saiteninstrument diesen Namen tr&amp;auml;gt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Besitzerin selbst schaut, in ihrer schwarzen Hose und der roten R&amp;uuml;schenbluse eher seri&amp;ouml;s aus. Bereits nach wenigen Minuten zeigt sie ihre wilde Seite und ahmt Madonnas &amp;#8222;Hang up&amp;#8220; nach und zwar mit ganz sch&amp;ouml;n viel Pfeffer im Hintern. Sie parodiert sich durch weltmusikalische Genres und stellt ihr sprachliches Talent unter Beweis. Aus &amp;#8222;Joe&amp;#8220; wird ein spanische Gitarre, die von einer hei&amp;szlig;bl&amp;uuml;tig-spanischen Rebecca bespielt wird. Die Frau hat &amp;#8222;Cojones&amp;#8220;. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sp&amp;auml;ter kommt ihr Partner Colin Brown hinzu. Der dunkelh&amp;auml;utige Londoner imponiert nicht nur durch seine ansehnliche Statur, sondern auch durch seinen gewaltigen Bariton. W&amp;auml;hrend sie in perfektem Portugiesisch singt, flirtet er mit einer imagin&amp;auml;ren Frau im Publikum. Dabei zeigt er sich von seiner charmanten Seite. Und wer noch nie einen farbigen Mann im Kilt gesehen hat, der hat tats&amp;auml;chlich etwas verpasst. Nicht nur die Frauen pfiffen bewundernd, als er in Schottentracht und mit Dudelsack auf der B&amp;uuml;hne erschien. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Rebecca fragte ihn, was alle dachten: Sie wollte wissen, ob Colin etwas unterm Kilt tr&amp;auml;gt. Erst einmal zeigte er uns jedoch, dass er den Dudelsack perfekt beherrscht, ebenso wie den irischen Volkstanz. Aus Joe wurde in dem Fall eine &amp;#8222;Fiddel&amp;#8220;. Brown lie&amp;szlig; das Publikum nicht im Unklaren, l&amp;uuml;ftete kurz seinen Kilt und zeigte seinen blanken, braunen Po. Anerkennender Beifall f&amp;uuml;r ihn. Ob Bollywood-Musik oder Jazz &amp;#8211; die beiden k&amp;ouml;nnen perfekt parodieren. Besonders Rebecca ist eine Meisterin der Dialekte. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Heino Trusheim&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Niederrheiner in Hamburg &amp;#8211; das gibt Raum f&amp;uuml;r Spekulationen. Der Moerser Heino Trusheim liebt seine Wahlheimatstadt, kann es aber nicht lassen, das eine oder andere Mal &amp;uuml;ber seine Bewohner zu l&amp;auml;stern. Blasiert und ein wenig uniformiert schlendern sie am Jungfernstieg hin und her und ignorieren ihn nicht einmal. Hat er sich ja selbst ausgesucht. Typisch Niederrheiner schafft es, von H&amp;ouml;lzchen auf St&amp;ouml;ckchen zu kommen. Er plaudert aus dem N&amp;auml;hk&amp;auml;stchen und erz&amp;auml;hlt dem Publikum, wie schwer es ein pubertierender 17-j&amp;auml;hriger&amp;nbsp; in den 80er-Jahren hatte. &amp;#8222;Mit Eiern, die wie Hornissen-Nester vibrierten,&amp;#8220; musste er die schwere Zeit bew&amp;auml;ltigen und den K&amp;ouml;rpergeruch mit einem Moschus-Duft bek&amp;auml;mpfen, weil es damals nichts anderes gab. Die Frage, ob es auch Kaffee mit Moschusgeschmack gibt, stellt&amp;nbsp; er sich Jahre sp&amp;auml;ter bei Starbucks. So schlie&amp;szlig;t sich der Kreis.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Publikum war sichtlich angetan von Heino Trusheim und dem Musikduo Carrington-Brown. Ludger selbst wirkte auffallend blass. Ein kurze Seitenhieb auf Westerwelle, schlechte Karnevalsscherze und nichts wirklich Neues. Das sieht ihm so gar nicht &amp;auml;hnlich. Vielleicht hatte er einfach einen schlechten Tag. Die GOP-Comedy-Club-Hymne &amp;#8222;No Women in Kray&amp;#8220; durfte zum Abschluss nat&amp;uuml;rlich nicht fehlen. Der n&amp;auml;chste Comedy-Club findet in zwei Monaten statt. Man darf auf die G&amp;auml;ste gespannt sein. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;GOP Variete, EUR 20,- auf allen Pl&amp;auml;tzen, Rottstra&amp;szlig;e 30, 45127 Essen, Telefon (02 01) 2 47 93 93, Mehr Infos: &lt;a href=&quot;http://www.variete.de&quot;&gt;www.variete.de&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Thu, 25 Mar 2010 12:43:41 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Beatrix Gutmann]]></dc:creator>
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    </item>
    <item>
      <title>Angela Merkel kommt ins Gemeinschaftshau...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/60479/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;#8222;Angela Merkel kommt n&amp;auml;chste Woche ins Gemeinschaftshaus Wulfen.&amp;#8220;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Diese Ank&amp;uuml;ndigung der Kabarettistin &lt;strong&gt;Simone Solga&lt;/strong&gt; wurde am Freitag Abend mit Grinsen, Erstaunen und Buh-Rufen vom Publikum kommentiert. Damit hatte die Darstellerin erst einmal die Zuh&amp;ouml;rer gegen sich aufgebracht und deren Aufmerksamkeit geweckt. Nat&amp;uuml;rlich schaffte es die Vollblutkabarettistin im Handumdrehen den ganzen Saal zum Lachen zu bringen. Diese kleine Frau&lt;span&gt; &lt;/span&gt;brillierte auf der B&amp;uuml;hne als &amp;#8222;die Souffleuse von Angela Merkel&amp;#8220; mit ihrem Programm &amp;#8222;&lt;strong&gt;Bei Merkels unterm Sofa&lt;/strong&gt;&amp;#8220;. Sie erkl&amp;auml;rte, wie es im Kanzleramt zugeht, parodierte Politiker, verstreute bissige Politsatire und jeder und alles bekam &amp;#8222;sein Fett weg&amp;#8220; &amp;#8211; durchaus auch einzelne aus dem Publikum.&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Simone Solga ist keine, die auf der B&amp;uuml;hne festgetackert ist. Im Gegenteil, das Businessoutfit h&amp;auml;lt sie nicht von kleinen Tanzeinlagen ab. Solgas schauspielerische Fertigkeiten haben ein hohes Niveau und singen kann sie auch noch. Ihr B&amp;uuml;hnenprogramm l&amp;auml;uft mit vollem K&amp;ouml;rpereinsatz ab. Eine Stahltreppe in der Mitte vor der B&amp;uuml;hne sollten jeden sensiblen Zuschauer davon abhalten, sich in die erste Reihe zu setzen, da muss man einfach damit rechnen, mitmachen zu m&amp;uuml;ssen. Entweder wird man als Delegierter f&amp;uuml;r Toilettenwesen auserkoren, dient wegen St&amp;ouml;rung als Pofallaersatz und wird verbal abgewatscht oder soll schlicht Fragen beantworten, die aber nicht ohne sind. Unbeantwortet bleiben jedoch die Publikumsfragen an die Kanzlerin, wie zum Beispiel, was ihr Friseur hauptberuflich mache. Diese Fragen seien alle f&amp;uuml;r unserer sensiblen Kanzlerin nicht zumutbar. Als Ausgleich daf&amp;uuml;r wissen die Dorstener Zuschauer jetzt, was in Merkels Handtasche steckt. Merkel? Handtasche? Ja, ja, wir wissen wie sie mit einem Haken f&amp;uuml;r Fernsehkameras und Fotografen unsichtbar am Tisch klemmt.&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Insgesamt war das ein Kabarettabend der Spitzenklasse. Danke, Simone Solga, kommen Sie bald wieder nach Dorsten. Danke, Volker Pispers f&amp;uuml;r den guten Ratschlag, &amp;#8222;gehen sie auch mal dann ins Kabarett, wenn sie den K&amp;uuml;nstler oder die K&amp;uuml;nstlerin nicht aus dem Fernsehen kennen und ihnen der Name nicht bekannt vorkommt&amp;#8220;. Na, stimmt hier nicht ganz, denn Simone Solga war bereits beim Kleinkunstfestival, moderiert von Dieter Nuhr. Ich bin mir sicher, die werden wir noch &amp;ouml;fter sehen. Und schlie&amp;szlig;lich ein Dank an das &lt;strong&gt;Gemeinschaftshaus Wulfen&lt;/strong&gt;, dessen Team immer so hochkar&amp;auml;tige K&amp;uuml;nstler in die Provinz holt. &lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;N&amp;auml;heres zu Simone Solga unter: &lt;u&gt;www.simonesolga.de&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Nebenbei, der Abo-Vorverkauf f&amp;uuml;r die neue Saison hat begonnen.&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;6 Vorstellungen 80 &amp;#8364; bis 24.4.2010, danach 85 &amp;#8364;; buchbar unter:&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;u&gt;www.gemeinschaftshaus-wulfen.de&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;copy; Claudia Peppenhorst&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 22 Mar 2010 14:30:46 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Claudia Peppenhorst]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-03-22T14:30:46Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Lachboden</title>
      <link>http://www.westropolis.de/beatrix.gutmann/stories/60214/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Dachb&amp;ouml;den sind oft staubig und geheimnisvoll, man entdeckt Dinge die man v&amp;ouml;llig vergessen hat und manchmal ist es auch ein wenig gruselig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das GOP in Essen hat dem zweiten Programm im Kulturhauptstadtjahr allerlei Ger&amp;uuml;mpel unterm Dach gewidmet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Durch das Programm f&amp;uuml;hrt Kabarettist und Moderator Thomas Philipzen. Mit Taubengurren und Spinnweben wirkt die B&amp;uuml;hne t&amp;auml;uschend echt zu einem Original-Dachboden, allerdings ist der Raum im GOP ein Lachboden. Der Beweis steht rasch leibhaftig auf der B&amp;uuml;hne.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der unvergleichliche Andi Steil ist ein Mann, der gro&amp;szlig;e T&amp;ouml;ne spuckt. Aus allem, was ihm in die H&amp;auml;nde f&amp;auml;llt, zaubert er Ger&amp;auml;usche, egal ob es sich um einen Kokosnu&amp;szlig;hut handelt oder einem alten Wok, wenn er dann noch seine Stimme in Einsatz bringt, ist die Ein-Mann-Kapelle perfekt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Das riesige Spinnennetz ist dient nat&amp;uuml;rlich nicht nur als sch&amp;ouml;ne Kulisse, sondern wird von der Artistin &amp;quot;Katrina&amp;quot; erklommen. Wie eine leibhaftige Spinne h&amp;auml;ngt sie im Netz, nat&amp;uuml;rlich ohne doppelten Boden, und bringt die Zuschauer mit den Figuren, die sie in die Luft zaubert, zum Staunen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Duo der besonderen Art sind &amp;#8222;Catch me if you can&amp;#8220;. Sie sind schnell, sie sind langsam, sie jonglieren mit B&amp;auml;llen und pr&amp;auml;sentieren sich als jugendliche Human Beat Box. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der Mann aus Las Vegas mit der fiesen Per&amp;uuml;cke und dem Glamour-Look ist ein Magier vom alten Schlag: Manuel Muerte ist sein Name. Wie es sich f&amp;uuml;r einen Magier vergangener Zeiten geh&amp;ouml;rt, hat er eine charmante Assistentin: Silvana Busoni. Die Tricks stammen ebenfalls aus der guten alten Zeit, Gummitauben, die das Fliegen lernen sollen, H&amp;auml;nde, die versehentlich abgehakt wurden und wie durch ein Wunder wieder am K&amp;ouml;rper sind. Nichts, was die wirklich hohe Kunst der Magie rechtfertigt. Assistentin Silvana wirkt sichtlich genervt und steht ihm gelangweilt zur Seite. Das Publikum br&amp;uuml;llt vor Lachen im Takt der Hammondorgel, w&amp;auml;hrend er einen Gummihandschuh in einen Fisch verwandelt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das Duo Valery ist einfach nur eine Augenweide. Durchtrainierte, t&amp;auml;towierte M&amp;auml;nnerk&amp;ouml;rper, die scheinbar schwerelos an den Strapaten durch die staubige Dachboden-Luft schweben. Nicht nur die Frauen schauten den Luftakrobaten and&amp;auml;chtig zu. Ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Regisseur Detlef Winterberg hat ein stimmiges Programm inszeniert. Die Akteure sind Teil des Ganzen und das kommt gut beim Publikum an. Das GOP hat eine gute Wahl getroffen und wieder mal bewiesen, dass Variete nicht einfach nur der Auftritt von Akrobaten, Jongleuren und Clowns ist, sondern eine Komposition aus allen Beteiligten.&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;em&gt;Das Programm &amp;#8222;Lachboden&amp;#8220; l&amp;auml;uft noch bis zum 2. Mai 2010. Karten sind bereits ab 19.50 &amp;#8364; zu bekommen. GOP Kartenvorverkauf, Rottstr. 30, 45127 Essen. Mehr Infos: www.variete.de&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;em&gt;Fotos: GOP-Variete&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 05 Mar 2010 17:03:24 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>West meets Ost</title>
      <link>http://www.westropolis.de/beatrix.gutmann/stories/59760/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;Wenn sich Kazim Calisgan und Ilse Storb im Katakomben-Theater treffen, vespricht das h&amp;ouml;chsten Musik-Genuss.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;Die quirlige Musik-Professorin &lt;a href=&quot;http://www.derwesten.de/kultur/Prof-Dr-Ilse-Storb-oeffnet-Tueren-id400078.html&quot;&gt;Ilse Storb&lt;/a&gt; ist f&amp;uuml;r ihre schrillen Auftritte bekannt. Letzten Freitag jedoch hat sie mal wieder bewiesen, dass sie f&amp;uuml;r die Musik lebt und das Klavier ihr Instrument ist. Kazim Calisgan Leiter des Katakomben-Theaters in R&amp;uuml;ttenscheid,&amp;nbsp;spielte&amp;nbsp;dazu auf der Saz. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;Eigenartig h&amp;ouml;rte sich die Deuschland-Hymne auf dem lautenartigen Instrument an. Die beiden erz&amp;auml;hlten Geschichten, die sie musikalisch untermalten. Leise, mit viel Gef&amp;uuml;hl und dem gewohnt trockenem Humor.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;Die rum&amp;auml;nischen T&amp;auml;nze von Bel&amp;aacute;&amp;nbsp;&lt;span style=&quot;visibility: visible&quot;&gt;&lt;span style=&quot;visibility: visible&quot;&gt;Bart&amp;oacute;k &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;auf dem Klavier und der Saz, liessen so manche G&amp;auml;nsehaut entstehen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;Die n&amp;auml;chste Vorstellung des ungew&amp;ouml;hnlichen Paars sollten sich Musikliebhaber nicht entgehen lassen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;Katakomben-Theater im Girardethaus, Giradetstr. 2-38, 45131 Essen &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;fett11dgrau&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.katakombentheater.de/&quot;&gt;http://www.katakombentheater.de/&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Mon, 01 Feb 2010 13:46:07 GMT</pubDate>
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      <title>Bilder einer Ausstellung</title>
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      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;P&amp;uuml;nktlich zum Beginn des Kulturhauptstadtjahres startet das GOP mit seinem neuen Programm. &amp;quot;Bilder einer Ausstellung&amp;quot; ist inspiriert von der Musik des russischen Komponisten Modest Mussorgsky. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Besucher der Ausstellung werden zu Akteuren, und wie es sich f&amp;uuml;r eine ordentliche Ausstellung geh&amp;ouml;rt, gibt es einen Museumsf&amp;uuml;hrer. Karl-Heinz Helmschrot hat das varietistische Meisterwerk inszeniert und leitet durch die Show. Bilder werden lebendig und musikalisch von Pianist Rolf Hammerm&amp;uuml;ller begleitet. Die Zuschauer erleben eine lebenige Komposition im GOP. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So begeistert der Handstandakrobat Eike von Stuckenbrock das Publikum mit seiner K&amp;ouml;perkunst. Scheinbar m&amp;uuml;helos erklimmt er den chinesischen Mast, ohne Hilfsmittel. Er dreht und wendet seinen K&amp;ouml;rper am Boden und spielt mit einem Requisit in W&amp;uuml;rfelform.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nicht weniger beeindruckend ist die Vertikalseilk&amp;uuml;nstlerin Romy Seibt, die &amp;uuml;ber der B&amp;uuml;hne schwebt oder als Girlie &amp;uuml;ber die B&amp;uuml;hne h&amp;uuml;pft -&amp;nbsp;das alles zur Musik von Mussorgsky. Vor der T&amp;uuml;r des GOP liegt Schnee und auf der B&amp;uuml;hne wirbelt Varietestar Tomasz &amp;uuml;ber den &amp;quot;Marktplatz von Limoges&amp;quot;. Sein erotischer Bauchtanz verzaubert Frauen wie M&amp;auml;nner gleichermassen. Geschickt flirtet er mit dem Publikum, nicht nur als T&amp;auml;nzer, sondern auch als laszive S&amp;auml;ngerin und wird schnell zum Publikumsliebling.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der franz&amp;ouml;sische Clown Boris Arquier spielt den tollpatschigen Monsieur Goeblin. Seine Projektionsfl&amp;auml;che ist ein Raum mit drei W&amp;auml;nden. Das Ganze einfach um neunzig Grad gedreht, offentbart Erstaunliches. Videokameras machen es m&amp;ouml;glich. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ihre Stimme harmoniert perfekt mit dem Piano. Bianca Presche singt und spielt dazu die Geige. Mussgorskys Kompositionen bekommen&amp;nbsp; durch sie nicht nur ein sch&amp;ouml;nes Gesicht, sondern auch einen besonderen Klang. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gelebte Kulturhauptstadt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Wir sind gelebte Kulturhauptstadt&amp;quot; begr&amp;uuml;&amp;szlig;te Direktor Matthias Peiniger sein Publikum. Das GOP an der Rottstrasse gibt es bereits seit dreizehn Jahren und konnte in dieser Zeit mehr als eine Millionen Besucher begeistern. Mit &amp;quot;Bilder einer Ausstellung&amp;quot; hat das GOP wieder einmal gezeigt, auf welch hohem Niveau sich das Theater bewegt. Eine perfekte Inszenierung. Das Publikum belohnte die aufwendige Arbeit mit einem frenetischen Applaus und &amp;quot;Bravo&amp;quot;-Rufen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein sensationeller Auftakt. Ob die Organisatoren der Kulturhauptstadt dass im Laufe des Jahres toppen k&amp;ouml;nnen? Eine schwierige Aufgabe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Programm findet noch bis zum 28.Februar 2010 statt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;GOP-Variete, Rottstr. 30, 45127 Essen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Fotos: GOP Variete&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Sat, 09 Jan 2010 18:59:16 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Beatrix Gutmann]]></dc:creator>
      <dc:date>2010-01-09T18:59:16Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Der perfekte Aal</title>
      <link>http://www.westropolis.de/beatrix.gutmann/stories/58539/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Ludger K. hat sich gestern mal wieder mit reichlich Ruhm bekleckern lassen. Im beliebten GOP Comedy-Club hat er sich echte Konkurrenten eingeladen, die alles gaben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie immer tauchte er locker- l&amp;auml;ssig und mit ganz viel Charme mitten im Publikum auf, um direkt in medias res zu gehen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Duisburger macht sich halt Gedanken, zum Beispiel dar&amp;uuml;ber, warum Frauen sich ab einem bestimmten Alter, die Haare kurz schneiden lassen. H&amp;auml;tte Rapunzel so agiert, w&amp;uuml;rde sie heute noch im Elfenbeinturm sitzen und kein Prinz h&amp;auml;tte die Chance gehabt, ihr zu begegnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vergleichen tut K. gern, besonders Politiker m&amp;uuml;ssen herhalten. Ronald Pofalla zum Beispiel. Treffend wird der Kanzleramtsminister nachgeahmt. Auf die n&amp;auml;selnde Stimme wird dabei besonderen Wert gelegt. &amp;quot;N&amp;auml;selnde Rheinl&amp;auml;nder haben Tradition: G&amp;ouml;bbels, Ulla Schmidt, Ronald Pofalla,&amp;quot; haut Ludger K. rein. Das sitzt. Unterst&amp;uuml;tzt durch die Late night Live-Musik von Volker Naves legt er noch eine gelungene Udo-J&amp;uuml;rgens/Bryan-Adams Parodie hin.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dat Rosi &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Dat Rosi&amp;quot; ist eine echte Ruhrpottschnauze. Mit Jogging-Anzug und Lockenwicklerm im Haar vermutet man eine westliche Cindy aus Marzahn. Aber es kommt anders. Sie poltert sofort los, erz&amp;auml;hlt wie sie ihren &amp;quot;Zarettenkonsum&amp;quot; reduziert und anschliessend beim Arzt verh&amp;ouml;hnt wird, weil er sie nach ihren sportlichen Aktivit&amp;auml;ten fragt. &amp;quot;Ich muss f&amp;uuml;nf Blagen am Kacken halten, datt is Sport genug,&amp;quot; poltert sie. &amp;quot;Du Wei&amp;szlig;gott in halb...&amp;quot;, f&amp;uuml;gt sie noch hinzu. Das alles ist schon unglaublich gut, da f&amp;auml;ngt die auch noch datt singen an! Und das kann sie sogar richtig gut. Aus &amp;quot;die perfekte Welle&amp;quot; von Juli wird &amp;quot;Guido Westerwelle, der perfekte Aal!&amp;quot;. Fantastisch die Frau.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The Voice &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fritz Eckenga &amp;quot;The Voice&amp;quot; und Veteran wenn es um Ruhrgebietscomedy geht. Wer kennt nicht den grandiosen Bademeister, den er Mitte der 80er Jahre verk&amp;ouml;rperte? Heute ist er regelm&amp;auml;ssig auf dem WDR zu h&amp;ouml;ren und schreibt Kolumnen in vielen Zeitungen. Im GOP gibt es sich nachdenklich, erkl&amp;auml;rt die Politik und erinnert die &amp;quot;Hinf&amp;auml;lligen&amp;quot; an vergangene Politiker. R&amp;uuml;hrend komisch seine Geschichte &amp;uuml;ber den Opel Kadett, der sein Leben aushauchte, nicht einmal Doc Schraube konnte ihm helfen. Alt aber wertvoll f&amp;uuml;r seinen damaligen Besitzer. &amp;quot;Das war der Tag, an dem Opel f&amp;uuml;r mich stark war.&amp;quot; So lapidar ist Eckengas Antwort auf die Opel-Krise.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Oli Materlik&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Etwas blass wirkte Oli Materlik. Durchaus sympathisch mit Hang zum Trivialen. Fast jeder Gag ist vorhersehbar und schm&amp;auml;lert das &amp;Uuml;berraschungsmoment. Sp&amp;auml;ter wird er dann doch noch witzig, denn wenn er vom Schneckentempo fahrenden Opa mit Hut berichtet und detailgetreu den silbergrauen Mercedes beschreibt, wei&amp;szlig; jeder was gemeint ist. Man merkt, dass er ein guter Beobachter ist, der die Gags wie Ping-Pong-B&amp;auml;lle ins Publikum katapultiert. Die GOP-Besucher m&amp;ouml;gen es und beschenken ihn mit reichlich Applaus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zum Schluss dreht Eckenga noch einmal auf und spielt den Chef vom Stadion - Die blaue Eminenz des Ruhrgebiets.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;Neid und Erfolg werden Dir nicht geschenkt, das musst Du Dir hart erarbeiten.&amp;quot;&lt;br /&gt;Davon kann Ludger K. sicher ein Lied singen, was er auch prompt tut. Die GOP-Comedy-Club Hymne &amp;quot;No Woman in Kray&amp;quot; ist schon jetzt ein absoluter Hit und es gibt kaum einen Besucher, der nicht mitgr&amp;ouml;hlen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der n&amp;auml;chste GOP-Comedy-Club mit Ludger K. ist erst wieder am Dienstag, 19. Januar 2010, 20 Uhr und&amp;nbsp; kostet 15,- &amp;#8364; pro Person auf allen Pl&amp;auml;tzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Mehr Info: &lt;a href=&quot;http://www.westropolis.de/beatrix.gutmann/stories/www.variete.de&quot;&gt;GOP-Variete,&lt;/a&gt; Rottstr. 30, 45127 Essen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Foto: GOP-Variete &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 17 Nov 2009 13:58:43 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Beatrix Gutmann]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-11-17T13:58:43Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Preußisches Entertainment</title>
      <link>http://www.westropolis.de/beatrix.gutmann/stories/58233/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Wenn er auf die B&amp;uuml;hne kommt, ist das Publikum erst einmal still. Mit b&amp;ouml;sem Blick und ganz in schwarz gekleidet, wirkt er eher wie ein Vollstrecker und weniger wie ein Magier. Hieronymus macht den vorderen Pl&amp;auml;tzen erst einmal klar, dass sie nichts zu lachen haben. Die Menschen im Saal trauen sich trotzdem. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er l&amp;auml;sst ein wei&amp;szlig;es Tuch in seiner Hand verschwinden, zieht ein rotes wieder heraus und verr&amp;auml;t sogar den Trick. Das alles mit ernster Miene und milit&amp;auml;rischem Befehlston. &amp;quot;Man kann mich auch f&amp;uuml;r Kindergeburtstage buchen!&amp;quot; br&amp;uuml;llt er in die Menge. &amp;quot;Bei mir h&amp;ouml;ren die G&amp;ouml;ren.&amp;quot; Das glaubt man ihm aufs Wort.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Hieronymus selbst bezeichnet sich als &amp;quot;Der Kapit&amp;auml;n der guten Laune&amp;quot;. Das wiederum nimmt man ihm nicht ohne weiteres ab. Aber sp&amp;auml;testens wenn er mit der wei&amp;szlig;en Tigerente &amp;quot;Toni&amp;quot; die &amp;quot;bl&amp;ouml;den Pl&amp;auml;tze&amp;quot; bedroht, am&amp;uuml;siert sich das Publikum k&amp;ouml;stlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;quot;Stadt der Tr&amp;auml;ume&amp;quot; hei&amp;szlig;t das neue Programm des GOP Variete. Die B&amp;uuml;hnenkulisse wird zur Stadt, mit einem eigenen Tor, Laterne und einem Haus mit Balkon. Hier spielt sich einiges ab. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie ein Gummiball h&amp;uuml;pft Kotini-Junior vom Balkon und &amp;uuml;ber die B&amp;uuml;hne. In einzigartiger Weise verknotet er seine Beine so, dass man den Eindruck bekommt, er h&amp;auml;tte keine Knochen. Kein Wunder, er hat immerhin die Silbermedaille bei den Breakdance-Meisterschaften 1986 gewonnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Verwundert schaut er vom Balkon hinter der h&amp;uuml;bschen Blondine her, die verwirrend schnell aus verschiedenen Richtungen an ihm vorbeil&amp;auml;uft. Das R&amp;auml;tsel ist schnell gel&amp;ouml;st. Es handelt sich um die Berliner Zwillinge, die das Duo Elja bilden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sp&amp;auml;ter zeigen die beiden ihr Talent am Seil. Atemberaubende Akrobatik und scheinbare Schwerelosigkeit, die Schwestern harmonieren nicht nur optisch perfekt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Kiewer Trio Trilogy ist daf&amp;uuml;r stark am Boden. Unglaublich, wie kraftvoll die zierliche Kateryna Gaidamanchuk ihren Partnern m&amp;uuml;helos die Show stiehlt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Regie hat Detlef Winterberg zusammen mit Mikahail Usov &amp;amp; Kotini Junior &amp;uuml;bernommen. Usov wirkt selbst als trauriger Clown mit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das Programm &amp;quot;Stadt der Tr&amp;auml;ume&amp;quot; ist noch bis zum 3. Januar 2010 im GOP Essen, Rottstr. 30, 45127 Essen zu sehen. Bereits ab 19,50 &amp;#8364; sind die Karten zu bekommen. &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Mehr unter &lt;a href=&quot;http://www.variete.de&quot;&gt;www.variete.de&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Fri, 30 Oct 2009 15:05:08 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Beatrix Gutmann]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-10-30T15:05:08Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Lustiger Tanz am Abgrund</title>
      <link>http://www.westropolis.de/nadine.albach/stories/58118/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Blick in die deutsche Seele offenbart Angst, Anpassung, Kampf und Einsamkeit - zumindest aus der Perspektive der geheimnisvollen Autorin Anna Behringer. Regisseurin Thirza Bruncken ist es bei der Urauff&amp;uuml;hrung ihres St&amp;uuml;ckes &amp;#8222;Aufzeichnungen aus einer Doppelhaush&amp;auml;lfte&amp;quot; am Dortmunder Schauspiel trotzdem gelungen, diesen Sturz in den Abgrund zu einem leichten, lustigen zu machen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Thirza Bruncken hat bei ihrem letzten Besuch in Dortmund f&amp;uuml;r m&amp;auml;chtigen Wirbel gesorgt: Ihre radikale Neuinterpretation des deutschen Heiligtums &amp;#8222;Faust&amp;quot;, den Sie im sch&amp;auml;bigen Feinripp am B&amp;uuml;gelbrett skandieren lie&amp;szlig;, w&amp;auml;hrend &amp;uuml;ber der B&amp;uuml;hne ein Bild des Holocaust-Mahnmals in Berlin schwebte, sorgte bundesweit f&amp;uuml;r Furore und im Dortmunder Zuschauerraum f&amp;uuml;r faule Eier und b&amp;ouml;se Zwischenrufe. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun, mit der &amp;#8222;Doppelhaush&amp;auml;lfte&amp;quot;, schaut sie den Deutschen erneut in die Seele und wer das auf 2/3 gek&amp;uuml;rzte Skript zuvor gelesen hatte, mochte erneut eine niederschmetternde B&amp;uuml;hnenfassung erwarten: Autorin Anna Behringer wirft kurze, intensive Schlaglichter in deutsche Haushalte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Collagenartig, ohne verbindenden Plot, mitten hinein in die (Gedanken)Welten von Arbeitslosen, &amp;Uuml;berforderten, Einsamen, die durch das Gesellschaftsgitter gefallen sind und dem Leistungsdruck nicht mehr standhalten. Da ist die Frau, die stets vergisst, ob sie schon gewaschen ist. Der Junge, der der Psychologin von K&amp;ouml;nigsberger Klopsen erz&amp;auml;hlt. Oder der Nachbar, dem es gleich w&amp;auml;re, wie dicht die B&amp;auml;ume der Nachbarin am Zaun wachsen, &amp;#8222;wenn es da nicht auch das Gesetz g&amp;auml;be&amp;quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Thirza Bruncken betont den Humor: Als der Vorhang sich &amp;ouml;ffnet, erblickt der Zuschauer zwei Frauen und drei M&amp;auml;nner, die auf Plastiksesseln wippen. Diese &amp;#39;Airbags&amp;#39; werden sie den ganzen Abend &amp;uuml;ber nicht loslassen, mit ihnen tanzen, sich auf ihnen fl&amp;auml;zen - nach W&amp;auml;rme und Sicherheit suchend, wo nur Plastik und Kurzlebigkeit sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ohnehin gibt es starke Bilder, die den Kontrast von Schein und Sein karikieren: Von unbeschwerter Freiheit k&amp;uuml;nden das ins Dreidimensionale vergr&amp;ouml;&amp;szlig;erte, romantische Sehnsuchtsbild von Karl Friedrich Schinkel, von Glamour und Spie&amp;szlig;igkeit der 50er Jahre die pr&amp;auml;chtigen Kost&amp;uuml;me (Ausstattung: Robert Ebeling) - im Gegensatz zur nackten Angst der gefangenen Figuren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Sprachbetontheit des Textes treibt die Inszenierung noch voran: Pausen, monotones Sprechen, Runterrasseln, Schreien, hochgestochener Dialekt offenbaren kom&amp;ouml;diantisch die Leere der Worte, die Kommunikationsunf&amp;auml;higkeit der Gesellschaft. Permanente Rollenwechsel geben der Inszenierung einen slapstickartigen Drive, zeigen aber zugleich die Austauschbarkeit der Menschen im System in dem Funktionieren das oberste Gebot ist. Gelacht wird viel im Publikum - weil nicht sonderlich subtil unterstrichen wird, womit sich jeder identifizieren kann. Die Regisseurin spielt zudem mit der &amp;Uuml;berforderung durch die sperrigen Szenen, &amp;uuml;berdreht, l&amp;auml;sst teils Form Oberhand &amp;uuml;ber Inhalt gewinnen - und setzt den Zuschauer so einem den Figuren &amp;auml;hnlichen Gef&amp;uuml;hl aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ohne die bemerkenswerte Leistung der Darsteller w&amp;uuml;rde all dies nicht funktionieren: Jakob Schneider, Christian Higer, Juliane Gruner, G&amp;uuml;nther K. Harder und Chris Pichler st&amp;uuml;rzen sich mit aller Wucht in diesen Untergangsreigen und unterstreichen die Absurdit&amp;auml;t&amp;nbsp;in hitlergleichen Ausbr&amp;uuml;che, &amp;uuml;berdrehtem Irrsinn oder Leere, sind Lemminge, Marionetten - oder Hamster in der Doppelhaush&amp;auml;lfte.&amp;nbsp; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Ein Satz des Abends bleibt als Fazit h&amp;auml;ngen: &amp;#8222;Wer Hoffnung hat, ist unzul&amp;auml;nglich informiert.&amp;quot; &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2009 18:00:40 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Nadine Albach [WR]]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-10-25T18:00:40Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Durchdachte Farce - Comeback eines Klass...</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leser/stories/57813/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Aliens landen auf einem Friedhof. Ein einfaches Schild am vorderen B&amp;uuml;hnenrand deutet auf die &amp;Ouml;rtlichkeit hin. Ein Paravent soll das unbekannte UFO darstellen, hinter dem sich so manches Chaos verbirgt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Verantwortlichen nennen sich Wolfs Reviertheater. Im M&amp;uuml;lheimer&amp;nbsp;AZ spielten sie ein, so stand es im Programmheft,&amp;nbsp;&amp;quot;Heiteres Trash-Drama&amp;quot;, genannt &amp;quot;Plan 9 aus outer space&amp;quot;, ein Titel, den&amp;nbsp;man nicht unbedingt kennen muss. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das B&amp;uuml;hnenst&amp;uuml;ck aber und die Truppe darf man sich ruhig&amp;nbsp;merken. Hinter diesem &amp;quot;Plan 9&amp;quot; sollte der&amp;nbsp;Versuch stecken, einen alten Hollywood-Klassiker auf die B&amp;uuml;hne zu bringen (Ed Wood). &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und weil es das Original&amp;nbsp;heute weger seiner haarstr&amp;auml;ubenden Filmfehler und Dialoge&amp;nbsp;irgendwie zum Kultstatus geschafft hat, sollte die B&amp;uuml;hnenumsetzung dann auch gleich &amp;quot;Das schlechteste Theaterst&amp;uuml;ck aller Zeiten&amp;quot; werden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tja und nun sa&amp;szlig; der Zuschauer&amp;nbsp;da und gr&amp;uuml;belte dar&amp;uuml;ber, ob es die Schauspieler mit ihrer &amp;quot;Leistung&amp;quot; wirklich ernst meinen. Alles irgendwie trashig,&amp;nbsp;schr&amp;auml;g und auf lustig bedacht.&amp;nbsp;Mit&amp;nbsp;Filmmusik und Ger&amp;auml;uscheinlagen spielten sich&amp;nbsp;die Darsteller irgendwie&amp;nbsp;1 1/2 Stunden lang durch eine etwas andere Art&amp;nbsp;der Vergangenheitsbew&amp;auml;ltigung.&amp;nbsp;Spa&amp;szlig; gemacht hats auf jeden Fall. Und auch die Spielfreude war den Darstellern anzusehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Stellt sich nur die Frage, ob der &amp;quot;Plan 9&amp;quot; bei all denjenigen funktioniert, die mit dem Original nichts anfangen k&amp;ouml;nnen. Wer herzhaft lachen will, k&amp;ouml;nnte den Versuch aber locker wagen. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 29 Sep 2009 15:55:16 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Nikolai Schoen]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-09-29T15:55:16Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Kann es &quot;coole&quot; Musicals geben?</title>
      <link>http://www.westropolis.de/ingo.juknat/stories/57804/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Frage: Wenn es einen Ford Ka im Morrissey-Design g&amp;auml;be, w&amp;auml;re das dann eine Aufwertung des Kas oder eine Abwertung von Morrissey? Oder nichts von beidem? Die Frage treibt mich um, seit ich neulich von einem Musical namens &amp;quot;American Idiot&amp;quot; h&amp;ouml;rte. Es stammt von der Band Green Day und basiert auf ihrem gleichnamigen Album.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;quot;American Idiot&amp;quot; ist schon das zweite Musical mit Punk-Hintergrund. Das andere hei&amp;szlig;t &amp;quot;Gabba Gabba Hey!&amp;quot; und handelt vom Leben der Ramones. Ich wei&amp;szlig; nicht, wie Sie das sehen, aber Musicals sind f&amp;uuml;r mich ungef&amp;auml;hr so punkig wie Kronkorkensammeln. Bei den Ramones k&amp;ouml;nnte man mit etwas Zynismus sagen, dass Dreiviertel der Band sich nicht mehr wehren k&amp;ouml;nnen; bei Green Day lebt aber die gesamte Belegschaft noch. Das Musical ist nicht hinter dem R&amp;uuml;cken der Band entstanden, soviel steht fest.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Sind das jetzt Beispiele f&amp;uuml;r einen zwinkernden Umgang mit Musicals? Ist das Zielgruppenerweiterung? (Post-)Modernisierung eines Kitschformats? Oder Ausverkauf von Rockmusik? &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Es gibt Vorlagen, da scheint mir die Musical-Form gar nicht so verkehrt: &amp;quot;Spamalot&amp;quot;, mit seinem Monty-Python-Thema, l&amp;auml;sst zumindest eine Menge Platz, mit dem Genre zu spielen und Humor gerade aus dessen barockem Format zu entwickeln. Auch &amp;quot;Thriller&amp;quot;, das Musical &amp;uuml;ber Michael Jackson, ergibt Sinn, wenn man sich die dick aufgetragene Inszenierung, das K&amp;ouml;nig-der-L&amp;ouml;wen-hafte seiner Musikvideos anschaut. Das sind ja im Grunde verfilmte Musicals.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Um zu den Lebenden zur&amp;uuml;ckzukehren: U2 schreiben gerade am Soundtrack f&amp;uuml;r eine Spiderman-Show am Broadway. Eine Vorlage, die im Wesentlichen davon handelt, dass ein Mann von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer schwingt, wirkt zwar nicht wie der n&amp;auml;chstliegende Kandidat f&amp;uuml;r eine B&amp;uuml;hnenfassung. Aber wenn es schon &amp;quot;Ben Hur&amp;quot; als Realspektakel gibt, warum nicht?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Trotzdem w&amp;auml;re es sch&amp;ouml;n, wenn uns ein paar Umsetzungen erspart blieben. Nachdem Kurt Cobain jetzt schon in Videospielen auftaucht und man mit seiner Figur Bon-Jovi-Songs nachspielen kann, lauert die Musical-Fassung seines Leben vielleicht schon hinter der n&amp;auml;chsten Ecke. Was wird Courtney Love dann erst sagen?&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Tue, 29 Sep 2009 08:31:59 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Ingo Juknat]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-09-29T08:31:59Z</dc:date>
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    <item>
      <title>Kommunikationsdeal</title>
      <link>http://www.westropolis.de/nadine.albach/stories/57726/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;#8222;Ich bin ein ganz normaler Jugendlicher mit Teilzeitjob.&amp;quot; Trent will nicht einsehen, dass er ein Problem hat - obwohl er Gras raucht und verbreitet. Das St&amp;uuml;ck &amp;#8222;Big Deal&amp;quot; von David S. Craig, mit dem das Dortmunder Kinder- und Jugendtheater seine Saison er&amp;ouml;ffnet, erz&amp;auml;hlt in der Regie von Johanna Wei&amp;szlig;ert aber l&amp;auml;ngst nicht nur von Drogen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Selbst im Nebel von Marihuana gibt es kein Entrinnen vor dem Dortmunder Haushaltsloch: &amp;#8222;Trotz Haushaltssperre - wir spielen&amp;quot;, begr&amp;uuml;&amp;szlig;t KJT-Leiter Andreas Gruhn die Zuschauer. Und auch das minimalistische B&amp;uuml;hnenbild habe nichts mit Einsparungen zu tun.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Blick frei auf ein karges Dreieck, die Arena der kommenden 70 Minuten. Hier muss Trent (neu: Sebastian Ennen) sich bew&amp;auml;hren. Er hat eine Party geschmissen,&amp;nbsp; seine Eltern kommen zu fr&amp;uuml;h aus dem Urlaub - und alarmieren die Polizei. Als die 48 Gramm Marihuana bei Trent finden, steht er als Dealer vor Gericht und muss zur Beratung. Auf die hat er wenig Lust - doch dann entwickelt sich das Gespr&amp;auml;ch mit Drogenberaterin Alex (Bianka Lammert) anders als erwartet. Bis Trents Vater (Rainer Kleinespel) sich einmischt und ein Gespr&amp;auml;ch unm&amp;ouml;glich erscheint.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kommunikation(sunf&amp;auml;higkeit) ist das eigentliche Thema des St&amp;uuml;cks. Das unterstreicht Regisseurin Johanna Wei&amp;szlig;ert noch in der st&amp;auml;ndigen Flucht der Charaktere in die entpersonalisierte Verst&amp;auml;ndigung per Handy. Das Dreieck (Ausstattung: Julia Schiller) wirkt wie ein Kommentar zum Beziehungsgeflecht: drei weit voneinander entfernte Punkte, die trotzdem verbunden sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;David S. Craig selbst hat erkl&amp;auml;rt, er wolle niemanden belehren oder ver&amp;auml;ndern, sondern Wertvorstellungen und die Beziehung zwischen Vater und Sohn aufdecken. &amp;nbsp;Die St&amp;auml;rke des St&amp;uuml;cks ist, dass es Eindimensionalit&amp;auml;t meidet: Trent ist kein dummer, gest&amp;ouml;rter Jugendlicher, sondern einer, der sich kritisch mit seiner Umwelt auseinandersetzt. Keine engelsgleiche Beraterin, sondern eine nerv&amp;ouml;se Frau, die ihre einstige Drogensucht auf Kaffee und Kaugummi &amp;uuml;bertragen hat, steckt in Alex. Und der Vater, der anfangs nur aggressiv und unmenschlich wirkt, entpuppt sich als verzweifelter, liebender Mensch. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So viel Differenzierung macht Spa&amp;szlig;, auch dank einer guten schauspielerischen Gesamtleistung, aus der Rainer Kleinespel heraussticht - schafft er es doch, den Bruch des Vaters &amp;uuml;berzeugend und einf&amp;uuml;hlsam darzustellen. Dass das Ende offen bleibt, gibt dem St&amp;uuml;ck zus&amp;auml;tzlich St&amp;auml;rke. Viel Applaus und somit doch ein &amp;#8222;Big Deal!&amp;quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Foto: Franz Luthe&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Sun, 20 Sep 2009 11:10:44 GMT</pubDate>
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      <dc:creator><![CDATA[Nadine Albach [WR]]]></dc:creator>
      <dc:date>2009-09-20T11:10:44Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Das kleine Theater am Rande der Stadt II</title>
      <link>http://www.westropolis.de/leah.herz/stories/57638/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Heute bin ich wieder im Auftrag der Kunst im Bergischen Land, hinter den sieben Bergen, unterwegs. Mein Ziel ist die B&amp;uuml;hne des &amp;#8222;Theater- und Maiverein Eikamp e.V.&amp;quot; in Eikamp, das zu Odenthal geh&amp;ouml;rt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Mit Willi Staude, dem 1. Schriftf&amp;uuml;hrer des Vereins, bin ich in der Kneipe des &amp;#8222;Eikamper Hof&amp;quot; verabredet, wo es k&amp;uuml;hles Bier und warme Speisen gibt. Kaum haben wir uns begr&amp;uuml;&amp;szlig;t, sto&amp;szlig;en zwei weitere Herren zu uns,&amp;nbsp; Herr Haasbach und Herr Jostmeier. Alle drei geh&amp;ouml;ren zur Altersgruppe: fitte Rentner. Bei K&amp;ouml;lsch, Kaffee und freundlichem small talk &amp;uuml;berbr&amp;uuml;cken wir erstes Fremdeln. Vielleicht spricht es f&amp;uuml;r mich und mein Vorhaben, da&amp;szlig; die Herren quasi als Triumvirat auflaufen. Aber vielleicht ist es auch ganz anders.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der Herr Staude ist ein ruhiger Typ, und wenn er mir jetzt sagte, er ist Buchhalter, w&amp;uuml;rde ich es glauben. Er hat alle Zahlen seiner Brosch&amp;uuml;re, die er mir eingangs &amp;uuml;berreicht, im Kopf. So was beeindruckt mich, die ich mit Zahlen auf Kriegsfu&amp;szlig; stehe. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Herr Haasbach ist 2. Schriftf&amp;uuml;hrer. Mit seinem wei&amp;szlig;en Haarschopf und dem gestutzten Seemannsbart sieht er aus wie ein ehrw&amp;uuml;rdiger Schiffskapit&amp;auml;n. Er &amp;uuml;bt verhaltene Pr&amp;auml;senz. Von ihm erhoffe ich mir ein bi&amp;szlig;chen b&amp;uuml;hnenreifes Seemannsgarn, um die Vereinshistorie entsprechend aufzupeppen. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der dritte Mann, Herr Jostmann, hat schon etwas mehr Haare gelassen. Er bekleidet kein Amt, sondern wird in der Brosch&amp;uuml;re als &amp;#8222;Theaterspieler&amp;quot; gef&amp;uuml;hrt. Auch er h&amp;auml;lt sich weitestgehend zur&amp;uuml;ck und &amp;uuml;berl&amp;auml;&amp;szlig;t das Reden dem Herrn Staude. Warum die beiden anderen dabei sind, erschlie&amp;szlig;t sich mir bis jetzt noch nicht. Schm&amp;uuml;ckendes Beiwerk? Als Besch&amp;uuml;tzer vor der fremden Frau? Man wei&amp;szlig; es nicht. Hin und wieder kommentiert der eine oder der andere ein sorglos verlorenes Wort, es wird ein bi&amp;szlig;chen in Erinnerungen gekramt und von den sch&amp;ouml;nsten Momenten geschw&amp;auml;rmt. Abgesehen vom ersten Applaus, den Vorh&amp;auml;ngen und der immer wieder gelobten und in hohen Ehren gehaltenen Kameradschaft, bezeichnen aber alle drei ihre Hochzeit als sch&amp;ouml;nstes Erlebnis ihres Lebens. Das hat nun mit dem Theaterspielen weniger zu tun. Oder etwa doch? &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Herr Jostmann erw&amp;auml;hnt die Genesung von einer schweren Krankheit, und freut sich &amp;uuml;ber seine Rekonvaleszenz. Darauf trinken wir.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Und sie haben Vorbilder. Herr Staude nennt Heinz Erhardt, Herr Jostmann den Willi Millowitsch- die alten Standards - aber, jetzt bin ich &amp;uuml;berrascht: der stille Seeb&amp;auml;r Haasbach hat einen ganz anderen Namen f&amp;uuml;r mich bereit: Robert Gernhardt. Leider f&amp;uuml;hrt er das nicht weiter aus, und Zeit zum Nachhaken bleibt nicht mehr. Die Herren haben noch Pl&amp;auml;ne f&amp;uuml;r den Nachmittag.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Unglaubliche 90 Jahre gibt es den Verein nun schon, gegr&amp;uuml;ndet von den Vorfahren meiner kleinen Herrenrunde, die damals noch Libellen im Seerosenteich waren. Man gab sich den Namen &amp;#8222;Spiellust&amp;quot;, und wie das damals landl&amp;auml;ufig noch &amp;uuml;blich war, wurden nur M&amp;auml;nner im Verein aufgenommen, dar&amp;uuml;ber hinaus nur Junggesellen. Auch die wenigen weiblichen Rollen wurden von jungen M&amp;auml;nnern in Frauenkleidern gespielt. Fr&amp;uuml;he Vorbilder der &amp;#8222;drag queens&amp;quot;.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Als in mir feministische Aufm&amp;uuml;pfigkeit hochkommen will, erkl&amp;auml;rt Herr Staude beschwichtigend, da&amp;szlig; solche Vorschriften in damaligen Zeiten die Grundlage der funktionierenden Gesellschaft waren:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;F&amp;uuml;rs Aufstellen von Maib&amp;auml;umen und Festzelten wurden starke junge und vor allem unverheiratete M&amp;auml;nner mit Muckis gebraucht.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die Frauen wollte man schonen, denn die waren dann schon vom morgendlichen Vieruhr-Melken ihrer 200 K&amp;uuml;he und dem Abschleppen diverser 100-Liter Milchkannen so entkr&amp;auml;ftet, da&amp;szlig; sie beim besten Willen keinen Zweig mehr heben konnten. Au&amp;szlig;erdem mu&amp;szlig;ten sie ja auch noch das Heu machen, das Vieh f&amp;uuml;ttern,&amp;nbsp; Familie und Gesinde bekochen, waschen, b&amp;uuml;geln, n&amp;auml;hen, Kinder kriegen und die M&amp;auml;nner bewundern. Die waren also ausgelastet.&amp;nbsp; Eine Frau damals in einem Baumarkt - h&amp;auml;tte es das gegeben - w&amp;auml;re vermutlich als Hexe verbrannt oder ers&amp;auml;uft worden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Weder der Weltkrieg noch Emanzipation konnten den Vereinssatzungen was anhaben.&amp;nbsp; Die waren in Stein gemei&amp;szlig;elt. Tr&amp;uuml;mmerfrauen hin, Tr&amp;uuml;mmerfrauen her. Und getreu der rheinischen Maxime: &amp;#8222;dat hammer schon immer esu jemacht, dat mache mer weiter esu&amp;quot; blieb den Frauen auch f&amp;uuml;rderhin die Vereinsmitgliedschaft verwehrt. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Allerdings - man ist ja Mensch, trotz allem, und ein rheinischer Mensch dazu: fortan werden weibliche Rollen doch mit Frauen besetzt. Irgendwann im Laufe der folgenden Jahre bekommt die Truppe einen neuen Namen: &amp;#8222;Theater- und Maiverein Eikamp e.v.&amp;quot;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die urspr&amp;uuml;ngliche Freude am Theaterspielen bleibt jedenfalls erhalten, denn es gilt, den bergischen Humor mit aller Ernsthaftigkeit zu h&amp;uuml;ten, pflegen und bewahren. Darauf bestehen nicht nur meine drei Abgesandten, das ist das Motto, das sich die Mitglieder aufs Vereinsf&amp;auml;hnlein geschrieben haben. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dieser Humor &amp;auml;u&amp;szlig;ert sich in Bauernschw&amp;auml;nken, Volksst&amp;uuml;cken und karnevalistischen Veranstaltungen. Ein Hauch von Klamauk. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Jedes Jahr ein neues St&amp;uuml;ck, das eingekauft, ein bi&amp;szlig;chen umgeschrieben und mit Lokalkolorit versehen wird. Ganz wichtig: &amp;#8222;Wer hier mitspielt, mu&amp;szlig; k&amp;ouml;lsch k&amp;ouml;nnen, also, dat berjische k&amp;ouml;lsch&amp;quot; denn: &amp;#8222;wir sind ein Mundarttheater.&amp;quot; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Allj&amp;auml;hrlich im November fangen die Proben an, und zwischen Karneval und Ostern wird das St&amp;uuml;ck dann vier Mal aufgef&amp;uuml;hrt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Alle Vorstellungen sind traditionell bis auf den letzten Stuhl ausverkauft. Der Eintritt kostet &amp;#8364;10,00.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Und noch was, das anders ist, als bei anderen Laienspielgruppen: der B&amp;uuml;hnensaal im ersten Stock des &amp;#8222;Eikamper Hof&amp;quot; ist riesig und wird wie ein Gro&amp;szlig;raum-Restaurant betischt und bestuhlt. W&amp;auml;hrend der Vorf&amp;uuml;hrung findet ein praktisch lautloser Service statt, der in der Tat &amp;uuml;berhaupt nicht st&amp;ouml;rt. Vor einigen Jahren war ich mal als Zuschauerin da, ich kann&amp;#39;s best&amp;auml;tigen. Auch die D&amp;uuml;fte von Frikadellen, Schnitzeln, Bratkartoffeln und Zwiebeln schweben &amp;auml;u&amp;szlig;erst zur&amp;uuml;ckhaltend aber appetitanregend durch den Saal. Der Biernachschub (haupts&amp;auml;chlich K&amp;ouml;lsch) erfolgt laut- und nahtlos kompetent. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der &amp;#8222;Mai- und Theaterverein Eikamp&amp;quot; ist eines von den vielen beliebten Mundarttheatern im Bergischen Land. Mundart hat etwas Heimeliges, Vertrautes. Mundart ist beliebt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;#8222;Heimat ist, wo meine Sprache gesprochen wird&amp;quot; hat Stefan Zweig als heimwehgeplagter Emigrant einmal so oder &amp;auml;hnlich formuliert. Im&amp;nbsp; Bergischen Mundarttheater des Eikamper Theatervereins wird das Bergische Platt als Tradition gepflegt. Und von den Zuschauern geliebt. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Zum Schlu&amp;szlig; sagt Herr Staude noch, nein, Werbung f&amp;uuml;r seinen Theaterverein mu&amp;szlig; er nicht machen: &amp;#8222;Das ist ein Selbstl&amp;auml;ufer&amp;quot;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
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      <pubDate>Sun, 13 Sep 2009 19:48:23 GMT</pubDate>
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      <dc:date>2009-09-13T19:48:23Z</dc:date>
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